2014: Forscher sagen für Deutschland eine Bienen bzw. Bestäubungskatastrophe voraus

  • Tja,
    gleichzeitig sind bei diesen Monokulturen diverse PSM nötig.


    Bienenschädlich, da mag mir der eine oder andere Lobby-Wissenschaftler erzählen was will.


    Die Imker würden ja gerne mehr Bienen haben, ..., aber wenn die Bienen dauernd geschädigt werden ... Hmmmm


    Gruss, Christian

  • Die "Katastrophe" besteht aber laut der Untersuchung nicht aus einem Rückgang der Bienenvölker, deren Zahl sei sogar um 7 % gestiegen (!), sondern um eine "Bedarfssteigerung" durch Ölpflanzen um 30 %! Es geht also wieder um die Agrarindustrie und Raps, Sonnenblumen und Soja und nicht um die Bienen und die "richtige Natur".

  • Das wäre ja wohl keine Bienenkatastrophe, sondern eine Rapskatastrophe Und da sag' ich: Gut so.
    Der Anbau von Ölfrüchten als Energieträger ist ökologisch und ökonomisch ein Unsinn. Da kann es nur gut sein, wenn er schlecht funktioniert.
    Könnte ich meine Bienen dazu überreden, würde sie nicht in den Raps fliegen.


    Allerdings ist die Bedeutung der Bienenbestäubung beim Raps ohnhin nicht so hoch und wird sich wohl durch entsprechende Neuzüchtungen eher noch verringern. Wären die riesigen Rapsflächen, wie wir hier in Mecklenburg haben, auf die paar Bienenvölker angewiesen, die es im Vergleich dazu gibt, könnten die Landwirte das Zeug wohl regelmäßig unterpflügen.


    Gruß Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Das wären dann 538 Bienen pro Volk.


    :lol: dann hätten die endlich mal richtig Platz in den Beuten...und erlägen nicht ständig dem Vorwurf der Massentierhaltung...:lol:

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

  • Allerdings ist die Bedeutung der Bienenbestäubung beim Raps ohnhin nicht so hoch....


    Hallo Wolfgang,
    Raps ist zu hohem Grade autogam, über 70% des Samenansatzes erfolgt durch Selbstbestäubung. Forschungsergebnisse an der Universität Wien brachten eine Ertragssteigerung mit Bienen von etwa 30 bis 50 % bei einer Aufstellung von Bienenstöcken in der Nähe der Rapsfelder. 5- 6 Völker pro Hektar sind als Optimum angegeben. Es kann ein Mehrertrag von 1000kg/ha zustande kommen. Außerdem zeigen Studien, dass auch die Abreife der Felder gleichmäßiger erfolgt und bei der Ernte weniger Korn ausfällt. Auch die Qualität der Körner ist besser, die Schoten mit gleichmäßig großen Körnern gefüllt. Ich habe 2 Rapsanbauer die erhöhte Ernten und bessere Qualität bestätigen und wo wir Imker immer herzlich willkommen sind.
    Gruß winolf

  • Da kann ich zumindest für meine Region sagen, dass 5 - 6 Völker pro Hektar bei Weitem nicht erreicht werden.
    Der Rapsanbau funktioniert also auch ganz gut ohne optimale Bienenbestäubung, den EU-Subventionen sei Dank.


    Gruß Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hallo Wolfgang


    Natürlich funktionier der Rapsanbau auch ohne Bienen. Optimaler läuft er aber mit Honigbienen, plus Wildbienen!
    Ich habe das Grinsen "meines" Bauern, noch im Kopf, als er das erste mal Raps direkt neben meinen Bienen geerntet hat.
    Da kam von den 1,5ha mal eben ein Erntewagen extra runter, mit dem er nicht gerechnet hatte....


    Nichstdestotrotz, geht es meinen Bienen besser, wenn sie nicht im Raps stehen!
    Meinen Bienen im Naturschutzgebiet geht es meiner Meinung nach besser.
    Die "Performance" ist irgendwie besser. Kann es schlecht beschreiben.


    Gruß
    Patrick


    PS: Aufgrund des Artikels werde ich nicht mehr Bienenvölker produzieren, nur um eine Gewinnmaximierung des Landwirtes zu fördern...

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935