oxalsäurebehandlung milbenzahlen

  • Hallo,
    Als ich meine Völker vor ca. 2 Wochen gegen varroa mit dem Oxalsäurepfannenverdampfer (1g auf je eine Dadantzarge) behandelt habe, fielen ca. 400 varroamilben pro Volk; als ich jetzt zur Kontrolle nochmal genau gleich behandelt habe fielen wieder knapp 200 Milben.


    Meine Frage:
    Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass die Völker nach einer Behandlung schon ziemlich varroafrei sein sind, weil Oxalsäurebehandlungen doch sehr wirkungsvoll sind. Weiß jemand an was das liegen könnte?

  • Hallo,
    Als ich meine Völker vor ca. 2 Wochen gegen varroa mit dem Oxalsäurepfannenverdampfer (1g auf je eine Dadantzarge) behandelt habe, fielen ca. 400 varroamilben pro Volk; als ich jetzt zur Kontrolle nochmal genau gleich behandelt habe fielen wieder knapp 200 Milben.


    Meine Frage:
    Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass die Völker nach einer Behandlung schon ziemlich varroafrei sein sind, weil Oxalsäurebehandlungen doch sehr wirkungsvoll sind. Weiß jemand an was das liegen könnte?


    Hallo grischa. Bedampfung wirkt nicht in verdeckelte Zellen hinein.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Kleiner Hinweis: Mehrfache OS-Behandlung mag ja im Sommer noch funktionieren (wenn man meint, es so machen zu muessen...) aber um diese Zeit waere ich zurueckhaltend damit...das geht sehr auf die Lebensdauer der Bienen und genau die sollte man doch schonen. Einmal genuegt wrklich und man wird nie alle Milben erwischen...


    Melanie

  • Es war eine Verdampfung, Melanie.


    Ich finde das auch recht früh. Waren die sicher brutfrei?


    Womit und wie verdampft? Die untersuchten Wirkungsgrade beziehen sich ja auf die dazu eingesetzten Verdampfermodelle.
    Je nach Einsatz eines wie auch immer abgewandelten oder selbstgebauten Verdampfers und je nach Methode könnte die Effektivität erheblich leiden.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Grischa


    OS Behandlungen, zum Beispiel bei Träufelung sind mindestens 3 Wochen wirksam.


    Wielange die Wirkung bei der Verdampfung anhält, kann ich nicht genau sagen, aber 1 Woche bestimmt. Ich würde aber Verdampfungen maximal nur 2 Mal durchführen, das heißt jede Woche 1 Mal. Ich erinnere mich Studien gelesen zu haben, die keinen viel größeren Erfolg bei 2 maliger Verdampfung erreicht haben.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • wie gesagt, ich habe mit einem Pfannenverdampfer 1 gramm pro Volk verdampft und pro Volk eine dadantzarge. Das Verdampfer ist von "wepaemh", leider kann ich momentan den Modellnamen nicht auftreiben. Behandlungszeit war Ende Oktober.


    Also ihr meint, dass es daran liegt, dass es daran liegt dass die Völker noch nicht brutfrei waren. Und nicht, dass ich eventuell zu wenig Oxalsäure verwendet habe oder so.

  • Hallo!


    Meine Völker waren heute noch nicht aus der Brut.
    Zumindest hat das ne Stichprobe bei einem Volk ergeben.
    OS-Behandlung muss noch warten...

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hallo Grischa


    OS Behandlungen, zum Beispiel bei Träufelung sind mindestens 3 Wochen wirksam.



    Hallo Drobi!


    Das ist ein Irrglaube, die Wirksamkeit dauert nur wenige Stunden oder noch weniger lang. Wenn die Milben in dieser kurzen Zeit nicht die nötige Dosis abbekommen, überleben sie. Dies wurde in Versuchen mit geteilten Völkern festgestellt. Die Völker wurde mit Schied geteilt, die eine Hälfte beträufelt, die andere Hälfte nicht. Nach einer gewissen Zeit wurde das Schied gezogen und beobachtet, ob die Milben der 2. Hälfte auch getötet werden.


    Der Abfall der Milben, sprich das Sterben der Milben kann bis zu 6 Wochen andauern.


    MfG
    Honigmaul

  • Hallo Honigmaul


    das kann nicht stimmen was du schreibst, falls du es ganz genau weist, dann schreibe bitte wo das steht.
    Ich weis das es im Forum einige Beiträge darüber gibt, die es bestätigen, das die Wirkung länger anhält.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ich habe die Gebrauchsinformation für Oxalsäuredihydratlösund vor mir liegen.


    Da steht: Der Milbenfall hält 3 Wochen an.
    Die Behandlung mit Oxalsäuredihydratlösung erfolgt einmalig im Spätherbst. Es darf keine Brut vorhanden sein. Die Außentemperatur beim Träufeln sollte mindestens 3°C betragen.
    Wenn man Verdampft, dann ist der OS-Staub der sich bildet, auch nicht in wenigen Stunden verschwunden.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Drobi,


    Der Abfall der Milben, sprich das Sterben der Milben kann bis zu 6 Wochen andauern.


    Das da nun steht, der Milbenfall halte 3 Wochen an, steht der obigen Aussage also gar nicht entgegen.
    Sie fallen, das muß ja nicht heißen, es wirkt noch was in der Beute.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Zitat

    Da steht: Der Milbenfall hält 3 Wochen an.


    Hallo Drobi!


    Das ist überhaupt kein Widerspruch. Laut meinen Erkenntnissen hält der erhöhte Milbenabfall sogar bis zu 6 Wochen an. Unterlagen habe ich zu diesem Thema leider keine, aber vor ein paar Jahren hatte ich eine Projektwoche beim Rottaler-Bienenhof besucht. Der Vortragende Dr. Liebig erzählte über seine durchgeführten Versuche. Dabei sei festgestellt worden, dass die OS nur ganz kurze Zeit wirkt. Die Wirkungsweise ist gar nicht ganz genau ergründet. Es konnte lediglich ausgeschlossen werden, dass es sich um ein Fraßgift handelt. Bei einem durch ein Gitter geteiltes Volk wurde die eine Hälfte mit OS-Zuckerlösung beträufelt, sprich gefüttert und die andere Hälfte nicht. Es fand bei der nicht behandelten/gefütterten Hälfte, obwohl sich die Bienen durch das Gitter hindurch gegenseitig fütterten, keine Wirkung festgestellt werden.


    Vermutlich wirkt die OS ähnlich wie ein Kontaktgift. Ganz so einfach ist auch das wieder nicht, denn wenn das so wäre, dann könnte man die Bienen über einen OS-Teppich (Versuche mit OS-Knabberstreifen wurden auch schon durchgeführt) oder durch ein OS-Bad laufen lassen und die Milben wären beseitigt. Offensichtlich muss die OS mit nötiger Konzentration direkt auf die Stelle wo die Biene mit der Milbe in Verbindung steht, einwirken.


    Wenn die Wirkung wirklich 3 Wochen anhalten würde, dann wäre das eine feine Sache und die OS könnte auch im Sommer verwendet werden. Der Imker bedampft/beträufelt das Volk und spätestens nach 14 Tagen, nach dem Schlüpfen der Brut wären alle Milben beseitigt. Leider ist das nicht so.


    MfG
    Honigmaul

  • Hallo Drobi!
    Es konnte lediglich ausgeschlossen werden, dass es sich um ein Fraßgift handelt. Bei einem durch ein Gitter geteiltes Volk wurde die eine Hälfte mit OS-Zuckerlösung beträufelt, sprich gefüttert und die andere Hälfte nicht. Es fand bei der nicht behandelten/gefütterten Hälfte, obwohl sich die Bienen durch das Gitter hindurch gegenseitig fütterten, keine Wirkung festgestellt werden.


    MfG
    Honigmaul


    Hallo Honigmaul,


    gibt es zu dieser Aussage von Liebig was schriftliches?
    Ich kann da irgendwie nicht folgen. Man mischt doch Oxalsäure mit Zuckerwasser an.
    Warum denn, wenn es die Bienen gar nicht aufnehmen?
    Eventuell haben sich die Bienen zu wenig gegenseitig gefüttert?
    Gruss, Christian

  • Hallo Christian!


    Ich habe da keine schriftlichen Unterlagen.


    Die Hauptwirkung der Oxalsäure beim Träufeln dürfte durch den gegenseitigen Kontakt, bzw. durch das gegenseitige Putzen, Bespeichel und Belecken ausgelöst werden. Offensichtlich wird die OS dadurch im Bienenvolk verteilt und die Milben bekommen die notwendige Dosis durch Kontakt mit der OS. Beim Verdampfen der OS wird die Säure von Haus aus fein über die Bienen und über die Varroen verteilt.


    Das ist ja das Interessante an der OS. Man weiß zwar nicht genau wie sie wirkt, aber sie wirkt eben.


    MfG
    Honigmaul