Umstellung von Zander auf Zander 1,5

  • Hallo zusammen,
    im letzten Frühjahr habe ich 4 Völker von Zander normal auf Z 1,5 umgestellt. Das Ergebnis war nicht so befriedigend. 3 von 4 haben sich nur zögerlich entwickelt, was aber auch den eh schlechten Frühjahrsbedingungen anzulasten ist.


    Ich plane für 2014, 3 weitere Völker umzusetzen mit folgender Vorgehensweise. Bitte um sachdienliche Kommentare:


    1. Variante
    Alle in Frage kommenden Völker haben 1 zargig überwintert
    Im zeitigen Frühjahr noch vor einsetzen nennenswerter Tracht, Entfernung aller leerer Altwaben. Leerraum durch Blindwaben auffüllen. Absperrgitter drauf und neue 1,5er Zarge mit 3-4 Waben aufsetzen.
    Sobald die Bienen mit dem Ausbau beginnen, die Königin nach oben. Untere Zarge Brut auslaufen lassen und abräumen. Nach und nach erweiteren.
    Ist es nötig/sinnvoll 1 Brutwabe 1,0 nach oben zu hängen um die Bienen hochzulocken??



    2. Variante
    Warten bis nach dem Abschleudern und dann die Bienen in neue Beute umsiedeln. Sofort füttern, MS Behandlung etc.


    3. Sonst ein guter Vorschlag.


    Danke und Grüssen aus dem Allgäu
    Walter

  • Hallo Walter,


    ich würde Variante 2 wählen, kämpfe jedes Jahr mit mir wann der richtige Zeitpunkt ist zum Aufsetzen. Und Du würdest mit einem Schlag 1,5 Zargen aufsetzen. Nach dem Abschleudern über Kunstschwarm ist bestimmt die bienengerechtere Methode und dann spielt das Wetter auch nicht so eine große Rolle.


    Mit Rückblick auf das Frühjahr 2013 wäre ich mit Variante 1 gaaaaaaaanz vorsichtig...


    Gruß
    Wolfgang

  • Hallo Walter,


    ich würde mich zuerst fragen, was ich (oder in diesem Fall Du) mit der 1,5-Umstellung erreichen möchte.
    z.B.: Honig ernten, BR-einräumig, Pressing o.ä.


    Wie in anderen Freds zu diesem Thema werden sich auch gleich Kollegen melden, die auch Zander einräumig (BR / im Sommer) imkern.


    Als Variante 3.) würde mir noch einfallen einfach die normalen Zanderrähmchen in einer 1,5er-Kiste verlängern zu lassen...


    Aber eigentlich würde solche Spielereien erst nach der Honigernte mit einer TBE kombinieren.


    Gruß Jörg

  • Ich würde Variante 1 oder 2 nehmen. 1 haben wir bei unserer Umstellung von DN auf 1,5 DN genommen. Ich würde warten, bis die eine Zarge unten gut gefüllt ist (vielleicht wenn der erste große Brutsatz aus der Weidenblüte schlüpft). Dann einfach rauf mit der 1,5 Zarge mit Mittelwänden. Ich würde unten nichts rausnehmen, kein Absperrgitter, keine Brutwaben umhängen. Die wachsen nach oben, der Wärme nach, so wie es für sie passt. Wenn oben alles ausgebaut und bebrütet ist, ist unten (hoffentlich) alles leer und die unterste Zarge kann weggenommen werden. Nachteil: weniger Frühtracht, weil sie soviel bauen müssen. Wenn man das vermeiden will, besser Variante 2 nehmen. Viele Grüße, Brigitta

  • Die 2. Variante klingt ja schon nach TBE. Aber die MS kann man sich beim Altvolk sparen, wenn man die Brut entnimmt und nur eine Fangwabe einsetzt. Die entnommene Brut schlüpfen lassen, mit MS behandeln und damit das Volk wieder verstärken.
    War das zu kurz?

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo Ihr zahlreichen Antwortgeber,
    habt Ihr keinen Fernseher oder ist das Programm so schlecht???


    In der Zwischenzeit habe ich auch noch etwas im Forum gestöbert und werde mich wohl für Variante 2 (alles erst nach der Ernte) entscheiden.
    Ich will die Frühtracht nicht riskieren - sie ist die wichtigste Ernte für mich.
    Außer, die klimatischen Verhältnisse sind so das die Frühtracht wieder nicht so richtig läuft - dann können sie auch bauen.


    Hier noch eine Zusatzfrage:
    Königinnenzucht im Grossraum über Sammelbrutableger:
    Macht Ihr die Zuchtlatte mit 3 Leisten (a 18 Positionen) oder auch nur mit 2 wie beim Normalmaß?


    Danke und Grüsse
    Walter

  • Hier noch eine Zusatzfrage:
    Königinnenzucht im Grossraum über Sammelbrutableger:
    Macht Ihr die Zuchtlatte mit 3 Leisten (a 18 Positionen) oder auch nur mit 2 wie beim Normalmaß?


    Gar keine Zuchtlatten. Dreispitze. Immer 30% mehr als ich begattete Königinnen brauche. Also meistens 15 Larven. Letztes Jahr 20. Die schaffen garantiert auch noch mehr, bloß was mach ich dann mit all den Weiselzellen. Viele Grüße, Brigitta

  • Gar keine Zuchtlatten. Dreispitze. Immer 30% mehr als ich begattete Königinnen brauche. Also meistens 15 Larven. Letztes Jahr 20. Die schaffen garantiert auch noch mehr, bloß was mach ich dann mit all den Weiselzellen. Viele Grüße, Brigitta


    Brigitta,
    was sind Dreispitze? Die Jäger haben sowas, glaube ich zum hinhocken. Bitte erleuchte mich.
    Walter

  • Brigitta,
    was sind Dreispitze? Die Jäger haben sowas, glaube ich zum hinhocken. Bitte erleuchte mich.
    Walter


    Kleine Blechdreiecke, an denen man Weiselnäpfe befestigen kann und die man dann einfach auf die Wabe steckt. Nehme ich lieber als Zuchtlatten. Viele Grüße, Brigitta

  • Hallo Salli, ich habe Variante 2 gemacht und es hat gut geklappt. Ich habe nur den Fehler gemacht, die Brutscheune nicht bzw. zu spät zu behandeln. Ich habe erst MS gesprüht, als alle Bienen geschlüpft waren. Werde beim nächsten Mal einen Lanzeitverdunster nach 9 Tagen reinhängen.
    Den Zuchtrahmen habe ich mit 3 Leisten a 10 Zellen bestückt, mal gespannt wie viele angenommen werden. Ist halt das erstemal. Habe mich für das Nicotzellensystem entschieden.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)