Dunkle Biene: Neues Schutzgebiet in Schottland

  • Hallo an die Freunde von "alten" Bienen.


    Nach neuesten Presseberichten (z. B. auf http://www.scotsman.com/news/e…honeybee-havens-1-3128377 ) werden zwei Schottische Inseln der westlichen Hebriden, Colonsay und Oronsay, demnächst zum Schutzgebiet für die letzten Völker der dort heimischen Dunklen Biene erklärt. Etwa 50 Völker der Apis mellifera mellifera leben demnach noch auf beiden Inseln, die u. a. von Projektleiter Andrew Abrahams betreut, geschützt, gepflegt und verwaltet werden.


    In Zusammenarbeit mit der Schottischen Imkerorganisation soll auf diese Weise die auch in Schottland ursprünglich heimische Biene endgültig vor der Ausrottung bewahrt werden.


    Weitere Einzelheiten zu dieser Biene auf der Seite von Andrew Abrahams "Beekeeping on Colonsay, Scotland:


    http://colonsay.info/text/beecourses.html mit vielen schönen Fotos.


    Eine schöne Entwicklung, wie ich finde, die Dunkle Biene dort zu erhalten, wo sie heute noch in kleinsten Restbeständen auf abgelegenen "Eilanden" vorkommt. Dies ist vorbildliche Erhaltungszucht- und Belegstellenarbeit!


    Gruß
    KME

  • Hallo,


    ganz genau so ist das.


    Haben wir die Ausrottung der Dunklen Biene auch Bruder Adam zu verdanken? Oder zumindest haltlose, nicht erwiesene Theorien zum damaligen WAHREN Zustand der Dunklen Biene?


    Welche Ziele hat Bruder Adam wirklich verfolgt?
    Gruß
    KME

  • Ja das ist eine gute Nachricht!


    Und straft all jene Lügen, dass diese Biene ausstirbt durch die Isle of Whight Krankheit.


    Manchmal straft man sich selber. Schau dir doch die filmischen Dokumente der damaligen Zeit an, als die Imker mit der Schaufel die toten Bienen aus den Stöcken entfernten. Das Institut in Rothhamsted hält sie bis heute vorrätig. HEUTE wirds den Dunklen in UK nimmer viel ausmachen, sie sind ja duch den Flschenhals gegangen der die anfälligen aussortierte. Auserdem wurde viel an Dunklen Bienen importiert.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

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  • Ja nee ist klar, der is an allem Schuld. Sicher nimmt er diese Schuld gelassen auf sich. Welche Zeile verfolgst du denn mit solchen Aussagen!
    Hast du dir mal den "Bienenhimel" dort angesehen, oder warst mal selber dort? Ein Bienenparadies sieht anders aus! Definitiv, ebenso wie die ganzen Highlands jenseit des Tweed. Bevor die Engländer im 16 Jahrhundert die Wälder abholzten um Ihre Flotte zu bauen mag das noch anders gewesen sein. Aber seit dem ist bis auf die im Herbst blühende Heide nichts da. Fahre mal durch die Highlands du wirst viele verwaiste Bienenstände sehen. Von alleine könnten dort keine Bienen überleben. Mit Sicherheit auch nicht auf den Hebriden. In den Lowlands ist es besser.
    Der Vergleich mit Kangaroo Island (Australien) erinnert an nichts Gutes. Dort ist die Population so ingezüchtet, dass massive Brutausfälle durch gleiche Sexallelle auftreten. Bei nur noch 50 Völkern könnte ein ähnlicher Zustand recht bald eintreten.

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space


  • Eine schöne Entwicklung, wie ich finde, die Dunkle Biene dort zu erhalten, wo sie heute noch in kleinsten Restbeständen auf abgelegenen "Eilanden" vorkommt. Dies ist vorbildliche Erhaltungszucht- und Belegstellenarbeit!


    Hallo Kai,


    Stimmt an sich und ist eine lobenswerte Initiative, a b e r


    wie astrein sind diese "kleinsten Restbestände" ?


    Also an Sankt Nikolaus glaube ich schon längere Zeit nicht mehr, noch weniger im Bienensektor.
    Immer wieder wird von interessierten Kreisen die Aufmerksamkeit auf eine(wiederentdeckte) alt-englische oder alt-schottische Biene gelenkt.


    Mich wundert dass ausgerechnet Du als Spezialist von bienenmorphologischen Merkmalen, Bestimmer von Cubitalindex und Diskoidal-Verschiebung,
    Filzbindenbreiten- und Pelzdichten-Messer, solche Artikel auf Webseiten nicht mit mehr Skepsis begegnest.


    Die wirklich schönen Bilder, die Du in der Vergangenheit mal von richtigen, authentischen Schwarzen eingestellt hast, zeigen ein anderes Bienen"modell" als im Link zu sehen.


    Ein weiteres Beispiel der "Wiederauferstehung" der alt-englischen:
     http://www.bees.me.uk/Bees/Welcome.html
    und auf der next Seite

    Schau Dir bitte mal im Bild unten die Verdeckelung des Futterkranzes über der gedeckelten Brut an.


    Stimmt das was da zu sehen ist (ganz von den Bienen abgesehen) mit B.A.'s folgender Feststellung überein ?
    Zitat : << Die alt-englische Biene bot ein Beispiel der vollkommensten und kunstfertigsten Ausführung (der Hochdeckelung), wie sie von keiner anderen Rasse erreicht wird. Ihre Verdeckelung war makellos weiß, hoch und gewölbt, und der Umriss jeder einzelnen Zelle war klar hervorgehoben.>>
    Ende Zitat. (Seite 76, Züchtung der Honigbiene, 2. Auflage)
    Gerne überlasse ich Dir die Beantwortung dieser Frage.


    Gruß, Norbert
    PS. Ach ja, am 6. Dezember kommt der Nikolaus, leider nicht zu mir. :-(
    Bin wohl nicht brav genug gewesen...alles zu schlucken !

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.


  • Für was der arme Bruder Adam alles her halten muss...


    Hast du irgend einen Beleg, dass Bruder Adam irgend eine Bienen Art "auslöschen" wollte oder sogar ausgelöscht hat, oder willst du hier einfach nur wieder Provozieren?
    Freu dich doch einfach über deine Dunkle Biene und hör auf permanent andere Imker anzugreifen.
    Weil entweder hast du keine Ahnung über die Buckfast / Bruder Adam und schreibst trotzdem darüber, oder du willst hier wie oben schon geschrieben nur provozieren....

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  • Aber bitte, fühlt euch doch nicht immer sofort im Arsch gebissen.



    Und straft all jene Lügen, dass diese Biene ausstirbt durch die Isle of Whight Krankheit.


    Diese Lüge würde ich Unwissenheit nennen.

    Haben wir die Ausrottung der Dunklen Biene auch Bruder Adam zu verdanken?


    Kommt drauf an wie man es betrachtet. Der Bruder Adam bot Imkern eine super Alternative für die abflauenden Dunklen, aus dieser Hinsicht hat B.A. bestimmt zur Ausrottung der Dunklen Biene beigetragen.


    Oder zumindest haltlose, nicht erwiesene Theorien zum damaligen WAHREN Zustand der Dunklen Biene?


    Das würde ich wieder Unwissenheit nennen, der wahre Zustand der Dunklen Biene war damals nicht bekannt, man sah nur Kümmernde Dunkle Bienen.

    Welche Ziele hat Bruder Adam wirklich verfolgt?


    Das B.A. die Absicht hatte die Dunkle aus zu rotten glaube ich kaum … eben, Sankt Nikolaus.



    Gruß, Wilfried.

    ...und der Blick auf die Biene wird der Blick auf die Landschaft sein (Bernhard Heuvel, 08.11.2013)

  • Es ist mehr als an den Haaren herbei gezogen zu behaupten ein Bruder Adam ist mit Schuld daran die altenglische Biene ausgerottet zu haben, wo er sie doch über den grünen Klee gelobt hatte.
    Das wäre so ähnlich als würde man die Ausbreitung der Varroa in Europa einem deutschen Institut in die Schuhe schieben wollen.


    Es wird sich aber auch bald heraus stellen in wieweit die Restbestände der A.m.m. im Vereinigtem Königsreich rein sind wie behauptet. Die massenhaften Einfuhren damaliger Zeit aus Holland und auch Norddeutschland sind ja hinreichend bekannt.


    Übrigens, eine Zuordnung nach Bildern halte ich ein gewagt, obwohl mir die Filzbinden (Tergit Tomentierung) auch ein wenig zu deutlich sind.

    - Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis -


  • HAllo Norbert,


    vielen Dank für Deine konstruktiv-kritischen Hinweise, auf die ich gern eingehen will.


    1. Ja, Du hast Recht, erstens scheinen es "kleinste Restbestände" (50 Völker??) zu sein, zweitens stellt sich natürlich die Frage nach der Unvermischtheit. Dennoch: es freut mich insbesondere die Tatsache, dass nun auch in Schottland wieder ein verstärktes Interesse am Artenschutz festzustellen ist, das nun in Ausweisung eines Reinzuchtareals für die Biene mündet. Und um Inzucht bzw. Vermischung auszuschließend, könnte man doch die nahe und nachgewiesen unvermischte Dunkle Biene Irlands zur "Blutauffrischung" nehmen? Ich sehe da kein Problem.


    2. Ja, auch da hast Du Recht, ich durfte bislang tausende Bilder* der reinen Dunklen Bienen machen, aber auch tausende Fotos von Dunklen Hybridbienen. Mit Digitalfotographie ist das auch keine Schwierigkeit. Da kommt man schnell auf 100 Fotos pro Minute, wobei hiervon aber dann nur 1-2 wirklich zu gebrauchen sind. Die Bienenfotos auf den o. g. Webseiten sind schwierig zu beurteilen, aber ich kann auf den ersten Blick die Dunkle Biene schon erkennen.


    3. Ja, die Seite und der Züchter http://bees.me.uk/Bees/Advantages.html sind mir bekannt; hierbei handelt es sich nachgewiesenermaßen um Hybridbienen des englischen Festlandes. Man spricht hier von "Near-Native-Bees", also sinngemäß übersetzt Mellifera-nahe Hybridbienen.


    4. DAs Zitat von Bruder Adam kann ich so nicht nachvollziehen, wie auch viele andere seiner Ansichten zur Dunklen Biene. NAtürlich ist die frische Honigverdeckelung makellos weiß, aber bei welcher Biene ist sie dies nicht??? Also Unterschiede fielen mir da nicht auf; ich habe allerdings auch mit der Carnica kaum Erfahrung.


    * Fotos der unvermischten Dunklen Biene hier: http://www.nordbiene.de/mediat…1-reine-dunkle-biene.html


    Gruß
    KME

  • ....Interesse am Artenschutz...


    Du meinst Ökotypenschutz?


    Man sollte es ruhig Ökotypenschutz nennen, denn dann ist der Gedanke zum Biotop nicht mehr weit, denn nur der Schutz der ökologischen Nische wird auch den Ökotyp erhalten. Wie bereits gesagt, hier aber noch mal betont: der Ökotyp bildete sich in einer und durch eine ökologische Nische. Gene und Umwelt sind in Verbindung.


    Ist die Umwelt eine andere, dann ändern sich auch die Gene und damit der Ökotyp.


    Mit der heutigen Verbauung und Landwirtschaft gibt es keine Nische, wie sie bei der Entstehung der Dunklen gegeben war. Und das bedeutet das unweigerliche Aus. Der Rückkehr zur traditionellen Landwirtschaft oder wenigstens eine biologisch orientierte Landwirtschaft könnte das Aussterben der Dunklen noch verhindern.


    Ein paar von der Umwelt isoliert lebende Gene sind lebende Fossilien.

  • ...


    Mit der heutigen Verbauung und Landwirtschaft gibt es keine Nische, wie sie bei der Entstehung der Dunklen gegeben war. Und das bedeutet das unweigerliche Aus. ....


    Richtig, das betrifft aber alle Honigbienen. Es gibt heute in Deutschland keine Populationen wilder Honigbienen. Das Biotop hierfür gibt es nicht mehr. Weder heimische noch fremde Honigbienen sind hier lebensfähig.


    Dein Argument gegen die Dunkle Biene in einer zerstörten Landschaft greift damit nicht wirklich. :wink:

  • Gegen dunkle Bienen habe ich gar nicht argumentiert - sondern für eine ganzheitliche Erhaltungsarbeit. Wenn schon, dann richtig. :daumen: