Bodenbiotop in der Beute? Stockklima?

  • Werbung


    Lieber Luffi,


    das fällt wohl unter Satire? :wink:
    Oder Du hast für Naturschutz nichts übrig.


    Gruss, Christian

  • Hallo Christian, Danke für deine Antwort. Das DURCHSICHTIG und LUFTDURGLÄSSIG plastik folie
    ist zu kauf in manche grosse Bauladen; in die Niederlände bei Gamma. In Deutschland bei Praxis ?
    Es kostet bei Gamma 79 euro pro Rolle von 25 Meter und 1,5 Meter breit inclusief MWS.
    Ich schneide es mit Schere in 150 Bienendecken oder 'Bienenkleidungsstúcken' von 50 bei 50 Centimeter.
    Ich gebe manche als Weihnachtsgeschenk an Imkerfreunden und Bienen-ammen.
    In Wintermonate ist jeder Volk bedeckt mit ein oder zwei Foliën. In Frühjahr, wenn das Brutgeschäft los gehen darf,
    kommt dah noch eine dritte und vierte hinauf zum Wärme-isolation. Es bleibt Dampfdurchlässig.
    Mit luftdurchlässige Folie is das Condensgefahr kleiner; dadurch weniger Schneckenbesuch und Pilzwachstum auf
    hölzernen Wände und Wachswaben. Kurzgesagt: Es gibt ein besser Micro-klima und bessere Abfuhr von
    Kohldioxyde (CO2) in der Zeit das die Bienen nicht in der Lage sein bei das Flugloch zu ventilieren oder lüften.
    Ich versuche auch auf andere verehrte Forummitglieder von dieses Thema zu reagieren; jetzt aber fehlt :u_idea_bulb02: der Zeit.Jozef

  • Hallo ihr Lieben,


    vor einiger Zeit habe ich mir das Video von Phil Chandler über seine "Pagodenbeute" angesehen.
    Auch dort wird der Boden mit einer Art Streu gefüllt, als Isolierung und um dem Klima einer Baumhöhle näher zu kommen.
    Über Erfahrungen mit dieser neuen Beute habe ich leider noch nichts gelesen, aber vielleicht war ja Chandler Ideengeber für die Torfstreu?
    http://www.youtube.com/watch?v=vnyfTQhH2TQ


    Viele Grüße
    Rieke

  • Hallo


    ich kann mich erinnern, das Gerstung, Bienestöcke in Erdmieten mit Torf, Moos, Stroh oder ähnlichem abgedeckt hat. Von Wänden ist mir nichts bekannt.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ist auch meine Meinung!
    Was soll denn der Torf bewirken?
    Was wird besser dadurch?

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hallo zusammen, Christian kann deine ökopate auch erklären wie die Torfschicht wirkt ?
    Ich gebe zum Gleichgewicht mit die geachtete Opponenten in aller Bescheidenheit
    jetzt einzelne Gedankensplitter. Ich mutmass das es in der Torfschicht ein biologisch Gleichgewicht gibt
    im Gegensatz mit die kalte kunststoffen Varroaschieben wo dutzenden von Kleinwesen zielloos herum kriegen.
    Wahrscheinlich sind sie durch das bewegen der Bienen von Waben herabgefallen.
    In die Torfschicht können sie Schutz finden aber auch Feinde. In die Natur herscht no immer das Gesetz von
    essen und gegessen werden. Zum Beispiel: Staubmehl wird gegessen durch Mehlmilben und käferchen,
    Kellerassel u.s.w. Mehlmilben durch Tausendfüssler, Schlupfwesplarven, Bücherskorpionen, Raubmilben, u.s.w
    Tote bienen durch Totengräber und Ohrlinger.. Wachsteilchen durch Wachsmotlarven. Wachsmotlarven durch Schlupfwesplarven.Gekleckerte Sucker durch Ameisen. Zumal die Schlupfwespe und Bücherskorpionen und Raubmilben sollen wir beschützen durch sie eine angenehme
    Wohnung zu geben , also eine Torfschicht. In der Garten liebt das Bodenleben auch Torf oder Compost zum
    überleben in kalte Zeiten. Wir sollen uns auch beschäftigen mit selber mehr zu studieren auf das zusammenleben von
    Bienen und Untermieter. Ich respectiere Imker die biologisch experimentieren und nicht nur chemisch. Jozef

  • Jozef,


    da im Forum anscheinend eh niemand Erfahrungen zu der Torf-Methode (den man sicherlich auch durch umweltschonenderes Material ersetzen kann) weiss.
    Hast du statt einer Plastikfolie schonmal mit wachsgetränktem, groben Jutestoff gearbeitet?
    Habe letztens mal ein kleines Stück eines alten Jutesacks in Wachs getaucht, und war begeistert von dem Ergebnis.
    Denn nicht alle Poren waren mit Wachs gefüllt und ermöglichen dadurch hoffentlich eine bessere Atmung bei gleichzeitiger Anbau-Sperre.
    Nächstes Jahr werde ich definitiv versuchen, solche präparierten Jutesäcke zu verwenden. Plastik hat für mich in einer Behausung nichts zu suchen, wenn man es vermeiden kann.


    Gruß


  • Gute Morgen Rugnuza,richtig, Kartoffelsack von pflanziche Jutefiber mit Wachs bestrichen ist ein mehr Naturnahe
    Bienenbekleidung in Vergleich mit Plastikfolie. Wohl soll mann die Säcke gut waschen vor Gebrauch.
    wenn da vorher Kartoffel in gespeichert waren. Die sind gespritzt mit Wachsstoffen um zu früh keimen entgegen
    zu gehen. Ein college-imker verwendete früher kleine Pflanzkartoffelsäcke.
    Heutzutage besteht ein Techniek um aus die Köpfen von Suckerrüben biologische 'Plastik' zu machen. Jozef

  • Ist auch meine Meinung!
    Was soll denn der Torf bewirken?
    Was wird besser dadurch?


    Hallo Luffi,


    erst mal zu Deiner Frage. Ich kann auch nur wiedergeben, was ich so erfahren habe, da ich bisher dieses System nicht verwende.
    Die Torfschicht wirkt als Speichermedium für die Feuchte, Gerüche, etc. und puffert somit die Außenwitterung etwas ab. Somit werden die Binis unterstützt das Stockklima nach gusto zu gestalten.
    Im Prinzip ist die Torfschicht nur für die Anfangsphase notwendig, um die Nützlinge anzulocken.


    Das ist nun die Information, die ich habe.
    Wenn man das nun weiter spielt, kann man auch sagen, es wird die Bienen-Baumhöhle simuliert, in der auch die Abfälle auf den Boden fallen und dort eine Humusschicht aufbauen. Da kann sich dann ein natürliches Gleichgewicht aufbauen und vielleicht auch ein Biotop für den Bücherskorpion.


    Ich hätte gehofft, dass sich im Forum mehr Leute finden, die sowas machen oder gemacht haben. Ich würde, wie jeder von uns, gerne etwas Behandlungsarbeit sparen. Diese Säurebehandlungen finde ich echt ätzend.


    Bei Gelegenheit werden ich den Kollegen Ökoimker besuchen und mir das anschauen. Leider ist er über 100km Landstrasse von mir entfernt.


    Gruss,
    Christian

  • Hallo Christian!


    Danke für die Antworten zu meinen Fragen. So oder so ähnlich habe ich mir das auch gedacht.


    Mal ein paar Anmerkungen aus meiner Sicht.


    Schau dir diese Betriebsweise ruhig mal an, wenn es dich interessiert. Warum nicht?
    Nur über den Tellerrand hinaus mal Erfahrungen sammeln bringt uns im Leben auch weiter.
    Vor Kolumbus meinten die meisten Menschen auch, dass die erde eine Scheibe wäre...
    Oder die Säulen des Herakles wären das Ende der Welt...
    Oder das Atom ist das kleinste Teilchen...


    Berichte und stell deine Meinung dazu vor.
    Ich selbst bin - wie du vielleicht merkst - eher etwas abweisend gegen diese Betriebsweise, weil mir da zuviel "Schmoder" in der Beute ist. Aber das ist vielleicht nur subjektiv.
    Ich lasse ja auch die meiste Zeit den Schieber drin, mache dann aber bei jeder Wanderung den Schieber sauber. Da kommt allerhand zusammen über die Zeit.


    Ja und das mit den Säuren in den Völkern:
    Ich persönlich halte gar nichts von der Ameisensäure. Ich weiß, jetzt geht gleich ein Aufschrei hier durchs Forum, aber ich bin bisher mit TBE und OS recht gut gefahren und habe im langjährigen Mittel Winterverluste von unter 5 %. So sollte es auch sein. Oft ist es aber auch die Abstammung der einzelnen Linien, die eine Rolle spielen. Aber das ist ja hier nicht das Thema.


    Was ich damit sagen will ist folgendes: Wir benötigen nicht nur eine Einzelbetrachtung von z.B. Torf auf dem Varroaschieber, sondern müssen zukünftig den Komplex Bien besser betrachten. Sozusagen ein ganzheitlicher Ansatz ist da von Nöten.


    Es kommt also auf viele Mosaiksteine an.
    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • ... erst mal zu Deiner Frage. Ich kann auch nur wiedergeben, was ich so erfahren habe, da ich bisher dieses System nicht verwende.
    Die Torfschicht wirkt als Speichermedium für die Feuchte, Gerüche, etc. und puffert somit die Außenwitterung etwas ab. Somit werden die Binis unterstützt das Stockklima nach gusto zu gestalten.
    Im Prinzip ist die Torfschicht nur für die Anfangsphase notwendig, um die Nützlinge anzulocken.


    Hallo Chris,


    bei den Geflügelfreunden gibt es auch so eine Methode, eine ca. 20 cm starke torfähnliche Schicht im Hühnerstall auszubringen, um u.a. natürliche Zersetzungsprozesse zu fördern und das Stallklima zu verbessern.


    Ich hab das noch nicht probiert, die Anwender scheinen aber durchweg positive Erfahrungen damit zu machen.


    Nennt sich "deep litter method" kannst ja mal auf Goockle-Suche gehen :-)


    Viele Grüße
    Sven

  • Gute Morgen Rugnuza,richtig, Kartoffelsack von pflanziche Jutefiber mit Wachs bestrichen ist ein mehr Naturnahe
    Bienenbekleidung in Vergleich mit Plastikfolie. Wohl soll mann die Säcke gut waschen vor Gebrauch.
    wenn da vorher Kartoffel in gespeichert waren. Die sind gespritzt mit Wachsstoffen um zu früh keimen entgegen
    zu gehen. Ein college-imker verwendete früher kleine Pflanzkartoffelsäcke.
    Heutzutage besteht ein Techniek um aus die Köpfen von Suckerrüben biologische 'Plastik' zu machen. Jozef


    Für Jute kann ich noch folgende Quelle (preis-Leistung) empfehlen


    http://www.jutestoff.de


    Da gibt es auch unbenutzte Meterware unterschiedlicher Stärken.


    Meine Sumsen haben Thermo-Hanf als Isolation unter dem Deckel. Also Bio-Baustoff.


    Mal ne Frage:
    warum muss die Jute über den Bienen gewachst werden ?
    bauen die dann dort schlechter an als ungewachst ???


    Zum Thema:
    mal weg vom Torf (auch aus Torfschutzgründen), aber Torf ist ein säuerliches Millieu.
    Vielleicht schadet das ja auch der Milbem aber ansonsten, wegen dem Umweltbeutenklima. wa wäre denn als Alternative mit Rindeenmulch (auch sauer) oder normalen Holzhäcksel als Baumnähe für die Mitbewohner ?


    LG Co