Wachs in welches Gefäß abgießen?

  • Nachdem ich meine Waben geschmolzen habe, habe ich das Wachs in einem Topf erkalten lassen und später einfach herausgekippt. Dann die unschönen braunen Reste unten am Block abgekratzt und das ganze erneut erhitzt.
    Schöne Idee, nur leider löste sich nun der Block nicht mehr aus dem Topf, sondern sitzt seitdem bombenfest darin. Hat Jemand eine Idee, wo hinein man das Wachs abgießen kann, ohne das es Probleme mit dem Lösen gibt? :-(


    Gruß,


    Nordlandreiter

  • Nachdem ich meine Waben geschmolzen habe, habe ich das Wachs in einem Topf erkalten lassen und später einfach herausgekippt. Dann die unschönen braunen Reste unten am Block abgekratzt und das ganze erneut erhitzt.
    Schöne Idee, nur leider löste sich nun der Block nicht mehr aus dem Topf, sondern sitzt seitdem bombenfest darin. Hat Jemand eine Idee, wo hinein man das Wachs abgießen kann, ohne das es Probleme mit dem Lösen gibt? :-(


    Gruß,


    Nordlandreiter


    Nordlandreiter . Ein Liter Wasser mit in den Wachs heiß machen und dann in den flüssigen Wachs mit Behälter in Zarge setzen mit
    Altkleider rundherum füllen und dann 2 Tage langsam abkühlen lassen. Der Dreck sackt dann langsam nach unten und der Wachs ist sauber.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Den Wachsboden zum Abkratzen der Schmodderschicht lasse ich in einem normalen Kunststoffeimer (leicht konisch, also oben größer als unten) erkalten. Beim Erhitzen ist bei mir IMMER Regenwasser im Topf (so 5cm) und dann ca 15-20cm Wachs.
    Dadurch kann das Wachs nicht überhitzt werden, da bei 100Grad das Gemisch brodelt, wenn das Wasser verdunsten will.


    Ich gieße den Topfinhalt dann durch ein Küchensieb in den Eimer. Das Ganze wird dann im Eimer fest, das Wasser ist dabei unten und nimmt schon Schmutz auf (braunschwarze Brühe). Das Wachs lässt sich dann leicht aus dem Eimer stürzen. Im Topf dagegen bringt man den Block nicht heraus, weil die Wände zu paralell sind.


    Nach dem Abkrazen schmelze ich das Wachs nochmal auf und fülle damit Silikonkuchenformen (Kastenformen) gibt schöne Goldbarren. Da löst sich das Wachs auch ohne die Wasserschicht und gibt formschöne Barren, die auch fürs Mittelwandgießen protioniert sind.


    Stefan

  • Es ist bei Abgabewachs völlig sinnlose Energieverschwendung, das Wachs mehrfach zu schmelzen. Es wird ohnehin Schmutz abgezogen beim Ankauf und der Verarbeiter schmilzt eh alles erneut ein. Es ist ausreichend die Zankschicht abzukratzen.


    Für eine Eigenverwendung ist das Umschmelzen dagegen nicht ausreichend.


    Es ist nachvollziehbar sinnvoll eigenes Altwachs auch für eigene Kerzen in Pastillen zu tauschen. Die sind rein und wasserfrei.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin,


    ich schmelze seit neuestem mit Dampferzeuger und Edelstahltrichter, auf den ganze Zargen gesetzt werden können. Der meistes Schmadder bleibt da drin bzw. auf dem Gitter hängen. Das Wachst tropft in den darunter stehenden Eimer, ist aber noch nicht in vernünftig lagerbarer Form. Nach dem erneuten Schmelzen in Omas alten Einkochtopf gieße ich alles durch ein Küchensieb, das ich mit schwarzem Gartenvlies ausgelegt habe , in einen alten 12,5 kg-Honigeimer mit warmem Wasser und lasse es dann ohne weiter zu isolieren abkühlen. Viel Dreck ist dann nicht mehr drin, den Rest kann der Wachsumarbeiter rausfiltern. Der Eimer läßt sich einfach stürzen und der Wachsblock fällt raus.


    Gruß
    Dirk

  • Hallo !



    Es ist nachvollziehbar sinnvoll eigenes Altwachs auch für eigene Kerzen in Pastillen zu tauschen. Die sind rein und wasserfrei.


    Ja, das ist sehr gut, die 3,-€ pro kg für Pastillen im Umtausch sind gut angelegt.
    und ersparen mehrfachschmelzen, Damenstrumpfsieben und knisterndselsbtverlöschende Kerzen.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Ich verwende eine große (konische) Kasten-Backform. Die passt in eine kleinere Styropor-Thermobox, für´s langsam-Abkühlen. Die Blöcke lassen sich schön platzsparend stapeln. Anders als die runden aus dem Topf.

    "Keine Rähmchen - keine Mittelwände - wenig Arbeit." (Émile Warré)

  • Bezüglich des Abbrennens und vorherigen Klärens des Wachses: ich habe das Wachs immer nur einmal eingeschmolzen. Unten abgekratzt und das war's. Danach wurde es zum Kerzenziehen verwendet. Die ganzen Verschmutzungen spielen keine große Rolle, wenn man die Kerzen zieht. (Also nicht gießt.) Ab und an ist ein Kokon mit in der Kerze. Das hat aber außer einem kurzen Knistern keinerlei negative Wirkung gezeigt. Und ich habe mehrere Jahre lang im Winterhalbjahr meine stromlose Hütte mit den Kerzen beleuchtet. Das war neben der Petroleumlampe mein einziges Licht. Funktioniert also auch ohne das ganze Gerummel um das Wachsklären gut.


    Das Klären und Bleichen ist vielleicht was für festliche Anlässe in der Kirche, wo möglichst weißes Wachs zum Einsatz kommen soll. Aber ansonsten?

  • Wenn du sehr vorsichtig ziehst könnte das funktionieren. Verlassen würde ich mich nicht drauf. Wir ziehen mehrere hundert Kerzen pro Jahr und da merkt man schon, wenn das Wachs nicht ok ist. Ich meine, dass Pastillen keine Alternative sind, geruchlich kommen die nicht an gutes, selbstgeklärtes Wachs ran.