Holzbock's Weg zum Glück .... oder 1000 Fragen für den Anfang.

  • Hallo Leute,


    ich befinde mich ja auf dem Weg Bienen zu halten. (Siehe meine Vorstellung hier: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=36730 )
    Dazu würde ich in diesem Thread gerne die eine oder andere Frage loswerden.
    Also quasi meinen Werdegang hier in dem Fred festhalten. Ich hoffe das ist so genehm.


    Starten werde ich sehr wahrscheinlich Anfang/Mitte April mit 3 kleinen Ablegern Buckfast Bienen.
    Einem Verein bin ich schon beigetreten, wie es mit einem Imkerpaten aussieht muss ich noch einmal genau sehen.
    Vermutlich seid ihr alle meine Paten. :lol:


    Ich habe mir eine Dadantbeute gekauft und nach diesem Vorbild dann 2 weitere Beuten selbst gebaut. (Henry möge es mir verzeihen. :-D)
    Jede Menge leere Rähmchen und passende Mittelwände habe ich auch schon eingelagert.


    Soweit so gut.
    Allerdings habe ich zu meinen gebauten Beuten noch 3 Fragen:


    • Ich muss an meine Zargen noch Griffe montieren bzw. Griffbretter dafür schneiden und festschrauben. Nun stellt sich mir die Frage an welche Seite der Zargen ich diese befestige.
      Ich werde im Kaltbau starten. Steht ihr bei der Bearbeitung eurer Völker eher seitlich der Beuten oder dahinter?
    • Zwischen meinen selbstgebauten Zargen ist manchmal etwas Luft von einem halben bis ganzen Millimeter.
      D.h. ich habe an einigen Stellen einen minimalen Spalt. Die Bienen werden diesen Spalt ja wahrscheinlich zukitten.
      Nun stellt sich mir aber trotzdem die Frage ob das problematisch ist weil die Bienen dafür z.B. viel Energie verbrauchen oder ob das kein Thema ist.
      Wie sieht das bei Beuten die z.B. 5 oder 10 Jahre alt sind aus? Liegen die noch 100%ig aufeinander auf oder ob da solch ein minimaler Spalt eher normal ist? In einigen YouTube Videos sieht es fast so aus als ob das sehr oft so ist.
    • Ich höre hier und da das die Rähmchen im Honigraum als Abstandshalter einen Holzrechen haben sollen.
      Macht das Sinn oder doch lieber mit den Polsternägeln die ich besorgt habe? Der einzigste Nachteil der Nägel ist doch das sie eventuell beim Entdeckeln stören, oder?


    Damit ihr auch noch etwas fürs Auge bekommt noch schnell ein paar Bilder:


    Meine gekaufte Bergwinkel Dadantbeute:



    Gebauter Boden:



    Gebaute Beute:


    Wenn es jetzt noch etwas wärmer wird werden die Beuten mit Beutenlasur gestrichen.
    Dann sollten sie hoffentlich einige Jahre gute Dienste tun. :daumen:


    Bis jetzt habe ich auf meiner ToDo Liste noch folgende Punkte stehen:

    • Zu meinen Vater fahren und Mittelwände mit seinem Trafo einlöten.
    • Standplatz für die Bienen anlegen. Die Beuten werde ich wahrscheinlich auf Einwegpaletten stellen.
      Um eine angenehme Arbeitshöhe zu erreichen werde ich dazu 3 Paletten übereinander legen.
      Aber das muss ich dann noch einmal genau sehen.
    • In den Bruträumen noch die Alu-Auflageschienen einbauen.
    • Anflugbretter und Fluglochkeile bauen.
    • Varroaschublade bauen.
    • Lesen bis die Schwarte kracht.


    Es werden sicherlich noch mehr Fragen kommen.......
    Also zieh euch warm an. :lol:


    Gruß
    Markus

    Seit 16.4.2014 aktiver Imkerneuling. :daumen: 8 Völker auf Dadant. :)

  • Hi Markus,
    willkommen!
    Sieht gut aus deine erste Beute! Wegen der Spalte würde ich mir erst mal keine Sorgen machen, noch stehen die Beuten ja im Trockenen, die quellen dann schon noch, und tatsächlich erledigen die Bienen den Rest.


    Wie groß bist du??? 3 Paletten finde ich zu hoch. Ich habe 2 Paletten übereinander, die auf Pflastersteinen lagern ( da kriegt man sie besser ins Wasser und sie gammeln nicht so schnell) und wenn ich schwere Honigräume runterheben muss stelle ich mich manchmal auch drauf, sonst ist das ja schon fast "über Kopf".


    Das fällt mir so als erstes ein.
    Viel Freude wünscht
    Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • [*]Ich höre hier und da das die Rähmchen im Honigraum als Abstandshalter einen Holzrechen haben sollen.
    Macht das Sinn oder doch lieber mit den Polsternägeln die ich besorgt habe? Der einzigste Nachteil der Nägel ist doch das sie eventuell beim Entdeckeln stören, oder?


    Hallo Markus, wenn du bei Dadant mit Rechen arbeiten willst, dann hast du Dickwaben. Es kommt eine Wabe weniger in den Honigraum.
    Bei Polsternägeln hast du normal starke Waben.


    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo,



    Wegen der Spalte würde ich mir erst mal keine Sorgen machen, noch stehen die Beuten ja im Trockenen, die quellen dann schon noch, und tatsächlich erledigen die Bienen den Rest.


    OK alles klar. Dachte mir schon das es relativ normal ist das kleine Spalten bleiben bzw. mit der Zeit kommen.



    Wie groß bist du??? 3 Paletten finde ich zu hoch. Ich habe 2 Paletten übereinander, die auf Pflastersteinen lagern ( da kriegt man sie besser ins Wasser und sie gammeln nicht so schnell) und wenn ich schwere Honigräume runterheben muss stelle ich mich manchmal auch drauf, sonst ist das ja schon fast "über Kopf".


    Ich bin ca. 1,80m. Eine Einwegpalette von mir hat ca. 15cm Höhe.
    Somit wären 3 Paletten übereinander ca. 45cm.
    Aber der Einwand ist gut. Ich werde mir das noch einmal genauer ansehen und ausrechnen.


    Hallo Markus, wenn du bei Dadant mit Rechen arbeiten willst, dann hast du Dickwaben. Es kommt eine Wabe weniger in den Honigraum.
    Bei Polsternägeln hast du normal starke Waben.


    Hmm, das habe ich nicht bedacht.
    Also benutzt jeder Polsternägel oder ähnliche Aufbauten auf den Honigrähmen für den korrekten Abstand der keine Dickwaben haben möchte?
    Stört euch das beim Entdeckeln? Oder kein Thema?


    Vielen Dank erst einmal für die Antworten.


    Gruß
    Markus

    Seit 16.4.2014 aktiver Imkerneuling. :daumen: 8 Völker auf Dadant. :)

  • Hallo !


    @Bergwinkelbeutenerwerber


    Mußte diesen Sommer bei "futschneuen" Bergwinkelbeuten :cool: eines Jungimkers feststellen,
    das diese 4mm zu hoch waren. Grund: der war wegen dem enormen Verbau erstaunt und panisch :roll:,
    weil beim anheben des Rähmchens der oberen Zarge (oder beim anheben der oberen Zarge), die Rähmchen darunter immer mit hoch kamen :mad: .... die Bienen waren nicht sehr amüsiert :evil: (war aber auch Zandermaß :oops:).


    Nur mal so: ... vielleicht vor dem besiedeln mal den Beespace ermitteln ! :wink:


    GdBK


    BTW: ... die Verarbeitung war aber gewohnt "hochwertig".

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Markus, die Nägel stören beim entdeckeln nur ein bisschen. Ich habe im Honigraum keine Abstandshalter. Ich sortiere die Rähmchen nach Augenmaß.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)


  • Nun stellt sich mir die Frage an welche Seite der Zargen ich diese befestige.
    Ich werde im Kaltbau starten. Steht ihr bei der Bearbeitung eurer Völker eher seitlich der Beuten oder dahinter?


    Hallo Holzbock,
    bei Kaltbau ist seitlich stehen praktischer.
    Warmbaubeuten kann man besser von hinten bearbeiten.


    Viel Spass mit den Bienen


    Martin

    Still confused, but on a very high level!

  • Hallo !



    Also benutzt jeder Polsternägel oder ähnliche Aufbauten auf den Honigrähmen für den korrekten Abstand der keine Dickwaben haben möchte?
    Stört euch das beim Entdeckeln? Oder kein Thema?


    Ja, wir finden Polsternägel, Hofmanns-Seitenteile, Abstandbügel, -rollen u.s.w. stören,
    beim entdeckeln und beim schleudern.


    Warum sollte man keine Dickwaben haben wollen ?
    - die lassen sich besser entdeckeln
    - man hat weniger Waben zu bearbeiten, entdeckeln, schleudern (man spart bei 4 Waben Schleudern 20% der Zeit)


    Rechen gibt es in unterschiedlichen Abständen ... auch ohne Dickwaben Abstandmaß ...


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.


  • Ich werde im Kaltbau starten. Steht ihr bei der Bearbeitung eurer Völker eher seitlich der Beuten oder dahinter?


    Moin,


    das kommt natürlich auch darauf an, wo und wie deine Beuten stehen:


    - Bienenhaus
    - freie Wiese, Paarweise aufgestellt
    - Bienenstand, 4, 5, 6 oder mehr Beuten in einer Reihe


    Die Qual der Wahl....:wink:


    Viel Spaß und Erfolg mit den Bienen:Biene:

  • Hallo,



    Mußte diesen Sommer bei "futschneuen" Bergwinkelbeuten eines Jungimkers feststellen,
    das diese 4mm zu hoch waren. Grund: der war wegen dem enormen Verbau erstaunt und panisch :roll:,
    weil beim anheben des Rähmchens der oberen Zarge (oder beim anheben der oberen Zarge), die Rähmchen darunter immer mit hoch kamen :mad: .... die Bienen waren nicht sehr amüsiert (war aber auch Zandermaß ).
    Nur mal so: ... vielleicht vor dem besiedeln mal den Beespace ermitteln ! :wink:


    Ich habe mal schnell gemessen:
    Von Oberkante Brutraumrähmchen bis Absperrgitter: 1,1cm (Also knapp 1 mm zu hoch)
    Von Oberkante Absperrgitter bis Unterkante Honigraumtähmchen: ca. 0,6mm
    Honigraumrähmchen zu Honigraumrähmchen ca. 1cm
    Ich denke das ist soweit im Rahmen.
    Von der Verarbeitung der Bergwinkelbeute bin ich eigentlich auch begeistert.
    Einziger Wehmutstropfen ist das eine Zarge anscheinend auf die Ecke gefallen sein muss.
    Denn sie ist an der Ecke leicht eingedrückt. Endkontrolle also leicht verbesserungswürdig. :)


    Ich habe gerade noch einen Schnittplan für den Holzzuschnitt einer weiteren Dadantbeute erstellt.
    Mal sehen vielleicht nerve ich nachher damit noch schnell einen Baumarktmitarbeiter. :)
    Wenn diese Beute dann zusammengebaut ist habe ich auch eine in Reserve.


    Ich werde dann einfach wie geplant mit Polsternägeln als Abstandshalter starten.
    Da ich ja 'schmale' Ableger geplant habe wird es wahrscheinlich sowieso nichts mit Honig dieses Jahr.
    Ich hatte mir 10 Rähmchen mit Hoffmann Seitenteilen bestellt, danach dann gelesen das sie nicht so toll sein sollen weil die Bienen die Seiten verkitten würden ....
    Naja, so kann ich wenigstens alles ausprobieren. :lol:
     
    Mit der Standposition an der Beute muss ich mir noch einmal Gedanken machen.
    Ich hatte vor die 3 Beuten nebeneinander auf die Paletten zu stellen. Dann würde für die mittlere Beute ja die seitliche Standweise entfallen ....


    Vielen Dank für die Antworten
    Gruß
    Markus

    Seit 16.4.2014 aktiver Imkerneuling. :daumen: 8 Völker auf Dadant. :)

  • Zitat

    Warum sollte man keine Dickwaben haben wollen ?
    - die lassen sich besser entdeckeln
    - man hat weniger Waben zu bearbeiten, entdeckeln, schleudern (man spart bei 4 Waben Schleudern 20% der Zeit)

    Und der Honig einen etwas höheren Wassergehalt haben kann. Muss aber nicht sein, die Trachtsituation hat einen größeren Einfluss.


    Hoffen wir, dass dies Beute noch etwas schrumpft, dann stimmt der Abstand.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo !


    Und der Honig einen etwas höheren Wassergehalt haben kann. Muss aber nicht sein, die Trachtsituation hat einen größeren Einfluss.


    Ja, von einem höheren Wassergehalt in Dickwaben wird immer gesprochen,
    konnte ich in unseren Trogbeuten aber noch nicht bestätigt sehen.


    So entscheiden da doch die von mir oben geannten Fakten

    Bienenknecht schrieb:


    - die lassen sich besser entdeckeln
    - man hat weniger Waben zu bearbeiten, entdeckeln, schleudern (man spart bei 4 Waben Schleudern 20% der Zeit)


    eher für die Dickwabe, als dagegen.


    Mir erschließt sich nicht warum die Bienen den Honig in tieferen Zellen (Dickwaben) schlechter bearbeiten sollten,
    als sie dies im 35mm Abstand machen. Ich glaube fast alle Dadantler die ich entsprechend kenne, arbeiten im Honigraum mit einem höheren als dem Brutnestabstand, würden sie sicher nicht wenn es da Probleme mit dem Wassergehalt gibt .


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Zitat

    Ich glaube fast alle Dadantler die ich entsprechend kenne, arbeiten im Honigraum mit einem höheren als dem Brutnestabstand, würden sie sicher nicht wenn es da Probleme mit dem Wassergehalt gibt .

    Alle Dadantler, welche ich kenne, sehen dieses Problem. Ich persönlich stelle gerade meine Honigräume auf 11 Waben um:lol: Das Problem: Ich habe von 2/3 Zander (Dickwaben) auf 1/2 Zander umgestellt und da komme ich nicht einmal auf 10kg Honig pro Zarge. Im Brutraum habe ich Dadant.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo !


    Alle Dadantler, welche ich kenne, sehen dieses Problem. Ich persönlich stelle gerade meine Honigräume auf 11 Waben um:lol: Das Problem: Ich habe von 2/3 Zander (Dickwaben) auf 1/2 Zander umgestellt und da komme ich nicht einmal auf 10kg Honig pro Zarge. Im Brutraum habe ich Dadant.


    Remstalimker


    Okay, vielleicht sollte hier einfach jeder so sein Maß finden,
    frei nach dem Motto: Dem Imker bequem, den Bienen genehm.


    In unseren Trogbeuten Dickwaben (DNM) fahren wir praktisch nie an die 18% DIB Grenze heran, geschweige denn darüber.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.