Ableger-/Begattungskästen 1/2 DNM-Breite

  • Werbung

    Hallo Bernhard,


    danke für die Darstellung deiner Gedanken in dem PDF. Und Leider muss ich gestehen, dass ich es nicht verstanden habe.




    Deine grafischen Darstellungen gefallen mir, und ich meine auch ungefähr eine Vorgehensweise darin zu erkennen (wobei natürlich noch Fragen und Einwände bleiben). Aber der Text dazu..., z.B. auf Seite 3:

    Zitat

    Der Rest des Begattungsvolkes wird auf die noch weiselrichtigen Begattungsvölker gesetzt. (Anders als in der Abbildung gezeigt, nur zur Verdeutlichung hier aufgeteilt dargestellt.)


    ???
    Sorry, wenn der Text nicht zum Bild passt, dann dient das nicht der Verdeutlichung. Im Gegenteil. :-(


    Zitat

    Fehlbegattungen oder Königinnenausfälle werden mit gekauften Königinnen ersetzt. Auch um frisches Blut in den Bestand zu bringen


    ???
    Du willst mehr als die Hälfte deines Bestandes (wobei alle Völker gleichwertig, nämlich als Zweizarger überwintern) für die Königinnenzucht reservieren, im Beispiel von acht Völkern dienen nur drei bzw. vier als Wirtschaftsvölker (je nachdem ob man das Pflegevolk dazu zählt), aber insgesamt damit während des Jahres nur fünf bzw. sechs neue Köninnen aufziehen, oder wie? (Wenn selbst Fehlbegattungen und Ausfälle mit zugekauften Königinnen ersetzt werden?)


    Zitat

    Am besten werden die Honigzargen untergesetzt, damit die bereits schon aufgebaute Honigkappe oben verbleibt, das zugefütterte Winterfutter unterhalb liegt und somit über den Winter aufgebraucht wird. Im Frühjahr dann stoßen die Völker auf den Honig in der Futterkappe und werden dadurch im Frühjahr gesund ernährt.


    Das habe ich überhaupt nicht verstanden, bis ich irgendwann erkannt habe, dass du ausgeschleuderte, leere Honigzargen untersetzen willst. Aufgrund deiner früheren, eher extensiven und betont naturnahen Herangehensweise bin ich beim Lesen des Textes zunächst davon ausgegangen, dass du gefüllte Honigzargen untersetzen willst, was natürlich gar keinen Sinn gemacht hätte. Aber so macht es für mich irgendwie auch keinen Sinn, denn dann muss das Brutnest während der Auffütterung erstmal langsam nach unten wandern, um während des Winters wieder nach dem Futter folgend nach oben zu ziehen. Gut, an den Honig kommen sie dann zuletzt, was wohl der Zweck der Sache sein soll, doch dafür sitzen sie dann auf älterem Wabenwerk, und außerdem sollte das Futter ja normalerweise so reichlich bemessen sein, dass in den meisten Jahren eher etwas übrig bleibt. Dann bleibt also genau die Futterkappe mit dem Honig übrig und wird erst bei stärkerer Volksentwicklung verbraucht, wenn eh auch ständig frischer Honig reinkommt.


    Das mit der Bauerneuerung etc. wird gar nicht klar.


    Irgendwie kommt das für mich alles wie übelstes Bienenlego rüber, wobei ich ausdrücklich einräume, dass das an meinen Verständnisproblemen liegen kann.


    Viele Grüße,
    Robert

  • Hallo Robert,
    das entspricht doch dem Verlauf der Überwinterung:
    Mit der Einlagerung des Futters rückt das Brutnest nach unten.
    Dort findest es mit den ausgeschleuderten Waben reichlich Platz, weil diese von den Bienen zuvor gesäubert, ausgebessert und zur Aufnahme der Brut vorbereitet wurden.
    Mit dem Nachrücken der Brut im Frühjahr kommen dann wieder die alten Honigkränze in den Bereich der Nahrungsaufnahme.
    Damit der vorjährige Honig, der evtl. für eine Überwinterung ungünstig ist, jetzt im Frühjahr aber verkraftet wird.
    Ungewöhnlich ist das Untersetzen solcher Zargen.
    Bekanntlich setzt man lieber auf (Bequemlichkeit?).
    Ich würde das Aufsetzen bevorzugen, weil dann die geruchsintensiven Honigwaben aus dem Bereich der Fluglöcher weg wären.
    Wegen Räubereigefahr.
    Entweder hat Bernhard keine "Räuberbienen" oder es spielt keine Rolle, wenn alle Völker eines Standes so behandelt werden.
    Beim Aufsetzen muss aber gesichert sein, das der Honigkranz von den Bienen umgeschichtet wird.
    Evtl. durch aufritzen der Zellen, was Mehrarbeit bedeutet und Räubereigefahr.
    Hat beides Vor- und Nachteile...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Robert,
    das entspricht doch dem Verlauf der Überwinterung:
    Mit der Einlagerung des Futters rückt das Brutnest nach unten.
    Dort findest es mit den ausgeschleuderten Waben reichlich Platz, weil diese von den Bienen zuvor gesäubert, ausgebessert und zur Aufnahme der Brut vorbereitet wurden.


    Ja, aber wenn man hier zuviel füttert, oder wenn gar noch eine späte Tracht überraschend eingetragen wird, dann bleibt den Bienen doch gar nichts anderes übrig, als diese Vorräte unter dem Brutnest einzulagern. Wird es dann nicht schwierig mit dem Runterrücken des Brutnestes?
    (Die Sache mit dem Umtragen, also ob und wann und unter welchen Bedingungen die Bienen Vorräte umtragen gehört zu den Dingen, über die ich bisher kaum etwas weiß und was regelmäßig große Unsicherheit und Bedenken hervorruft, wie man hier sieht.)


    Zitat

    Mit dem Nachrücken der Brut im Frühjahr kommen dann wieder die alten Honigkränze in den Bereich der Nahrungsaufnahme.
    Damit der vorjährige Honig, der evtl. für eine Überwinterung ungünstig ist, jetzt im Frühjahr aber verkraftet wird.


    Bernhard hat es aber so dargestellt, als ob dieser vorjährige Honig etwas besonders gutes und gesundes für die Bienen sei, von dem sie dann im Frühjahr profitieren.
    Mein Einwand dagegen ist eben, dass unter normalen Umständen ein gewisser Vorratsüberschuss da sein sollte, und dass die Bienen deshalb normalerweise bis es mit der Tracht richtig losgeht gar nicht an diesen letzten, aus Honig bestehenden Vorrat, rankommen. Und wenn sie das Zeug dann doch umtragen oder fressen, weil das Brutnest sich so richtig zügig ausdehnt, also im Mai, dann kommt auch eh zusätzlich dazu auch frischer Nektar rein, weshalb sie auf die möglicherweise im Honig enthaltenen Vitamine (im Gegensatz zum 'leeren' Zuckerfutter) weniger angewiesen sind (falls sie es denn überhaupt waren) als vorher im Spätwinter/frühen Frühjahr.


    Zitat


    Ungewöhnlich ist das Untersetzen solcher Zargen.
    Bekanntlich setzt man lieber auf (Bequemlichkeit?).


    Ich dachte, das hätte mit der Bauerneuerung zu tun: man setzt auf, die aufgesetzte Zarge wird mit Futter gefüllt. Das Brutnest wandert im Frühjahr hoch, und man kann im frühen Frühjahr die untere Zarge mit den älteren Waben wegnehmen.


    Grüße,
    Robert

  • Hallo Robert,
    unter dem Brutnest wird nur Pollen eingelagert.
    Spätestens beim Erkennen einer späten Tracht wird man mit dem Füttern ja aufhören.
    Ja, das Untersetzen hat auch mit der Bauerneuerung zu tun.
    Im Frühjahr sitzt das Brutnest oben, die leere untere Zarge kann man entfernen, gleichzeitig wird eine neue mit Leerwaben, Mittelwänden oder Anfangsstrteifen aufgesetzt.
    Ob der eingelagerte Honig besser ist wie der frischeingetragene, wissen die Bienen wohl besser.
    Ich halte die Pollenkränze in diesem Bereich für wichtig.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.


  • unter dem Brutnest wird nur Pollen eingelagert.


    Wirklich? Also auch z.B. bei einem evtl. verhonigen des Brutnestes im Frühsommer (ich hatte dieses Jahr Probleme damit) könnte man durch Untersetzen von Leerrähmchen einen größeren Bereich für das Brutnest reservieren, weil die Bienen unter ihrem Brutnest keinen Honig lagern? Oder gilt das nur im Herbst?


    Zitat


    Spätestens beim Erkennen einer späten Tracht wird man mit dem Füttern ja aufhören.


    Normalerweise beginnen die Wintervorreitungen nach dem Abschleudern doch mit einem Futterstoß, gefolgt von Ameisensäurebehandlung, dann wieder Futter. Ok, in Bernhards Text ist erst im Herbst von einem stärkeren Futtergabe die Rede. Aber ich hätte es mir halt trotzdem schwieriger vorgestellt, beim Füttern ständig die Balance zu halten, die das Brutnest langsam nach unten drückt, aber nicht einschränkt und dabei auch unerwartete Trachteinträge zu berücksichtigen.
    Liegt evtl. wieder an meiner fehlenden Erfahrung. Ich will ja nur darauf hinweisen, dass der Text da Fragen aufwirft.


    Aber die Sache mit der Fütterung war nur ein Punkt, es gab ja noch andere. In erster Linie ging es um das Management der Ersatzvölker/Begattungseinheiten und Königinnen. Eigentlich wäre für Bernhards Überlegungen und unsere Diskussion dazu ein Extra-Thread angebracht...


    Grüße,
    Robert