Bienen und Hühner, geht das gut?

  • Guten morgen,
    ich möchte mir gerne zusätzlich zu den Bienen noch ein paar Hühner in den Garten stellen und frage mich jetzt ob die Bienen im Auslauf der Hühner stehen können oder ob ich mir einen anderen Platz suchen muss, was leider etwas schwierig wäre.
    Die Beuten stehen auf einem Bock mit ca. 40cm Höhe. Leider ist der Stand so, dass die Beuten am Rand des Auslaufs stehen, allerdings auch mit Flugloch in die Richtung. Stört das die Hühner oder stört das die Bienen. Das Hühner Insekten fressen und unter anderem auch Bienen ist mir bekannt aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die sich jetzt alle vor das Flugloch stellen und nachdem abfliegenden Bienen schnappen.
    Was hätte ich ansonsten noch für einer Möglichkeit?
    Ich könnte die Beuten eigentlich auch mit dem Geflügelnetz umgehen, so dass die Hühner nicht an die Bienen kommen. Die Bienen wird das Netz denke ich ja nicht stören (würde dann einen Meter Platz lassen)
    Da ich den Auslauf später aber gerne noch richtig einzäunen möchte wäre die Variante mit den Bienen im Auslauf allerdings angenehmer.


    Einen schönen Tag wünsche ich noch


    Sven

  • Sven . Auch Hühner koten. Du läufst also immer durch den Mist. Außerdem fliegen sie auf die Beuten und den Bock die dann auch bekotet werden. Also lass es sein.


    Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Moin Sven!


    Ich habe seit Jahren Bienen und diverses Geflügel, schwerpunktmäßig Hühner, zusammen laufen bzw. fliegen und noch keinerlei Probleme feststellen können. Ab und an fliegt mal ein Huhn auf eine Beute, aber eine merkliche Verkotung ist da nicht festzustellen gewesen. Probleme mit nach Bienen schnappenden Hühnern gibt es ebenfalls nicht, denn Hühner lernen schnell, dass Bienen im Schnabel nicht die allerbeste Idee sind. Und während der Saison haben zumindest meine Hühner merklichen Respekt vor dem Summen am Flugloch.
    Das die Umgebung der Beuten verkotet wird ist allerdings absolut zutreffend und auch nicht vermeidbar. Hält sich bei vernünftigem Besatz aber auch absolut in Grenzen.


    Schöne Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Danke für eure Antworten.
    Ich habe ca. 150m2 für 4 Hühner zur Verfügung. Da sollte sich das mit dem Kot ja einigermaßen in Grenzen halten. Das die lieben auf die Beuten fliegen habe ich ja mal garnicht eingeplant :) das wäre ja insofern blöd weil der Zaun dahinter auch nur knapp zwei Meter entfernt ist. Da können die Hühner die Beuten wunderbar als Startplatz über den Zaun benutzen. Ich merke schon, in der Theorie ist das alles schön einfach aber die Praxis sieht dann wieder andere aus.


    Gruß


    Sven

  • Ich finde, das geht garnicht.
    Zur Zeit der Honigernte ist es meist warm und der Boden trocken.
    Was da so alles aufgewirbelt wird...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Ich finde, das geht garnicht.
    Zur Zeit der Honigernte ist es meist warm und der Boden trocken.
    Was da so alles aufgewirbelt wird...


    Nicht nur das! Bitte auch bedenken, das man diverse male die Beute öffnet um Kontrollen oder anderes durchzuführen. Zum Einen droht Verschmutzung und zum Anderen sind Hühner ofmals neugierig und picken an den Beuten rum, was wiederum Unruhe im Volk verursacht. Man kann ja Hühner und Bienen haben, dann aber bitte die Bienen getrennt, außerhalb des Hühnergeheges!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Odin ()

  • Schönen Samstag zusammen!


    Ich muss gestehen, ich bin überrascht ob der Antworten von Radix und Odin.
    Klar wird Honig für gewöhnlich nicht in strömendem Regen oder im Winter geernetet, Eisblumenhonig mal ausssen vor.


    Nur, wie stellt ihr euch einen Hühnerauslauf vor? Eine Fläche mit blankem, nackten Boden und stetigem Wind, der den feinen Staub aus den Hühnerfedern mit dem zerstäubten Kot und der trockenen Erde gemeinsam aufwirbelt?!
    Unter diesen Umständen stimmte ich zu, dort sollte man keine Bienen stehen haben, da a) das Volk von innne selbst bei nicht stattfindenden imkerlichen Eingriffen zunehmend verstauben würde und die Bienen auf mittelfristige Sicht eingehen würden und b) bei Eingriffen das Beuteninnere immens "kontaminiert" werden würde, es zudem, c) keine hygienische Honigentnahme geben würde und weil d) der Aufenthalt als Mensch in solch Umgebung dauerhaft auch gesundheitsschädlich sein würde.


    In meinem Hühnerauslauf hingegen gibt es eine überwiegend geschlossene Grasnarbe, insbesondere sommers. Zudem stehen die Bienen nicht in der unmittelbaren Nähe des unvermeidbar staubigen Hühnerstalles und der Besatz des Geheges mit Geflügel ist offenbar der qm-Anzahl angemessen, Stichwort Grasnarbe.
    In diesem Zusammenhang ein kurzes OT, da ich im Verwandten-/Bekanntenkreis jemanden habe, der derzeit wieder mit der Hühnerhaltung beginnt. Auf dem betr. Gehöft wurden bereits Hühner gehalten und im Vorfeld der anstehenden Neuanschaffung fiel dann das Anti-Argument, Hühner würden ja stinken und "Ungeziefer", genauer Ratten, anlocken.
    Auf Nachfrage ergab es sich dann, dass die ehemalige Hühnerhalt dort unmittelbar zwischen Mist und Entwässerunggräben "praktiziert" wurde und natürlich auch sämtliche Essensreste verfüttert wurden...:roll:


    Weiterhin stelle ich meine abzuerntenden HR nicht einfach in die Wiese und damit in möglicherweise unhygienischen Untergrund, sondern sie werden, und nicht nur an diesem Standort, immer auf vorbereiteten Zuschnitten abgestellt.


    Lange Rede, kurzer Sinn:
    Ordentliche, nicht intensive Hühnerhaltung im Freiland, und Bienen im Hühnerauslauf stellen aus meiner Sicht weder eine Beeinträchtigung der Honigqualität noch sonstige Risiken für eine der beiden Parteien dar, vielmehr eine sinnvolle und friedliche Coexistenz.


    @ Sven: Erhöhungen relativ direkt neben dem Zaun sind, je nach Rasse, in der Tat eine Einladung zum Überfliegen :wink:!


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • OK, dann wird der Auslauf so gesteckt, dass die Beuten aussen stehen. Mit hochgewirbelten Sachen (Kot etc.)finde ich ein wenig merkwürdig, da wir das auch in der freien Natur haben. Da kreucht auch nicht immer sowas gesundes herum.
    Ausserdem sind es ja nur 4 Hühner und der Kot wird dann regelmäßig mit dem Rechen beseitigt.


    Gruß


    Sven

  • OK, dann wird der Auslauf so gesteckt, dass die Beuten aussen stehen. Mit hochgewirbelten Sachen (Kot etc.)finde ich ein wenig merkwürdig, da wir das auch in der freien Natur haben. Da kreucht auch nicht immer sowas gesundes herum.
    Ausserdem sind es ja nur 4 Hühner und der Kot wird dann regelmäßig mit dem Rechen beseitigt.


    Gruß


    Sven


    Halte ich auch für weitaus sinnvoller, da Hühner nunmal sehr neugierig sind und auch an den Beuten rumpicken, evtl. sogar mal drauffliegen und dadurch für Unruhe im Volk sorgen könnten. Du willst ja zu "ruhigen" Bienen gehen um div. Arbeiten durchführen zu können. ;)

  • Also unsere Damen (Hühner jetzt) interessieren sich nicht für Bienenbeuten in Sachen dran rumpicken,
    vielleicht, hätten sie Langeweile oder noch nie eine gesehen. Auch fliegen sie nicht da rauf. Dabei käme es auch auf die Höhe der Oberkante und die Rasse des Verderviehs an. Manche fliegen total ungern oder überhaupt nicht.
    Aber selbst die aktivsten Rassen und freudigsten Emsigfuttersucher fressen keine Bienen weg.
    Meine Bienen stehen allerdings ca 30 m vom Hühergehege, werden jedoch oft besucht. Wir haben da etliche "Flucht"hühner, die sich gern selbstständig machen und in der Umgebung herumwuseln. Sogar ohne Starthilfe in Beutenform im Gehege...
    Gern nutzen sie mal die Deckung, die sie durch die Beutenaufstellung bekommen, auch lag bis vor Kurzem dort noch viel Laub herum zum Scharren.
    Störungen würde ich da aber selbst im Gehege nicht erwarten und Beuten ohne weiteres dort hinein stellen und auch dort bearbeiten, nur Abstellen auf dem Boden wäre nicht ratsam.


    Ansonsten kann ich Patrick da nur voll zustimmen. :daumen:


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Kommt erst der Käfer, haben wirsowieso alle Hinners oder Wachteln. Direkt vor und unter den Beuten.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo, habt Ihr Euch schon ein oder mehrere Videos des Franzosen Francis Ithurburu angesehen ?


    Der setzt gezielt auf seine Huhnis um die asiatischen Hornissen klein zu halten.
    Im Gegensatz zur einheimischen Hornisse beherrscht die eingeschleppte vespa velutina ja den stationären Flug vor der Bienenbehausung, bevor sie zuschlägt.
    Genau in dieser Lauerphase , wo ihre ganze Aufmerksamkeit einem zukünftigen Bienenopfer gilt, wird sie dann von den proteingierigen Hühnern geschnappt.


    http://www.youtube.com/watch?v=UqHUTESvOZs


    Ciao, Norbert

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.