Beute gesucht

  • Guten Tag liebe Freunde des Imkerforum,
    mein Name ist Felix und ich interessiere mich seit laengerem fuer die Imkerei.
    Meine Frage wurde im Forum schon ein vielfaches diskutiert. Trotzdem wende ich mich mit dieser Frage an euch.
    Ich suche eine Beute, die meinen wunschen am besten bzw. am ehesten gerecht wird.
    Meine wuensche sind:
    -Bienen sollen im Naturbau bauen duerfen, d.h. ohne Raemchen bzw Mittelwaende
    -Die Beute muss nicht flexibel , also Stand ODER variable Beute
    -Das so oft angesprochene "umwuchten" von ganzen Zargen macht mir ueberhaupt nichts aus! Dies bitte wrklich hinten anstellen!!
    -Die Arbeit am Stock soll sich auf ein Minimum begrezen(nicht aus Bequemlichkeit, sondern um den Bien so wenig wie moeglich zu stoeren!(Nestduftwaermebindung))
    -Ich wuerde gerne Honig ernten, muessen jetzt aber keine riesen Mengen sein
    -Die ueberwinterung soll MOEGLICHST ohneZufuetterung geschehen


    ihr seht, dass mir ein paar Dinge wichtig sind, ein paar auch weniger wichtig. Ich weiss nicht, ob es fuer alle Wuensche eine passende Beute gibt. Deshalb richte ich mich an euch, um von euch Erfahrungen und durch Diskussionen das Optimum zu finden.
    Ich habe mich wirklich reichlich informiert und sehr oft Abends fuer lange Zeit in den Foren gestoebert. Doch jedesmal wenn ich etwas positives ueber eine Beute lese, wird es von jemand anderem wieder abgetan. Nun erhoffe ich mir durch den persoenlichen Kontakt zu euch etwas mehr Licht ins Dunkle.


    Als erstes kam fuer mich die TBH am ehesten infrage. Feste Beutengroesse, wenig Stoerung durch einzelnes Wabenziehen.
    Als naechstes bin ich auf Christ aufmerksam geworden. Gefaellt mir vom prinzip eigentlich sehr gut! Nichts destotrotz hoert man von eineigen Quellen, dass das aufsetzen eines Honigraumes und erweitern des Brutraumes wiedernatuerlich sein soll.
    Zu letzt bin ich auf ein Hochwabenmagazin gestossen...was ist da eure Erfahrung?


    Ich bin unendlich dankbar ueber jeden Post.
    Es gruesst herzlichst,
    Felix Remmele

  • Hi,


    -Bienen sollen im Naturbau bauen duerfen, d.h. ohne Raemchen bzw Mittelwaende


    Warum?

    Zitat


    -Die Arbeit am Stock soll sich auf ein Minimum begrezen(nicht aus Bequemlichkeit, sondern um den Bien so wenig wie moeglich zu stoeren!(Nestduftwaermebindung))


    Bequemlichkeit ist aber ein viel besserer Grund. Es gibt so viele Imker, auch hier im Forum, die interessiert die Nestduftwärmebindung so gut wie nicht aber die wollen einfach so wenig Arbeit wie möglich haben. Wenn ich da nur mal an mich denke - ich bin so stinkend faul, dass ich mir jeden Handgriff 2 mal überlege. Somit habe ich 2 Nutzen - einmal spare ich mir jede Menge unnütze Arbeit und zweitens lass ich die Bienen in Ruhe.

    Zitat


    -Die ueberwinterung soll MOEGLICHST ohneZufuetterung geschehen


    Warum? Ob nun Zuckerwasser oder Honig ist fast egal nur dass du, wenn du mehr Honig entnehmen kannst, mehr davon hast.
    Zuckerwasser soll sogar für eine bessere Überwinterung sorgen weil da weniger Ballaststoffe drinne sind.

    Zitat


    Ich weiss nicht, ob es fuer alle Wuensche eine passende Beute gibt.


    Die Frage ist eher, ob es die passende Betriebsweise gibt.

    Zitat


    Deshalb richte ich mich an euch, um von euch Erfahrungen und durch Diskussionen das Optimum zu finden.
    Ich habe mich wirklich reichlich informiert und sehr oft Abends fuer lange Zeit in den Foren gestoebert. Doch jedesmal wenn ich etwas positives ueber eine Beute lese, wird es von jemand anderem wieder abgetan. Nun erhoffe ich mir durch den
    persoenlichen Kontakt zu euch etwas mehr Licht ins Dunkle.


    Suche dir eher an praktischen Details deine Beute aus. Dein Rücken mag zwar jetzt gut sein aber wenn du mal älter wirst klappts vielleicht nicht mehr so gut. Mit welcher Beute lässt sich gut arbeiten. Welche Beute ist am flexibelsten.

    Zitat


    Als erstes kam fuer mich die TBH am ehesten infrage. Feste Beutengroesse, wenig Stoerung durch einzelnes Wabenziehen.


    Zumindest denkt man das auf den ersten Blick :)

    Zitat


    Als naechstes bin ich auf Christ aufmerksam geworden. Gefaellt mir vom prinzip eigentlich sehr gut! Nichts destotrotz hoert man von eineigen Quellen, dass das aufsetzen eines Honigraumes und erweitern des Brutraumes wiedernatuerlich sein soll.
    Zu letzt bin ich auf ein Hochwabenmagazin gestossen...was ist da eure Erfahrung?


    Bienen bauen manchmal ihr Volk in Baumhöhlen, manchmal in Mauerverschlägen, manchmal in Zwischenwänden ... was ist schon natürlich für ein für einen Organismus der so flexibel ist? Bienen kommen super gut mit aufgesetzten Honigräumen klar ohne jeden Nachteil.

    Zitat


    Ich bin unendlich dankbar ueber jeden Post.


    Anderer Vorschlag - schau erst mal, dass du jemanden findest, der dir das Imkern bei bringen kann. Das geht zwar auch im Selbststudium aber dann macht man ein paar Jahre Umweg. Dann nimmst du einfach erst mal solche Bienenkisten wie derjenige hat und legst los - sammelst 2-3 Jahre (oder besser mehr) Erfahrung und fängst dann an zu überlegen, welche deiner Anforderungen (die du hier aufzähltest) überhaupt noch relevant und wichtig für dich sind (bedenke dann hast du einen deutlich besseren Überblick über die Abläufe im Bienenvolk während des Jahresverlaufs und kennst mehr Unwegsamkeiten des handwerklichen Ablaufs beim Imkern). Dann kannst du nach und nach deine Betriebsweise anpassen. Ich bin mir sicher, es stellt sich für dich jetzt so dar und in 5 Jahren denkst du anders. Das weiß ich aus meinen Erfahrungen und bei vielen hier im Forum wars dann auch so.


    Just my 2 Cents

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Zuerst einmal vielen Dank fuer die rasche Antwort!!(und das kurz vor Neujahr..!)


    Keine MIttelwaende aus dem Grund der eventuellen Verunreinigung des Wachses und der fixen vorgabe der Zellengroesse. Desweiteren ist es doch theoretisch so, dass die Bienen beim Naturbau die Zellen so anordnen, dass die Nestduftwaermebindung am besten erhalten bleibt.
    Vielleicht nehme ich dieses Thema auch zu wichtig, gerade nachdem du auch schriebst, dass viele Imker Gemuetlichkeit vor Haltung des Nestduftes setzten. Nur habe ich beim einlesen in die Christbeute die Erklaerung ueber die essentielle Wichtigkeit des Nestduftes fuer sehr plausibel gehalten.


    Die Beute wollte ich eigentlich eher nach den weitestgehend ungestoertesten Vorraussetzungen fuer den Bien in Kombination mit dem praktischen Handling fuer mich auswaehlen, wobei der Bien an erster Stelle kommt. Das mit dem Ruecken im Laufe der Zeit ist selbstverstaendlich richtig, nur wollte ich wie gesagt den Bien an erster Stelle sehen. Was sich dann im Laufe des Aelterwerden und des Erfahrung ansammeln zeigt, ergibt sich ja dann;)


    Das mit dem Erfahrung sammeln gebe ich dir vollkommen Recht! So war auch der weitere Verlaufsplan. Nichtsdestotrotz wuerde ich gerne im vorraus ueber meine (derzeit)zukunftige "Wunschbeute" bescheid wissen, um mich mit dem Imker vor Ort auszutauschen. Ich habe von ein paar Leuten schon gehoert, dass manche Imker immer Ihre Weise als das Non Plus Ultra ansehen und versuchen, Jungimker zu "bekehren" und in eine Richtung zu lenken. Nicht negativ verstehen, da ich weiss, dass wenn jemand mit seiner Art zufrieden ist nur helfen will. Aber genau aus diesem Grund wuerde ich gerne den Austausch suchen.


    Bezueglich des Hongraumes habe ich gemeint, dass (zumindest das, was ich gelesen habe) eine LAUFENDE Veraenderung am Stock unnatuerlich sei.


    Herzlichst,
    Felix

  • Hallo Felix,


    als ich Deine Liste gelesen habe, fragte ich mich, warum hat Felix die Warré-Beute noch nicht entdeckt? Deine Suchanfrage liest sich, wie die Beschreibung der Warré-Beute und deren Betriebsweise. Selbst Deine Kritik an Christ paßt, bei Warré wird bewusst unten erweitert. Schau' doch mal hier:
    http://www.warre-bienenhaltung.de/


    Viel Spaß beim Schmökern und neujahrliche Grüsse,
    Beorn

  • Hallo lieber Beorn,
    die Warre hatte ich ganz am Anfang schon im Auge, was sich aber durch das oeffnen des gesamten Stockes fuer mich zu Beginn als negativ angehoert hat und ich deshalb zur TBH geaugelt habe.
    Doch nach dem Bericht ueber die Christbeute nehme ich an, dass es nun hauptsaechlich um den Stoerfaktor geht,
    als den Erhalt der Waerme, da diese vermutlich selbst beim ziehen einzelner Obertraeger verloren geht.


    Ein weiterer Nachteil der Warre sah ich in den bebrueteten Honigwaben, welche man ja eigentlich immer hat.
    Da ich mit der Qualitaet der verschiedenen Honigsorten noch keine praktische Erfahrung habe, konnte ich meine Meinung
    nur auf das gelesene stuetzen, wo viele den Honig nur aus unbebrueteten Zellen bevorzugen.
    Und ich denke hier sind wir an dem Punkt, was ich mir schon gedacht habe bzw. von euch auch angesprochen wurde...
    es gibt nicht DAS optimum, man muss nur wissen was man moechte.


    Bin nur der Hoffnung, dass es hier evtl noch Denkanstoesse oder dergleichen fuer mich rausspringen, die mir fuer das theoretische Wissen erweitern.


    Ich werde nun also zum Ortsimker gehen, mich sehr genau mit ihm auseinandersetzen, ihn begleiten und mich dann selbst in 1-2 Jahren auf das Imkern einlassen
    (vll auch gleich mit einer TBH und einer Warre parallel um vergleiche ziehen zu koennen?)


    Herzliche Gruesse,
    Felix

  • Zuerst einmal vielen Dank fuer die rasche Antwort!!(und das kurz vor Neujahr..!)
    Keine MIttelwaende aus dem Grund der eventuellen Verunreinigung des Wachses und der fixen vorgabe der Zellengroesse.


    Die Verunreinigung bekommst du gut raus wenn du einen eigenen Wachskreislauf machst. Die Zellgrößen kannst du natürlich nicht variabel gestalten.
    Aber es gibt auch die Möglichkeit, Schwärme auf Naturbau einzuschlagen und in den Folgejahr mit Mittelwänden zu erweitern und das Volk irgendwann wieder aufzulösen.

    Zitat


    Desweiteren ist es doch theoretisch so, dass die Bienen beim Naturbau die Zellen so anordnen, dass die Nestduftwaermebindung am besten erhalten bleibt.


    Vielleicht nehme ich dieses Thema auch zu wichtig, gerade nachdem du auch schriebst, dass viele Imker Gemuetlichkeit vor Haltung des Nestduftes setzten. Nur habe ich beim einlesen in die Christbeute die Erklaerung ueber die essentielle Wichtigkeit des Nestduftes fuer sehr plausibel gehalten.


    Ich persönlich halte die Nestduftwärmebindung für überbewertet. Das kann allerdings jeder für sich halten wie er will. Meine Überlegung ist da einfach, dass wenn es wirklich so wichtig wäre, würde mehr auf sowas geachtet und Berufsimker würden sich sehr um sowas scheren um die Erträge zu optimieren oder Winterausfälle zu minimieren weil beides Kostenstellen sind.

    Zitat


    Die Beute wollte ich eigentlich eher nach den weitestgehend ungestoertesten Vorraussetzungen fuer den Bien in Kombination mit dem praktischen Handling fuer mich auswaehlen, wobei der Bien an erster Stelle kommt.

    Bei den Beuten kommt der Bien immer an erster Stelle. Naturbau kann man z.B. auch in Rähmchen machen lassen. Die Tiere sind glücklich wenn sie sich vermehren dürfen, alles mit Propolis vollkleistern dürfen und überleben dürfen. All das bietet fast jede Beute. Ich für meine Teil glaube, dass Beuten mit ungeteiltem Brutraum da am flexibelsten und optimalsten sind.

    Zitat


    Das mit dem Ruecken im Laufe der Zeit ist selbstverstaendlich richtig, nur wollte ich wie gesagt den Bien an erster Stelle sehen.


    Wenn dir jedes mal der Rücken weh tut und das dir den Spaß an der Imkerei mindert nützt das weder dem Bien noch dir ;)

    Zitat


    Was sich dann im Laufe des Aelterwerden und des Erfahrung ansammeln zeigt, ergibt sich ja dann;)


    Das mit dem Erfahrung sammeln gebe ich dir vollkommen Recht! So war auch der weitere Verlaufsplan. Nichtsdestotrotz wuerde ich gerne im vorraus ueber meine (derzeit)zukunftige "Wunschbeute" bescheid wissen, um mich mit dem Imker vor Ort auszutauschen. Ich habe von ein paar Leuten schon gehoert, dass manche Imker immer Ihre Weise als das Non Plus Ultra ansehen und versuchen, Jungimker zu "bekehren" und in eine Richtung zu lenken. Nicht negativ verstehen, da ich weiss, dass wenn jemand mit seiner Art zufrieden ist nur helfen will. Aber genau aus diesem Grund wuerde ich gerne den Austausch suchen.


    Ist ja auch verständlich das jeder seine Weise als Non Plus Ultra ansieht. Hinten raus kommt Honig und die Bienen überleben.
    Der Punkt ist, dass wenn ein System funktioniert man damit gut beginnen kann. Das heißt doch nicht, dass man aufhört zu denken und zu rekapitulieren. Nein! Jedes Jahr ist neu, jedes Jahr gibt es neue Erkenntnisse und irgendwo kann man immer schrauben und optimieren. Man sollte, wenn man beginnt, nicht dem Gedanken nachhängen keine Fehler zu machen oder optimal einzusteigen. Viel wichtiger ist überhaupt los zu legen und da ist es immer das Beste man wählt sich den leichtesten Weg - den welchen jemand (oder viele) andere auch erfolgreich beschritten hat und entwickelt sich dann weiter.
    Eine Ausnahme gibt es hier allerdings - Hinterbehandler sollte man nicht mehr nehmen. Das gänge zwar auch aber das ist nicht mehr State of the Art. Das ist so, als würde man mit einem Trabant fahren obwohl man einen "Westauto" in der Garage hat. Zur Ostsee und zurück kommt man mit beiden Autos aber wer schon mal Trabant gefahren ist, weiß warum er das Westauto wählt ;)


    Zitat


    Bezueglich des Hongraumes habe ich gemeint, dass (zumindest das, was ich gelesen habe) eine LAUFENDE Veraenderung am Stock unnatuerlich sei.


    Alles ist unnatürlich für die Bienen weil "natürlich" nichts mehr ist. Bienen sind in Kisten, Bienen sind gezüchtet (wer möchte schon die natürliche Wehrhaftigkeit und den natürlichen Honigertrag von früher noch haben?), Bienen bauen in Rähmchen, Bienen können nicht mehr ohne Menschenhilfe überleben, Bienen sind nicht mehr frei von Krankheiten, Bienen haben keine Vielfalt der Blütenpflanzen mehr etc pp.
    Was man als Imker tun kann ist jedem einen Gefallen tun: Dem Bien indem man ihn umsorgt, sich selbst indem man die Umstände für sich so bequem wie möglich schafft und der Umwelt indem man für Bestäubung und Dünger sorgt.


    Ich weiß wo du mit deinen Gedanken ungefähr hin willst aber das selbe Ziel erreicht man auch mit Segeberger Plastebeuten wenn man sein Handwerk beherrscht.

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    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
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    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"


  • (vll auch gleich mit einer TBH und einer Warre parallel um vergleiche ziehen zu koennen?)


    Das ist auch eine Möglichkeit.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hallo felix,


    ich habe nicht die ganzen Beitrage gelesen, nur den Anfang, da ich gleich weg muss :)


    Aber ich imkere mit Naturbau und Dadant und werde ich dir das empfehlen. Auf den Verzicht auf Rähmchen würde ich abraten, da du später zu viel Bienen zerqetschen müsst, wenn du ohne Rähmchen arbeitest und bitte denke nicht, dass deine Bienen ohne deine Eingriffe überleben können. Irgendwann brauchen sie dich und du sollst mit deinen notwendigen Eingreifen nicht viel stören und kaputt machen, das geht mMn nur mit mobilen Bau. Allein der Naturbau ist für Anfänger ziemlich schwierig, fange doch lieber normal mit Mittelwänden und Co und wenn du dich sicher fühlst, kannst du LANGSAM auf Naturbau wechseln, sonst könnten deine Bienen darunter leiden. Gib dir Zeit von den Bienen zu lernen und glaub mir viele würden die Bienen so natürlich wie möglich halten, wenn den Bienen dabei besser gehen würden!


    LG Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • ...
    die Warre hatte ich ganz am Anfang schon im Auge, was sich aber durch das oeffnen des gesamten Stockes fuer mich zu Beginn als negativ angehoert hat und ich deshalb zur TBH geaugelt habe.
    Doch nach dem Bericht ueber die Christbeute nehme ich an, dass es nun hauptsaechlich um den Stoerfaktor geht,
    als den Erhalt der Waerme, da diese vermutlich selbst beim ziehen einzelner Obertraeger verloren geht.


    Hallo Felix,


    Wärmeproblem sollten bei der Warré keine große Rolle spielen, da man oben nicht oft öffnen muß. Im Frühjahr wird von unten erweitert, da bleibt die Stockluft, wo sie ist. Bei der TBH wird doch von oben am Volk gewerkelt, da sehe ich kein Vorteil.


    Zitat

    Ein weiterer Nachteil der Warre sah ich in den bebrueteten Honigwaben, welche man ja eigentlich immer hat.


    Ich liebe Warré Tropfhonig und auch andere haben mir bestätigt, dass sie den Honig sehr mögen. Da die Waben durch die ständige Erneuerung recht jung sind, wirkt sich das Brüten nur wenig auf den Geschmack aus. Bebrütete Waben heißt auch, dass Pollen mit im Honig ist, was ich als Vorteil werte, vor allem für Pollenallergiker. klassischerweise stammt Honig oft aus bebrüteten Waben - Korbimkerei, Klotzbeute, Tunnelstock, ... .


    Salsero schrieb:

    Auf den Verzicht auf Rähmchen würde ich abraten, da du später zu viel Bienen zerqetschen müsst, wenn du ohne Rähmchen arbeitest und bitte denke nicht, dass deine Bienen ohne deine Eingriffe überleben können. Irgendwann brauchen sie dich und du sollst mit deinen notwendigen Eingreifen nicht viel stören und kaputt machen, das geht mMn nur mit mobilen Bau. Allein der Naturbau ist für Anfänger ziemlich schwierig, fange doch lieber normal mit Mittelwänden und Co und wenn du dich sicher fühlst, kannst du LANGSAM auf Naturbau wechseln, sonst könnten deine Bienen darunter leiden. Gib dir Zeit von den Bienen zu lernen und glaub mir viele würden die Bienen so natürlich wie möglich halten, wenn den Bienen dabei besser gehen würden!


    Stimmt für Warré so nicht. Es werden keine Bienen zerquetscht! Bei Bedarf können Waben auch einfach gezogen werden (da Anfangsstreifen an den Oberträgern). Das Ziehen von Waben macht mir bei meinen Magazinbeuten viel mehr Mühe, da diese fleißig mit Propolis verklebt werden.


    Honig schrieb:

    Naturbau kann man z.B. auch in Rähmchen machen lassen. Die Tiere sind glücklich wenn sie sich vermehren dürfen, alles mit Propolis vollkleistern dürfen und überleben dürfen. All das bietet fast jede Beute.


    Bei mir stehen diverse Beutenformen, vom liegenden hohlem Baumstamm, über Hinterbehandlung, Deutschnormal-Magzine bis zu Warré. Der Tunnelstock und die Warré benötigen am wenigsten Pflege, die Rähmchen-Beuten am meisten. Naturbau ist bei allen gut möglich, aber die Rähmchen-Beuten könnte ich nicht einfach mal ein Jahr in Ruhe lassen, ohne dass sie total verkleben. Für die Bienen ist eine Warré nicht viel anders als ein hohler Baum, sie bauen kontinuierlich von oben nach unten.
    In Japan gibt es eine ähnliche Beutenform, die noch mehr wie ein Baum ist, da gibt es keine Oberträger in den Zargen mehr, nur noch Speile. Ich mag diese Beuten sehr, aber ich mag an Warré, dass ich auch noch etwas imkern kann, wenn ich mag.


    Wenn wir also versuchen die Anforderungsliste aus dem ersten Post im Zentrum der Überlegungen zu halten, dann paßt die Warré schon am besten. Vor allem in städtische Gegenden mit kontinuierlicher Tracht und ohne Raps. Bei einer Warré-Betriebsweise sollte man, wie früher üblich, immer Honig auch als Futter in Reserve haben, da sonst Zuckerfutter im "System" ist.


    Bemerkung am Rande: Ich lese gerade ein Buch "Die 4-Stunden-Woche", darin geht es um Effizienz im Bezug auf das Einkommen. Würde man die darin beschriebenen Prinzipien auf die Imkerei anwenden, dann käme eine Warré-Beute heraus. Zum Beispiel das 80/20-Prinzip, welches besagt, dass oft 80% von Bemühungen nur zu 20% zum Erfolg beitragen oder andersherum, dass oft mit 20% der Mühe schon 80% des Ertrages eingebracht wird, der Rest der Mühen sind Zeitfresser, die nur noch gering zum Ertrag beitragen. Die konkreten Verhältnisse könne auch etwas anders sein - 90/10 oder 70/30. Bei Warré heißt Effizienz:
    * kein Einlöten von Mittelwänden
    * keine Kauf oder Herstellen von Mittelwänden
    * kein zeitaufwendiges Suchen der Königin, sondern einfaches Teilen der Zargen zu Beginn der Schwarmzeit
    * schnelle und einfache Weiselzellenkontrolle durch Ankippen einzelner Zargen, kein Ziehen aller Waben
    * kein Mühe mit verklebten Rähmchen, kein Reinigen von Rähmchen, Waben können nach einem einfachem Schnitt (leichtgängig durch Wachs und nicht durch Propolis!) entlang der Wand gezogen werden, wenn man z.B. den Zustand der Brut beurteilen will
    * Zukauf von Zucker und Füttern ist bei einer laufenden Warré-Imkerei nicht angedacht
    * sehr geringer Futterverbrauch im Winter (so ca. 5kg ... 12kg, je nach Volksgröße)
    * die Warré-Beute kann auch mal "vernachlässigt" werden, längere Urlaubsreisen sind noch möglich :)


    In der Summe benötigt eine Warré-Beute nur wenige Stunden Aufmerksamkeit. Ich habe von Leuten gehört, die haben die Imkerei aufgegeben, da sie beruflich zu sehr eingespannt waren und zu wenig Zeit für die Imkerei hatten. Mit Warré hätten sie dies nicht gemußt. Lieber ein Dutzend vitaler Warré-Völker als ein paar Magazinbeuten-Völker mit Intensivpflege.

  • Bei Bedarf können Waben auch einfach gezogen werden (da Anfangsstreifen an den Oberträgern).

    Oder auch nicht weils da so aussieht

    Und dann gehts los mit Messer und Waben die am Messer kleben und Bienen die sich nicht besonders freuen.

    Zitat


    Das Ziehen von Waben macht mir bei meinen Magazinbeuten viel mehr Mühe, da diese fleißig mit Propolis verklebt werden.


    Jeder macht da so seine Erfahrungen. Bei mir ists umgekehrt.


    Zitat

    Der Tunnelstock und die Warré benötigen am wenigsten Pflege, die Rähmchen-Beuten am meisten.


    Was bedeutet Pflege? Einengen, Schwarmkontrolle ist notwendig, dann wird Honig geklaut, mal ne Wabe dazu hängen, Varroa behandelt, einfüttern, fertig.
    Mal vom Einengen abgesehen sollte man alles in anderen Beutetypen auch machen.

    Zitat


    Naturbau ist bei allen gut möglich, aber die Rähmchen-Beuten könnte ich nicht einfach mal ein Jahr in Ruhe lassen, ohne dass sie total verkleben.


    Hoffmannseitenteile sollte man vielleicht nicht nehmen - damit ist Propolis wirklich sehr ärgerlich. Ansonsten würde ich das mal auf die Genetik deiner Biene schieben. Ich habe damit keine Probleme.

    Zitat


    Vor allem in städtische Gegenden mit kontinuierlicher Tracht und ohne Raps. Bei einer Warré-Betriebsweise sollte man, wie früher üblich, immer Honig auch als Futter in Reserve haben, da sonst Zuckerfutter im "System" ist.


    Ein wichtiger Satz für alle, die die Warre nutzen möchten!


    Zitat


    * kein Einlöten von Mittelwänden
    * keine Kauf oder Herstellen von Mittelwänden

    Ja das nervt - zugegeben

    Zitat


    * kein zeitaufwendiges Suchen der Königin, sondern einfaches Teilen der Zargen zu Beginn der Schwarmzeit
    * schnelle und einfache Weiselzellenkontrolle durch Ankippen einzelner Zargen, kein Ziehen aller Waben

    Da fehlt ein Zusatz "und weitere Schwärme weil man im Dunkeln der Waben in irgendwelchen verbauten Ecken eine Zelle übersehen hat. Das kann einem aber auch mit Rähmchen passieren. Die Warre hat mich in der Hinsicht aber am meisten genervt ... was auch ein Entscheidungskriterium für mich dann war anzufangen zu Imkern ;) 

    Zitat


    * kein Mühe mit verklebten Rähmchen, kein Reinigen von Rähmchen, Waben können nach einem einfachem Schnitt (leichtgängig durch Wachs und nicht durch Propolis!) entlang der Wand gezogen werden, wenn man z.B. den Zustand der Brut beurteilen will
    * Zukauf von Zucker und Füttern ist bei einer laufenden Warré-Imkerei nicht angedacht
    * sehr geringer Futterverbrauch im Winter (so ca. 5kg ... 12kg, je nach Volksgröße)
    * die Warré-Beute kann auch mal "vernachlässigt" werden, längere Urlaubsreisen sind noch möglich :)


    Und am wenn man aus dem Urlaub kommt hat man festen Honig in den Waben und auch keinen Sortenhonig :]

    Zitat

    Magazinbeuten-Völker mit Intensivpflege.


    Wenn man es richtig macht brauchen Magazine auch keine Intensivpflege. Man kann sich natürlich auch jede Menge Arbeit aufhalsen. Ich kenne einen der setzt bei seinen Segebergern nur Honigräume auf und nimmt sie runter (und behandelt leider nicht gegen Varroa). Mehr macht der nicht. Finde ich nicht gut (gerade in Bezug auf Schwärme) aber gut wenner meint.


    Kurz zusammengefasst: Alles hat Vor- und Nachteile und nichts ist besser als das andere. Es gibt keine Eier legende Wollmilchbeute und auch keine Eier legende Wollmilchbetriebsweise. Aber Hauptsache ist, dass es Spaß macht.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Oder auch nicht weils da so aussieht

    Und dann gehts los mit Messer und Waben die am Messer kleben und Bienen die sich nicht besonders freuen.


    Ja, passiert vor allem oft wenn kein Anfangsstreifen verwendet wurden, sondern blanke Oberträger oder nur ein Anfangsstreifen mit der Wachsspritze gezogen. Ein Problem, was sich vermeiden läßt. Besser wird's auch mit der Zeit, wenn man bei der Ernte einen Wabenstreifen von ca. 2cm stehen läßt oder man leere, gerade Waben wiederverwendet.


    Zitat

    Hoffmannseitenteile sollte man vielleicht nicht nehmen - damit ist Propolis wirklich sehr ärgerlich. Ansonsten würde ich das mal auf die Genetik deiner Biene schieben. Ich habe damit keine Probleme.


    Ich freue mich über viel Propolis, ist für mich ein Zeichen von Vitalität und guter Abwehr. Ich rechne es als ein Vorteil von Warré-Beuten, gut mit Propolis auszukommen und ich habe gerne Völker, die so richtig loskleistern. Kann eine schöne Propolisernte ergeben, wenn es sich abkratzen läßt. Ansonsten ist es eine klasse Holzschutz, stört ja auch nicht. Warré-Zargen werden mit jedem Jahr Nutzung besser. Für mich ist es eher negativ zu bewerten, dass Bienen das Propolisiern abgewöhnt wird, damit diese magzinbeutenkonform sind, - eine Ausläufer der Industrialisierung der Landwirtschaft.


    Zitat

    Da fehlt ein Zusatz "und weitere Schwärme weil man im Dunkeln der Waben in irgendwelchen verbauten Ecken eine Zelle übersehen hat. Das kann einem aber auch mit Rähmchen passieren. Die Warre hat mich in der Hinsicht aber am meisten genervt ... was auch ein Entscheidungskriterium für mich dann war anzufangen zu Imkern ;)


    Kann schon vorkommen, aber dafür habe ich sehr wenig Arbeit bei der Kontrolle, so dass es mir das Restrisiko wert ist. Wobei, selbst dass stimmt so nicht, denn ich kontrolliere auf Weiselzellen nicht um diese auszubrechen und um das Schwärmen zu verhindern, sondern um den Zeitpunkt zum Teilen der Völker zu bestimmen. Sehe ich Weiselzellen, dann wird geteilt und das neue Volk zieht sich dabei eine Königin aus echten Weiselzellen nach. Teile und herrsche. :) 
    Und dann kann man noch ein paar leere, aufgeräumte (Seuchenschutz!) Beuten aufgestellt haben und Schwärme können wieder einziehen. Die Beuten sollten aber schon älter sein und schön nach Propolis und Wachs duften. Beim Teilen gibts noch einen Trick mit Umstellen, so dass es auch keinen "Nachschwarm" gibt. (Siehe Kurzanleitung "Imkern nach Warré")


    Zitat

    Und am wenn man aus dem Urlaub kommt hat man festen Honig in den Waben und auch keinen Sortenhonig :]


    Sortenhonig? Warré hat vor dem Winter geerntet, wenn er sah, dass Überschuss da war. Ich liebe Jahrgangshonig. :) Je nach Standort und Jahr hat jeder Jahrgangshonig seine eigene, oft sehr reichhaltige Note. Zum Beispiel haben wir Völker am Wald stehen, wo viele Esskastanien zu finden sind - mein Lieblingshonig.


    Zitat

    Kurz zusammengefasst: Alles hat Vor- und Nachteile und nichts ist besser als das andere. Es gibt keine Eier legende Wollmilchbeute und auch keine Eier legende Wollmilchbetriebsweise. Aber Hauptsache ist, dass es Spaß macht.


    Das mit dem Spaß sehe ich genau so, deswegen stehen neben den vielen Warré-Beuten auch noch andere Bauformen rum. :) Meinen Holzklotz-Tunnelstock mag ich auch sehr, wobei ich den noch nicht lange genug betreibe um sagen zu können, wie man bestimmte Herausforderungen löst.

  • Ja, passiert vor allem oft wenn kein Anfangsstreifen verwendet wurden, sondern blanke Oberträger oder nur ein Anfangsstreifen mit der Wachsspritze gezogen.


    Das war sicher der Haken. Mittlerweile mache ich bei meinen Rähmchen 1/3 Mittelwand rein weil ich auf Hubbeleien und Wabengewobbel keinen großen Bock mehr habe ... ist aber ein anderes Thema.

    Zitat


    Ich freue mich über viel Propolis, ist für mich ein Zeichen von Vitalität und guter Abwehr.


    Naja ... :) Jeder ers mag. Aber dann nicht beschweren, wenn alles zugekleistert wird ;)

    Zitat


    Ich rechne es als ein Vorteil von Warré-Beuten, gut mit Propolis auszukommen und ich habe gerne Völker, die so richtig loskleistern. Kann eine schöne Propolisernte ergeben, wenn es sich abkratzen läßt. Ansonsten ist es eine klasse Holzschutz, stört ja auch nicht.


    Das Propolis bei dem Rähmchensäubern (Magazinbeute erfordert das auf jeden Fall) reicht mir völlig um Medizin und Holzschutzmittel zu basteln. Mehr will ich nicht ;)
    Ich kann mich zumindest nicht über Propolisprobleme beschweren seit dem ich keine ollen Hoffmannseitenteile mehr habe.


    Zitat


    Warré-Zargen werden mit jedem Jahr Nutzung besser. Für mich ist es eher negativ zu bewerten, dass Bienen das Propolisiern abgewöhnt wird, damit diese magzinbeutenkonform sind, - eine Ausläufer der Industrialisierung der Landwirtschaft.


    Naja everyone has his opinion :]

    Zitat


    Kann schon vorkommen, aber dafür habe ich sehr wenig Arbeit bei der Kontrolle, so dass es mir das Restrisiko wert ist. Wobei, selbst dass stimmt so nicht, denn ich kontrolliere auf Weiselzellen nicht um diese auszubrechen und um das Schwärmen zu verhindern, sondern um den Zeitpunkt zum Teilen der Völker zu bestimmen.
    Sehe ich Weiselzellen, dann wird geteilt und das neue Volk zieht sich dabei eine Königin aus echten Weiselzellen nach. Teile und herrsche. :) 


    Mache ich auch so.

    Zitat


    Und dann kann man noch ein paar leere, aufgeräumte (Seuchenschutz!) Beuten aufgestellt haben und Schwärme können wieder einziehen. Die Beuten sollten aber schon älter sein und schön nach Propolis und Wachs duften. Beim Teilen gibts noch einen Trick mit Umstellen, so dass es auch keinen "Nachschwarm" gibt. (Siehe Kurzanleitung "Imkern nach Warré")


    Genau - Flugbienen klauen.


    Mal sehen ob der Threadstarter noch was dazu schriebt.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hallo Felix,


    erstmal: schön, dass Du Dich seit langem für die Bienen interessierst und auch schon ein Bild davon hast, was Du willst, oder auch nicht.
    Wenn Du hier im Forum ja offensichtlich schon länger mitliest, wird dir aufgefallen sein:


    -frag 10 Imker, du bekommst 103 Ansichten:wink:
    -füll Dein Profil aus, dann kann dir besser geholfen werden (wo kommst du her, zB in manchen Gegenden kann man gut auf eigenem Honig überwintern, in anderen Gegenden müssen die Imker im Juli zufüttern weil sonst Völker verhungern)


    Das Wichtigste wurde schon gesagt: Such Dir jemanden und fang einfach an!


    Zu mir sagte damals ein (Naturbau-, Wesensgemäß-, Bienenprofi-) Imker: "Fang einfach an, es ist wichtig, dass überhaupt Bienen gehalten werden! Das Wie kommt dann schon zu Dir!"


    In diesem Sinne: guten Start!


    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Guten morgen liebe Bienenfreunde!
    Ich freue mich sehr ueber jeden Kommentar, wenn ich morgens das Emailfach oeffne.
    Schmunzeln musste ich bei Beorns Paretosprinzip zum Verhaeltnis der Zeit :)
    Erst einmal vorweg...ich habe mich vorgestern um den KOntakt mit MEHREREN oertlichen Imkern gekuemmert und prommt Antwort bekommen. Im Maerz findet in der Region eine "Auftaktveranstalltung" zum Thema Imkern statt, welche schon dick im Kalender markiert ist.
    Im weiteren Verlauf wird im 8-14 Tagerythmus zusammen am Volk gearbeitet. Ich werde gespannt sein! Vorab suche ich aber auch noch den persoenlichen KOntakt und werde mich noch tiefer in die Materie einlesen.
    Danke Jule fuer dein Kommentar, das Zitat finde ich sehr aufbauend und um das Profil werde ich mich gleich kuemmern;)


    Nun zu den aufgekommenen Fragen:
    Das mit dem Pflegen der Raehmchen imcl. Mittelwand einschwei'en etc. war fuer mich auch immer ein wenig abschreckend, da dies doch anscheinend sehr sehr aufwendig(und fuer ungeuebte auch nicht ganz einfach) ist.
    Die Idee mit dem stehen lassen von einem kurzen Stueck Wabenstreifen gefaellt mir sehr gut! Habe ich noch nie drangedacht, obwohl es ja sehr logisch ist...! Vielen Dank hierfuer.


    Das mit dem Sortenhonig wuerde ich aus 2 Gruenden auch gerne hinten anstellen: WIe schon beschrieben finde ich "Jahrgaenge" auch immer besser. Sei es beim Wein Sekt oder eben Honig, da es dann etwas besonderes, variierendes ist.
    Desweiteren wuerde ein Sortenhonig ja das mehrfach fruehzeitige "eingreifen" ins Volk nachsich ziehen. Ich glaube das Bienen ein sehr gutes raumliches Verstaendnis haben und merken, wenn ihr Vorrat des oefteren "gepluendert" wird und die das alles andere als toll finden. Also liever alles auf einmal? WIe seht ihr das?


    Wo genau liegt denn der Vorteil bei mehrjaehrigen Zargen? Gute Innen"versiegelung"? Bessere Annahme durch den Bien?


    Das mit den Weiselzellen wuerde ich auch so handhaben. Zum einen stehen die Bienen im eigenen Garten, sind somit taeglich in Sichtweite, zum anderen halte ich den Schwarmtrieb fuer natuerlich wichtig und Wesensgerecht.


    Um nochmal auf die Waerme zurueckzukommen. Das mit den TBH und Oben ziehen verstehe ich, da Waerme immer nach oben stroemt und diese dann floeten geht, was damm ja auch fuer das nach unten erweitern spricht. Jedoch verliere ich doch beim oeffnen ganzer Zargen auch die Waerme auf einen Schlag oder sehe ich das falsch?


    Das mit dem Quetschen der Bienen habe ich auch nicht ganz verstanden? Wann werden, ohne Raehmchen zu ziehen, Bienen gequetscht? Ich habe doch eigentlich zwischen den Zargen genug Abstand? Oder bezieht sich das auf die ein oder andere Biene, welche beim Kippen auf den Rand der Zarge klettert?


    Das mit dem Pollen im Honig bei bebrueteten Waben klingt auch ganz gut...fuer mich kaeme auch nur Tropfhonig und Wabenhonig in Frage. Nicht weil ich schleudern schlecht finde, nur wuerde ich das fluessige Gold so wenig mechanischer und thermischer Belastungen aussetzen als moeglich.
    Ich denke, dass ich am Anfang auf jeden Fall mit Mittelwaenden arbeite, da "unsere" Imker vor Ort diese bestimmt verwenden und dann schaue ich mir das alles mal ganz genau an.
    Waere hier in Zukunft nicht eine "Kombiloesung" denkbar? Die Bienen im Natuerbau mit Obertraegern arbeiten lassen und 2 Raehmchen zur Moeglichkeit der Schwarmkontrolle mit einhaengen?


    Lieber Beorn: Konntest du noch den Namen der japanischen Beute nennen? Nur um das mal gehoert zu haben? Vielen Dank :)


    @ Honig: Danke, dass du dich um meinen Ruecken in Zukunft sorgst :-*...ich tue das naemlich leider NOCH viel zu wenig


    Herzlichst,


    Felix