Mittelwände für Schwärme diagonal halbieren

  • Hallo zusammen,
    ist ja noch immer Winter, ich lese gerade "Das Wachsbuch" von Vinzenz Weber mit großem Vergnügen.


    Dort wird vorgeschlagen, um Wachs zu sparen, gegebene Mittelwände bei (Kunst-) Schwärmen diagonal zu halbieren und dann jeweils im Wechsel einzuhängen. So, dass einmal die rechte und in den benachbarten Rähmchen die linke Beutenseite eine Mittelwandhälfte hat, die bis unten reicht.


    Der Vorteil ist neben dem Wachssparen, dass in der Beutenmitte ein Freiraum bleibt, in dem sich die Bienen wieder zu einer großen Traube sammeln können und diese nicht von mehreren Mittelwänden zerschnitten wird.


    Ich fande die Idee so simpel und gleichzeitig genial, dass ich sie hier reinstellen wollte. Ich hoffe ich habe die Anleitung ausreichend gut geschrieben, dass man versteht, wie ich es meine. ;)


    Stefan

  • Wenn man wachs sparen will, lässt man die Bienen selbst bauen. Das geht bei Schwärmen besonders gut! Spart Wachs und Arbeit.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Moin,
    die Idee mit den halbierten Mittelwänden ist eigentlich ur-alt, aber sie funktioniert.
    Wenn man nicht gleich Nägel mit Köpfen macht und Naturbau ausführen lässt, wie Holmi pben schreibt.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • aber dann steht die Hälfte der Zellen andersrum.
    Manch einer sagt das wäre nicht gut.


    Und woran erkennen die, die das sagen, wo bei den Mittelwänden oben und wo unten ist? Wenn ich Mittelwände aus der Packung nehme, steht da doch auch nicht "Hier ist oben" dran.


    Klar, ob die Zellen mit ner Spitze oder ner waagrechten Zellwand oben stehen macht schon nen Unterschied, aber ob die eine Spitze nun oben oder unten ist, ist doch egal, weil gegenüber der Spitze wieder eine Spitze liegt.


    Stefan

  • Hallo


    für mich ist das eine Schnapsidee, weil das nichts Halbes und nichts Ganzes ist. Hat man zum Beispiel einen Vorschwarm wird auf der freien Seite des Rähmchens sehr viel Drohnenbrut gebaut und wer will das schon. Durch die Halbe Wabe Naturbau gibt es eine unterschiedliche Stabilität der Wabe. Ob immer von den Bienen so ausgebaut wird, wie man sich das wünscht ist auch noch die Frage.
    Also wenn man sparen will, nur Anfangsstreifen und hat dann, sogut wie Naturbau, oder man nutzt ganze MW, um sehr schnell wieder ein schlagkräftiges Volk zu haben.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ich habe schlechte Erfahrungen mit den diagonal geteilten MW wechselseitig gemacht.


    Die wurden oben sehr zügig ausgezogen und die Bienen bauten auch in den Ecken lieber in die Breite als nach unten. Das Ergebnis war dicht am Stabilbau und ließ sich nur durch andauerndes Wenden der Waben retten. Auch wurden an vielen Stellen Drohnenzellen eingebaut und der Wabenbau auf den Nachbarwaben kam dann ordentlich durcheinander.


    Ich löte daher lieber Bögen als Anfänge ein und Streifen. Die muß man auch nicht aus Orginalformat-MW schneiden. Es gibt zum Kerzenrollen flache Sonderformate. Naturbau neben einer ausgebauten MW und einem Bogen wird sehr schön heruntergebaut und auch mit wesentlich weniger Drohnen. (Wahrscheinlich, weil keine Lücken im Wabenwerk erkannt werden, wie bei den Wechseldiagonalen.)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • ... das mit Housel und dem Y ...

    ... ist nun nachweislich völlig Wurst. Zumal man auch bei diagonal geteilten MW darauf achten könnte, denn die Housel-Regeln beziehen sich ja auf die Stockmitte. Wenn also 50% der MW rechts und 50% der MW links nach Housel richtig einsortiert werden würden, dann können auch davon jeweils die Hälft verkehrtrum auf der andern Seite zum Einsatz kommen. :roll:


    Verbaut und verdrohnt werden sie trotzdem. Es sei denn man gibt auf 11 Diagonalen nur so 5.001 Biene.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin
    Housel ist Quatsch.
    Zumal die Zellgründe auf den Mittelwänden gleich sind, egal, wie man sie dreht. Bei einer geprägten Wachsplatte gibt es kein "unten" oder "oben"
    Und wer jemals Naturbau gesehen hat, weiß, daß die Bienen ebenfalls die Erkenntnisse von Housel noch nicht gelesen haben können.
    Wirrbau hatte ich noch nie, wenn ich die Bienen selbst bauen liess, und was stört mich an Drohnenbau im Honigraum?
    Weniger als nichts.
    Ich halte die großen Zellen im Honigraum eh eher für Vorratszellen, weil sie selbst für Drohnen oft zu groß sind.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Ja, habe Housel auch noch nie beachtet, mir war da nur sowas im Hinterkopf ohne zu wissen, was es damit genau auf sich hat oder eben nicht.
    Ich lass ja sowieso überwiegend selbst bauen.
    Benutze dabei aber auch Mittelwand Anfänge, allerdings als gerade Anfangsstreifen. Das ist auch sparsam und die Bienen können darunter bauen wie sie wollen.
    Die wissen schon wie sie`s wollen und so lass ichs auch. Ausnahmen ausgenommen.
    Gruß David

  • Vielen Dank euch allen für den hilfreichen Input.


    Warum die Bienen in den halben Mittelwänden mehr Drohnenbau anlegen als bei Anfangsstreifen ist mir noch nicht klar. Jedenfalls hat sich die Idee im Buch toll gelesen. Dann werde ich wohl auch weiterhin bei den Streifen bleiben. ;)


    Stefan