Betriebsweise angepasster Brutraum auf 1 x Zarge Segeberger DN?

  • Hallo,


    ich führe nun seit zwei Jahren den Großteil meiner ca. 10 Völker auf 1,5 DN und versuche nach den Grundsätzen des angepassten Brutraums zu arbeiten. Ich arbeite mit Buckfastbienen.


    So ziemlich alle Autoren, die zum Thema "Angepasster Brutraum" etwas veröffentlicht haben, beschreiben, das während des Höhepunktes der Volksentwicklung maximal 6 Dadantwaben (in wenigen Ausnahmen 7 Dadantwaben) im Brutraum vorhanden sein sollten.


    Einige Völker führe ich noch in Segeberger DN und arbeite ganzjährig mit zwei Bruträumen.
     
    Nun habe ich im letzten Jahr zwei Völker auf nur einer Zarge überwintert. Im Frühjahr habe ich die Erweiterung um eine 2. Brutzarge unterlassen und habe nur Honigräume über dem Absperrgitter aufgesetzt.


    Der Ertrag dieser eher schwach gestarteten Völker war mindestens genauso gut wie der Ertrag meiner Völker in 1,5 DN.


    Rechnerisch hatten diese Völker ungefähr die gleiche Fläche im Brutraum zur Verfügung wie ein Dadantvolk auf 7 Waben bzw. ein Volk 1,5 DN auf 7 Waben.


    Daher die Überlegung: Wenn ich die Völker in en Großzargen eh so stark einenge, kann ich dann nicht gleich die Vöker einzargig auf 9-10 Waben + Trennschied führen? Hat jemand Erfahrung damit?


    Zur Einfütterung könnte ich dann eine zweite Zarge aufsetzen und im Frühjahr zur Bauerneuerung die untere Zarge entfernen.


    Gruß


    Andreas

  • :lol: Uuups! Hallo Hermann!


    Das waren aber jetzt gleiche Gedankengänge oder (ich war ein wenig abgelenkt bis zum Abschicken)? :liebe002:


    Ich lass es so stehen, das bestärkt die Güte des Threads und des Schreibers!


    weihnachtliche Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

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  • Hallo Andreas


    wenn du von Völkern in 1,5 DNM Segebergern mehr Honig ernten willst als aus dem Einzarger, dann solltest den Völkern 9-10 BW und einen BR bieten. Ich habe jetzt ungefähr 5 Jahre experimentiert und bin zu dem Schluß gekommen, das man jederzeit eine MW in den 1,5 BR einschieben kann. Damit wird den Bienen immer Arbeit geschaffen und somit hat die Königin Platz zum Stiften. Dadurch wird, wenn viel Jungbrut vorhanden ist die Schwarmlust unterdrückt und solange Jungbrut zu pflegen ist, aktiviert das den Sammeltrieb der Bienen. Teste es und du wirst staunen, aber das funktioniert nicht im Blindflug, da muß man schon noch ein bisschen dazu lernen und dabei bezahlt man auch Lehrgeld. :wink:


    P.S. Meine 4 Etager HBB haben auch nur einen BR aber mit 13 Waben, obwohl sie nicht schlecht sind im Ertrag, kommen sie an die Leistung der 1,5 er nicht heran. Ausnahme war dieses Jahr.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • ...jederzeit eine MW in den 1,5 BR einschieben kann.


    Hallo Reinhard,
    an welche Stelle schiebst du die MW im BR? Favorisierst du einen bestimmten Platz für die "Baustelle"?


    Weihnachtliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

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  • Hallo Mirko


    die MW sollte immer ins Brutnest aber nicht unbedingt zentral, sondern an die vorletzte Stelle des Brutnestes und wenn man sie an der Stirnseite einschiebt, sollten die beiden ersten Waben nicht verändert werden.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • In der DBJ 1/14 ist bei Westerhoff nochmal nachgehakt worden zu einem BR Zander...

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

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  • Kein bestimmtes Ergebnis, sondern es wurde einfach nochmal per Interview genauer nachgefragt.


    Also er würde nie eine Betriebsweise pauschal empfehlen - sie sind Anpassungen an spezifische Probleme und Ressourcen.
    Er weist u.a. darauf hin, dass Berufsimker natürlich unter gewissen Zwängen oder Notwendigkeiten arbeiten, die für Hobbyimker nicht gelten, so dass z.B. auch in schlechten Jahren oder mit kleineren Völkern Honig erbracht werden muss. Freizeitimker haben einfach mehr Möglichkeiten zu reagieren und sind nicht auf jede Tracht angewiesen.
    Dann kommt noch einiges, schon bekanntes, zu Kippkontrolle, Schwärmen, Schröpfen, Erweitern.
    Am Ende noch Gefahren die er sieht: - wenn man lernt mit schwachen Völkern gute Ernten zu holen anstatt sie aufzulösen, dann mangelt es an Selektion und langfristig fährt man den Durchschnitt runter
    - wer ein funktionierendes System hat, sollte sich sehr gut überlegen ob es unbedingt etwas Neues sein soll, denn es braucht Jahre bis es gut integriert ist


    Gruß Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“