Insektensterben: Die todbringende Biene

  • Hallo Gemeinde,
    noch etwas ausführlicher sind dazu die beiden Artikel in der MZ von Heute. Der erste auf Seite 1 heißt: Hoffnung für die Bienen. Auf Seite 3 dann: Den Tod im Nacken. Hier geht es auch um dan Sachsen-Anhalter.
    Mit einem schönen Groß nach Hundeluft möchte ich anmerken, dass man nicht sagen muss, dass der gemeine Imker nicht zuhört und zu bequem ist. Vielleicht könnte man sich darauf einigen, dass viele Imker hier in der Gegend etwas älter, manche gebrechlich sind, in ihrer Meinung gefestigt und evtl. nicht durch Ausdrücke wie " Superbiene " zu beieindrucken. Aber solche Imker gibt es ja in Hundeluft nicht, alles junge Leute, fit wie Turnschuh, auf der Höhe der Wissenschaft und immer ganz vorne dabei.
    Auch das statistische Schreckgespenst des Bienensterbens wird wieder ausgepackt, wobei eben nicht berücksichtigt wird, dass man früher ( wo alles besser und schöner hier war ) gerne mehr kleine Völker hatte, während man heute mit weniger größeren Völkern imkert, wenn man sie denn überhaupt alle angibt. Aus der abgebildeten Grafik könnte man auch parallelen zur Bevölkerungsstatistik erkennen. In einem Stadtstaat, gerade wenn es die Hauptstadt betrifft dürfte es normal sein, dass es pro km² mehr Völker gibt als in Mc Pomme oder im LSA.
    Grundsätzlich eine interessante Sache, dass jetzt wohl der Nachweis gelungen ist, dass tödliche Krankheiten, vielleicht auch in Kombination mit Varroa für einige Völkerverluste verantwortlich sein können, interessant auch der Nachweis, dass dies offensichtlich auch über die Blüten geschieht und auch andere Bienenarten betrifft. Soviel zum Thema Reinvasion.
    Im Netz sollten diese Artikel ebenfalls zu finden sein. Die meisten Hundelufter/ Roßlauer Imker werden die MZ noch als Freiheit kennen :-).
    Viele Grüße
    Wolfgang, der jetzt aufhört, die Roßlauer zu pieksen, schließlich habe ich dort einen wirklich guten Imkerkurs besucht.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Eigentlich hat da jemand etwas ganz Normales beschrieben: Krankheiten werden übertragen.
    Wenn der Artikel dann in die Zeitung soll, gibt es einen Redakteur, der für Schlagzeilen zuständig ist. Der braucht etwas Auffälliges, einen eyecatcher. Damit der Leser am Artikel hängen bleibt. Und wenn er kein auffälliges Bild von einer nackten Biene nehmen kann, dann schreibt er wenigstens einen reißerischen Titel. Von der todbringenden Biene und den Unsinn von der Biene, die an den Krankheiten schuld sei! (Übertrager sind nicht schuld an der Krankheit, sie übertragen nur den "schuldigen" Erreger.)
    Also niemals einen Zeitungsartikel über eine Forschung mit der Forschung selber verwechseln!:roll:

  • Wenn ich mich so an das letzte Bienenjahr erinnere - was zugleich mein erstes war - muss ich sagen: ich hatte Massen an Hummeln und auch Wespen im Garten. 1 Riesen Hummelnest war nur 5 Meter entfernt von den Bienen.
    Der einzige der Krank war, war ich :lol: Verstehe das also nicht ganz.

  • 1 Riesen Hummelnest war nur 5 Meter entfernt von den Bienen.

    Siehste, und jetzt isses weg!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Oh Jakob,
    eine nackte Biene war auch auf dem Foto, so isses nun auch wieder nicht. Außerdem postuliert er wohl Ergebnisse, die er in Südengland herausgearbeitet hat gleich für die ganze Welt ( außer Australien und Neuseeland ). Darauf müsste ich natürlich unken, dass " Das gemeine Bienensterben " tatsächlich in unterschiedlichen Gegenden durchaus mehrere Faktoren haben könnte, und auch ganz unterschiedlich ausfällt. Zu schreiben, es wäre in Sachsen-Anhalt ganz besonders schlimm ist wohl eher der Tatsache geschuldet, dass der gemeine Anhalter glaubt, er wäre was ganz besonderes. Hier in Wolfen z.B. hat man nach eigenen Aussagen den Farbumkehrfilm erfunden. Worauf ich wiederum gerne unke, ja klar, das Rad war es jedenfalls nicht. Eine Veröffentlichung in der "Nature" ist per Definition eine Bedingung um es "wissenschaftlich" zu nennen. So, wie der Verband das "Bio" macht. So hab ich das jedenfalls verstanden.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Moin, moin,


    wirklich weiter geht es da ja nur bis zur Paywall. Hat jemand Zugriff auf den ganzen Artikel in Nature?


    Gruß Clas


    Es ist schon mindestens 10 Jahre bekannt, das der Krüppelflügel-Virus auch andere Hautflügler befällt (Uni. Pensylvania USA). Solitäre Bienen und andere Insekten die von Blütenpollen leben. Den Virus fand man im Pollen von vielen Blütenpflanzen und eingesammelten Bienenbrot, also dem Pollenvorrat in den Waben der war stark mit dem Virus kontaminiert.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Das scheint zur Zeit ein Modethema zu sein,
    was die Bienen alles so aufschnappen und weiter verteilen.
    Die pösen die.:roll:
    Pflanzen stecken sie doch auch an, das hatten wir doch vor Kurzem auch schon hier besprochen.
    Das Image der Bienen war also immer ein ganz falsches, soooo toll sind die jetzt auch nicht,
    fast wie fliegende Ratten.
    Kann man ruhig mal was draufsprühn oder?

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Kopfschüttel...


    Ja, neee, is klar. Die Honigbiene ist schuld daran, dass Wildinsekten (aus-?) sterben. Und das ist natürlich viiiiiieel schlimmer, wie das Gespritze mit Neonics in ausgeräumten Mono-Landschaften.


    Und die kleinen Kinder bringt der Klapperstorch...

  • Es ist nicht die Biene, die an Alles Schuld ist. Es ist dem Imker, der die in so Naturschutzgebiete drängt, damit die die Hummeln mit HIV ansteckt. Das macht der voll mit Absicht. Die einzige Chance ist der massive Einsatz von Spritzmittel dagegen. Praktisch: Insektenschutzspritzung.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Diese Meldung ging durch alle Gazetten. Interessante Meinungen finden sich in den Kommentaren. Es ist -für mich eindeutig- das Ziel, die Imker zu diskreditieren und zumindest unterschwellige Akzeptanz nach dem Motto "eigentlich nicht so schlimm, denn immerhin..." für Bienenschädigungen zu erzeugen.


    Man lese sich z. B. auch die Artikel in der "Zeit" durch, den Problemkreis Mais 1507 betreffend. Da rückt die Propagandakompanie aus, dass es eine Pracht ist. Die sind besser als das ND zu Täterä-Zeiten.


    Schlimm.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)