Bienen jetzt noch auffüttern

  • Hallo liebe Imkerfreunde,


    ich habe eine Frage und zwar habe ich heute von einem Freund erfahren das leider aus seiner Verwandschaft jemand verstorben ist. Dieser alte Mann hatte 2 Bienenvölker, und diese habe ich nun übernohmen da ich im nächsten Jahr sowieso mir welche besorgt hätte. Das Problem an diesen Völkern ist das der ehemalige oesitzer dieses Jahr nichts mehr an ihnen gemacht hat. Die Volker wurden aber vom Veterinäramt im August kontrolliert weil es bei mir in der Umgebung einen großen Faulbutfall gab, und da waren die Völker in einem sehr guten Zustand. Nun zu meiner Frage weil mein Imkerpate leider auch wegen einer Operation im Krankenhaus liegt, ich weis nicht ob der eingelagerte Honig reicht und würde sie gerne deswegen noch auffuttern hat das noch einen sinn wenn ja was ist besser Futtersirup oder Futterteig und auf was muss ich noch achten. Ich bedanke mich jetzt schon für euere Hilfe im Voraus und wünsche allen ein Gesundes neues Erfolgreiches Imkerjahr 2014.

  • Ich würde sie erstmal wiegen, dann kannst du in etwa feststellen, wieviel Futter drin ist. Schau mal hier : http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=14954 Ich würde im Frühjahr notfüttern, wenn nötig. Evtl. mit Futterteig, aber dazu müssen sie auch rausfliegen können und Wasser holen. Nutzt also nichts bei Frost.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Nicht füttern!
    Wir haben Ende Dezember!
    Finger weg von den Bienen. Selbst, wenn sie jetzt schon zu wenig Futter hätten, könnte man sowieso nix mehr machen.
    Warten bis zum Frühling, dann kann man was machen (erstmal schauen, ob der Futtervorrat reicht), vorher nicht.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Ja, ich schließe mich meinen Vorrednern an. Jetzt erstmal nicht füttern, auch wenn die Temperatur grade den Eindruck macht, die Bienen würden locker sitzen und Futter aufnehmen können. Die Aufnahme wäre, wenn überhaupt nur sehr unwesentlich. Im Januar und Februar werden die Völker nur sehr wenig (2-4 kg) verbrauchen. Soviel haben deine wahrscheinlich drin. An den ersten warmen Märztagen kannst du nachfüttern. Entweder mit einem flachem Futterteigfladen, den du wiederholt über die Waben legst oder mit Sirup, dessen Zugang du nahe an die Bienen legst. So würd ich es machen. Wiegen ist dann gut, wenn du ziemlich genau weißt, was deine Bienen in den Zargen ohne Futter wiegen. Für einige Systeme gibt es da gute Angaben. Sonst ist es zu Fehlerbehaftet.
    Viel Erfolg!
    Jogi

    "Er (der Mensch) nennts Vernunft und brauchts allein, um tierischer als jedes Tier zu sein"
    J.W. Goethe

  • Das Problem an diesen Völkern ist das der ehemalige Besitzer dieses Jahr nichts mehr an ihnen gemacht hat.


    das muss nicht schlecht sein. Es wurde heuer vermutlich auch nicht geschleudert.
    Warte das Frühjahr ab! Eine Fütterung im Dezember wäre verfehlt. Alles zu seier Zeit...


    Viel Glück und Erfolg wünsche ich dir mit deinen Immen.


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

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  • Das Problem an diesen Völkern ist das der ehemalige oesitzer dieses Jahr nichts mehr an ihnen gemacht hat. ich weis nicht ob der eingelagerte Honig reicht und würde sie gerne deswegen noch auffuttern hat das noch einen sinn wenn ja was ist besser Futtersirup oder Futterteig und auf was muss ich noch achten.


    Es ist doch wohl so, das es in Deiner Umgebung als Imker nicht nur den ehemaligen Besitzer Deiner Völker und Deinen erkrankten Paten gibt. Erkundige Dich bei Deinem Paten, wo Du Hilfe bekommst, da er erkrankt ist. Ansonsten erkundige Dich nach dem Bienensachverständigen in Deiner Gegend und bitte ihn um einen Besuch.
    An den Völker stehen mindestens folgende Fragen im Raum:
    - ist noch Leben in der Kiste?
    - Futtervorrat?
    - Varroabehandlung?
    - Mauseschutz?
    Am besten die Völker öffnen und durchsehen!
    -Wie groß ist das Volk?
    -Ist es brutfrei?
    - Varroa Behandlung durchführen!!!
    - Futtervorrat schätzen
    - Sollte der Vorrat zu gering erscheinen, kannst Du eventuell von einem Volk Futterwaben dem anderen zuhängen
    Sitzen die Völker auf einem in Deiner Gegend gängigen Wabenmaß, kann Dir eventuell jemand anderes mit Futterwaben aushelfen
    Du bekommst auf jeden Fall Gewißheit über den Zustand der Völker und brauchst die nächsten Monate nicht mit Hoffen und Bangen verbringen.
    Es gibt wohl nichts schlimmeres, als jetzt tatenlos um die Beuten zu schleichen und im Frühjahr fest zu stellen, das sie inzwischen verhungert sind.
    Nur weil Du zu zögerlich warst!
    In Deinem Fall ist Abwarten die schlechteste Lösung
    Also einen Fachmann oder Fachfrau besorgen und handeln.
    Noch ein Zitat von Guido Eich zum Thema "Völker nicht öffnen weil zu kalt": "Es ist noch kein Volk erfroren aber viele sind verhungert"

  • Taten statt Warten. Besser einen umfassenden Überblick verschaffen. :u_idea_bulb02:


    Später ist es oft zu spät.

  • ...
    In Deinem Fall ist Abwarten die schlechteste Lösung
    Also einen Fachmann oder Fachfrau besorgen und handeln.
    Noch ein Zitat von Guido Eich zum Thema "Völker nicht öffnen weil zu kalt": "Es ist noch kein Volk erfroren aber viele sind verhungert"


    Hallo Hubert!


    Eins mit Stern!
    :daumen: :daumen: :daumen:


    So oder so ähnlich hätte ich auch geschrieben. Wenn nicht jetzt bei diesem milden Wetter, wenn dann nachsehen was los ist?
    Warten bis die Bienen tot sind?


    Zudem ist Rehau in der Nähe des Nordpols, zumindest in Nordbayern...
    Auf geht's!
    :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Ich untertsütze auch den Vorschlag von Hubert, es ist besser man weis wie es um die Völker bestellt ist und das Wetter kann zumindest bei uns nicht besser sein. Viel Glück.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ich habe heute mal die Beuten gewogen und durchgesehen, also die Volker sind Brutfrei und ich denke es sind genug Winterbienen vorhanden, Varoabehandlung wurde keine durchgefuhrt diese werde ich aber morgen als erstes mal mit Milchsäuere durchführen und später denn noch mit Oxalsäuere. Nun zu den Beuten es sind Segebergerbeuten mit Zanderrämchen beide sind auf einer Zarge eingewindert das eine Volk wog 29,8 kg und das letzte 31,3 kg meint ihr das reicht.

  • Hallo,
    das reicht locker.
    Und es reicht auch EINE Behandlung mit Oxalsäure (träufeln) !!! ( Die Milchsäure lass weg, das ist UNSINN . )


    Gruß Finvara


    Ps.: wir schreiben den 27.12., ... liebe Anfänger , lasst den Bienen endlich ihre Ruhe !!!


    Nur mal so hintendran : was man in den letzten Tagen hier und in anderen Foren so liest lässt einem die Haare vorzeitig ergrauen. Da wird noch Ende Dezember das Schwammtuch mit AS eingelegt, da will gefüttert werden, da soll zum X-ten male behandelt werden, da soll gewandert werden, da werden Durchsichten gemacht, und , und , und ... .
    ... Und da wundern wir uns über Bienensterben ?

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • diese werde ich aber morgen als erstes mal mit Milchsäuere durchführen und später denn noch mit Oxalsäuere. Nun zu den Beuten es sind Segebergerbeuten mit Zanderrämchen beide sind auf einer Zarge eingewindert das eine Volk wog 29,8 kg und das letzte 31,3 kg meint ihr das reicht.


    Was soll denn diese Doppelbehandlung bringen? Die Völker sind im Idealfall brutfrei, sonst brauchst Du weder noch behandeln und in diesem Zustand brauchst Du keine zwei Behandlungsdurchgänge. Es sei denn, Du möchtest die Völker noch mittels Übersäuerung und unnötigen Flüssigkeitseintrag dezimieren.


    Segeberger haben übrigens kein Zandermaß. Zweizargige Segeberger in dieser Gewichtsklasse wären zu dieser Zeit aber vollkommen in Ordnung, nicht auskristallisiertes Futter einmal vorausgesetzt..

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hallo Ihr Lieben,


    vielleicht meint Rehauer Frankenbeuten. Sehen aus wie Segeberger, gleiches Material. Längs hängt man Zandermaß ein, quer DN. Wenn ich mich recht erinnere.


    Die Oxalsäure-Behandlung ist hoffentlich noch in 2013 erfolgt, sonst darf erst nächstes Jahr Honig von diesem Volk entnommen werden.


    LG Olivia


    PS: Hab grad nochmal bei Holtermann geschaut: Frankenbeuten gibt es in verschiedenen Maßen z.B. DN, Zander, Dadant, Langstroth. Segeberger nur für DN.

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Catbee () aus folgendem Grund: PS