Honigprämierung Sachsen

  • Zweifellos sind Honige im Neutralglas nicht per se weniger verkehrsfähig als solche im Einheitsglas.

    Unettiketierte Honiggläser sind nicht verkehrsfähig zum Endkunden. Das meinte ich. Und Neutralität wäre auch nicht gewährleistet, wenn man weis von wem der Honig stammt.

    Die Bevorzugung lokaler Produkte ist weder Nationalismus, noch Faschismus, noch Protektionismus, sondern ist nur ein Symptom von Intelligenz und Umweltverträglichkeit.

  • Imker ist kein von D.I.B. geschützter Begriff. Somit haben die „organisierten Imker“ das beschlossen, steht denen auch frei. Allerdings müssen sie das deutlich nach außen dokumentieren und nicht den Anschein erwecken, dass „die Imker“ das alle so wollen.
    Im Grunde reicht ein formloses Unterlassungsanschreiben in denen der Verband aufgefordert wird, entweder bei der nächsten „Imkerprämierung in Sachsen“ die Teilnahmebeschränkungen bezgl. auf Mitgliedschaft in einer Organisation oder Verwendung eines geschützten Produktes als Bedingung, in dem Fall das Glas und das Etikett, aufzugeben, oder deutlichst zu erkennen zu geben, dass es sich um eine beschränkte Mitgliederveranstaltung handelt und nicht repräsentativ für Sachsens Imker ist. Muss man ja nicht klagen.
    Sollten die das ignorieren, dann wird’s beim nächsten Mal wirklich teuer.
    Viele Grüße


    das glaube ich nicht, denn :


    Zitat

    Im Freistaat Sachsen sind gegenwärtig etwa 3 500 Imker tätig, die insgesamt
    34 170 Bienenvölker halten. Die durchschnittliche Standgröße beträgt somit
    9,6 Bienenvölker je Imker. Im LVSI sind derzeit 3 236 Imker mit 28 170
    Völkern organisiert. Etwa 300 weitere Imker mit 6 000 Völkern gehören
    dem „Deutschen Berufs und Erwerbs Imker Bund e. V.“ an oder sind nicht
    organisiert.

    Medieninformation Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft März 2012


    Wenn über 90% der sächsischen Imker im LVSI sind scheint mir das repräsentativ genug :cool:
    Henry zählt ja auch dazu. Er hat bloss keine Lust 4 DIB-Gläser zu benutzen.
    Der Änderungsantrag ist also nach meiner Meinung das richtige Mittel, viel Erfolg!


    Noch eine Frage zum Verständnis:
    Wenn man für den eingereichten Honig in DIB-Gläsern eine tolle Plakette bekommt, dann darf man die doch auch auf seine Neutralgläser des selben Honigloses kleben. Oder leige ich da falsch?


    Gruss
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Dann gibt man eben doppelt ab. Einmal mit Etikett für die Prüfung der Verkehrsfähigkeit bezgl. Etikettierung und einmal neutral für den Inhalt, auf dessen Glas dann die Nummer vergeben wird.
    Viele Grüße

  • Unettiketierte Honiggläser sind nicht verkehrsfähig ... Neutralität ... nicht gewährleistet,

    OK, das ist ja nachvollziehbar. Und es ist sicher auch sinnvoll Verkaufsgebinde zu untersuchen oder zu bewerten. Vielleicht kann man die DLG mal fragen, wie die das hinkriegen beim Bier? Die bewerten schließlich auch die Aufmachung. Deshalb denke ich, daß das schon irgendwie gehen muß. Auch halte ich das Bieneninstitut für durchaus unparteiisch und neutral abgesehen davon, daß ich zudem glaube, daß das manchen Imker überhaupt nicht kennt. Ich würde meinen Honig auch mit Etikett einreichen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Dann ist es eben repräsentativ. Die Beschränkungen die zwingend eine Mitgliedschaft erfordern bleiben trotzdem eine Diskriminierung, wenn man den Anschein erweckt, dass dieser Wettbewerb den freien Markt bewertet. Es sei denn, es kann ein besonderes Schutzbedürfnis für den freien Markt, was diese Beschränkungen notwendig macht, angeführt werden. Dürfte schwer werden.
    Viele Grüße


  • Nach meinem Kenntnisstand dürfen die D.I.B. Gläser nur im Zusammenhang mit den Etiketten und umgekehrt verwandt werden.
    Viele Grüße

  • Oder liege ich da falsch?

    Ja, weil dann der Honig im Neutralglas ganz wesentlich von dem geprüften abweicht und zwar wegen des Glases drum rum.


    Wäre es anders, wäre die Nichtzulassung neutralglasiger Honige noch widersinniger.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,


    hört sich für mich an, als wüsstest Du es nicht genau.
    Das einheitliche Glas für die Prämierungmacht sehr viel Sinn für die Anonymisierung des Honigs für die Prämierung. Recht hast Du aber natürlich,, dass es nicht unbedingt das DIB-Glas sein müsste. Das dient dem Marketing des DIB für sich selbst.
    Ich kenne mindestens einen Imker der seine Goldmedaille aus der Honigprämierung auf Grundlage der DIB-Richtlinien auf sein Neutralglas pappt. Was natürlich nicht heissen muss, das er das darf.
    Deshalb wüsste ich es gern genau.


    Gruss
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Nach meinem Kenntnisstand dürfen die D.I.B. Gläser nur im Zusammenhang mit den Etiketten und umgekehrt verwandt werden.

    Falsch! Nur im Zusammenhang sind diese Gebinde dem Warenzeichen nach geschützt. Es gibt interessanten Schriftwechsel dazu, bei dem der D.I.B. zwar oft Imker verunsichert, die z.B. Einheitsgläser mit eigenen Aufklebern versehen, aber vor gerichtlichen Entscheidungen regelmäßig einknickt und ja kein Exempel zu statuieren. Wer D.I.B.-Gläser nachmacht und Etikellen ähnlich gestaltet verletzt das Warenzeichen, weil das die Gesamtheit betrifft. Wer die Gläser für was anders nimmt oder auf Einheitsgläser andere Etiketten klebt oder auch Deckeleinlagen aus Pappe nimmt verletzt es nicht, weil bereits damit die Gesamtheit nicht mehr gegeben ist. Und nur die bewirkt überhaupt erst einen Markenschutz. Als Nicht-DIB-Imker kann einem auch die DIB-Regelung zur Benutzung des Einheitsglases egal sein. Die gilt ja nur intern und jeder könnte sich durch bloßen Austritt entziehen. In ein Einheitsglas ohne Honiglehrgang Honig abzufüllen führt also nicht zu Lagerhaft sondern ist lachhaft.


    Unterlassungserklärungen bezüglich irgendwelcher Markenrechte - insbesondere strafbewehrte - sollte man also durchaus nicht ungeprüft abgeben, auch wenn sie womöglich billig klingen.


    Wer Rücklaufgläser mit DIB-Design erneut befüllt und neutral etikettiert, ist zwar Ziel der Abmahnung, aber nicht zu treffen. Schuld ist die versäumte und bis heute nicht nachgeholte Eintragung aller Teile des Einheitsglases als Warenzeichen.


    Doch das fürht weg vom Faden ....

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • . Heute lassen sich ander als D.I.B.-Gläser nicht anliefern.


    Also bei der Honigbewertung des Landesverband Westfälisch Lippischer Imker kann jeder Honig in jedem Glas mit jedem Etikett abgeliefert werden.
    Der läuft ganz normal durch die Prüfstraße und wird bewertet. Und der Imker bekommt den Prüfbericht.
    Er bekommt nur keinen Preis, den bekommen nur Honige im DIB Glas, die allen Anforderungen entsprechen.


    Hier mal ein Link zu der Seite mit Berichten: http://www.imkerverband-westfa…ei-der-honigbewertung.php


    Bei der Bewertung, wie so etwas organisiert wird, muss man auch immer die zu prüfende Menge im Auge behalten.
    Bei der oben genannten Veranstaltung sind das in den letzten Jahren im Schnitt immer mindestens 1000 Lose a 3 Gläser.
    Dazu kommt der Anspruch der Imker auf faire Bewertung.
    Was sage ich dem Imker, dessen Honig im durchsichtigen Glas wegen z.B. Schmutz am Boden oder der Seite abgewertet wird, weshalb ich dem anderen Imker erlaube seinen Honig im undurchsichtigen Violettglas ab zu liefern?

  • Deshalb wüsste ich es gern genau.

    Wenn das Gebinde "D.I.B-Glas" Bestandteil der Prämierung war, dann weicht ein Neutralglashonig davon weder zufällig noch prozeßbedingt ab. Das wär was anderes, als wenn mal zuwenig im Glase ist oder doch mehr Krümel. Es handelt sich also nicht um den Prämierten Honig. Das ist ein klarer Wettbewerbsverstoß. Der so aufgemachte Honig, hatte die Prämierung nicht erhalten. Er wäre nicht mal zugelassen worden.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Also bei der Honigbewertung des Landesverband Westfälisch Lippischer Imker kann jeder Honig in jedem Glas mit jedem Etikett abgeliefert werden.

    Dann kann hier was nicht stimmen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Henry
    Also ist lediglich das Etikett geschützt, nicht das Glas. Hätte mich gewundert, wie soll man ein 250 / 500 Gramm Glas schützen. Würde wohl nicht durchgehen.
    Das Etikett darf also nur im Zusammenhang mit den Gläsern xy benutzt werden. Wenn dar Schutzmarkeninhaber morgen festlegt, nur in OVC Bärchen, dann nicht mehr im Glas.
    Fakt ist, der Verband erweckt den Anschein den Honig freien Imkermarkt zu bewerten, tut er aber nicht. Die Begründungen sind „Krücken“.
    Viele Grüße