Wohin mit den Pflanzen

  • Hallo zusammen!


    Ich habe gestern mal etwas für die Bienen eingekauft. Mit dabei war eine Salweide sowie 150 Krokusse. Die müssen nun noch im Garten verteilt werden. Die Frage ist nun, wohin am besten. Ich habe mal gehört, dass es wenig Sinn macht, direkt um die Beute rum das "Futter" zu verteilen. Die Bienen wollen anscheinend erst ausfliegen um dann das Futter zu finden. Könnt ihr das bestätigen? Wie weit wäre dann der nötige Abstand?


    Kann man irgendwo nachlesen, welchen Effekt 1 Baum oder halt 150 Krokusse so haben? Hab keine Ahnung, ob das nun viel oder doch er wenig ist.


    Gruß
    Frank

  • Hallo Hobbit,


    im zeitigen Frühjahr spielt das keine Rolle, da nehmen sie auch an, was nah der Beute ist. Die einzige Zeit, wo ich viele Bienen im Garten habe, ist, wenn meine Haselnussbüsche pollen. Die Angaben zu bestimmten Trachtpflanzen kenne ich nur hektarweise, aber gerade im frühen Frühjahr zählt jeder Krokus- egal wo er steht!

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Salweide und Krokus ist ja eher etwas für die frühe Pollenversorgung, ansonsten hätte ich noch irgendwo etwas von ausgewachsene Bäume bringen knapp 2kg Honig gefunden...


    Da wir ja leider sowieso fremden Bienen nicht verbieten können, auf die von uns gepflanzten Blumen zu gehen sehe ich es mittlerweile so, dass ich einfach das generelle Angebot der Umgebung erhöhe. Wenn nicht meine sondern fremde Bienen an meine Krokusse gehen, wird an anderen Pflanzen wieder Platz für meine Bienen.
    Daher denke ich ist es egal, wo Du die Zwiebeln einpflanzt (obwohl ich die auch nicht direkt vor die Beuten setzen würde).
    Meine Bienen sind z.B. auch eine Salweide angeflogen, die 15 Meter von den Beuten entfernt stand. (Leider beim Nachbarn, mittlerweile abgesägt)

  • Ich habe die Krokusse in Gruppen gepflanzt und überall verteilt - die Bienen finden sie auch überall. Wenn Du allerdings Krokusse suchst, die sich selber gut vermehren, dann kann ich Dir die Elfenkrokusse empfehlen. Diese grazilen, hellblauen Krokusse blühen noch früher und vermehren sich - sofern man sie läßt und nicht gleich mit dem Rasenmäher drüber geht - über die Jahre von ganz alleine und sind ebenfalls erste Pollenspender. Manchmal drängen sich 5,6 Bienen in die noch halb geschlossene Blüte, ein echtes Schauspiel!


    Melanie

  • Macht es für die Pollenversorgung eigentlich einen Unterschied, ob die Salweide männlich oder weiblich ist?


    Hassu eigentlich beim Thema Bienchen-und-Blume nicht richtig aufgepasst? :lol:


    Männlich = Pollen

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Überleg aber doch ein bißchen mit den Krokussen:


    Ich hatte 800 Stück im Seitenstreifen / Übergang zur Heuwiese vor dem Haus versenkt.


    ALLE wurden im Winter von den Hasen erst verbissen (die kleinen Triebspitzen), dann haben sie die Zwiebeln auch noch genommen und zum Schluß meine Obstbaumhecke im Garten komplett geschält :-(

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • :roll: :oops:


    Dum die dum..... War da wohl krank - oder ist sooooo lange her. Kenne mich nur mit Säugetieren und Insekten aus. Bei den Blumen hat mich das ganze noch nicht interessiert. :wink:


    Aber wenn dem so ist - mal ganz blöde gefragt, warum sind dann z. B. Krokusse nur für Pollen interessant? Zählen dann hier nur die männlichen Blumen und der Nektar der weiblichen ist für die Bienen egal?

  • Beim Krokus ist "all in one", nicht alle Pflanzenarten sind aufgeteilt in männlich oder weiblich.
    Der Krokus liefert beides und bildet dann auch Früchte.
    Guckst Du mal hier


    mit "Hasen" meinte ich Feldhase

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Liebe Beetic!


    Daher ist es immer wieder Empfehlenswert, die Krokuszwiebel in Gruppen zu setzen, und diese gleich in Hasengitter einzuwickeln, bevor man sie wieder mit Erde abdeckt.
    Sowas könnte man auch als Verhütung bezeichnen, damit der Feldhase nicht zum Zug kommt :lol:. Oder falls die Maus von unten ihr Glück versuchen möchte, ganz Jugendlich, weißte? :oops: :wink:

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide

  • :roll: Jo, sehr kostspielige Fütterung, und so arbeitsaufwändig....
    (allerdings hatte ich sehr spät und Großpackungen bestellt, das lohnt sich im Vergleich übrigens),
    wenn man erst die Obstbaumpflanzen noch dazu rechnet.
    Es ist nicht ein einziger Krokus gekommen, nicht einer.:evil:


    Aber unterhalb der Schneedecke gab es noch ein Stück Restobstbaum, das oberhalb der Veredelungsstelle lag: die sind alle wieder ausgeschlagen und jetzt in dieser Höhe rundum geschützt

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper