PRP - Petroleum Remediation Product

  • http://de.wikipedia.org/wiki/Petroleum_Remediation_Product
    Ich hab grad auf ZDF-Info einen Bericht darüber gesehen - das Zeug wird aus mikrofeinen Bienenwachskügelchen hergestellt.
    Der Gag dabei ist, daß sich ne Menge Mikroorganismen als Futter für das Wachs UND das Petrolium interessieren, und beides komplett abbauen - und das sogar schnell.
    Hochinteressant.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ja hab ich auch gesehen, das war mir gar nicht bewusst. Wird u.a. Bei Größeren Ölkatastrophen eingesetzt. Irgendwie reagieren da Kohlenstoffmoleküle und durch das Wachs ist es für Bakterien interessant, die das dann aufnehmen und zersetzen. Was übrigbleibt ist nur Sauerstoff und Wasserstoff wenn Ichs richtig verstanden hab.

  • Moin Maxi,


    das kannst Du nicht richtig verstanden haben oder es kann nicht richtig dargestellt gewesen sein. Erdöl sind im Wesentlichen langkettige Kohlenwasserstoffe. Einige Aromaten auch noch. Bienenwachs ist etwas komplizierter, da sind auch noch veresterte Säuregruppen und höhere Alkohole drin... Hauptbestandteil aber auch die Elemente Wasserstoff und Kohlenstoff, daneben Sauerstoff. Bei einem mikrobiellen Abbau werden die oxidiert, also bleibt da Kohlendioxid und Wasser über.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Guten Morgen Clas,


    Ich kann's dir gar nicht sagen ob die Darstellung im Fernsehen nicht ganz richtig war, oder ich wieder nicht richtig aufgepasst habe. Das Wort Langkettigekohlenwasserstoffe ist auf jedenfall gefallen :)
    Vielen Dank für die Erklärung :daumen: , in Chemie Sachen bin ich einfach nicht so fit.


    Viele Grüße


    Maxikaner

  • Ja Clas,
    und jetzt treten wir mal vor an die Tafel und erläutern der Klasse, was in Wasser alles drin ist, na? Zweimal H und ein mal ?
    Viele Grüße
    Wolfgang, der Chemie nach einem Pflichtjahr abgewählt hat und den Bericht auch sehr interessant fand. Egal, was da falsch gewesen sein soll, ich habe dort gefühlt den Rest eines Kubikmeters Wachs gesehen.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Moin, moin,


    nee, es besteht schon ein hörbarer Unterschied, ob die beiden Wasserstoffe mit dem einen Sauerstoff schon reagiert hatten, als man sie traf, oder ob sie sich, jeweils einzeln, aber schon gemischt, erst noch auf die zündende Idee warten... Hörbar dann, wenn es funkt.


    Wasserstoff und Sauerstoff sind sehr reaktionsfähige Gase, bis bis -252,9 Grad Celsius das eine, das andere bis -183 Grad Celsius, die bei diesem Abbau elementar nicht ersichtlich in Erscheinung treten und auf keinen Fall das Endprodukt sein können. In dem Fall nämlich wäre das keine Lösung, sondern ein Problem. Wasser, also das Reaktionsprodukt verhält sich anders und ist in den anfallenden Mengen harmlos.


    Gruß Clas, der denkt, drei weitere Pflichtjahre könnten Dir gutgetan haben, wenn sie denn als Chance be- und ergriffen worden wären...

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo Miteinander,
    was passiert, wenn diese Bakterien freikommen und sich "unsere" Ölreserven einverleiben?
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Moin Lothar,


    da wo unsere Ölreserven liegen, ist kein verfügbarer Sauerstoff. Dann funktioniert oxidativer Abbau nicht. Das ist der Grund, warum die da liegen und Reserven sind. Zu schlechte Luft im Speisesaal, für die Bakterien.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...