• Hallo


    Mein Neffe (7j.) hilft mir oft bei den Bienen. Nun möchte er nächstes Jahr sein eigens Volk haben. Er hat manchmal alleine an meinen Mini Plus rumhantiert. Die sind klein, handlich und leicht. Er kann die Zargen gut alleine heben. Ich imkere mit Dadant, da kriegt er den leeren Honigraum nicht drauf, zu schwer, gross und unhandlich.


    Habe mir überlegt, dass ich ihm ein Mini Plus kaufe und er darin sein Volk halten kann. Ein Bisschen Honig wird sicher drin sein. Denke, wenn wir das regelmässig schröpfen und etwa 6 Zargen türmen, klappt das.


    Habt ihr einen anderen Vorschlag? Dadant ist noch nichts für ihn. Und er sollte auch alleine an den Bienen arbeiten können. Und ich möchte kein zusätzliches Rähmchenmass zu Dadant und Mini Plus, wenns nicht unbedingt sein muss.


    Habe mich mal umgeschaut, da gibt es ja eine Juniorbeute, aber da kann ich gleich Mini Plus nehmen. Was ich noch gesehen habe ist die english garden hive. Die Lösung wäre sicher besser, was die Turmhöhe angeht, aber dann habe ich wieder ein neues Rähmchenmass... Oder ein Mini Plus Wintermagazin für 12 Rähmchen pro Zarge?


    Gruss
    David

    "There must be some kind of way out of here," said the joker to the thief. "There's too much confusion, I can't get no relief. Businessmen they drink my wine, plowmen dig my earth. None of them along the line know what any of it is worth." Bob Dylan

  • Ich würd ja sagen Dadant.
    Aber ok er ist 7 Jahre
    Schau dir mal bei Wagner die miniplus zwei in einem an.
    Glücklich wird das Volk aber dort auch nicht und im Sommer wohl schwärmen wenns eng wird.
    Aber zum Ableger oder Schwächlinge aufziehen und um einen Jungimker das Imkern zu lehren, klasse ! sowas :daumen: gefällt mir
    Robert

  • Hallo Robert


    Das Mini Plus zwei in einem ist vom Mass her das gleiche, wie die Mini Plus Winterzarge. Nur dass dort immer nur 1 Volk drin ist, nicht zwei, wie im link von dir. Oder sehe ich das falsch? Dachte mir auch das Mini Plus Wintermagazin ist die beste Lösung. Haben 12 Waben Platz und wenn man 5 Zargen türmt, kann man dem Volk Platz geben und etwas Honig liegt auch drin. Kommt ja dann aufs Gleiche raus wie 10 Zargen Mini Plus.


    Ich möchte meinem Neffen nicht immer über die Schulter schauen und helfen müssen. Er hat bei meinen Minis alleine nach Schwarmzellen und der Königin gesucht, geschaut, ob Brut vorhanden ist usw. Dann hat er das immer ganz stolz erzählt und er hat das sehr gut gemacht. Ich möchte ihm soweit wie möglich selbstständiges Arbeiten ermöglichen. Es geht nicht darum, dass ich keine Lust habe, aber was er alleine kann, das soll er auch alleine machen dürfen ohne immer jemanden um Hilfe zu bitten. Macht ihm so sicher noch viel mehr Spass.


    Gruss
    David

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  • Warré mit Fenstern. Die Fenster sind ungemein spannend zum Beobachten und Lernen. Gerade für Kinder, ich habe da schon viele positive Rückmeldungen dazu. In der Warré gibt es mehr Platz als in der Miniplus. Gibt es auch mit Rähmchen, falls gewünscht.



  • Warree wäre natürlich auch noch eineine Möglichkeit.
    Ich hab die doppelte Miniplus empfohlen damit kein weiteres Rähmchenmass dazu kommt.
    Und falls mit einem Miniplus Volk passiert ist (Kö tot etc.), dann Schied raus und weiter gehts.
    Oder direkt zweifach Miniplus machen.
    ASG gibt's dafür natürlich auch wenns dann ins Frühjahr geht und Honig geernret werden darf.
    Robert

  • Oder David,
    Du lässt die Zeit für dich arbeiten und guckst dir was von den alten Imkern ab.
    Nächstes Jahr ist dein Neffe schon 8 Jahre und macht einen gewaltigen Sprung in der Entwicklung. Und von den Alten lernen heißt siegen lernen, dann kommt er mit einer leeren Halbzarge gut hin und die Rähmchen gibt er danach rein oder holt sie einzel davor raus, bevor oder eben nachdem er die dann wieder leere Zarge draufhebt oder abnimmt.
    Nach diesem ersten Jahr ist er dann 9, was bedeutet, dass er im darauf folgenden Jahr die Halbzargen auch mit Rähmchen bewältigen kann.
    Hat den Vorteil, dass Du kein neues System, kein neues Maß anfangen musst und alles austauschbar bleibt.
    Viele Grüße
    Wolfgang, dessen Sohn ab und zu bei den Bienen mithilft und jetzt 1o Jahre alt ist

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Ich möchte meinem Neffen nicht immer über die Schulter schauen und helfen müssen. Er hat bei meinen Minis alleine nach Schwarmzellen und der Königin gesucht, geschaut, ob Brut vorhanden ist usw. Dann hat er das immer ganz stolz erzählt und er hat das sehr gut gemacht. Ich möchte ihm soweit wie möglich selbstständiges Arbeiten ermöglichen. Es geht nicht darum, dass ich keine Lust habe, aber was er alleine kann, das soll er auch alleine machen dürfen ohne immer jemanden um Hilfe zu bitten. Macht ihm so sicher noch viel mehr Spass.


    Gruss
    David


    Hallo David,


    ich möchte Dir nicht davon abraten, Deinem Neffen eine eigene Beute zu besorgen. Bei so jungen Menschen besteht aber immer die Gefahr, dass sie das Interesse verlieren, wenn Sie dann plötzlich alles allein machen müssen und es zur Pflicht wird, Arbeiten zu erledigen. Ist nicht böse gemeint, es spricht auch nichts dagegen, Deinen Neffen selbständig Arbeiten an der eigenen Beute durchführen zu lassen, aber ohne durchgängige Unterstützung kann der Schuß auch nach hinten losgehen. Das ist so das Alter, in dem sich die Kids im Wettbewerb zu den Erwachsenen sehen und alles Mögliche genauso gut erledigen wollen, wie die "Großen". Das macht aber nur Sinn, wenn diese auch dabei sind.


    Gruß Sven

  • Hallo Sven


    Er muss nichts alleine machen, er darf. Kleiner, aber wichtiger Unterschied. Habe nie gesagt, dass ich ihn nicht unterstützte. Stelle ihm sicher keine Beute hin mit Bienen und das wars dann von meiner Seite. Dass er vielleicht das Interesse daran verliert, ist ja kein Problem. Mein Interesse ist und bleibt so gross, dass ich mich auch gerne um ein weiteres Volk kümmern kann. Er soll das alleine machen können, was er alleine machen will und kann. Mehr nicht.


    Gruss
    David

    "There must be some kind of way out of here," said the joker to the thief. "There's too much confusion, I can't get no relief. Businessmen they drink my wine, plowmen dig my earth. None of them along the line know what any of it is worth." Bob Dylan

  • Hallo David


    ich würde vorschlagen deinem Neffen eine HBB zu besorgen, da kann er auch sehr gut beobachten wie sich das Volk entwickelt. Auch der Volschlag von Bernhard würd ich in Betracht ziehen, Kenne ich leider nicht, es ist sehr wichtig das die Kinder auch was von den Bienen sehen, ohne immer die Beute öffnen zu müssen. Ein Schaukasten wäre vielleicht auch eine Möglichkeit.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo David,
    nimm eine Golzbeute.
    Die "Wächst mit", wenn Du die Höhe des Bockes verändert.
    Zudem entfällt das schwere Heben, weil nur einzelne Waben bewegt werden.
    Das als Alternative.
    Sonst ist es kein Problem, in der Beute mit Standmaß jemanden mitimkern zu lassen.
    Bei Nachlassen des Interesses entsteht so kein Schaden.
    Auch wenn DEin Neffe noch nicht so schwer heben kann:
    Das Einrichten und Vorbereiten der Honigräume kann er doch schon lernen.
    Beim dritten Honigraum hat er das schon raus.
    Dann macht er Deine Honigräume gleich mit.
    Und vor der Honigernte reicht es doch erstmal, wenn er nach Abheben der Honigräume die Bienenfluchten einlegt.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo David!


    Ich finde die Idee mit der Miniplusbeute ausgesprochen gut!
    Ist nach meiner Meinung de beste Lösung, wenn Du sowieso diese Begattungskästen in der optimalsten aller Maße (außer Standmaß) nutzt oder nutzen möchtest.
    Meine beiden Jungs haben in der Vergangenheit immer sehr sehr gerne damit geimkert.
    "Das ist mein Volk!" haben die immer gerne gesagt.
    Und etwas Mithilfe trotz weitestgehender Selbständigkeit wird sicher nicht fehlen.
    Prima!

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hallo,


    in die Überwinterungsminiplus (2-zargig) kannst du unten auch 6 Dadant geben, dann ASG und mit 12 Miniplus quer oder 6 Stück 159er den HR machen. So finde ich das praktisch.


    Viele Grüße aus Oberbayern
    Philipp

  • Hallo David,


    ich kenne das mit interessierten Kindern.
    Vielleicht solltest Du statt MiniPlus "echte" Beuten anbieten. (Bitte keine Nebendiskussion anfangen :lol:)
    Je nach Maß können die Kleinen mit 1/2 - Honigräumen schon sehr gut selbst umgehen und wenn dann noch wie von Lothar beschrieben der Brutraum wabenweise bearbeitet wird, ist das eine tolle Motivation. Wir haben für die Kinder Trogbeuten mit halben Honigräumen gefunden und sind begeistert. Problem bleibt das weitere Wabenmaß.
    GL
    Kai

    "Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche." (Dr. Ernesto Guevara de la Serna)

  • Hallo David,
    das ist knifflig. Ich stehe vor einer ähnlichen Entscheidung, meine Tochter (fast 7) will auch gerne mitimkern, wenn auch noch nicht so beeindruckend selbstständig wie Dein Neffe, aber die schweren Zargen gehen jetzt noch gar nicht.


    Ich sehe folgende Möglichkeiten:


    1) Nimm einfach Miniplus, mit einem kleinen Ableger im Frühjahr sollte das Schwärmen kein so großes Problem werden. Vor der Einwinterung müsst ihr sie zusammen umlogieren, und nach spätestens zwei Jahren wird er kräftig genug für größere Beuten sein. Ist nicht schön, aber selten, und dank Deiner Betreuung übergangsweise wohl zu vertreten.


    2) Eine Einraumbeute/Trogbeute im Dadant-Format erlaubt Dir, Dein Standmaß beizubehalten. Wenn Dein Neffe mit den großen Rähmchen klarkommt, kann er weitgehend alleine imkern. Du müsstest nur je einmal helfen den Deckel abzunehmen und ihn dann wieder aufzusetzen. Nachteil: Die muss man selber bauen.


    3) Die Golzbeute wäre auch noch eine Option, aber ich finde die ehrlich gesagt nicht optimal für Kinder. Man muss sich recht weit darüber beugen, um an alle Rähmchen dranzukommen. Wahrscheinlich ist die Bremer Variante besser geeignet. Aber in beiden Fällen musst Du auch hier beim Deckel ab- und aufsetzen dabei sein. Vorteil: Gibt es zu kaufen. Nachteil: Mit Kuntzsch hoch ein neues Rähmchenmaß.


    Jetzt wo ich darüber nachdenke fällt mir noch eine vierte Option ein:


    4) Ebenfalls im Selbstbau könntest Du halbe Dadant-Beuten bzw. Ablegerkästen mit Honigräumen basteln. Mit jeweils 5-6 Rähmchen Fassungsvermögen sind die Zargen leichter, nur haben die Bienen eben weniger Raum. Wenn Du die Bastelei nicht scheust, scheint mir das ein guter Kompromiss zwischen Miniplus und normaler Dadant-Beute zu sein.


    Gruß,
    Nils