Praktikum in Imkerei

  • Hallo, ich liebäugele mit einem Praktikum bei einer Berufsimkerei, allerdings kann ich arbeitsbedingt höchstens 4-6 Wochen Juli/August freischaufeln. Habt ihr Erfahrungen? Bringt dieser relativ kurze Zeitraum überhaupt was? Bin gespannt auf euere Antworten. LG und ein schönes Fest.

  • Spannend wird es allemal! Vielleicht reicht es aber, um einen Einblick zu bekommen und die verträumte Romantik, die einer Imkerei bisweilen anhaftet, verfliegen zu lassen. Das Imkern lernt man freilich nicht in so kurzer Zeit.


    Aber machen! Das ist doch in jeder Hinsicht eine tolle Gelegenheit, einmal etwas ganz Neues direkt zu erfahren und zu erleben.


    Beste Grüße aus Kassel,


    vic

    «Kasseler Stadthonig» – Ertragreiche und sanftmütige Buckfast-Bienen in 10er-Dadant, rund 30 Völker auf verschiedenen Dächern in der Kasseler Innenstadt.

  • Hallo Halleluja-Biene


    Ein Einsteigerkurs wäre der richtige Anfang für die Imkerei und das Praktikum der richtige Schnupperkurs.:wink:

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo, ich liebäugele mit einem Praktikum bei einer Berufsimkerei,....


    Hallo,


    da frage ich mich zunächst: was soll Ziel und Zweck des "Praktikums" sein?
    Berufsvorbereitende Maßnahme?
    Oder Bekanntschaft mit einem neuen Hobby?


    Falls zweiteres, dann muss es doch nicht so kompliziert sein: suche Dir einen Patenimker aus Deinem Kreis, und besuche ihn, sooft Du kannst.


    Falls Du aber wirklich Bienen als Hobby haben willst, dann frage ich mich auch, ob Bienen das richtige sind, wenn Du Dir höchstens 4-6 Wochen im Juli/August freischaufeln kannst.
    Gruß
    KME

  • Hallo Kai-Michael, "Ziel und Zweck" ist einfach nur die Freude und Begeisterung. Ich habe (noch) nicht vor, Berufsimker zu werden ;-) Ich mache seit Anfang des Jahres einen Imkerkurs beim ansässigen Verein mit und es ist klasse, es kommt mir nur jedes Mal so vor, als ob ich mit mehr Fragen heimgeh, als ich angekommen bin ;-) Und die 4-6 Wochen im Juli/August wären mein Jahresurlaub, wo ich längere Zeit am Stück abwesend sein kann ... so war das gemeint. Meinst Du, dass sich Berufstätigkeit und imkern nicht vertragen? Muss ich kündigen? :lol: LG und ein schönes Weihnachtsfest.

  • Hallo,


    also um Begeisterung, Neugier und Tatendrang zu bändigen habe ich, als ich angefangen habe, alle möglichen Beiträge hier im Forum gelesen und wirklich jedes möglich Bienenvideo angeschaut. Da gibt es einige Gute über das Celler Rotationsverfahren, Imkerei in Großraumbeuten mit Schied oder Korbimkerei in Schottland (in english). Danach bin ich mit den ganzen erfahrenen Imkern aus dem Verein an ihre Stände gegangen aber da musst du sehen was du für ein Typ bist:
    Ich fand es besser alle möglichen Betriebsweisen zu sehen und mir dann anzueignen, was nützlich ist und zu verwerfen, was Quark ist. Andererseits habe ich im letzten Jahr einen Anfängerkurs mitgestaltet, da scheint es auch viele zu geben, die eine klare Linie brauchen und nur verwirrt werden, wenn sie mehr als eine Möglichkeit genannt bekommen, bzw. das einfach unbeabsichtigt 'verbasseln' und dann kommt eben Käse raus, wenn man einem Kunstschwarm eine Brutwabe zuhängt und dann eine Königin einweiseln will.
    Also willst du alles kennenlernen und was eigenes machen - geh zu vielen verschiedenen Imkern.
    Bist du eher unsicher oder willst was bewährtes, rückschlagsarmes dann geh zu ner Berufsimkerei oder zumindest einem großen Imker, der auch auf Profit aus ist. Ob dich ein Berufsimker da dabei haben möchte ...? Ich lade ja gerne Leute an meinen Stand ein - bin ja auch Lehrer ;) - aber der typische Imker ist ja eher ein Eigenbrödler, sagt man sich ... .


    Zur Vereinbarkeit von Berugf und Hobby:
    'Nem Problemo' sagt der Ungar! Ich arbeite in Magdeburg und die Bienen stehen an der Tschechischen Grenze in Sachsen, einmal am Wochenende kontrollieren reicht völlig aus. Man darf sie halt nicht schwärmen lassen, im Winter nicht mit dem Futter geizen und keine halben Sachen oder Tüteleien machen. Es funktioniert also.


    Noch ein Gedanke: Macht es Sinn 6 Wochen am Stück beim Imker zu sein? Weil ... dann siehst du halt im August 6 Wochen lang Lindentracht schleudern, AS-Behandlung, Auffütterung. Aber den ganzen Rest halt nicht. Wäre es nicht cleverer immer mal wieder hin zu gehen?


    Falls du gar nicht loslassen kannst: Man kann Ferienhäuser mit Bienen an der Ostsee mieten. Oder generell Urlaub in der Imkerei buchen, das habe ich schon öfter gesehen, google einfach mal.


    Viele Grüße

  • Ah - wunderbar, vielen Dank für die vielen Tipps. Und - Du sprichst mir aus der Seele :) Bei uns im Imkerverein leiten 3 erfahrene Imker den Kurs - und ich schau mittlerweile, dass ich immer in der gleichen Gruppe beim gleichen Imker bin, einfach nur, weil ich mir schon ein paar Mal gesagt haben "Ja, wie jetzt - der andere sagt so und so..."
    6 Wochen am Stück, hm, mehr Zeit kann ich leider nicht rausschinden, ohne gleich kündigen zu müssen, und das scheint mir ein bißchen übertrieben :) ähm, zumindest im Moment ...
    Ansonsten werd ich wirklich den Tipp beherzigen und bei allen Imkern im Verein, die nicht schnell genug abwehren können, aufschlagen ;-) Und Urlaub in der Imkerei klingt klasse. DAAAAANKE für die Tipps :liebe002: Schöne Feiertage

  • Naja ganz so, wie du das wohl verstanden hast meinte ich das nicht, deshalb noch mal ganz konkret:
    Ich finde es absolut nicht hilfreich mehr als 1 Tag am Stück in einer Berufsimkerei zu sein.
    Der BI an sich hat ja viele hundert Völker, bei denen die Arbeiten nacheinander durchgeführt werden, d.h. an 2 Tagen werden z.B. alle mit AS behandelt. Und wenn du dann da bist, siehst du, wie der Imker 250 mal den Deckel aufmacht, einen Liebig-Dispenser hineinstellt, befüllt, den Deckel zu macht und weitergeht. Am nächsten Tag siehst du 250 mal, wie der verdunstungsstand geprüft wird.
    Sinnvoller wäre es doch, wenn du dir die Knackpunkte (Frühjahrsnachschau, Erweiterung auf 2 Zargen, Gabe von HR und Baurahmen, Gabe vom 2. HR, Schröpfung + Ablegerbildung, Schwarmkontrolle, Schleudern, Drohnenbrut schneiden, AS-Behandlung- und Kontrolle, Auffütterung, OS-Behandlung) an jeweils 2 oder 3 Völkern ansiehst. Und das kann dir jeder Imker aus dem Verein zeigen. Auch die Berufsimker kochen nur mit Wasser.
    Wenn es dir mehr um Flair, Leben als Imker in der Natur usw. geht verweise ich dich gerne hierauf:


    http://www.imkermarkt.de/klein…rei-praktikum-in-rumanien

  • Halleluja, :-)


    30 Stunden Theorie und jeden Tag 2 Stunden an den Bienen gibt es als Wochenkurs. Das heisst 6 Tage konzentriert lernen und an den Bienen arbeiten. Das gibt es jedes Jahr ungefähr um Ostern und Pfingsten. Kostet allerdings ein klein wenig mehr als der normale 3 Wochen Urlaub. Deswegen buchen auch fast nur Schweizer.


    Einfach in der Suchmaschine fragen...


    Schöne Feiertage wünscht Euch


    Petra

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