Untergestell bauen

  • Hallo,
    eine kurze Frage. Ich will die Winterzeit nutzen und ein neues Untergestell für meine Beuten in Freiaufstellung bauen. Es soll nur ein relativ einfaches Holzgestell aus ein paar kräftigen Balken werden. Im Baumarkt bekomme ich für den Aussenbereich die "druckimprägnierten" Hölzer. Sind diese ok om Sinne von nicht-bienengiftig oder soll ich lieber unbehandeltes Holz nehmen und es selbst mit geeigneten Mitteln streichen?
    Es geht nur um das Untergestell auf dem die Beuten stehen - nicht und den Anstrich der Beuten selbst.


    Danke für Hinweise und Grüße
    Kai

  • Sehe ich wie der Bocholter!
    Warum päpstlicher als der Papst?


    Gruß,


    vic

    «Kasseler Stadthonig» – Ertragreiche und sanftmütige Buckfast-Bienen in 10er-Dadant, rund 30 Völker auf verschiedenen Dächern in der Kasseler Innenstadt.

  • Hallo Zusammen!


    Zu euphorisch wäre ich bezüglich kesseldruckimprägniertem Holz nicht.:roll: Druckimprägniert hört sich ja so rein physikalisch, wie "ultrahocherhitzt, gekocht" oder so ähnlich an. Die dabei verwendeten Substanzen werden so gut wie nie erwähnt.


    Die grünliche Färbung rührt z. B. von Chromverbindungen her; weiterhin sind Borverbindungen und andere möglich. Beide sind fungizid und insektizid!


    Diese Substanzen werden auch ausgewaschen und befinden sich in diesem Falle unter und um die Magazine herum. Hierzu habe ich einen Artikel aus "Obst und Garten" als pdf gespeichert, weiß allerdings nicht, wie ich ihn hochladen kann (trotz Durchlesens der "Hilfe").


    Als haltbares Holz - ohne weitere Behandlung - verwende ich z. B. für Zaunpfähle Eßkastanie und Robinie.


    Mit freundlichen Grüßen

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  • Hallo Rugnuza!


    Falls du "Karbolineum", ein hauptsächlich aus Phenolverbindungen bestehendes Gemisch meinst, wurde auch gerne zur Pfahlimprägnierung verwendet, ist aber glücklicherweise seit über 10 Jahren verboten.
    Mit dem zähen Bitumen wirst du es schwer haben, Holz zu imprägnieren.


    Für die "Vorschreiber":
    Kesseldruckimprägniertes Holz darf nicht verbrannt werden, sondern muß als Sondermüll entsorgt werden! Soviel zur "totalen Unbedenklichkeit".


    Mit freundlichen Grüßen

  • Diese Phenolverbindungen sind aber nicht wegen ihrer insektiziden Wirkung verboten worden. Vielmehr sind sie halt "allgemein" giftig. Denaturierend, Leberschädigend, Carcinogen. Für Bienen daher sicher deutlich weniger schädigend als die spezifisch gegen Pilz- und Insektenbefall schützenden Kesseldruckgiftpanschen.

    "Er (der Mensch) nennts Vernunft und brauchts allein, um tierischer als jedes Tier zu sein"
    J.W. Goethe

  • Hallo Formica!


    "Karbolineum" ist vor allem wegen seiner Grundwassergefährdung verboten worden (vom hauptsächlichen Verwendungszweck her bedingt). Dass es wegen seiner insektiziden Wirkung verboten worden wäre, hat hier niemand behauptet.
    Rugnuza hat nur nach "Teeren" gefragt. Allerdings dürfte "denaturierend, leberschädigend, karzinogen" mit hoher Wahrscheinlichkeit auch "insektizid" bedeuten.


    Mit freundlichem Gruß

  • Grad nochmal geschaut zwecks Teeren. Damit war das tränken des Pfahles in Bitumen gemeint, nur das Stück was in die Erde kommt. Soll aber wie erwartet auch ökologisch bedenklich sein.
    Die Königslösung ist dann wohl doch ein dauerhaftes Hartholz. Sowas ist halt oftmals gar nicht so leicht zu finden, im Baumarkt (bei mir) auf jeden Fall nicht.

  • Hallo Silver!
    Entschuldige, mein Kommentar war keine Kritik an deinem kompetenten und richtigen Beitrag!
    Er sollte nur darauf hinweisen, dass das Verbotene nicht zwingend schlimmer ist, als das Erlaubte. Aus Bienensicht zumindest sicher, aus jeder anderen Sicht zumindest manches Mal.
    Viele Grüße,
    Jogi

    "Er (der Mensch) nennts Vernunft und brauchts allein, um tierischer als jedes Tier zu sein"
    J.W. Goethe

  • ...
    Die Königslösung ist dann wohl doch ein dauerhaftes Hartholz. Sowas ist halt oftmals gar nicht so leicht zu finden, im Baumarkt (bei mir) auf jeden Fall nicht.


    Versuchs mal mit nem Anruf bei deinem örtlichen Förster (oder nen paar GaLa-Baufirmen), vielleicht hat der irgendwo nen Robinienbestand, bei dem mal nen Bäumchen in Pfahlstärke rausmuss oder letztens umgekippt ist. 10-15cm Stärke reichen ja. Oder vielleicht hat er von irgendeiner Wildzaunbau oder -abbauaktion irgendwo noch 1-2 Pfähle rumliegen, die du nutzen kannst. Wir geben auch immer welche ab, aber bis zu dir lohnt der Transport nicht.
    Der Imker, der in unserem (Robinien-)Wald seine Bienen aufgestellt hat, hat übrigens verzinkte Einschlaghülsen für sein Untergestell genommen.
    Die von dir schon erwähnte Eiche (keine Roteiche) hält auch ihre ca. 10 Jahre im Erdkontakt, bekommst du auch eher im Wald als im Baumarkt.


    Grüße, Robert