Welche Beute

  • Hallo,
    ich bin neu hier und habe bisher noch keine Bienen. Das soll sich aber hoffentlich bald ändern :-)
    Ich interessiere mich schon seit längeren fürs imkern, hatte bisher aber leider nicht die Möglichkeit die Bienen zu stellen. Jetzt ist der Platz endlich da.
    Ich habe jetzt die Möglichkeit Segeberger Beuten zu bekommen, oder Martin-Beuten. Martin-Beuten kenne ich gar nicht. Welche würdet ihr empfehlen, und wo liegen die Vor- und Nachteile?
    Über Infos würde ich mich sehr freuen.
    Viele Grüße
    Lena


  • Ich habe jetzt die Möglichkeit Segeberger Beuten zu bekommen, oder Martin-Beuten. Martin-Beuten kenne ich gar nicht. Welche würdet ihr empfehlen, und wo liegen die Vor- und Nachteile?



    Habe mal kurz gesucht, Martin-Beuten werden wohl nicht mehr hergestellt. Ich habe den Namen auch noch nicht gehört.


    Ich würde wenn, dann die Segeberger nehmen.
    Die ist bekannt, weit verbreitet und du hättest weniger Probleme, später weitere Beuten im passenden System zu bekommen.


    Stefan

  • Hallo Lena,


    wenn es nur eine der beiden sein soll, gebe ich Drops recht. Dann nimm die Segeberger. Da hast du genügend Zubehör und die Garantie, dass es die noch lange geben wird. Ansonsten erweitere deinen Beutensuchradius auf andere Beutentypen wie Zander oder gleich Dadant. Dann stehst du vor dem gleichen Chaos wie jeder Anfänger auch *g*


    Ich persönlich hatte erst Zander und habe mich nun für Dadant entschieden. Mal schauen, ob das richtig ist...


    Gruß
    Frank

  • Auch auf die Gefahr hin als Querulant zu gelten. Ich würde nie jemanden empfehlen gebrauchte Beuten zu nehmen.
    Da man wirklich nicht sicher sein kann, was Faultbrutsporen etc. angeht.
    Meine Meinung ist, wenn man mit dem Imkern beginnt, sollten zumindest die Beuten neu sein.


    Wie gesagt nur meine Meinung,


    Grüße Maxikaner

  • Da möchte ich Maxikaner Recht geben. Die Imkerschaft gilt schon weithin als knauserig, da muss man nicht als Anfänger direkt in die gleiche Kerbe schlagen und die erste Beute gebraucht kaufen. (Und sich hier evtl. schon die Probleme ins Haus holen).
    Ok, wenn man direkt mit 10 Beuten anfängt, kommt da schon eine dicke Summe zusammen, aber ich habe z.B. mit drei Beuten angefangen, jeweils 4 Zargen... Das sind dann 240€uro Neupreis, man spart also vielleicht 120€. Darauf sollte es nicht ankommen, denke ich. Da kann man lieber im ersten Jahr erst einmal auf eine eigene Schleuder verzichten und bei einem Vereinskollegen mitschleudern, oder auch Presshonig machen. So habe ich es gemacht.
    Später wenn man sich sicher ist, weiter Bienen halten zu wollen, kann man ja noch immer die Altlasten von aussteigenden Kollegen übernehmen. (Würde ich aber auch nicht machen)

  • Hallo Lena,
    herzlich willkommen bei den verrückten Imkers.:p_flower01:
    Es wäre schön, wenn Du uns noch verraten würdest, wo Du wohnst.
    (Kannst Du im Profil ausfüllen)



    Was Deine Beutenfrage betrifft:
    Ich empfehle Dir Dadant oder 1,5 DNM.:daumen:



    Sonnige Grüße
    Regina, die jetzt Cola und Chips holen geht.:cool:

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Da man wirklich nicht sicher sein kann, was Faultbrutsporen etc. angeht.
    Meine Meinung ist, wenn man mit dem Imkern beginnt, sollten zumindest die Beuten neu sein.


    Das kannst du auch nicht, wenn du "gebrauchte" Bienen kaufst. Die können genauso Sporen haben.
    Und selbst ein Gesundheitszeugnis ist kein Garant für Faulbrutfreiheit.


    Stefan

  • Hallo Lena,


    Die Martin-Beuten scheint es nicht lange gegeben zu haben und ich kann da auch keine Aussage zu treffen. Segeberger haben natürlich den Vorteil, der oben schon genannt wurde, das System gibt es noch, ist sehr verbreitet und aller Voraussicht nach wird es das System auch noch sehr lange geben.


    Nach der Anschaffung von gebrauchten Beruten hast Du zwar nicht gefragt, aber weil sich gleich wieder die ersten Bedenkenträger gemeldet haben möchte ich da auch etwas zu sagen.
    Ich sehe da überhaupt kein Problem. Selbst bei einer Faulbrutsanierung werden die vorhandenen Beuten nicht weggeschmissen oder verbrannt, sondern mit Natronlauge gereinigt. Die Chancen einer Faulbrutspore in Natronlauge sind vergleichbar mit denen eines Schneeballs im Ätna.


    Bekommst Du vielleicht sogar die Völker und die Beuten aus der selben Quelle und hälst sie für Vertrauenswürdig? Wenn für die Bienen eine Gesundheitszeugnis vorliegt, warum sollten die Beuten dann belastet sein?
    Wenn man auf Nummer Sicher gehen will reicht auf jeden Fall die Natronlauge. Ist zwar mit Arbeit verbunden und man muss sich natürlich an die Sicherheitsvorschriften halten aber vielleicht findet sich jemand im Bekanntenkreis/Verein der das schon mal gemacht hat oder ohnehin mit seinen Beuten machen will.


    Jedenfalls halte ich den Neukauf von Beuten nicht für zwingend geboten. Wirtschaftliches Denken ist auch für Imker nicht pauschal unanständig :wink:


    Gruss
    Holger


    P.S.


    Regina, die jetzt Cola und Chips holen geht.:cool:

    :daumen:

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Habe mal kurz gesucht, Martin-Beuten werden wohl nicht mehr hergestellt. Ich habe den Namen auch noch nicht gehört.


    @ Lena. Martin-Beuten sind Hinterbehandlungsbeuten und man braucht dafür ein Bienenhaus. Dringenst abzuraten ! ! !
     
    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Martin Beuten heißen auch Europa-Beute, sind top verarbeitete Holzbeuten, könnten also vor Inbetriebnahme ausgeflammt und so desinfiziert werden. Rähmchenmaß ist DN und wäre daher z.B. mit der Segeberger kombinierbar. Martin Beuten werden nicht mehr hergestellt. Sie haben als Holzbeute allerdings ein höheres Gewicht.
    Susanne

  • Hallo,
    Vielen Dank für die vielen schnellen Antworten!
    Ich bekomme die Beuten tatsächlich wie "befürchtet" gebraucht, allerdings von meinem Onkel, ich würde also sagen, dass ich eine vertrauenswürdige Quelle habe ;-)
    Desinfizieren sollte aber trotzdem kein Problem sein.
    Viele Grüße
    Lena

  • Hallo Lena,


    Ein freund von mir hat letztes Jahr auch mit der Martinbeute zu imkern begonnen. Ich war schon ein paar mal bei ihm und habe sie mir angeschaut. Er ist genauso wie ich sehr begeistert von der Qualität dieser Beute. Er hat vier Stück und sie erfüllen meiner Ansicht nach alle Kriterien einer modernen Magazinbeute. Nur sind sie durch ihre solide und dickwandige Bauart nicht sehr leicht. Das ist ev. der einzige Nachteil. Er hat sie auch gebraucht bekommen und sie vor benutzung ordentlich ausgeflammt. Außerdem hat er irgendwo einen Produzenten aufgetrieben. Ich weiß aber nicht wo, werde aber mal fragen, falls du dich dafür entscheidest. Dort kostet eine Zarge allerdings 40€.
    Viele Grüße, Jogi

    "Er (der Mensch) nennts Vernunft und brauchts allein, um tierischer als jedes Tier zu sein"
    J.W. Goethe


  • Ein freund von mir hat letztes Jahr auch mit der Martinbeute zu imkern begonnen. Ich war schon ein paar mal bei ihm und habe sie mir angeschaut. Er ist genauso wie ich sehr begeistert von der Qualität dieser Beute.....sie erfüllen meiner Ansicht nach alle Kriterien einer modernen Magazinbeute.


    Nur mal so aus Interesse.
    Wie viele Kilos wiegt denn ein vollgefüllter Martinbeuten-Honigraum ?


    fragt
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)