Wespennester konservieren & schützen - wie?

  • Guten Morgen zusammen!


    Ich stehe derzeit vor dem Problem, dass ich diverse alte Wespennester verschiedener Arten "herumliegen" habe, die ich gerne zukünftig als mobiles Anschauungsmaterial für Schulklassen etc. verwenden möchte.
    Diese habe ich im Rahmen meines Wissens nach dem jeweiligen Absterben geborgen, gut durchgetrocknet und dann mittels diverser aufgetragener Schichten Haarlack konserviert.
    Eines der so konservierten Nester hält auch bereits um die 10 Jahre.


    Der Knackpunkt an der ganzen Geschichte ist die Mobilität in Kombination mit erhaltender Stabilität.
    Denn die mir bekannten, klassisch im Plexiglaskasten herumrutschenden und sich selber zerbröselnden Nester gefallen mir so gaar nicht, weil sie stets usselig aussehen und m.E. ihren Zweck auch nicht so richtig erfüllen.
    Auch habe ich den ein oder anderen Quer- oder Längsschnitt durch ein Nest dabei, die erheblich fragiler sond als komplette Nester.


    Daher meine Frage: Hat jemand Erfahrung mit der Präparartion solcher Nester vor dem Hintergrund, sie auch längerfristig formstabil, schädlingssicher und mobil präsentieren zu können?


    Vielen Dank schonmal und sonnige Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!


  • Ich stehe derzeit vor dem Problem, dass ich diverse alte Wespennester verschiedener Arten "herumliegen" habe, die ich gerne zukünftig als mobiles Anschauungsmaterial für Schulklassen etc. verwenden möchte.


    ..Deine Idee gefällt mir > Schulklassen zeigen.
    Ganze und vollständige 'demontierte' Nester sind immer ein Problem.
    Sie sind nicht dafür geschaffen, dass sie irgendwo aufliegen.
    Da dellt sich in der Regel immer was ein und mit der Zeit zerbröselt das Ganze.


    Ich könnte mit vorstellen, dass es eine Lösung wäre, durch die vorhandenen Nester glatte Schnitte zu machen, auch Scheiben, also so, dass Du das was Du gerne zeigen möchtest nach oben zeigt, aber unten Du ein Art Fläche hast, und diese dann z.B. an einer Plexiglasscheibe mit einem Kleber (Schaum, Silikon, Fixogum oder ähnlichem) zu befestigen. Dann kannst Du diese Plexiglasplatten noch einmal in eine Plexiglasumhüllung stecken und diese relativ sicher auch transportieren.
    Wichtig ist, das die Punkt-Verklebungen an möglichst vielen Stellen mit der Unterlage erfolgt. Dadurch werden die Massekräfte gut verteilt > die Nester gehen nicht so schnell kaputt.


    Eine andere Lösung wäre, auf einer (Plexiglas)Scheibe 4-6 längere Drahtstifte einzulassen (10-20 cm), die dann das Nest durchbohrt und somit einen Halt gibt.


    Jonas

  • Wie zum Teufel schneidet ihr die Nester?
    Bei meinen bröselt immer alles...:-(


    vom Ursprungsort mit einem großen und scharfen Messer direkt an der Kante.
    Die Teilung in 'Scheiben' nur zu zweit.
    Einer hält das Teil fest und einer scheidet mit einer groben Schnurr mit langen Bewegungen das Teil durch. Es geht auch ein loses Sägeblatt mit sehr feiner Zahnung. Im Brutnest dann mit dem langen Messer, weil dort festeres Material ist. Aber nicht immer gelingt das. Radix, auch bei uns bröselt es.
    - wir werden es demnächst mal mit einem elektr. Brotmesser probieren.
    - wir werden es demnächst mal mit unserer elektr. Bandsäge probieren > bessere Scheiben?


    Alle Schneidekanten sind auch bei uns bröselig. Wer zu schnell schneidet und mit zu hohem Druck arbeitet, der zerbricht das Gefüge, statt die Pappmasse zu zerteilen.


    Jonas

  • Ich habe ein Nest einer Asiatischen Hornisse zu Anschauungszwecken aufgehoben. Mir wurde der Tip erteilt, es mit durchsichtigem lackspray zu besprühen. Haarspray täte es auch.
    Getestet habe ich es jedoch nicht


    LG. Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Ich würde die Nester mit einem klaren Sprühlack behandeln, wenn der durchgetrocknet ist, hält das Material ziemlich gut. Das Problem sind dann eben noch die inneren Bereiche des Nests, wo das Spray auch nicht hinkommt. Ich könnte mir vorstellen, dass es machbar wäre, ein solches Nest mit Kunstharz auszugießen und dann erst aufzusägen. Da könnte man sicher ein paar gute Schnitte herstellen. Aber wie gesagt, das ist nur eine Idee, ausprobiert habe ich es nicht.


    LG