Oxalsäure-Träufelung, Dosierungsmengen-Berechnung

  • Hallo,
    ich habe die Träufelung noch nicht so oft gemacht, da ich weniger Völker hatte und bin unsicher, wie die Anleitung zu lesen ist.


    Es heißt: 2ml pro Wabengasse.


    Die Wintertraube ist rund, sieht man ja unten als Streifen auf der Windel. Je nach Abstand vom Mittelpunkt sind dann die Wabengassen kürzer. Rechnet man diese als volle Wabengasse?


    Oft sind es ja nur 5 o. 6 Wabengassen, die auf der Windel sichtbar sind. Die äußersten dann nur noch 5 cm lang.


    Kann man die OS ggfs. überdosieren? Wie kann man die Dosierung errechnen?
    Oder nimmt man immer die obligatorischen 50 ml für ein Volk?


    Bitte um Eure Erfahrungswerte. Danke.


    Gruss, Christian

  • PS: Bei Zweizargern nur den oberen Raum ankippen, wenn die Wintertraube komplett in der unteren Zarge sitzt. Ansonsten mit Taschenlampe von oben den Sitz der Wintertraube ausleuchten und von oben träufeln ohne die oberste Zarge abzuheben.

  • PS: Bei Zweizargern nur den oberen Raum ankippen, wenn die Wintertraube komplett in der unteren Zarge sitzt. Ansonsten mit Taschenlampe von oben den Sitz der Wintertraube ausleuchten und von oben träufeln ohne die oberste Zarge abzuheben.


    Danke Bernhard,


    der zweite Film ist also so, wie man es nicht macht?


    Könnte mir noch jemand meine Fragen beantworten?


    Die Wintertraube ist rund, sieht man ja unten als Streifen auf der Windel. Je nach Abstand vom Mittelpunkt sind dann die Wabengassen kürzer.
    Rechnet man diese als volle Wabengasse?
     
    Oft sind es ja nur 5 o. 6 Wabengassen, die auf der Windel sichtbar sind. Die äußersten dann nur noch 5 cm lang.
     
    Kann man die OS ggfs. überdosieren? Wie kann man die Dosierung errechnen?
    Oder nimmt man immer die obligatorischen 50 ml für ein Volk?
     
    Gruss, Christian

  • Könnte mir noch jemand meine Fragen beantworten?


    Für jede vollbesetzte Wabengasse 5ml. Für die Randwabengassen jeweils 2,3425978123 ml. (0,0023425978123 Liter) Nicht mehr und nicht weniger!


  • Eventuell hilft Dir dies:


    "Bei der Behandlung wird in eine Spritze 50ml Oxalsäure aufgezogen und das Volk geöffnet. Zur Dosierung muss die Stärke des Volkes erfasst werden. Dazu werden alle !!!! mit Bienen besetzten Wabengassen gezählt (zB. 6) von der Zahl wird zwei abgezogen ( =4) und mal zehn multipliziert (= 40). Damit hat man die Dosis in ml ermittelt. Höher als 50 ml und geringer als 30ml sollte dabei nicht dosiert werden. Die errechnete Menge wird nun mit der Spritze in möglichst feinen Strahl auf die Bienen geträufelt. Je besser die Verteilung umso besser die Wirksamkeit und Verträglichkeit. Danach wird das Volk geschlossen. Der Vorgang ist in wenigen Sekunden erledigt, Rauch zur Beruhigung der Bienen wird nicht eingesetzt, ein Schleier dient der Beruhigung des Imkers.
    Die Behandlung darf nur einmal und nur bis zum 31.12. eines Jahres vorgenommen werden"


    Eine Taschenlampe brauchst Du nicht. Wenn Du von oben nichts siehst, einfach die obere Zarge ankippen.


    Gruß Hubert

  • Ist doch eigendlich ganz einfach:
    Auf jede besetzte Gasse träufeln, egal ob 1/4 der nur 1/2 besetzt.
    Der Rest von fällt dann neben den Bienen runter...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • PS: Bei Zweizargern nur den oberen Raum ankippen, wenn die Wintertraube komplett in der unteren Zarge sitzt. Ansonsten mit Taschenlampe von oben den Sitz der Wintertraube ausleuchten und von oben träufeln ohne die oberste Zarge abzuheben.


    Nö, wenn das Volk in B1 und B2, "zwischen den Zargen" sitzt, den oberen Raum ankippen und in der Wintertraube behandeln - wie im zweiten Video oben. Warum sollte ich das Volk von oben behandeln, wo sicher weniger der OS ankommt und die Behandlung schwieriger ist??

  • Zitat:
    "Bei einer zweiräumigen Beute muss man nicht jeden Raum gesondert behandeln. Nur wenn beispielsweise im frühen Winter keine Bienen von oben sichtbar sind, wird der obere Raum abgenommen."
    aus: Bienen gesund erhalten: Krankheiten vorbeugen, erkennen und behandeln, Wolfgang Ritter, ISBN: 978-3800157297 auf Seite 100.


    1) Die direkt benetzten Bienen leiden schon unter der Beträufelung. ("Mehrmalige Beträufelung vermeiden" - warum wohl?) Warum sollte ich die Bienen des inneren Kreis der Traube gefährden? (Königin)


    2) Wachsbrücken. Wie man auf den Videos und Bildern sieht, gibt es Wachsbrücken zwischen den Zargen. Wenn man die obere Zarge zurücksetzt, werden Bienen zerquetscht. Unter Umständen auch die Königin. Warum sollte ich das riskieren?


    Zur Verteilung im Volk. Zitat: (aus dem gleichen Buch)
    "Grundsätzlich wird die Behandlungslösung von oben nach unten deutlich besser weitergegeben als von einer zur anderen Wabengasse."


    Oben ist die Wintertraube am wärmsten, hier wird auch der Honig gelöst und nach unten gereicht.


    Mit der Taschenlampe ist der Sitz der Wintertraube gut zu erkennen. Die Tropfen der Oxalsäure folgen der Schwerkraft und fallen sicher auf die Wintertraube. Von oben. Nur die Randbienen werden erwischt. Oben ist sowieso Aktivität und Bewegung. Ich kann 5 ml pro Wabengasse gut abmessen und muss nicht umrechnen. (In die Traube 2,5 ml und den Rest von oben?) Die Wintertraube wird nicht auseinander gerissen, die Wärme im Inneren bleibt erhalten und die Königin muß nicht flüchten gehen. Die Bienen werden nicht zwischen den Wachsbrücken gequetscht. Die Aufregung bleibt gering.


    Was für einen signifikanten Vorteil soll das Trennen der Zargen und der Wintertraube denn haben? Um die Aufregung und die genannten Risiken einer Trennung der Zargen begründet in Kauf zu nehmen?


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Meiner Meinung nach ist es überflüssig, Zargen zu trennen.
    Ich entferne die Wachsbrücken oben zwischen den Rähmchen.
    Dann träufel ich mittels eines Kurzschlauches von oben (Taschenlampe).
    Montag oder Dienstag ist es so weit.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.