Mittelwände für Schwärme diagonal halbieren


  • Warum die Bienen in den halben Mittelwänden mehr Drohnenbau anlegen als bei Anfangsstreifen ist mir noch nicht klar. Jedenfalls hat sich die Idee im Buch toll gelesen. Dann werde ich wohl auch weiterhin bei den Streifen bleiben. ;)


    Oh das ist interessant. Ich wollte eigentlich jetzt alles mit halben Mittelwänden machen aber ich glaube da denke ich jetzt noch mal drüber nach.
    Bisher habe ich immer den Abschnitt zu großer Mittelwände als Anfangsstreifen genommen - passte ganz gut.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hallo,


    Warum die Bienen in den halben Mittelwänden mehr Drohnenbau anlegen als bei Anfangsstreifen ist mir noch nicht klar.


    Wo steht das, bzw. wer behautet das?
    Ich habe gerade 10 cm hohen Anfangsstreifen für meine Dadant bekommen und will sie bald einlöten. Im Honigraum nehme ich 4 cm Anfangsstreifen. Die 4 cm Anfangsstreifen haben bei mir bis jetzt gut funktioniert.
    LG Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Das steht hier weiter oben und ich behaupte das.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder


  • Ich löte daher lieber Bögen als Anfänge ein und Streifen. Die muß man auch nicht aus Orginalformat-MW schneiden. Es gibt zum Kerzenrollen flache Sonderformate. Naturbau neben einer ausgebauten MW und einem Bogen wird sehr schön heruntergebaut und auch mit wesentlich weniger Drohnen. (Wahrscheinlich, weil keine Lücken im Wabenwerk erkannt werden, wie bei den Wechseldiagonalen.)


    Das muss dann hier stehen, könntest du das bitte etwa ideotensicherer beschreiben. Ich habe deine Aussage so verstanden:
    1) Mit Bogen meinst du einen Halbkreis!
    2) Du gibst keine geraden Rechtecken als Anfangsstreifen, sondern einen Bogen!
    3) du gibst das Rähmchen mit dem Bogen neben einer ausgebauten MW und erhältst dadurch besseren Naturbau, was nach unten ausgebaut wird und weniger Drohnenzellen hat!
    4) ich kann nirgendwo finden, dass Rähmchen mit normalen Anfangsstreifen besser als Rähmchen mit zu großen Anfangsstreifen, also mit halben MW, ausgebaut werden!


    Bitte korrigiert mich, wo ich falsch liege.


    LG Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Bitte korrigiert mich, wo ich falsch liege.

    Es geht um diagonal geteilte MW hier, die im Wechsel eingehängt werden. Dadurch ergibt sich an benachbarten Seitenteilen ein Wechsel aus einer MW bis zum Unterträger und keiner MW. In der Mitte des Wabenblockes reichen die MW gerade bis zur Hälfte. Das verleitet die Bienen, bereits in den Ecken sehr lange oder gleich Drohnenzellen aus den MW zu ziehen.


    Am unteren Ende des Baus folgen die Baubienen der MW aus der Mitte Richtung tiefer MW-Ecke. Bauen sie später auch die leere Ecke aus, dann oft mit Drohnenbau.


    Ist die MW-Situation dem natürlichen Bauen angepaßt - also im Bienensitz eine Fläche und daneben jeweils kürzere - dann wird praktisch in einem einzigen Vorgang die Wabe bis unten vervollständigt. Breite Anfänge oder Bögen helfen, ganz am Anfang vielen Bienen eine warme Baukannte zu geben und wirken Wirrbau unter reinen Anfangsstreifen oder Dreiecksleisten entgegen.


    Der Bien kommt mit natürlichen Anordnungen besser klar, als mit Wechseldiagonalen. Wahrscheinlich sind Diagonale MW gar nicht so schlecht, wenn sie nicht Wechselseitig eingehängt werden. Aber kann man dann nicht auch die Hälfte ganze und die andere Hälfte Anfänge geben?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Henry () aus folgendem Grund: wortfehler

  • Da ist er wieder: der "Spargedanke". Wie viel Völker muß man denn haben, damit sich das Euro-technisch lohnt? Und der Mehraufwand durch Zuschneiden und das spätere Beseitigen von Wirr- und Drohnenbau = viel Aufwand?


    Dann gleich Naturbau.

  • Danke für die Erklärung.
    Ich habe dann was falsch verstanden und dachte, dass

    Drops schrieb:

    die Bienen in den halben Mittelwänden mehr Drohnenbau anlegen als bei Anfangsstreifen

    wenn die MW horizontal in der Mitte geteilt werden. Dass es

    Henry schrieb:

    um diagonal geteilte MW hier

    immer noch geht, war mir entfallen.


    Ich bin mit Naturbau bis jetzt mit etwa 4 cm Anfangsstreifen zufrieden und möchte im Honigraum dabei bleiben. Da ich nun mit den Bienen in eine höhere Lage umgezogen bin und der Sommer dort kürzer ist, wollte ich die Völker beim Naturbau mehr unterstützen und habe für meine Dadantbruträhmchen 10 cm hohe MW bestellt. Ich habe sie einfach als große Anfangsstreifen betrachtet und dabei habe ich keinen erhöhten Aufwand.


    LG Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Da ist er wieder: der "Spargedanke". Wie viel Völker muß man denn haben, damit sich das Euro-technisch lohnt?


    Also dann spare ich noch mehr


    Also mir geht es nicht um das Sparen von 2,50€ für Wachsmittelwände.:confused:


    Ich hatte in meinem ersten Schwarm, den ich 2012 auf Anfangsstreifen gesetzt habe krumm ausgebaute Waben:
    die ersten, mittleren Waben wurden einigermaßen gerade ausgebaut, dann nach außen hin wurden sie jeweils immer mehr gewölbt: In der Mitte noch passend zum Oberträger, nach aussen, Richtung Beutenwand, jeweils zur Mitte gehend gebogen.
    Schwer zu beschreiben, aber die Waben waren dann nicht mehr parallel zu einander ,sondern eher zwiebelschalen-förmig.


    Seit ich ca 5cm breite Anfangsstreifen gebe, ist mir das nicht mehr (so schlimm) vorgekommen.
    Daher dachte ich, dass es evtl besser wäre, die Randbereiche durch Mittelwände vorzugeben, in der Mitte dagegen mehr Bauraum ohne Mittelwand zu lassen. Bei der Diagonalen Anordnung nach Weber wäre somit jede 2. Wabe im Randbereich vorgegeben in die die Bienen jeweils eine weitere Wabe dazwischenziehen.
    Dass das aber in viel Drohnenbau geschehen soll, war mir bisher nicht bekannt, da ich diese Möglichkeit erst vor kurzen gelesen und auch noch nicht selbst versucht habe.


    Ist die MW-Situation dem natürlichen Bauen angepaßt - also im Bienensitz eine Fläche und daneben jeweils kürzere - dann wird praktisch in einem einzigen Vorgang die Wabe bis unten vervollständigt. Breite Anfänge oder Bögen helfen, ganz am Anfang vielen Bienen eine warme Baukannte zu geben und wirken Wirrbau unter reinen Anfangsstreifen oder Dreiecksleisten entgegen.


    Wie meinst du die Bögen? Also in der Rähmchenmitte die Mittelwand bis zum Unterträger reichend und aussen jeweils kürzer (so wie eine Bautraube in der Beutenmitte hängend) oder genau anders rum: an den Rähmchenseiten jeweils Mittelwand und nach innen hin kürzer (naja, die Mittelwand so wie ein Brückenbogen)?


    Stefan

  • konvex!


    Der Trick gegen Beulenbau ist Wenden einzelner Waben im Bau!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,


    ja, Wenden wird sicher was dagegen bewirken aber für viele ist Naturbau gleichzeitig das stillschweigende ungeschriebene Gesetz, nichts am Brutnest(kern) zu verändern, Waben verdrehen verdreht da eben manch einem den Magen.


    Was Drops da beschreibt ist eigentlich der Klassiker bei Naturbau unter guter Tracht oder auch unter zu guter Fütterung. Sie fangen mittig an, ziehen die oberen Wabenzonen dick aus, dann wird die nächste Wabe ein wenig nach außen versetzt begonnen, auch wieder dicker ein Futterkranz angelegt, der wieder die nächste Startzone nach außen drängt usw.
    In der Mitte besonders dick, weil dort zuerst Futter uws., das führt zum Versatz bei der Vorgabe an OTs und Versatz im Imkerkopf hinsichtlich seiner Wünsche und Erwartungen. Es entsteht das beschriebene Zwiebelschalen-Wölb-Bild :wink:


    Aber was laber ich hier rum,
    der Günther hat das einmal so perfekt hier beschrieben, eigentlich steht alles drin:
    Ich mach jetzt mal was Ungewohntes und zitiere mit voller Absicht einen kompletten Beitrag aus dem Thread "Naturbau, was sollte man beachten" - einfach weil es einer der besten Beiträge hier ist. Pflicht sozusagen :daumen::
    Achtung:


    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper