DNM Rähmchen wird mit einer dreieckigen Leiste halbiert!?

  • Hallo liebe Imker/innen,


    ich bin seit 06/2013 "Bienenbesitzer" und neu hier im Forum,
    habe allerdings mich das letze Jahr hier als Gast in den unterschiedlichsten Themen ein-/durchgelesen!


    Alles für den Anfänger natürlich sehr spannend und zu Teil natürlich auch überfordernd.


    Nun zu meiner eigentlichen Frage:
    Wir hatten beim letzten Klönabend des IV das Thema, dass man die Drohnenrahmen mit einer zusätzlichen angepassten Dreikantleiste unterteilen/halbieren sollte,
    damit man bei jeder "Durchsicht" mal die obere Hälfte, mal die untere Hälfte der verdeckelten Drohnenbrut ausschneiden kann.


    Bis Dato wurde uns/mir (auch im Grundkurs / diversen Lektüren) immer gesagt, dass mit eingelöteten Mittelwandstreifen in den Rähmchen gearbeitet werden sollte.
    ich habe zu dieser Unterteilungsgeschichte noch nichts passendes gefunden, überlege aber nun, nach der "Auswinterung" (auch so ein Begriff, der noch etwas für Verwirrung sorgt) dieses Verfahren anzuwenden!
    Hat dazu vielleicht schon jemand Erfahrungen? :u_idea_bulb02:

  • Im Drohnenrahmen gibtas kein Draht! Rähmchen, die ihren Draht verlieren, wandeln sich in Drohnenrahmen um. Drohnenrahmen mit Draht oder gar Drohnen-MW sind Blödsinn.


    Horizontal geteilte Drohnenrahmen funktionieren. Vertikal geteilte auch. Und es ist dem findigen Imker sogar gegeben, Drohnerahmen ohne jede Teilung dennoch nur zum Teil auszuschneiden. :eek: Mit etwas Übungk teilt das Messer den Rahmen sokar in 3 Teile, für jede Woche eines. Und dann wird nur die gedeckelte Brut entfernt. Nachteil - wie auch beim leistengeteilten Rahmen - man kann nicht während der Durchsicht einfach den vollen durch einen leeren Rahmen wechseln und erst bei schon wieder geschlossenem Volke versorgen. Deswegen nutze ich gern ganze leere drahtfreie Rähmchen. Auch weil ich manchmal ja auch die Drohnen brauche.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Bis Dato wurde uns/mir (auch im Grundkurs / diversen Lektüren) immer gesagt, dass mit eingelöteten Mittelwandstreifen in den Rähmchen gearbeitet werden sollte.


    Kann man machen wie man will, Mittelwandstreifen oben eingelötet gibt den Bienen eine Anfangsrichtung, in der dann die Drohnenwabe mit überwiegend Drohnenzellen ausgebaut wird. Dann kann man 2 Woche Zeit für den Ausbau des Rähmchens und Drohnenlarvenstadium (3 Tage Ei + 6 Tage offene Drohnenbrut) rechnen. Erst dann kann die verdeckelte Drohnenbrut entnommen werden.
    Grob gesagt: Tag X kommt das Drohnenrähmchen mit Anfangsstreifen in die Beute, nach 14 Tagen ist es verdeckelt und kann entnommen werden.


    Der Kniff des halbierten Rähmchens ist, dass man nun jede Woche mit der Wabenmatsche arbeiten kann:im Wochenrhythmus wird jeweils die eine und dann die andere Hälfte ausgeschnitten. Das einlöten eines neuen Wachsstreifens müsste dann am Bienenstand erfolgen, wobei das Rähmchen nicht mehr leer ist (ist ja die andere frisch ausgebaute Hälfte schon da). Somit muss ein geeigneter Ersatz gefunden werden, um den Bienen wieder eine Möglichkeit zum Ausbau vorzugeben:
    entweder belässt man so 1-2 cm Wabenansatz oben, oder
    man verwendet eine Dreikantleiste, so dass die Spitze nach unten zeigt. Diese dient den Bienen dann als Richtung für den Neubau.


    Ob das Verfahren, alle 7 Tage 50% des Rähmchens auszuschneiden oder eben nur alle 14 Tage die 100% nennenswerte Vorteile bringt, kannst du dir ja selbst überlegen.


    Stefan

  • ...... dass man die Drohnenrahmen mit einer zusätzlichen angepassten Dreikantleiste unterteilen/halbieren sollte,
    damit man bei jeder "Durchsicht" mal die obere Hälfte, mal die untere Hälfte der verdeckelten Drohnenbrut ausschneiden kann.


    Bis Dato wurde uns/mir (auch im Grundkurs / diversen Lektüren) immer gesagt, dass mit eingelöteten Mittelwandstreifen in den Rähmchen gearbeitet werden sollte.
    .... :u_idea_bulb02:


    kenne das von alten Imkern, die unterteilten aber die Drohnenrahmen senkrecht. Zweck war lediglich, die Wabe zu stabilisieren, da man auf Drahtung zwecks einfachem Ausschneiden verzichten sollte. Auch die Stabilität dieser ungedrahteten Rähmchen selbst ist dann besser, was ob der häufigeren Manipulationen an ihnen zweckmäßig ist.
    Ansonsten ist die Frage *Dreiecksleiste oder MW- Streifen* mehr ideologischer Natur. Wenn der Drohnenrahmen einmal ausgebaut wurde, lässt man beim Ausschneiden einen Zellstreifen als Bauvorgabe stehen.


    gruß
    Erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Sinn macht das unterteilen auch bein Dadant bzw. anderen Beutenmaßen mit nur einem Brutraum, da hier nur ein Drohnenrahmen eingesetzt wird. So kann ich nicht jede Woche einen ganzen Rahmen rausnehmen. Bei der Unterteilung wird dann halt jede Woche einer der beiden Seiten heraus genommen.

  • Ansonsten ist die Frage *Dreiecksleiste oder MW- Streifen* mehr ideologischer Natur.

    Beides unnütz! Im Brutnest wird der freie Raum einer Wabe immer ausgebaut. Und erstaunlicherweise immer von oben und mit dem halben Wabenabstand zur rechten und linken Nachbarwabe. :eek:


    Daß manchmal in vollem Baubetrieb auch an die Nachbarwaben geklebt wird oder anderweitiger Wirrbau in den leeren Rähmchen entsteht, liegt in der Natur der Sache. Deshalb erfand man ja die künstliche MW. Man kann nicht erwarten, daß Bienen nun ohne MW genauso präzise bauen wie mit und dennoch sein Wachs in MW umarbeiten lassen. Folglich ist es es nur folgerichtig, daß "Frei Bauen" eher auch mal zu "Zu Bauen" wird. Seis drum.


    Es sollten immer Drohnezellen in offenen Stadien (also nicht Allianz-Arenen) vorhanden sein! Warum nur? :roll:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Drops,
    ja genau, diese Dreikantleiste war das Thema!
    Muss ich die "Spitze" der Leiste noch irgendwie behandeln (mit Wachs o.ä.)??
    Kann die ganz Spitz sein oder muss ein besimmter Winkel vorhanden sein oder irgendwie abgefräst sein?
    Gruß,
    Matthias (BalgerBiene)

  • Muss ich die "Spitze" der Leiste noch irgendwie behandeln (mit Wachs o.ä.)??

    Das machen die Bienen! Es geht um die Kante, an der sich die Bienen schön deutsch grade in Reih und Glied aufhängen, ehe sie bauen. Der Winkel ist recht schnuppe.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Drops,
    ja genau, diese Dreikantleiste war das Thema!
    Muss ich die "Spitze" der Leiste noch irgendwie behandeln (mit Wachs o.ä.)??
    Kann die ganz Spitz sein oder muss ein besimmter Winkel vorhanden sein oder irgendwie abgefräst sein?
    Gruß,
    Matthias (BalgerBiene)


    Stumpfen Winkel wählen, ca. 140°, nicht spitz! Wachsen ist gut.


    Aber geht wirklich auch ganz ohne, genau wie Henry sagt.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Wachsen ist gut.

    Ich wachse schon länger nicht mehr. :lol:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • .....Es geht um die Kante, an der sich die Bienen schön deutsch grade in Reih und Glied aufhängen, ehe sie bauen. Der Winkel ist recht schnuppe.


    Problem bei spitzen Winkeln ist, dass der Wabenanfang zu schmal wird, die Wabe erst zwei/drei Zellreihen untendrunter die volle Breite erreicht. Damit Stabilitätsprobleme. Schon der Imker Pythagoras studierte das Problem der Dreiecksleiste und erkannte die Wichtigkeit des möglichst kleinen komplementwinkels zur Dreiecksleisten- Hälfte.... :p:p


    Im Prinzip läuft es auf eine Grenzwertberechnung hinaus: wo erkennen die Bienen die Aufhängekante noch als solche. Pythagoras konnte das nicht lösen, weil: der Limes war noch unbekannt.:roll:


    Bei stumpfen Winkeln bauen die breiter an, idealerweise wie bei glatten OT auf gesamter Breite.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)