Hamsterkäufe Apifonda oder berechtigte Panik?

  • Hallo zusammen,
    einfach abwiegen und bei den schwachen mit viel Futter etwas zu den Vielverbrauchern stellen.


    Wir gehen jedes Jahr hin und füttern gut auf. Im Herbst und Frühjahr wird nochmals nach Futter ausgeglichen.
    Seitdem habe ich keine Verluste mehr ab Nov.
    (Dieses Jahr gar keine Verluste , komplette Kunstschwarmbildung und Wachseinschmelzung hilft)

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )

  • Hallo zusammen!


    Mein Name ist Stefan Führer - kurz SteFüh - und ich bin seit 2013 lesendes Mitgl. im Forum 😉. Meinem Profil hab ich gerade noch ein Update verpasst, weil ich schon oft Hinweise/Bemerkungen dazu gelesen habe und nicht gleich die erste Rüge kassieren möchte.


    Nun hab ich mich mal getraut und möchte kurz zum eigentlichen Thema "Hamsterkäufe" zurückzukehren. Bei bienenweber steht was von drastischen Preiserhöhungen von Südzucker. Ist das der tatsächliche aktuelle Grund? Ich habe sonst keine anderen Hinweise zu Preiserhöhungen gefunden. Allerdings sorgen solche Hinweise natürlich auch zu Hamsterkäufen.


    Gruß Stefan
    ....bei sonnigen 12 Grad und summenden Bienenflug

  • dass unsere Bienen in milden Zeiten, so wie jetzt, Futter von weiter entfernten Futterwaben umtragen würden, in die Nähe des Bienensitzes/Brutnests? Das werden sie ja wohl genausowenig verdeckeln? Deshalb sah ich da keinen großen Unterschied zur Flüssigfütterung...?


    Doch: Du bietest flüssig etwas, was einem Eintrag gleichkommt, einem Angebot, welches vorher nicht da war. Das muss abgenommen und eingelagert werden. Und zwar alles. so ähnlich wie Tracht. Das tun sie so wie üblich, über sich und fluglochfern am ehesten und um sich herum. Wenn Du 4 kg bietest, dann sind die 4 kg um den Bienensitz herum. Kommt was rein, z.B. Weide (s. Henrys Beitrag), dann ist kein Platz, sie packen sich zu und haben keine Brutfläche.


    Die ursprünglich angelegten Futterzonen sind nach Wanderung der Wintertraube und Zehrweg plus Volksstärkenabnahme nun mal weiter weg. Sie wandern erst einmal hinein, haben dann keinen weiten Weg, sitzen am Rand des Futters, öffnen benötigte, kleine Mengen am Rand, die sie demnächst brauchen werden und tragen die um, sobald die Entfernung größer wird bzw. sobald sie ein Brutnest vom weiteren Wandern abhält, sitzen selber aber auf/in Leerzellen.
    Das kann man sehen auf der Windel: feines Wachsschrot an weiter entfernten Stellen von geöffneten Futterwaben, Bienensitz und Brut woanders. Auf den Waben sieht man eher mäßige Zonen offenen Futters um die neu angelegten noch kleineren Brutflächen.
    Dieser Neigung immer eine "Kinderportion" für die nächste Zeit in der Nähe zu haben, fröhnen sie besonders gern, sobald eine Kinderstube da ist.


    wie ist das denn nun mit dem offenen Futter und der Gärung, warum hältst du das bei Flüssigfütterung für problematischer als beim Umtragen von entfernteren Futtervorräten zum Bienensitz hin?


    Viel Futter Neuangebot: Viel Eintrag, fehlende Verdeckelung wegen der Geschwindigkeit und Menge. => Wasser, steigende Temperaturen...usw.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Entscheiden tut man aufgrund von Fakten. Und die müssen erstmal festgestellt werden. Also ob These A oder These B stimmt, und wenn es heißt 'es kommt darauf an...', dann muss man auch sagen worauf es ankommt.


    Obacht:
    Nicht weniges von dem was manche als Fakten verkaufen sind Erfahrungswerte:
    Statt „Das ist so“ müsste es of heißen: Ich haben an meinem Standort mit meinem Klima, meinem Trachtangebot, meiner Bienerasse, meinen Beuten , meinem Rähmchenmaß, meiner Betriebsweise, meinen………… in der Mehrzahl der Fälle folgende Erfahrung gemacht.“
    Worauf es dann letzten Endes ankommt - wer weiss das schon so genau. Oft vielleicht auf die Kombination.
    Wie jakobleipzig schon sagte: Am Ende musst Du dich entscheiden.


    Gruß
    Martin

    Still confused, but on a very high level!