Der warme Winter und der Pferdefuß?

  • Was ich mich schon seit längerem Frage, ob der Futterverbrauch dieses Jahr nicht das geringste Problem ist?
    Ich hab diesen Winter soviel von bedarfsabhängiger Winterbehandlung etc. gelesen, dass ich mir so meine Gedanken mache.
    Vielleicht sagt ihr, dass das alles Blödsinn ist, was ich denke, aber ich wollte einfach mal meine Gedanken kund tuen.


    Zur Zeit der OS Behandlung waren viele Völker noch in Brut, das heißt, der natürliche Milbenfall müsste geringer gewesen sein, da ja die Milben in den Zellen verdeckelt waren. Diejenigen die OS geträufelt haben, hatten vieler Orts keine kompakte Wintertraube und haben so weniger Bienen beim träufeln erwischt.
    Angenommen es gab keinen richtigen Brutstop und die OS war nicht so wirkungsvoll bzw. würde weggelassen kommt da jetzt nicht ein Riesen Problem auf die Imker zu?
    Wenn jetzt die Völker Vollgas geben und jetzt schon kräftig brüten, geben doch auch die Milben Vollgas?
    Kann es sein das Völker dann schon während der Tracht kollabieren?


    Das soll keine Feststellung sein sondern wirklich eine ernst gemeinte Frage die mich beschäftigt.
    Auf was ich mich dieses Jahr auf jedenfall "freue" wird nach dem guten Wespen Jahr 2013, dieses Jahr eine Wespen Population von nie dagelegenen Ausmaßes haben.


    Viele Grüße,



    Maxikaner

  • Die Frage, wie sich das Durchbrüten auf die Varroaentwicklung dieses Jahr auswirkt, treibt mich auch um. Ich habe da kein gutes Gefühl bei.


    Die Wespenköniginnen werden bei dem lauen Wetter hier fast alle überlebt haben - das wird völlig irre, wenn die alle ihre Völker gründen. :eek:


    Mit diesen zwei Haken werden wir wohl leben müssen.

  • Was ich mich schon seit längerem Frage, ob der Futterverbrauch dieses Jahr nicht das geringste Problem ist?


    der Futterverbrauch wird zu erst mal eines der Zentralen Probleme werden


    in unterkühlter Brut bzw schlecht gewärmter Brut vermehrt sich die Varroa explosionsartig!



    Vielleicht sagt ihr, dass das alles Blödsinn ist, was ich denke, aber ich wollte einfach mal meine Gedanken kund tuen.


    meine Gedanken gehen immer mehr Richtung STOCK TEMPERATUR


    Zur Zeit der OS Behandlung waren viele Völker noch in Brut, das heißt, der natürliche Milbenfall müsste geringer gewesen sein, da ja die Milben in den Zellen verdeckelt waren. Diejenigen die OS geträufelt haben, hatten vieler Orts keine kompakte Wintertraube und haben so weniger Bienen beim träufeln erwischt.


    auch das ist alles richtig und verstärkt das Problem



    Angenommen es gab keinen richtigen Brutstop


    hast du mal Völker aufgemacht?


    Ich mache es im Winter immer mal wieder bei einzelnen Völkern


    Selbst in strengen Wintern gibt es Völker die ein kleines Brutnest aufrecht erhalten


    Wenn jetzt die Völker Vollgas geben und jetzt schon kräftig brüten, geben doch auch die Milben Vollgas?


    schau mal die Brutnester deiner Völker an du wirst enttäuscht sein wie klein die sind



    Kann es sein das Völker dann schon während der Tracht kollabieren?


    Völker kollabieren nicht in der Tracht durch die Milben!


    Bei guter langer Tracht verlieren die Völker eher Milben


    Kollabieren tun sie wegen anderer Sachen


    vor allem wegen Vergiftungen



    ..wird ....dieses Jahr eine Wespen Population von nie dagelegenen Ausmaßes haben.


    da bin ich mir noch nicht so ganz sicher

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!



  • Die Bedenken bezgl. Varroa teile ich auch.


    Zu den Wespen ist zu sagen, dass ein milder Winter nicht unbedingt die besten Startvorausetzungen für tierische *Schädlinge* bieten muss.
    Pilze und Bakterien als *Gegenspieler* sind auch bevorteilt.


    Das müssen wir also sehen und aushalten.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Morgen,
    das Problem mit den Wespen und den anderen tierischen Mitlebewesen sehe ich nicht.
    Ob es ein "Varroajahr" wird, entscheidet sich in den nächsten 2-3 Wochen. Die Brutnester, zwar schon vorhanden, sind noch eher klein, so lange keine Tracht reinkommt.
    Wenn die Entwicklung draussen aber so weiter geht und wir früh eine Tracht bekommen, haben wir früh ein Varroaproblem.
    Warten wir mal ab bis zur "berühmten" 13. Kalenderwoche.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Wenn die Entwicklung draussen aber so weiter geht und wir früh eine Tracht bekommen, haben wir früh ein Varroaproblem.
    Warten wir mal ab bis zur "berühmten" 13. Kalenderwoche.


    Hallo Michael,
    warum ist die 13. KW berühmt?
    Ich habe mir vorgenommen in 2014 noch mehr Ableger als sonst zu machen.

  • Ich muss dem Erzgebirgler zustimmen. Warmer Winter heisst nicht das Wespen,Zecken und anderes überwinterndes Getier im Frühjahr in Massen auftreten. Es ist häufig sogar das Gegenteil der Fall. Viele der Tiere wie z. Bsp. Wespen haben Glycerol o.Ä. als "Frostschutzmittel" denen sind -10ºC also ziemlich Wurst da ne kalte Überwinterung eh geplant ist. Was se allerdings nich mit an Board haben is ne Salbe gegen Fusspilz:lol: und bei dem Wetter können somit Pilze und Bakterien, die sonst im kalten Winter nicht aktiv sind, in Rinde und Erdreich überwinterndes Getier befallen. Mit n bissle Glück haben wir also sogar das Gegenteil.


    Zum Thema Varroa sehe ich nicht ganz so eng. Haben außer in diesem Jahr mal wieder, in den letzten Jahren nie ne Winterbehandlung gemacht und konnten keinen nennenswerten Zusammenbruch der Völker feststellen. Schauen wir mal...


    MfG

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5