Beutenkarre pick up car

  • Hallo liebe Forengemeinde...


    Hat vielleicht ein(e) nette(r) Imkerkollege/ -in hier aus dem Forum Erfahrungen mit der Beutenkarre "pick up car", vertrieben z.Bsp. durch Imkereitechnik Jakel?
    Ich find dieses große Rad (wie bei nem Fahrrad) super da man damit in schwierigeren Gelände besser vorwärts kommt als mit z.Bsp. den üblichen Sackkarren, außerdem stelle ich mir das Prinzip mit dem Überstülpen und dem Festklemmen der Beute ganz praktisch vor.


    Hat sie Nachteile?


    Ist diese Karre für Segeberger überhaupt geeignet oder wird die Beute zu stark gedrückt/ beschädigt (da Styropor)...oder doch ne ganz andere Alternative wählen...?


    Fragen über Fragen und vielleicht auch Antworten...:confused:.........:u_idea_bulb02:


    MfG bienenbock

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Also ich wollt dieses Fahr-Rad nicht.
    Dort wo ich stehe, wenn ich wandere, sind Stock und Stein. Sprich im Wald mehr Stöcke wie Steine und in den Wiesenzuführwegen mehr Steine.
    Pffffft und Du trägst die Beuten wie seither auch und dann die Karre hinterher ;-)
    Davon abgesehen das ich persönlich keine 2 zargige Beuten habe und schon garnicht mit HR drauf. Den hol ich vorher ab.
    Robert

  • Hallo Bienenbock, ich bin nicht nett und habe nicht diese Bienenkarre. Aber ich bevorteile auch die Einradvariante. Habe mir bei einem solchen leichten Schubkarren eine passende Holzplatte zum aufstecken auf die Mulde gefertigt und transportiere meine Beuten aus unwegsanem Gelände zum Auto und natürlich zurück. Festzurren geht auch, habe allerdings Holzbeuten. Ladehöhe ist auch i. O.
    Hoffe ich konnte trotzdem helfen.


    Gruß Stefan

  • @ Kräuterle: So ein böser Bube wirst schon nich sein... die Idee mit der Schubkarre hatte ich auch allerdings möchte ich die Beuten so wenig wie möglich heben müssen und da fand ich die Variante überstülpen ganz praktisch.
    Robert : an Pfffft hatte ich auch gedacht aber da kommt halt n Reifen aus dem Downhillbereich drauf die können schon einiges ab ich hab halt zwei Bruträume und 1,5er und wenn die gut besetzt sind wiegts halt schon bissle was...

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Hallo Bienenbock,


    ich habe die Karre vorhin in Soltau auf der Ausstellung mal an gefasst und mit einer leere Zarge etwas rangiert.


    Fazit:
    - Sieht ganz gut verarbeitet aus / Fasst sich ganz gut an.
    - Kann ich mir in schwierigen Gelände gut vorstellen.
    - Durch die Gewichtsverteilung wirst aber nach wie vor 50% des Beutengewichts quasi tragen (vergleichbar mit einer Schubkarre, nicht mit einer Sackkarre!).
    - Das Ansetzen ist etwas hakelig/gewöhnungsbedürftig und die Beute muß eigentlich auf der flachen Erde stehen. also nicht auf einem Beutenbock!


    Sorry, das mit dem Reifenplatten ist bullshit!


    Gruß Jörg

  • Wenn die Beute auf dem Boden stehen muss, gehört die Karre also auf die Liste der unnötigen Zubehörteile.
    Warst du mal mim Fahrrad bei deinen Bienen im Wald? Und bist auf dem Heimweg mim Platten zu Fuß weiter heim?
    Bullshit ist, wenn du noch 5 Kilometer bis heim hast ;-)

  • Um im unwegsamen Gelände oder auch Aufwärts die Karre auch etwas händeln zu können, brauchst Du viel Gewicht an den Handgriffen, um Kraft(zum Austariren oder Schieben) rüberzubekommen. Sonst macht die Karre mit Dir was , und nicht Du mit der Karre. Auch das Gleichgewicht muß gehalten werden.
    Habe mir mal bei einer sehr stabilen Beton-Schubkarre die Mulde abgebaut und ein flaches Brett(Siebdruckplatte) draufgebaut, Vorne ein Kantholz dran als Anschlag, und somit hast Du 1. fast eine Sackkarre ( wenn die "Schubkarre" wie beim Ausschütten steht), 2. eine geländegängige Karre mit einem großen,breiten Rad(lässt sich auf Matsch besser schieben), und 3. gleichzeitig beim normalen stehen eine ebene, plane Ablage/Tisch von 50cm Breite ind fast 1M Länge. Ein solcher Ablagetisch in Schubkarrenhöhe ist echt angenehm, man muß sich nicht immer so tief bücken.


    LG Andreas


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  • Die Karre steht bei uns in einer Ecke und zwei bist drei mal im Jahr meine ich Luft aufpumpen zu müssen und sie wieder mal ausprobieren zu müssen. Sie ist ganz nett um Stapel mit Mittelwänden über den Hof zu fahren. Bei schweren Beuten nehme ich lieber die Sackkarre, auch bei unwegsamem Gelände, dann aber mit einem weiteren Spanngurt, der die Magazine an der Sackkarre festzurrt.


    - Der Klemm-Mechanismus hört sich gut an, wenn du aber durch ein Schlagloch fährst löst sich die Klemme und der Magazinstapel saust nach unten!! Das ist das Haupt-k.o.-Kriterium für die Karre!
    - Der Schwerpunkt kann ziemlich weit oben liegen, wenn der Magazin-Stapel schräg ist und dann ist das Fahren unhandlich. Das kann man zwar umstellen indem man die Schere weiter oben oder unten montiert, muss dazu aber Schrauben versetzen und eigentlich das für 2 vs. 3 oder 4 Magaziner jeweils ändern.
    - Die Karre (zumindest meine, schon einige Jahre alt) ist aus Flacheisen, das wackelt bei schweren Magazinen ganz schön.


    Wollte mir mal eine normale Sackkarre als "Zwei-Einrad" umbauen: http://www.einfachimkern.de/viewtopic.php?f=29&t=442 und http://www.youtube.com/watch?v=69RjhxN-QG8 hab' bei der Suche aber keine gefunden bei denen die Räder auf einer zweiten Stahlachse montiert waren, sondern nur was mit außen angeschweißten Achsen ... muss mal wieder schauen!

  • Hallo Leute,
    auch wenn es jetzt gleich Gegenwind gibt, ich finde das eine zentrale Rad nicht gut. Gerade im Gelände muss der Körper des Imkers hier das Gleichgewicht halten undzwar mit Muskeln, die er nicht hat. Ich denke dabei an seitliche Rückenmuskeln. Es gibt doch eine spezielle Imkersackkarre. Zwei große Reifen seitlich, große Plattform und Überrollbügel oberhalb der Griffe. Das Teil scheint mir recht praktisch zu sein, oder?
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • ... ich finde das eine zentrale Rad nicht gut. Gerade im Gelände ...

    Warum, Wolfgang, kommen Motorräder im Geländer besser durch als Automobile?


    Bei einrädrigen Karren wirken Verzögerungsmomente durch Löcher oder Hindernisse im Wesentlichen verzögernd, weil die Masse der bewegten Beute nach oben ausweichen muß. Hat eine Karre jedoch zwei Räder auf einer Achse, dann bewirkt die Verzögerung an einem Rad immer und im Wesentlichen eine Drehimpuls. Im ersten Fall muß der Imker heben und trägt auf beiden Armen das gleiche Gewicht im zweiten Fall muß der Imker auch heben und trägt bei gleicher Karrengeometrie auch das gleiche Gewicht. Er muß nun aber aus seinem Rücken auch noch Drehbewegungen auffangen.


    Heben aus dem Rücken ist schon nicht gut. Drehendes Heben ist allerdings regelrecht schlecht. Zumal Zweirad-Karren, die mit einem "Bein" auf ein Hindernis oder in ein Loch laufen, auch ganz erhebliche Kraft zum reinen Ausbalancieren brauchen. Und das plötzlich und unerwartet. Abhilfe versucht man mit relativ großen Rädern zu schaffen, die dann aus Gewichts- und Rollreibungsgründen wieder schmal gehalten werden.


    Die Schubsackkarre sieht ganz gut aus und beim freundlichen Vulkaniseur gibt es professionelle Ausschäumungen auch für solche Karrenräder. (Kosten etwa 20€uro) Dann sind diese Räder "never flat". Die DDR-Lösung mit einem HB100-Reifen ist schwerer und läuft wegen der Sohle lieber geradeaus. HB-100 und ausgeschäumt - ich hab das weil Weißdorn auch HB-100 perforierte an der Schubkarre - ist qualvoll schwer und geradeaus und overkill.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • weil,
    bei jedem aufgeführten Loch oder Stein die Karre von sich aus nicht hoch oder runter will, sondern die Tendenz zeigt sich zur Seite zu legen. Und rate mal, wer das dann wieder mit seinen seitlichen Rückenmuskulatur ausgleichen muss. Technisch kann ich dir das nicht so erhlären wie Du das kannst, aber frag doch mal die Audi-Konstrukteure, warum sie sich so viel Mühe geben mit einem Quattro, ein Einradantrieb wäre doch viel einfacher. Und wenn Du mir die Wahl ließest, mit was ich lieber eine Ralley Dahha fahren würde, mit einem Moped oder einem Allradauto, so wäre meine Wahl klar, trotz Motorradführerschein. Und warum, weil vier Räder seltener umkippen und ich nicht den ganzen Tag damit beschäftigt bin, das Gleichgewicht irgendwie zu halten. Physik hin oder her.
    Viele vollkommen ausgeglichene Grüße
    Wolfgang, der ja schön öfters behauptet hat, dass Theorie und Praxis zwei verschiedene Dinge sind, jedenfalls praktisch

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • ... Physik hin oder her. ...

    Physik ist kein grober Rahmen freiwillig mehr oder weniger streng einzuhaltender Regeln.


    Wenn Du noch unsicher bist, sieh Dir an wieviele Japaner Du auf dem Bau findest und wieviele Schubkarren.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder