Vortrag zu Bienen und dem Einfluss der Neonics

  • Hallo,


    am 22. November 2013 gibt´s in Rheinberg einen Vortrag zum Thema:


    "Die Biene - Der Einfluss der Neonicotinoide"


    Näheres dazu findet ihr im Kalender.


    Gruß, Heike


    P.S. Referentin ist Dr. Sabine Adamczyk de Santa Cruz, hat schonmal jemand was von ihr gehört? Wer ist das?

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

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  • Ich habe letztens zu dem Thema einen Vortrag mit Dr. Liebig gehört. Schon interessant, was der gute Herr alles zu berichten hat. Laut seinen Aussagen gibt es kein Biensterben. Alle Zeitungen greifen das immer nur auf ohne das es richtig belegt ist. Er habe damals diesen Fall im Süden untersucht, bei dem zu stark gebeiztes Saatgut eingesetzt wurde. Hier stand in den Medien, dass zentausende Völker eingegangen sind. Kein einziges der Bienenvölker sei daran gestorben. Es waren zwar teilweise starke Schäden vorhanden, aber alle Völker hätten sich bis zum Winter wieder erholt.

  • Hallo Luxnigra,


    gibt es das auch in Deutsch? Spreche kein Französisch. In Luxemburg wird doch das meiste auch in Deutsch veröffentlicht (hab mich mit dem Steuergesetz schon mehrfach rum ärgern müssen...)

  • Moin,


    ich versuche mal eine kurze Zusammenfassung:


    Da sich dieser Vortrag nicht speziell an Imker richtete, sondern an die interessierte Allgemeinheit, wurde zunächst einiges über "die Biene an sich" erklärt. Für Imker also nichts Neues.


    Der Teil, in dem über die Neonicotinoide und deren Auswirkungen berichtet wurde, war (leider) der kürzeste Teil des Vortrages.


    Auch hier für Imker nicht wirklich was Neues.


    Berichtet wurde über Auswirkungen auf Bienen, Halbwertzeit im Boden und verschiedene Studien zu dem Thema.


    Fazit der Referentin: Neonics sind brandgefährlich, das 2-jährige Verbot von drei Neonics ist lediglich eine Auszeit und das Thema keinesfalls vom Tisch.


    Wie gesagt, für interessierte Imker nix Neues, für Verbraucher dagegen wohl eher.


    Bernhard möge ergänzen, wenn ich mich hier zu kurz gefaßt habe.





    *Mein* Fazit nach dem Vortrag: Wir müssen die Verbraucher mit ins Boot holen, ohne sie werden wir nicht viel ausrichten, dafür sind wir zu wenige.


    Das erfordert vor allem eins: Ehrlichkeit!


    Solange wir dem Verbraucher erzählen, Neonics hätten nie und nirgendwo Auswirkungen auf unseren Honig, wird das nix. Natürlich kann es sich kaum ein Hobbyimker leisten, jeden Eimer Honig auf sämtliche evtl. möglichen Rückstände untersuchen zu lassen. Da muß angesetzt werden, diese Untersuchungen müssen bezahlbar sein.


    Solange alles weiter läuft wie bisher, spielen wir Bayer, Monsanto und Co. doch nur in die Hände. Und die wissen das und lachen sich ins Fäustchen.



    Vorerst,
    Gruß,
    Heike

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    (Ambrose Redmoon)


  • ...Da muß angesetzt werden, diese Untersuchungen müssen bezahlbar sein.


    Hallo Heike,


    sehe ich genauso. Warum aber das Interesse das anzuschieben so gering ist, verstehe ich nicht. Wo ist der DIB? Es ist wie immer, jeder kocht sein eigenes Süppchen :evil:...
    Vielen Dank für Deinen kurzen Bericht!

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Wo ist der DIB?


    (Achtung, Ironie an)
    Auf der Insel der Glückseligen? Auf Wolke sieben?


    Der DIB ist so sehr bemüht, das Image des Honigs aufrechtzuerhalten. Wenn da rauskäme, daß es da Probleme geben könnte, nicht auszudenken! (Ironie aus)

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Der DIB war ja vertreten und hat das Image des Honigs "gepflegt". Sprich: die Flugbienen bleiben mit dem Gift im Feld, die Honigblase filtert die Gifte raus, etc. Es würden Laboruntersuchungen im Rahmen der Honigprämierungen und im Rahmen des Debimo gemacht. Resultat ist, es wurde nichts gefunden. Also: der Honig ist sauber. (In der Art wurde argumentiert.)


    Ich bin daraufhin aufgestanden und habe berichtet, daß ich meinen Honig in einem unabhängigen Labor und auf mein eigenes Betreiben hin habe untersuchen lassen und daß Thiacloprid gefunden wurde. Die Reaktion der Anwesenden (Verbraucher) war nach dem Motto: wir haben es gewußt. Und Ehrlichkeit wird belohnt. Ich habe neue Standplätze für Bienen angeboten bekommen und es wurde nach Honig gefragt.


    Nur wenn sich die Imkerschaft dazu entschließt, mit offenen Karten zu spielen und selbstständig Untersuchungen für ihre Produkte anstellt, und kommunziert!, werden wir das Vertrauen der Verbraucher weiterhin behalten. Wenn sich eines Tages herausstellt, daß die Imker schon lange von den Belastungen wußten und trotzdem weiterhin so getan haben, als wäre alles in Ordnung, dann wird das Vertrauen der Verbraucher gebrochen sein. (Zu Recht). Der Schaden für die deutsche Imkerei wäre immens!