Mindestgewicht Seegeberger Beuten

  • LiebeImkerinnen und Imker!
    Wir haben vier Völker auf dem Dach, (City-Lage Berlin), 2 davon sind Wirtschaftvölker und zwei eigene Ableger. Alle vier Völker sind zweizargig. Alle 4 Völker haben ca. 14 KG Apifonda Sirup im August bekommen.
    Die Wirtschaftsvölker wiegen jetzt 36 und 39 kg, die Ableger 34 und 42 kg. Der leichte Ableger hat, als es jetzt wärmer war, noch mal 3 KG Futterteig bekommen, der auch abgenommen wurde. Hinweise für Räuberei hatte ich keine. Allerdings hatte der leichtgewichtige Ableger noch lange Brutaktivität.
    Soll ich dem untergewichtigen Ableger noch versuchen, Futter zukommen zu lassen? Wie groß ist die Gefahr des Verhungerns? Was meinen die Erfahrenen?


    Gruß, Dominik

  • Das sieht alles gut aus.


    Du kennst das leichteste und das schwerste Volk und wirst sie im Frühjahr im Auge behalten. Dann - im Frühjahr - kannst Du ausgleichen oder auch nachfüttern. 34kg ist auch kein krasses Untergewicht. Gerade in der Stadt nicht. Warte mal den Winter ab und bleib halt wachsam. Völker verhungern nicht im Januar. Sie verhungern, wenn nach massiven Brutbeginn das Futter alle wird und sie kein frisches reinholen können. Das ist selten vor der Weidenblüte.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hi, Dominik,
    bin ja auch Berliner, wenn auch auf DN 1,5.
    Ich halte die Gewichte fuer ganz ordentlich - und es wird meines Erachtens jetzt einfach zu kalt um noch nennenswert etwas in die Voelker zu bekommen. Ich habe die eine warme Woche noch genutzt und grad so 7 kg pro Volk noch unterbekommen - trotz des milden Wetters war die Abnahme gering. Habe das Gefuehl, dass die Winterbienen wirklich anders drauf sind - sie klucken zusammen und sind einfach traeger...das Umtragen aus der Futterzarge erfolgte eher mit einer "Ne-wenn's denn-sein-muss"-Stimmung.


    Die Futterzehrung im Winter selbst wird auch gering sein - behalte die Voelker einfach im zeitigen Fruehjahr im Auge, d.h. regelmaessiges Wiegen. Und wenn es denn sein muss, wird dann noch gefuettert...aber ich glaube eigentlich nicht, dass Du brauchen wirst.
    In Berlin ist es milder aber dafuer gehen sie auch frueher in Brut - daher eben frueh monitoren....


    Herzliche Gruesse aussm Norden


    Melanie


    P.S. Sorry, da war der Henry doch schneller...aber gleiche Meinung offenbar...

  • Hallo Dominik,


    imkerst Du mit Segeberger Kunstoff, oder Holzbeuten? Da ist ein gewichtiger Unterschied schon relevant.
    Ich habe mal vor 2 Jahren jedes einzelne Teil der Segeberger Beuten gewogen und notiert und mir somit ein Gesammtgewicht errechnet.
    Leider habe ich die Tabelle nicht griffbereit.
    Anhand dieser Daten kann ich eignentlich immer recht gut abschätzen, ob alles richtig läuft.
    Dieses Jahr stelle ich fest, dass der Futterverbrauch gegen Ende September, Mitte Oktober noch mal ganz schön angestiegen war.
    Bei Dir wiegt ja ein Ableger sogar mehr , als ein Wirtschaftsvolk, da würde ich mir bei den Ablegern weniger Gedanken um den Vorrat machen, als bei dem leichteren Wirtschaftsvolk ;-)
    Mit der von Dir eingefütterten Menge dürfte vorerst nichts verhungern, wichtig ist trotzdem das Beobachten der Völker, aber zunehmend im Frühjahr!
    Ich habe pro Volk übrigens 18 kg eingefüttert, allerdings pflege ich auch Buckfastvölker.


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Domenik


    Schundau spricht von einem Gesamtgewicht von 2 Zargigen Segebergern von 38 kg, ich denke da liegst du gut mit deinen Völkern, zuviel kann auch schaden.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Domink,


    ich füttere die Seegeberger Plaste zeizagig seit Jahren Ende juli auf 30 kg und Anfang September nochmal die bis dahin verbrauchte Futtermenge auf wieder 30 kg. Es blieb immer Futter übrig.


    Gruß


    Karli

  • Und: wir haben schließlich auch schon November. Im Frühjahr die Entwicklungen nicht aus den Augen verlieren und alles wird gut. Hab die letzten Wochen auch mehrmals gut nachgefüttert, weil vor allem die ehem. Ableger, die noch bis eben Pollen sammelten, entsprechend gebrütet haben. Die Völker sind seit September noch mal gewachsen..

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Ich versuche meine immer auf 35 kg (Zweizargig Segeberger Hartschaum) zu füttern.
    Selbst jetzt liegen die Völker zwischen 34 bis 36 kg.
    Nur ein Volk hat etwas Probleme, die sind nur 32 kg schwer. War eigentlich ein Wirtschaftsvolk von diesem Jahr mit einer jungen Königin von 2012.
    Der erste Honigertrag war Klasse und der 2 und 3 war geringer wie bei den anderen Völkern.
    Außerdem war es auch das Volk was zu letzt noch Drohnen hatte.
    Die Bienenstärke war im Hochsommer dann auch nicht so dolle, ich vermute ganz stark dass die heimlich umgeweiselt haben.


    Wenn Sie mir im Frühjahr unter 18 kg gehen, dann werde ich noch warmen Honig aufs Fettpapier auf den Rähmechen legen.