Glas- bzw. Steinwolle im Innendeckel Zanderbeute

  • Hallo,
    Ich baue meine Zanderbeuten komplet selbst. Bei den gekauften Beuten ist im Innendeckel eine Filzmatte eingelegt.


    Ich denke es sollten dabei keine Probleme auftretten, da die Dämmwolle ja ein Natürlicher Stoff ist und mit den Bienen ja nicht in Berührung kommt. Außerdem ist die Dämmwirkung besser.


    lg Jakob

  • Ich hatte bis jetzt ungekämmte Deckel, Dämme aber seit diesem Jahr die Deckel nun doch.
    Wenn ich es richtig im Kopf habe, gibt es nur 50mm Trennwandplatten, was dann zu einem sehr dicken Deckel führen würde.
    Die Verarbeitung von den Trennwandplatten finde ich etwas fummlig und die Notwendigkeit sehe ich auch nicht außer du möchtest sie KfW 70Förderung für deine Kästen :wink:
    Ich nehme dieses Jahr Styropor und gut ist es.



    Viele Grüße,


    Maxikaner

  • Man braucht seine Deckel auch nicht kämmen. (vielleicht bei Stein- oder Glaswolle?)
    Filz ist bei mir Wolle. Schaf- bzw. Tierwolle. Deshalb verstehe ich den Zusammenhang zur Überschrift nicht.
    Glas- und Steinwolle halte ich für diesen Zweck für absoluten Unfug, aber jeder wie er will, ändern kann man es (wie die Erfahrung zeigt) eh nicht.
    Und ich hätte sogar drauf gewettet, dass hier niemand antwortet. Aber einfach kommentarlos so stehen lassen...:confused:

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)

  • Glas- und Steinwolle halte ich für diesen Zweck für absoluten Unfug,


    So ist es. Die feinsten Fasern verteilen sich so schön im Umfeld des Bienenstockes und letztlich landen sie im Honig. Keine gute Idee also.

  • Wie wär's denn mit einer Holzfaserplatte?
    DWD-Platte (diffusionsoffene Wand- und Dachplatte) oder UDPlatte (Unterdeckplatte für's Dach)
    Bekommst du sicher beim benachbarten Zimmermann.

    Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel.

  • Warum überhaupt dämmen?
    Hatte ich 1 Jahr gemacht. Allerdings mit Styro.
    Dann konnte ich Ameisen scheuchen und Brösel wegfegen...


    Seit 29Jahren ohne Dämmung. Keine Probleme.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Styropor hab ich beim Kollegen gesehen, lieben Ameisen. Meine Weichfaserplatten oder MDF !? (von Wagner) interessiert nur der Ohrenzwicker.
    Styrodur sollen die Ameisen nicht so mögen da er wohl dichter ist.
    Griasle Robert

  • ich denke, unbewegte Luft dämmt am besten.
    Zwischen Folie und Deckel ist die Luft unbewegt.


    Was ich bei mir machen würde, wenn dann mal der Platz im Unterstand nicht mehr reicht und Beuten auch im Freien stehen,
    vielleicht auf die Beute oder unter den Blechdeckel Styro legen. Das aber hauptsächlich wegen der Sonnenwärme.


    Holzfaserplatten weniger, wegen der Beimischungen.
    Und Glas- oder Mineralwolle - nein danke.
    Aus den Häusern verbannen wir sie zunehmend und dann soll die zu den Bienen? Nö!


    Gruß Doro

  • Ich war vor kurzem bei einem Vortrag von Pia A. Klar, man kann sie mögen oder nicht. Ihr Kredo war allerdings, auf Dämmung zu verzichten. Ich hatte bisher auch noch keine, weder in TBHs noch im Zander. Probleme gab es trotz bis -20°C keine. Bin aber selbst noch Anfänger und überstehe gerade den dritten Winter mit Bienen, der ja bisher keiner ist...


    Übrigens, als ich unser Haus mit Steinwolle gedämmt habe, habe ich gelernt, welche Auswirkungen das für uns Menschen haben kann. Ich war feuerrot und froh, als die Dämmung abgeschlossen war. Leider eine allergische Reaktion. Freiwillig greife ich das Zeug nicht mehr an.


    Viele Grüße
    Markus

  • Vielleicht wäre ja auch Hanf eine biologische und gut zu verarbeitende Alternative. Da juckt, pickst, staubt etc. nix. Und belastet die Umwelt nicht so wie die ganzen Kunststoffe.


    Dämmplatten (leicht, drückbar) gibt es schon ab 4 cm Stärke, filzartige "Trittschalldämmung" bis 1 cm Stärke, für die Kissenfreunde gäbe es noch Stopfhanf (ist dann wie lose Wolle).
    Hätte noch den Vorteil, dass Hanf feuchtigkeitsregulierend wirkt.


    Zur Dämmung allgemein kann ich folgenden Vergleich darstellen.
    Mein Imkerpate beobachtet seine Völker in Segeberger Kunststoff und meine 2 Truppen.
    Meine Holzbeute 2-lagig Holz, dazwischen im Brutraum mit Lehm-Stroh und im Honigraum Stroh gedämmt.
    Im Sommer in der Holzbeute keine Hitzeprobleme, in der Kunststoffbeute machten die Bienen draussen ein Sommerlager.
    Aktuell in der Holzbeute noch Winterruhe, in den Kunststoffbeuten bereits seit geraumer Zeit Brutverdacht.
    Nachteil der Holz-Lehm-Holz-Dämmung, das ganze ist echt zu schwer geworden.
    Nächster Versuch wird dann mit dem leichteren Hanf gemacht.


    LG Co

  • Hallo!


    Schon lange liebäugle ich mit den polnischen Trogbeuten, die immer noch angeboten werden: https://imkershop24.de/komplet…olz_cid_48_97_id_591.html.


    Der Transport ist zwar teuer, aber dank der günstigen Preise im Produktionsland bleibt die Endsumme immer noch im Rahmen. Leider sind diese Beuten an der Front- und Rückseite mit Steinwolle isoliert. Also nicht sehr vertrauenserweckend. Meine Frage ist, ob ein Leser im Forum eine Bezugsquelle solcher Beuten kennt, bei denen auf solche Isolation verzichtet wurde.


    Danke für jeden Tipp!


    Herzliche Grüße
    Bernd