Zuhängen von Waben

  • Hallo,


    zwei meiner Völker haben in den letzten 1 1/2 Monaten extrem Futter verbraucht (4kg). Sie sind noch viel geflogen und haben reichlich Pollen gesammelt. Also nehme ich an, dass sie noch viel Brut hatten und dementsprechend der Verbrauch groß war.
    In ca. zwei Wochen steht die Oxalsäurebehandlung an. Ich habe noch Futterwaben vom letzten Winter übrig die ich im Frühjahr entnommen hab. Soll ich diese gleich dazu hängen? Hänge ich diese dann links und rechts neben die Traube?
    Meine :Biene: überwintern zweizargig.



    Liebe Grüße

  • Hallo Pfabi,


    extremer Verbrauch ist das noch lange nicht. Liegt völlig im normalen Bereich. Der geht nicht so weiter. So die Bienen aus der Brut sind, wirst du kaum noch Verbrauch feststellen. Im März wirst Du den Anstieg wieder merken, so der Winter halbwegs normal verläuft.


    Früher galt mal der Spruch: Ab Oktober die Hände aus den Völkern! Man sollte sich dran halten, auch wenn das durch die Winterbehandlung verwässert wird.


    Dennoch: Wenn Du weisst, was die Bienen verbraucht haben, musst Du auch wissen, was drin ist. Warum schreibst Du das nicht? Haste geschlampert bei der Einfütterung?

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo,


    danke für deine schnelle Antwort.


    Vier Völker habe ich auf vernünftige Gewichtswerte gebracht. Die zwei Besagten gingen nie über 32kg da sie immer so viel verbrauchten.
    Futterzarge voll gemacht, kurz darauf sind sie wieder bei dem selben Gewicht angelangt... Daraufhin habe ich nochmal am 4.10 gefüttert. Räuberei kann ich ausschließen (die zwei Völker stehen 1m vor meiner Haustür ;) ).


    Momentan wiegen sie nur noch 28kg. Eine Zarge mit ausgebauten ausgeschläuderten Rähmchen wiegt bei mir 6kg. Also habe ich 12kg + Deckel, Boden, Bienen, Pollen. Also wiegen die Beuten ca. 16kg, bleiben nur noch 12kg Futter. Das wird zu wenig sein - ich hätte gleich Ende September die Waben zuhängen sollen - habe an die Option leider überhaupt nicht gedacht. (es ist mein zweiter Bienenwinter)


    Liebe Grüße

  • ......... bleiben nur noch 12kg Futter. Das wird zu wenig sein


    Liebe Grüße


    Hallo Pfabi,


    ist vielleicht nicht übermäßig viel, aber zwingend zuwenig auch nicht. Dez, Jan, werden sie jeweils um 1kg verbrauchen, so lagen meine immer, Febr. vllt. 2kg. Dann kommts auf die Witterung an, nehmen wir an, 5kg im März.


    Könnte bei Dir etwas mehr sein, da vielleicht wärmer. Aber wirklich sehr knapp wird es erst im April werden und dann vor allem, wenns nen warmen März hatte und ein Kälteeinbruch folgt. Ich persönlich würde jetzt den Teufel tun und Waben ziehen/zuhängen. Also im März checken und im April aufpassen wie ein Schießhund.


    Gruß
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • ist vielleicht nicht übermäßig viel, aber zwingend zuwenig auch nicht

    So sehe ich dem auch.


    Schundau:"in den 10 Jahren von 73-82 betrug der durchschnittliche Futterverbrauch von Anfang September bis Anfang April 11kg. ... Bis zum Beginn der Frühtracht wurden dann noch weitere 4kg verbraucht. Bei einzelnen Völkern war der Verbrauch jedoch weitaus höher ..."


    Also mach Dir keinen Kopp. Wenn Dein Volk eventuell nächstes Jahr an die Hungergrenze kommt, dann lacht die Sonne schon wieder und sie werden notfalls auch flüssiges Futter abnehmen. Im März wirst Du ohnehin den Futterstand auswiegen. Da kannst Du noch immer reagieren. Der Futtervorrat war genug, wenn er im Frühjahr alle ist. Hast Du im Frühjahr viel Futter im Brutnest gibt das zuviel Frühtrachthonig. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder


  • Schundau:"in den 10 Jahren von 73-82 betrug der durchschnittliche Futterverbrauch von Anfang September bis Anfang April 11kg. ... Bis zum Beginn der Frühtracht wurden dann noch weitere 4kg verbraucht. Bei einzelnen Völkern war der Verbrauch jedoch weitaus höher ..."


    :


    Das waren andere Zuchten als heute...

  • Das waren andere Zuchten als heute...

    ... und andere Jahre, andere Gegend, andere Strahlenbelastung. Trotzdem gleicht sich alles irgendwie aus und 12 oder 14kg Futter in der Kiste reichen über den Jahreswechsel. Oder willst Du das gerne bestreiten und Angst und Schrecken verbreiten?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Pfabi,
    warum willst Du die Oxalsäurebehandlung schon in 2 Wochen machen und wartest nicht bis Weihnachten? Ob die in 2 Wochen schon Komplett brutfrei sind wenn Sie nach Deinen Angaben noch viel gebrütet haben?
    Bei der Oxalsäuebehandlung siehst Du auch wie stark die Völker sind. Verhungergefahr ist bei den starken Völkern am höchsten. Hast Du eigendlich das Bienenvolk bei Deiner Gewichtsermittlung berücksichtigt?

  • ......Hast Du eigendlich das Bienenvolk bei Deiner Gewichtsermittlung berücksichtigt?


    hat er:


    Zitat

    Momentan wiegen sie nur noch 28kg. Eine Zarge mit ausgebauten ausgeschläuderten Rähmchen wiegt bei mir 6kg. Also habe ich 12kg + Deckel, Boden, Bienen, Pollen. Also wiegen die Beuten ca. 16kg, bleiben nur noch 12kg Futter.


    Und ja, die Verhungergefahr ist bei den Stärksten am größten. Aber dann, wenn sie stark in Brut gehen und Schietwetter kommt. Drum sagt ich ja: Im März checken und im April aufpassen wie Schießhund. Du würdest doch nicht im Ernst jetzt bei 12 kg Futter Waben ziehen und andre zuhängen?


    Darf nat. jeder machen, wie er will...

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Also ich will weder Angst noch Schrecken verbreiten und ich habe ja auch erst einen Winter Erfahrung.
    Ich wundere mich nur etwas, dass bisher noch niemand gefragt hat um welche Bienenrasse es sich handelt.
    Ich habe es so verstanden, dass Buckfast über den Winter bis zu 5 kg mehr Futter benötigen als Carnica. Das ist ja ne ganze Menge.
    Pfabis Profil habe ich nur entnommen, dass er in Segebergern imkert, aber nicht mit welcher Biene. Oder ist die Rasse bei der Einfütterungsmenge doch weniger wichtig wie ich dachte?


    Gruß
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Die Bienen brauchen das Futter wenn sie wieder brüten im neuen Jahr. Nicht jetzt und auch nicht im Januar.


    Eine kalte brutfreie Wintertrauben verheizt kein 2 Kilo pro Monat. Egal ob Buckfast oder Dunkle. Stell Dir doch mal die Menge des Futters als Volumen vor. Das müssen die in ihrer Zahl abnehmenden Bienen erst mal aufnehmen und umsetzen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Welche Rasse...


    klar. Und dann fragen wir nach "Hünglertyp" usw. ?


    ich persönlich sehe es so:
    Von Anfang Okt. bis Ende Nov., ca. 1 1/2 Monate, 4 kg verbraucht. Das liegt völlig im Rahmen und deutet keineswegs auf ein Volk mit extremer Zehrung hin.


    edit: Bei mir übrigens ist es dieses Jahr zu Ende Mai knapp geworden, da saßen zwei starke Völker nahezu trocken durch den langen Winter und das nach kurzer Erholung folgende Scheisswetter.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • :wink:


    Momentan wiegen sie nur noch 28kg. Eine Zarge mit ausgebauten ausgeschläuderten Rähmchen wiegt bei mir 6kg. Also habe ich 12kg + Deckel, Boden, Bienen, Pollen. Also wiegen die Beuten ca. 16kg, bleiben nur noch 12kg Futter.


    Hallo Pfabi,
    Du rechnest für Deckel, Boden, Pollen und Bienen also 4 kg. Deckel und Boden wiegen 3 kg. Also bleiben für Pollen und Bienen 1 kg?
    Wenn nicht mehr Bienen drin sind werden die nicht an Futtermangel in der Beute sterben.:wink: