18.Januar 2014 Berlin

  • ... die Agrarindustrie wird irgendwann erkennen müssen das sie dem Ganzen durch ihr tun und handeln massiven Schaden zufügt.

    Hast Du den Eindruck, die Erkenntnisgewinnung hätte bereits begonnen?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Andreas,


    anders umstritten. Im Gegensatz zu uns sind da in den Verbänden ja nicht die Hobbygärtner und -bauern nennenswert zu finden. Ich sage ja auch nur, dass die Funktionäre nach meiner Einschätzung ihre persönliche blacksheepness für repräsentativ setzen und dafür nach meiner Beobachtung nicht etwa donnernd abgewählt werden. Also ist die Schwarzschafigkeit den Bauern soweit anzulasten, wie sie sich nicht wenigstens persönlich distanzieren. Und jedenfalls sind das Probleme, die Bauern und Landwirte und Agrarindustrielle miteinander haben und für unsere Bienen ist es nicht gut, wenn wir uns damit belasten.


    Bauern gegen Agrarindustrie haben mich auf ihrer Seite; als Mensch und als Imker und überhaupt. Aber die innerbäuerliche Auseinandersetzung um die richtige und zu fordernde Agrarpolitik ist nicht meine Sache. Meine Sache ist die Bewertung aus Sicht der Bienen. Hier. Anderwärts noch der Schmetterlinge und Insekten überhaupt und der Natur im allgemeinen.


    Und da stören mich Gift und Zettermähwerke und die Totalität des Nutzungsanspruches.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hast Du den Eindruck, die Erkenntnisgewinnung hätte bereits begonnen?


    Nöö, bei deinem speziellen Freund Ruckwied ist sogar ein Rückfall zu beobachten... anders als bei den Güllewerfern.
    Auch wenn die Obersubventionsempfänger ala Ruckwied meinen sie können weitermachen wie bisher, so sollten wir nicht müde werden zu erklären das auch das letzte Hemd keine Taschen hat und das man Geld weder essen noch trinken kann :wink:.


    LG
    Andreas

  • Und da stören mich Gift und Zettermähwerke und die Totalität des Nutzungsanspruches.


    Gruß Clas


    Moin Clas,
    die stören mich auch bei den Hobbygärtnern und ich kriege Augenherpes wenn ich im Berliner Gartenfreund, der Verbandszeitung die verniedlichung von RoundUp und die Verlinkung zur Glyphosatseite lesen muss...


    LG
    Andreas

  • Hallo Clas,


    Zitat

    wer oder was hätte denn Ahnung?


    Ahnung hätten meiner Meinung nach die,
    die die Theorie auch in der Praxis ein- und umsetzen.
    Die, die versuchen umweltverträgliche Wege zu gehen und es auch tun.
    Die, die dabei Grenzen erkennen und weiter probieren.
    Die, die an Rückschlägen verzweifeln.
    Die, die Freude an ihrer Aufgabe haben und dafür brennen.
    Die, die den Kopft schütteln über Kollegen, die auf dem gleichen Feld immer nur Mais anpflanzen.
    Die, deren Augen leuchten, wenn sie von ihren Tieren sprechen.........


    Wie in der Imkerei, nützt die Theorie nur begrenzt.




    LG Silvia

    Um ernst zu sein genügt Dummheit, während zur Heiterkeit ein großer Verstand unerlässlich ist. Shakespeare
    Alle sind irre; aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht, wird Philosoph genannt. A.Bierce

  • Bei meiner Meinung bleibe ich: keine Subventionen für Landwirte.


    Lieber Kai-Michael,
    wenn dann richtig.
    Ich finde, der Gerechtigkeithalber sollten alle Subventionen gestrichen werden.


    Hier nur eine kleine Auswahl,
    Keine:
    Steuerbefreiung von Flugbenzin.
    Steuerfreie Schichtzuschläge
    Befreiungen von der Stromsteuer für Unternehmen des produzierenden Gewerbes, der Land-u.Forstwirtschaft (unglaublich wer heutzutage alles "produzierendes Gewerbe" betreibt)
    Mehrwertsteuerermäßigungen, (zum Beispiel für Theatertickets)
    Ausgleich von Nachteilen für das deutsche Güterkraftverkehrsgewerbe durch die Lkw-Maut.
    Wohnungsbauprämien.
    energetische Gebäudesanierung.
    Absatz- und Stilllegungshilfe für den Steinkohlebergbau.
    Autoindustrie,
    sogar in das Prestigeobjekt Nürburgring fließen Steuergelder
    usw, usw........


    Stell Dir nur vor, lieber Kai-Michel....keine Subventionen mehr.
    Jeder Konsument bezahlt endlich den realen Wert eines Produktes .:daumen:


    Nur....
    Würde dann nicht das Konsumverhalten von Lieschen Müller ein ganz anderes sein?
    Wenn z.B ein schnödes Ei nicht mehr 9 Cent, sondern 1 Euro kosten würde?
    Könnte sich Lieschen ein deutsches Auto leisten?
    Könnte sie sich das neueste iPhone leisten?
    Könnte sie jedes Jahr zweimal nach Mallorca fahren?



    Bestimmt,
    wo sie doch keine Steuergelder mehr für unsinnige Subventionen ausgeben muss.:cool:



    In diesem Sinne,
    wünsche ich Euch einen schönen Abend.
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

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  • Kann sich denn keiner mehr erinnern an Zeiten ohne Subventionen? Und die Menschheit hat das dennoch überlebt. Wie kann das nur sein? :eek:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Erhellend dazu:


    Dreiundzwanzigster Subventionsbericht:
    Bericht der Bundesregierung über die Entwicklung der Finanzhilfen des Bundes und der Steuervergünstigungen für die Jahre 2009 - 2012


    http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Oeffentliche_Finanzen/Subventionspolitik/23-subventionsbericht-der-bundesregierung-anlage1.pdf?__blob=publicationFile&v=3


    256 Seiten. In seltenen Beispielen sogar vernüglich. Zum Beispiel: Forstschäden-Ausgleichsgesetz: Steuervergünstigungen bei Holzmarktstörungen.


    Baudus

    Und wieder ist Frühling / auf alte Torheiten / folgen neue Torheiten (Issa)

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  • Lieber Clas,
    ich bin ja auf Eurer Seite.
    Ich bin auch gegen die Chemiebomben, die unsere Umwelt zerstören.
    Aber die Welt ist, wie sie ist, weil der Mensch regiert und der ist sich selbst am nächsten, wenn es um seinen Vorteil geht.
    Dass die Politik und Lobbyisten der Großkommerz Hand in Hand gehen, ist so alt wie die Menschheitsgeschichte.
    Es ist auch bis heute in unserem Land Realität...vermutlich wird es auch in Zukunft so sein.
    Wenn man sich ansieht, was in anderen Ländern los ist, da braucht man nicht mal nach Syrien oder in die Ukraine schauen, das fängt schon bei den Atommeilern der Franzosen an der Grenze zu Deutschland an, können wir in unserem Land noch halbwegs glücklich sein.


    Dennoch gebe ich Euch Recht: Man sollte sich nicht zufrieden geben, denn das würde Stillstand bedeuten.


    Aber mit weltfremden, unrealistischen, pauschalen, fanatischen oder gar radikalen Einstellung übt man nur Populismus. Der bringt niemanden nur einen Zentimeter vorwärts.


    Und daher: Die Sicht Einzelner in diesem Thread hätte ich hier nicht erwartet...

  • Was also bringt uns weiter?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Das war die Antwort auf die Frage, was uns nicht weiter bringt. Die hatte ich nicht gestellt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder