Hamsterkäufe Apifonda oder berechtigte Panik?

  • Gestern war ich bei der Baywa in Fürth um mir Apifonda minipacks a 2,5Kg zu kaufen, da man die ja immer brauchen kann wollte ich 2 Kartons mitnehmen, doch es war nur noch ein einziger Karton da.
    Die freundliche und mir bekannte Verkäuferin meinte, das wird z.Zt. Wie verrückt gekauft, es kommen Vereine die ganze Paletten kaufen.


    Jetzt bin ich schon ein wenig nachdenklich, gibt es dieses Jahr echt ein Problem im Frühjahr, oder ist das alles nur Panik?

  • Hi !


    begründete Panik*** es haben wie oft zu hören war einige Völker das Futter nur mäßig abgenommen... Bei mir eben so !
    Es gab aber auch vielerorts eine sehr gute Spättracht. Bevor man so Hamsterkäufe macht, ist es wohl ratsam die Beuten zu wiegen ... ein Anheben kann da schnell
    Klarheit schaffen.


    Gruß Torsten

  • Wer genug eingefüttert hat und seinen Bienen nicht auch noch den Honig aus dem BR weggeschleudert hat, wird sich Mitte Februar nicht sorgen müssen.


    Welches Volk soll denn von 10/13 bis 02/14 satte 20 kg verbraucht haben? Wir hatten hier auch nur ca. 14 Tage echten Frost, den Rest
    des (kalendarischen) Winters sind sie gar geflogen. Trotzdem ist noch genug Futter in den Beuten. Klar gibt es immer mal ein Kummervölkchen...


    Ich hole jedes Frühjahr noch einige volle Futterwaben aus den Völkern für die kommenden Ableger.....


    Aber ich hörte von Imkern mit der 3fachen Völkerzahl, das diese weniger Sirup für die Einfütterung gekauft hätten als wir.:roll:

  • Hallo !


    ... Apifonda ...
    ... Jetzt bin ich schon ein wenig nachdenklich, gibt es dieses Jahr echt ein Problem im Frühjahr, oder ist das alles nur Panik?


    Sorry, aber zur Nachfütterung eignet sich nicht nur meiner Meinung nach "Apifonda" nicht - da Teig !


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Ich sehe auch keinen Grund zur Panik, auch meine Völker haben noch mehr Futter als ich Anfangs dachte. Ich denke wer normal eingefüttert hat, kommt mit einer Futterkontrolle, Ende März Anfang April gut zurecht. Wir befinden uns mitten im Winter, obwohl es so nicht aussieht.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)


  • Hallo,


    in der Tierzucht gibt es einen Spruch,der viel aussagt: "Füttern kostet Geld, schlecht oder wenig Füttern kostet mehr Geld".



    Salve, Peter

  • Die haben alle im Forum gelesen und die Beiträge mit den Abbildungen des aufgelegten 2,5 kg Teigpaketes gesehen.:lol: 
    und schieben Panik, weil es "so warm" ist, und weil sie nicht gewogen haben oder Stacheldraht in den Tachen oder beides.
    Dabei sollte gerade die milde Saison zu geringerem Verbrauch geführt haben.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Dabei sollte gerade die milde Saison zu geringerem Verbrauch geführt haben.


    Ist das so?


    Ich dachte bis jetzt immer es wäre anders herum.
    Eisiger-langer Winter=weniger Futterverbrauch
    Schmuddlig-warmer Winter= mehr Futterverbrauch



    Frühlingshafte Grüße
    Regina, die bis jetzt immer das Gefühl hatte, die Bienen wintern nach einem harten Winter besser und mit mehr Futter aus, als nach einem Laschen.
    Trügt mein Gefühl?

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Ich meine die Phase des reinen Heizens: Viel kalt, viel Heizen. Spüren wir doch selbst alle am Holzlager und im Tank.
    Durchbrüten oder Frühbrüten kostet natürlich.
    Bei Völkern, die das zeitgerecht handhaben aber nicht.
    Mir fehlt wohl der Vergleich langjährig, hier ist futtermäßig aber alles roger. Und wenn man normalerweise FW übrig hat, dann sollte man beruhigt sein können.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo, ich war heute auf der großen Inspektion. Von 15 war eins sehr schwach, die saßen in Der Futterausparung vom Segebergerdeckel. Die Anderen sind alle recht gut, reichlich Futter. Bei zwei ist relativ wenig drin, werde da im März noch einmal vorbeischauen.
    Zum Hamsterkauf: Ich versuche alles zeitig zu kaufen und mich nicht auf just in time verlassen. Nächste Woche kommt die letzte Lieferung Rähmchen. Was mir noch fehlt ist das Winterfutter für 2014.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo liebe Theoretiker und Theoretikerinnen,


    da Ihr mich mit Eurer Futterberechnerei schon ganz wuschig gemacht hattet bin ich gestern losgefahren und habe meine Kisten mal gewogen...


    Fazit:
    a) große Völker mit etwa 20 bis 25kg Futter im Oktober haben im Schnitt bis jetzt 7kg verbraucht, manche von denen aber auch 10kg(!).
    b) mittlere Völker ... im Schnitt 5kg (sonst wie a.) alles 2-zargig DNM oder 10er Dadant).
    c) kleine Völker (schwach, 1-zargig DNM, dünnwandige Holzkiste) haben alle nur etwa 2kg von 9-10kg Futter verbraucht.
    d) HBBs sind nicht messbar, sehen aber auch noch gut aus.


    Die kleinen c)-Völker hatten mir am meisten Sorgen gemacht, aber bisher ist alles ok. Ich glaube deshalb, daß die Bienen wohl ihren Vorrat einschätzen können. Voraussetzung ist wahrscheinlich, daß man sie in Ruhe lässt und im Herbst nicht mehr in den Kisten herumfummelt.


    Meine Hoffung ist, daß hier im Osten die Salweide Anfang März blüht und wir nicht wieder -15°C wie im März 2013 bekommen. Dann wird alles gut gehen.


    Gruß Jörg

  • In milden Wintern ist in aller Regel die Zehrung größer. Bei richtigen Wintern mit Schneelage ab Dezember liegt der Verbrauch brutlos bei unter 2kg pro Monat. Dieses mistige Wetter über 0 Grad kostet Futter ohne Ende bringt aber viele Bienen in den Raps. Teig aufzulegen, sobald Wasserholer fliegen können ist durchaus nicht falsch. Das ist keine akute Notmaßnahme, eher das Auffüllen der Reserven, wenn von außen nur Pollen kommt. Im Nofall (Krabler verlassen verhungernd den Stock) hilft nur dünnes warmes Bienenfutter.


    Wer wiegt siegt und wenn Tracht herrscht bleibt der Futterteig ohnehin liegen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Wer wiegt siegt und wenn Tracht herrscht bleibt der Futterteig ohnehin liegen.


    :-D mein Köfferchenwiegedings beschert mir beruhigte Sofastunden.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo !



    ... Teig aufzulegen, sobald Wasserholer fliegen können ist durchaus nicht falsch.


    Ja Henry, so ist es:
    Je wärmer der Winter, je kleiner das Volk, desto mehr Futter wird in einem Volk verbraucht,
    die Österreicher hatten doch da eine ganz gute Aufstellung in Ihren Facharbeiterlehrgängen Imker.
    Und Brut kostet eben zusätzlich ... nicht nur der Fütterungsaufwand für die Brut sondern insb. die
    notwendige Wärmeleistung.


    Nach der Durchlenzung ist Teig okay ... wenn ich denn meine, dann noch füttern zu müssen.
    Aber davor ist doch auf Saccharose basierendes, invertiertes Bienenfutter das Mittel der Wahl um ein Volk vor dem Verhungern zu schützen. Jede Wasserholerin, die im zeitigen Frühjahr (eben vor der Durchlenzung) zum Wasser holen ausfliegt und nicht wiederkommt schadet dem Volk, das würde ich nicht mit Teig noch zusätzlich provozieren wollen.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.