Naturwabenbau im HR bei Dickwaben (Dadant)

  • Diese Rähmchen mit gefrästem Oberträger habe ich ja schon immer bewundert.


    Ich hatte immer nach einer einfacheren Lösung gesucht, die man vorallem auch für fertig gedrahtete Rähmchen nutzen kann und bin deswegen bei den Eisstielen gelandet. Bei 3 Kindern fallen da immer reichlich an. Aber, nach der Diskussion hier ist mir ein Licht aufgegangen was ich dabei falsch gemacht habe. Ich habe den Rähmchen mittig 3 Stiele mit etwas Leim eingeklebt. Sie ragen dann einige mm herraus. Hält alles super. Ich habe gnadenlos gerade oder auch geschwungene Stiele verwendet. Anfangs habe ich sie mit etwas Wachs bestrichen, nachher habe ich drauf verzichtet und keinen Unterschied festgestellt. Die Bienen haben immer an diesem Stiel gebaut. (Zumindest immer bei den ersten Rähmchen, später hatten sie manchmal ihre eigenen Vorstellungen von der Breite der Wabengasse.) Gerade bei den langen Dadanträhmchen haben sie aber manchmal rechts und links im Rähmchen getrennt angefangen zu bauen. Diese beiden Wabenteile trafen sich nicht immer richtig in einer Flucht. Eigentlich nicht schlimm, aber diese Verschiebung setzt sich halt in den anderen Rähmchen fort, und wird manchmal hinderlich. Mitlerweile denke ich das die Eisstiele nicht genau in einer Flucht standen, denn sie sind dünner als die Nut im Rähmchen, die stehen schon einmal ein wenig schief zueinander.


    In den tiefen dieses Forums las ich gestern Nacht von einer anderen Lösung die mir gut gefiel. Es wurde eine Dübelstange verwendet, die gibt es auch noch schön geriffelt. Die Nut hat bei meinen Dadanträhmchen 4mm, eine 5mm Dübelstange liesse sich gut mit ein wenig Leim auf die Nut setzen und würde mit ein wenig Druck fast zur Hälfte verschwinden. Die Kosten sind hier z.B. sehr gering. http://www.rundstab.de/Riffels…felstaebe-Buche-5-mm.html (Es handelt sich um Meterstücke)
    Trotzalledem ist mein Eindruck das die meisten hier Anfangsstreifen benutzen. Dies scheint der sicherste Weg zu sein keinen Wirrbau zu bekommen. Auch wenn ich Marions Erklärung bei #32 gut verstehen kann habe ich mittlerweile den Eindruck gewonnen das etwas längere Mittelwandstreifen doch eine Rolle spielen die Biene mehr zu steuern.


    Der Thread http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=15899&page=28 mit den Beiträgen #271 und #273 sowie #283 passt gut zu deinen Gedankengängen. Hier gibt es einen Vorschlag wie man u.a. gezielt Dickwaben erzeugen kann.


    Grüße Jantje

  • Hi Jantje,


    ich habe die 10er HR und konnte schon etwas länger mit Naturbau Erfahrung sammeln.


    Die Länge der Anfangsstreifen ist wirklich der Knackpunkt, denke ich.
    Ist der Streifen zu kurz, kann es auch mal vorkommen das der von den Bienen abgeschrotet wird. Hatte schon das ein und andere Volk mit nem Knick in den Waben. Da hat nur ne größere OP geholfen. Neue Rähmchen haben bei mir einen Streifen von mind. 4 sichtbaren Zellen, alles was in der Nut verschwindet nicht mitgezählt.


    Ich starte im Frühjahr auch mit einem gemischten HR, also ausgebaute Waben und Anfangsstreifen. Das mache ich allerdings nach Gefühl. Ich verteile die Anfangsstreifen auf alle HR, so dass da keine größeren Lücken entstehen.
    Bei mir werden die Polleninseln im Herbst aus den Waben ausgeschnitten, d.h. es kommt jedes Jahr wieder zu Lücken in den Waben. Alle HR-Waben haben daher auch keine Drähte.


    Wird eine Wabe komplett ausgeschnitten, lasse ich ein, zwei Reihen Zellen stehen.
    Ist eine solche Reihe komplett erhalten, bauen die Bienen da in der Regel problemlos weiter.
    Ist das Rähmchen komplett leer, aber gebraucht, hat also schon ein Wabenmuster aus Wachs am Oberträger, kannste das auch zwischen zwei ausgebauten Rähmchen hängen.



    Also, im Prinzip funzt NB in den 10er HR.
    Aaaaaber...


    ... neue Waben sind wirklich extrem weich.
    Wenn nicht korrekt an den Seiten angebaut, sind die Dinger empfindlicher als Mimosen.
    Mir ist schon ein paar mal eine komplett gefüllte HR-Wabe abgebrochen, das gibt ne Sauerei ... nicht gut für das imkerliche Gemüt ;)


    ... NB-Waben sind nie gerade.
    Da ich mit dem Messer entdeckel, ist das nur jammern auf hohem Niveau, unterschiedlich ausgezogene Waben werden dann einfach abgesäbelt, aber das kann während der Saison schon mal nerven.
    Vor allem, wenn dann zwischen den Waben noch mal kleine, dünne Wäbchen gezogen werden, die einfach nicht Bienenfrei zu bekommen sind. ;)
    Und ich habe das Gefühl, dass diese Waben immer wieder, nach einem geheimen Plan, genau so wieder hingebaut werden wie sie mal waren.
    Und mit dem Messer kann man dann auch nicht alle Waben ... da muss man noch mal mit der Gabel ran.


    ... wie sich die Waben im Hochsommer ohne Draht in einer Radialschleuder machen, muss noch berichtet werden ;)



    Wie dem auch sei, geht, aber muss man mit etwas Geduld ran.
    Um die Zellengrößen musste dir keine Gedanken machen.


    Mittlerweile starte ich wieder mit MWs, da ich die einfach in die Nut reindrücken kann, ohne Löten und sonst was.
    Habe festgestellt, dass die Holtermannschen Rähmchen einen dickeren Oberträger haben als die Wagnerschen, da lässt sich sowas machen.
    MW in ein Rähmchen schieben dauert dann nur noch Sekunden. ;)




    Sonnige Grüße!
    Arnd

  • Mir ist noch was eingefallen.


    Ich hatte mir mal 4 HR mit Schienen besorgt.
    Im Vergleich zu den HR mit Rechen fand ich die nicht so prickelnd.


    - Die Abstandshalter stören beim Entdeckeln
    - Die Rähmchen mit Pilzköpfen sitzen nie so fest im HR wie mit Rechen
    - Es bleibt bei 12 Rähmchen noch zu viel Platz im HR, der wird bei Tracht zugebaut.


    Mit Hoffmännern geht das vielleicht, aber ich hatte nur Pilzköpfe.




    Grüße,
    Arnd

  • Hallo Jan, wenn sie nicht als Dickwaben benützt werden brechen sie gerne. dabei benutze ich sogar 1/2 Zander. Normal schleudere ich radial aber bei Melizitose geht das nicht und dann gibt es Bruch.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Über Melizitose lese ich immer nur mit grossen Augen.
    Gibt es hier bei mir in Mittelhessen zum Glück/leider nicht.
    Nach hören sagen hatte ich immer gedacht ungedrahtete 1/2 Räume wären kein Problem beim Schleudern, ich bin auf der hut. Ausserdem habe ich die Hoffnung das ich mit 11 Waben eventuell auch dünne Dickwaben bekommen. :-D
    Jantje

  • Hallo, seit Anfang Juni habe ich meine ersten 3 Ableger (3 Waben mit F1 Kö) am Start. Jetzt zum Ende Juli sitzen die
    Mädels auf 7 Waben und die Kö´s legen fleißig. Für 2017 mache ich mir nun die gleichen Gedanken zum HR (Dadant 10 11 12) die hier schon
    ausführlich besprochen wurden.


    Jantje wie sind Deine Erfahrungen mit 11 Waben im HR