Erfahrungen mit einem EINwabenableger?!

  • Alternativ kannst du auch sehr gut Kunstschwärme machen.
    Wenn du Mini+ benutzt kannst du so neue Völker bis Anfang August erstellen.
    Wichtig ist dabei aber: Auf keinen Fall mit Honig Füttern, das führt nur zur Räuberei.

  • Ableger mache ich nur wegen Schwarmdämpfung und Varroa, bin schon über meinem Soll an Hobby in der Zeit. Auch die ersten Ableger haben 3-4 Brutwaben... und haben zur Linde einen Honigraum.
    Für die Vermehrung ziehe ich milbenfreie Kunstschwärme vor, sobald begattete Königinnen vorhanden sind, werden bei der Honigernte auch KS gebildet.

  • Eine Frage zu diesem Thema ,
    Wenn Einwabenableger , dann eine Brutwabe mit Weiselzelle !!
    Gibt das die bessere Königin ? oder ist es egal


    Wenn schon Einwabenableger, dann unbedingt mit schlupfreifer Zelle oder unbegattet-/begatteter Königin erstellen. Aber der Königsweg ist das nicht.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo zusammen ,


    ich sehe schon , der Idealfall währe eine Brutwabe mit Weiselzelle , aber darauf zu warten - und zu hoffen das es eintritt ,
    um vielleicht dann recht spät mit dem Ableger zu starten ist nicht so mein`s .
    Ich werde frühzeitig starten , und wenn sich später noch ein Ableger mit Weiselzelle ergeben sollte wede ich es auspobieren !!


    Danke ,


    Bertram

  • ich sehe schon , der Idealfall währe eine Brutwabe mit Weiselzelle , aber darauf zu warten - und zu hoffen das es eintritt ,
    um vielleicht dann recht spät mit dem Ableger zu starten ist nicht so mein`s .


    Kannst'te halten wie Du willst. Gegen den Bien arbeiten ist zwar ziemich mühsam, aber die Bienen sind gute Lehrer.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife


  • ich sehe schon , der Idealfall währe eine Brutwabe mit Weiselzelle , aber darauf zu warten - und zu hoffen das es eintritt ,


    Warum warten und hoffen? Tu dich mit deinen Kollegen zusammen, macht nen Sammelbrutableger packt eine Zuchtlatte rein und verteilt die schlupfreifen Weiselzellen auf eure (2! Waben) Ableger.


    Worfür sind Imkervereine da?
    Gruß
    Ludger

  • Ich schätze mal, du möchtest wohl einfach nur ohne viel Aufwand aus einem Volk möglichst schnell möglichst viele Ableger gewinnen. Bei der Methode "eine Wabe ergibt ein Volk" ist allerdings der Nachteil, das die neuen Königinnen mangels Bienen nicht optimal aufwachsen. Der Vorteil ist die immer noch mögliche Honigernte im Muttervolk. Wenn du darauf verzichten kannst wäre evtl. die beste Lösung zu gegebener Zeit einen Königinnenableger mit nur einer oder wenigen verdeckelten Brutwaben zu bilden und an einen anderen Platz zu stellen. Im Restvolk läßt du möglichst viele Waben mit Stiften, auf denen dann natürlich sofort Nachschaffungszellen angelegt werden und man kann mehrere Ableger gewinnen...
    Das ist aber im Grunde auch keine gute Lösung, auch wenn die Königinnen ein bisschen besser aufwachsen. Wenn du viel Honig ernten willst überlass das Züchten den Profis.
    Ich würde dir empfehlen, bestell dir jetzt schon bei einem Züchter ein paar Standbegattete gute Wirtschaftsköniginnen. Wenn die ankommen bildest du Kunstschwärme. Angenommen die dazu gekauften Königinnen beiben danach 2 Jahre im Wirtschaftsvolk, hast du schon mit ca. 3 Gläsern mehr Honig pro Jahr (als bei eigener Vermehrung) die Kosten wieder raus, und bei einer guten Wirschaftskönigin sollte noch wesentlich mehr möglich sein.
    Bin übrigens kein Züchter, ich empfehle dir diesen Weg, weil ich es dieses Jahr selber auch so ähnlich angehen werde und weiß, daß auch einige alte Hasen nicht selber züchten, sondern lieber viel Honig ernten und die Zucht den Profis überlassen.

  • Moinsen,
    ein guter Weg, aus einer Brutwabe ein Volk zu erhalten ist es, wenn man von einem Züchter / befreundeten Imker eine schlupfreife Zelle erhält und diese dann direkt zu dem neu gebildeten Ableger gibt. Ich habe gute Erfahrungen mit diesem Prinzip gemacht. Ganz gleich wie andere Meinungen hier aussehen, nehmen Bienen auch mit offener Brut solche Zellen gerne an. Besser wäre es jedoch, wenn die Brut bereits verdeckelt ist, da du dann (je nach Bildung) ein Zeitfenster von ein paar Tagen hast, um den Ableger im brutfreien Zustand gegen die Milbe zu behandeln.


    Also mein Vorschlag sähe wie folgt aus:


    1. Suche dir eine Brutwabe mit möglichst viel verdeckelter Brut und packe diese mit den ansetzenden Bienen in eine neue Kiste (plus 1 Futterwabe, eine ausgebaute Wabe sowie eine MW).
    2. Sollte offene Brut vorhanden sein, lass die Bienen neun Tage nachschaffen und brich dann alle Zellen heraus.
    3. Anschließend gibst du die schlupfreife Zelle hinzu.
    4. Nach zwei drei Tagen kannst du gucken, ob die Zelle geschlüpft ist (Zelldeckel unten offen = OK). Die Königin muss nicht gesucht werden.
    5. Nach 14 Tagen kannst du gucken, ob die neue Königin legt und gleichzeitig mit OX oder MS gegen die Milbe behandeln.


    Solche Ableger entwickeln sich prächtig bzw. du kannst über einen Zeitraum von drei Monaten super entscheiden, ob die Königin wirklich deinen Erwartungen entspricht. Ist dem nicht so, kannst du noch immer die Königin im September durch eine andere vom Züchter ersetzen. Ach ja, bei DN und ggf. Zander würde ich zwei Brutwaben für ein Volk nehmen. Diese Ein Brutwaben Ableger (gerade bei DN) kommen zwar auch durch den Winter, dann jedoch nicht stark und du fängst im neuen Jahr an und hängst Brutwaben in den HR hoch - und das will ja keiner...


    Gruß
    Frank

  • Hallo zusammen ,
    ich glaube ich muß meine Strategie bezüglich Einwabenableger für 2017 wieder neu ausrichten .
    Ich wollte den einfachen Weg gehen , also meine Wirtschaftsvölker möglichst wenig schwächen , die Ableger 2017 aufbauen und
    fitt machen , 2018 dann Honig einfahren !!
    Danke für die Tipp`s !!!


    Bertram

  • Hallo,
    auf der Suche nach Ursachen für mein scheitern dieses Jahr bin ich in alten Büchen auf Stellen gestoßen die ich so noch nicht kannte.
    Ich hätte es nicht gedacht, aber es ist scheinbar kein Problem Einwabenableger in einer Saison auf Wirtschaftsvolk Stärke zu bringen mit Königinnen die einer Schwarmkönigin oder Umweislungskönigin in nichts nachstehen ohne extra Zucht.
    Früher wurden die besten Völker zu einem Zeitpunkt wo der größte Teil der Bienen am schlüpfen war und die Königin gerade wieder anfing im Brutnestkern zu stiften entweiselt und nach einer Woche wurde das Volk kpl. aufgeteilt und das nach der Rapstracht.
    Das ist dann auch nichts anderes wie ein Volk in Schwarmstimmung oder Umweislungsstimmung, aller Futtersaft wird in die paar offenen Brutzellen gesteckt.


    Das scheint mir auch fast vernünftiger zu sein im Bezug auf Biodiversität wie riesen Serien von 1-2 Königinnen zu ziehen

  • auf der Suche nach Ursachen für mein scheitern dieses Jahr bin ich in alten Büchen auf Stellen gestoßen die ich so noch nicht kannte.


    Lieber Zeidler 2.0, ich hab wirklich versucht, mich einfach mal auf meine Hände zu setzen und NICHT zu antworten. Aber für die Bienen probier ich mich mal in einer Auflösung:


    Zitat

    Ich hätte es nicht gedacht, aber es ist scheinbar kein Problem Einwabenableger in einer Saison auf Wirtschaftsvolk Stärke zu bringen mit Königinnen die einer Schwarmkönigin oder Umweislungskönigin in nichts nachstehen ohne extra Zucht.


    Ich hab das nie gedacht, bis irgendwann ein Mann und eine Frau sowas propagiert haben, auf Grund der Einfachheit (Imker sind im Herzen oft recht faule Gesellen) und weil Jungimker schlichte, einfache Anweisungen lieben, hatten dieser Mann und seine Jüngerin damit leider eine Zeit lang großen Erfolg. Der begründet sich aber nicht im Erfolg der Methode, sondern in der Art der beiden, die es verstanden, jeden Mißerfolg nicht der Methode, sondern dem betreffenden Imker anzulasten (sie rudern aber auch schon wieder zurück und bald war alles immer schon ganz anders). Heute wie damals würde ich sagen, das ist schlicht Unfug. Diese Trauergeschichten stehen Völkern mit guten Königinnen (gute Genetik UND beste Aufzucht) um Lichtjahre nach. Die Schlüsselstelle in Deinem Zitat ist 'scheinbar'. Du hast selber davon keine Ahnung, haust aber einen Klopper nach dem anderen raus und - ausbaden müssen werden es Dank Onkel Google und Co die Bienen. Das ist nicht sehr fair. BTW, eine Wabe zu einem Wirtschaftsvolk zu machen geht in den meisten Gegenden in D'land problemlos! Aber das Wie entscheidet über die Qualität des Volkes, 'gleich' ist da nix.


    Zitat

    Früher wurden die besten Völker zu einem Zeitpunkt wo der größte Teil der Bienen am schlüpfen war und die Königin gerade wieder anfing im Brutnestkern zu stiften entweiselt und nach einer Woche wurde das Volk kpl. aufgeteilt und das nach der Rapstracht.


    Aha. Das ist ein Fragment einer speziellen Betriebsweise. Wie eine Nachschaffung vorsichgeht weißt Du? Wie lange dauert es dabei, bis die ersten Zellen gedeckelt sind? Warum paßt das nicht? Das ist das Problem bei kolportierten Geschichten: der Teil mit 'nach x Tagen alle verdeckelten Zellen brechen' fehlt. Wenn Du das machst, bis Du schon recht nah am Sammelbrutableger, außer das Dir danach Dein bestes Volk fehlt. In der Linde und sonstwo. Aber geschenkt.


    Zitat

    Das ist dann auch nichts anderes wie ein Volk in Schwarmstimmung oder Umweislungsstimmung, aller Futtersaft wird in die paar offenen Brutzellen gesteckt.


    Und die in Panik aufgezogenen Prinzessinen aus zu alten Maden killen die aus jüngsten Maden, aber ansonsten fast wie ein Volk in Schwarmstimmung: viele Bienen in einer Kiste, das reicht doch, oder?


    Zitat

    Das scheint mir auch fast vernünftiger zu sein im Bezug auf Biodiversität wie riesen Serien von 1-2 Königinnen zu ziehen


    Ja klar. Lauter Kös aus ggf. zu alten Maden aus einem Volk + das Volk weg ist natürlich viiiiiel besser als Serien unter perfekten Bedingungen von 1-2 Königinnen mit einer Top-Genetik mütterlicherseits. Oder?


    Mein Vorschlag: Noch ist etwas Zeit, es wird früh dunkel und man kann lesen. Beim lesen übe Dich in Lesekompetenz, am Anfang klinge die Methoden oft verlockend einfach, aber es fehlt halt an der Erfahrung, den Wert solcher Behauptungen einschätzen zu können, zumal die großen Rattenfänger oft ein brilliantes Marketing fahren. Leg besser das Internet für einen Moment zur Seite und besorg Dir ein paar gute Bücher, Weiß, Pfefferle, sowas. Da stehen echt bewährte Methoden drin, auch ohne riesen Aufriß an gute Königinnen zu kommen.


    Nix für Ungut & Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Rase,
    also ich habe das bei Gerstung gelesen, wer bist du bist du dir sicher das du Gerstung das Wasser reichen hättest können ?


    Offensichtlich gehörst du auch zu den Menschen die nicht lesen bevor sie losschießen, denke bitte nochmal nach was du da geschrieben hast.


    Selbst der Bernhard Heuvel argumentiert sachlich und liest was ich scheibe, der könnte sich das rausnehmen so zu antworten denn der ist wer, wer bist du Rase ?

  • Rase,



    Selbst der Bernhard Heuvel argumentiert sachlich und liest was ich scheibe, der könnte sich das rausnehmen so zu antworten denn der ist wer, wer bist du Rase ?



    Deine Beiträge kommen ständig mit einer gewissen Aggressivität rüber, ich finde das muss nicht sein - o.k!