Bienen ersten Frost nicht überstanden

  • Hallo Leute


    Leider hat einer meiner ableger den ersten frost nicht überstanden nun meine frage was macht Ihr mit den Rahmchen wo ja noch jede Menge Futter drin ist?


    hängt Ihr die in ein anderes Volk z b Frühling wieder rein oder packt ihr alles in den Schmelzer??


    Danke

  • Moin


    wenn Du nicht absolut sicher bist, an was dein Volk gestorben ist, würde ich alle Waben in den Schmelzer geben


    gruss
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hallo


    Bevor nicht die Todesursache des Ablegers geklärt ist sollte keine Wabe wiederverwendet werden, denn auch ein Ableger stirbt ja nicht einfach wegen etwas Frost.


    Auf jeden Fall solltest Du die Überreste gründlich untersuchen. Den Totenfall und die Rähmchen. Fotos können auch helfen.


    Gruß David

  • Hallo,


    ist wohl eher die Varroa. Hatte auch einen Ableger der die erste Kälte von -10°C nicht überstanden hat.
    War aber eindeutig ein Varroaschaden. Öffne mal die einzelnen noch verdeckelten Zellen und suche nach Varroa-Milben.


    Brutwaben einschmelzen, Futterwaben für's Frühjahr einlagern.
    Falls nur kleine Brutflecken, kann man auch ausschneiden. Wichtig ist aber: Alle bebrütete Zellen müssen RAUS.


    Gruss, Christian

  • ...an Frost stirbt keine gut eingefütterte Biene...


    VETO:
    Selbstverständlich können Bienen an Frost sterben.
    Die Wintertraube sitzt vorwiegend auf leeren Zellen! Dies ist für´s Heizen unumgänglich. Wenn ein Volk überfüttert ist, sind keine leeren Zellen vorhanden -> das Volk "sitzt kalt" und dies kann tödlich sein.


    Eine weitere Voraussetzung einer erfolgreichen Überwinterung ist genügend Bienenmasse.
    Ist ein Volk zu klein, fehlt Heizleistung. Dieser Missstand hat nun entweder den Kältetod im Gefolge oder der Bien versucht ihn durch erhöhte Zehrung zu beheben. Letzteres wiederum kann aber im Frühjahr zu Ruhr führen...wenn es an geeigneten Flugtagen mangelt.
    Man hat beobachtet, dass stark eingewinterte Völker einen geringeren Futterverbrauch hatten, als (zu) kleine Völkchen.


    biene2013
    Mein Beileid für den Verlust eines Hoffnungsträgers.
    Die Tatsache, dass du das nun dahingeschiedene Völkchen als Ableger bezeichnetest, erhärtet die Vermutung, dass dieser zu klein für den Winter war.


    Zu deiner Frage (grundsätzlich): Handelt es sich bei deinem Ableger um einen natürlichen Tod (Kältetod,Futterabriss), könntest du die Waben bedenkenlos weiterverwenden. Bei Tod durch Krankheit ist das Wabenwerk zu vernichten.


    Persönliches: Verwende abgestorbene Glieder nicht in gesunden Körpern !!! 
    Da ich der Ansicht bin, dass zum Bien auch die Wabe gehört, muss bei mir mit dem Tod eines Volkes auch dessen Wabenwerk "sterben".
    Wiederverwendet werden bei mir nur Waben aus lebenden Völkern (bsp. entnommene überschüssige Futterwaben)


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

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  • ..., an Frost stirbt keine gut eingefütterte Biene.


    Es gibt noch eine weitere Ausnahme, und zwar ist das Erfrieren durch Wind möglich. Bei uns im Flachland gibt es andauernden Wind und vor allem der Eiswind aus Richtung Osten geht durch Mark und Bein. Wenn es richtig friert und der Wind bläst unaufhörlich, überlebt das auch ein gut aufgefüttertes Volk nicht ohne Windschutz. (Alle Tiere ducken sich vor dem Wind weg.)


    Die Wärme wird durch Wind einfach zu schnell und in zu großen Mengen abgeführt. Windschutz spielt bei mir hier auf der Ebene eine sehr große Rolle.

  • Hallo vshbee,
    ich hoffe, wir lernen uns noch näher und besser kennen.
    Dann erkennst Du vielleicht auch meine feine Ironie.
    Okay, Bernhard, dann sind die Bienen, während sie bei Dir wegen dem zu warmen Wetter flogen, beim Kollegen
    in Niederbayern durch den Eiswind erfroren.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michael, das glaube ich weniger. :p Auch hier gilt: genauere Untersuchung notwendig. (Schon alleine, um nicht den gleichen Fehler nochmal zu machen.)


    Ich wollte nur eine weitere Situation aufzeigen, bei der Bienen erfrieren können. Es hieß ja, Bienen erfrieren nicht, wenn sie nur genügend Futter haben.

  • Du hast ja Recht
    Ich habe heute eh einen Clown gefrühstückt. :wink:
    Aber das "Erfrieren durch Wind" ist bei unseren Bienen doch wohl eher eine Ausnahme, oder?

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • "Erfrieren durch Wind" ist bei unseren Bienen doch wohl eher eine Ausnahme, oder?


    Nein. Zugluft ist schädlich. Vor allem IN der Beute!
    Direkt beim Ausflug durch Eiswind erstarrte Immen sind tatsächlich eher die Ausnahme...
    Spuck ihn aus, den Clown...auch der ist schädlich!!! :lol:


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

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