Anbringen von Abstandshaltern

  • Hallo zusammen!


    Ich habe meine ersten Dadantrahmen erhalten und wollte bei diesen nun die Abstandshalter (Polsternägel) anbringen. Nun stolpere ich über ein kleines Detail. Bei Weber habe ich folgendes Dokument gefunden


    http://www.bienenweber.de/Abstandhalter1.html


    Hier wird erklärt, wie man die Abstandshalter anbringen sollte / könnte. Wenn ich dies so mache, müsste ich ja in der Beute auch Nägel setzen. Ich habe bisher alle vier Nägel auf eine Seite gesetzt. Vorteil hier ist, dass ich keine Nägel in die Beute setzen muss. Weiterer Nachteil / oder Vorteil: Ich kann die Rähmchen später nicht wenden und so bewusst oder unbewusst verdrehen.


    Ist das nun ein Nachteil oder Vorteil? Wie würdet ihr vorgehen bzw. geht ihr vor?


    Gruß
    Frank

  • Hallo zusammen!
    Hier wird erklärt, wie man die Abstandshalter anbringen sollte / könnte. Wenn ich dies so mache, müsste ich ja in der Beute auch Nägel setzen. Ich habe bisher alle vier Nägel auf eine Seite gesetzt. Vorteil hier ist, dass ich keine Nägel in die Beute setzen muss. Weiterer Nachteil / oder Vorteil: Ich kann die Rähmchen später nicht wenden und so bewusst oder unbewusst verdrehen.


    Ist das nun ein Nachteil oder Vorteil? Wie würdet ihr vorgehen bzw. geht ihr vor?


    Gruß
    Frank


    Hallo Frank. Ich setze meine Polsternägel genau so wie beschrieben, nur den oberen Nagel setze ich noch etwas tiefer ca. 2,5 cm unterhalb des Oberträgers.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.


  • Hier wird erklärt, wie man die Abstandshalter anbringen sollte / könnte. Wenn ich dies so mache, müsste ich ja in der Beute auch Nägel setzen. Ich habe bisher alle vier Nägel auf eine Seite gesetzt. Vorteil hier ist, dass ich keine Nägel in die Beute setzen muss. Weiterer Nachteil / oder Vorteil: Ich kann die Rähmchen später nicht wenden und so bewusst oder unbewusst verdrehen.


    Ich mache es wie bei Weber beschrieben. In die Beutenwand müssen keine Nägel:
    wenn du die Rähmchen zusammenrutscht, so dass diese aneinanderliegen, dann hast du den parallelen Abstand zur Beutenwand schon optisch im Blick, so dass du das erste Rähmchen auch per Hand ohne Abstandshalter zur Beute ausrichten kannst. Auf +- 1mm kommt es da nicht wirklich an, da die äusserste Wabenfläche eh nur mit Futter gefüllt ist und keine Brut enthält.


    Ob das nun ein Vor- oder Nachteil ist, dass du keine Waben wenden kannst, lasse ich mal aussen vor. Wichtig beim Wechselseitigen Abstandspolsternageln ist nur, dass die Nägel wirklich immer Rechts (oder Links) sind, wenn der Oberträger oben (oder unten) ist.
    Es reicht also nicht aus, immer rechts zu nageln, man muss auch den Oberträger vorher richtig hinlegen (jaja, wie komm ich nur darauf .oO )


    Stefan

  • Hallo Frank


    Ich mache die Polsternägel auch alle 4 auf eine Seite. Klappt so prima. Ob du 4 wie im link anbringst, oder alle auf einer Seite, es sind und bleiben 4. Mir gefällt die Lösung alle auf einer Seite anzubringen besser.


    Gruss
    David

    "There must be some kind of way out of here," said the joker to the thief. "There's too much confusion, I can't get no relief. Businessmen they drink my wine, plowmen dig my earth. None of them along the line know what any of it is worth." Bob Dylan

  • Ich achte drauf, daß die Rähmchen wieder in der Richting reingehängt werden, wie ich sie rausgeholt hatte.
    Ist bei "Krummbau" angenehmer.
    Zum Erkennen mache ich jedes Rähmchen auf einer OT-Seite mit Edding schwarz.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Nee,
    es ist nicht egal, wie rum die liegen.
    Allerdings genügt es bei Dadant vollkommen, wenn du nur 2 Nägel pro Rähmchen benützt.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Allerdings genügt es bei Dadant vollkommen, wenn du nur 2 Nägel pro Rähmchen benützt.


    Wieso gerade bei Dadant?
    Ich dachte bisher immer, je größer das Wabenmaß, desto eher ist ein zweiter Nagel auch weiter unten am Rahmen (also vier pro Rahmen) notwendig?


    Hobbit :


    Ich habe es genau so gemacht wie deine Skizze vom Weber es nahelegt.
    Vorteil: Du kannst die Rähmchen jederzeit reinstecken und sie passen immer.
    Waben, die ich aus einem Volk ziehe, stecke ich zwar normalerweise genau so wieder rein wie sie vorher waren, aber in allen anderen Fällen ist es schon von Vorteil, wenn man sich keine Gedanken darüber machen muss, wie herum ich die Dinger rein stecke.
    Die Nägel an der Beutenwand kann man zwar weglassen, ich habe es trotzdem nicht getan, weil ich keinen Nachteil darin sehe und die Waben so auch nicht schleichend von Anfang an schief stehen. Außerdem kann man dann einen Wabenblock auch mit Kraft (wegen Propolis) mit beiden Händen an die andere Seite schieben ohne aufpassen zu müssen.


    Ich habe sogar noch einen 5. und 6. Nagel drin, nämlich ganz unten an den SEITENteilen. Durch das große Dadant-Brutraum-Maß ist der Weg nach oben lang und man verkantet die Rähmchen beim Herausziehen/reinstecken schnell, so dass die untere Kante an der Beutenwand schleift. Mit Nagel werden Bienen viel seltener zwischen Rähmchenseitenteil und Beutenwand gequetscht als ohne.


    Ob das jetzt überflüssiger Luxus oder tatsächlich eine winzige Verbesserung ist, weiß ich noch nicht, aber so habe ich es gelernt und so wurde es mir erklärt. Solange ich keine Hunderte von Beuten habe sondern nur ein paar zum Hobby, so lange will ich es auch im Detail möglichst gut machen, zumal es ja nicht wirklich aufwändig oder teuer ist. Im Hobby kann man es sich ja schließlich leisten Dinge zu optimieren, was im Profibetrieb vielleicht zu aufwändig/teuer wäre.


    Gruß
    hornet

  • Hallo @all,


    bei mir sieht´s abstandshaltertechnisch so aus:


    Die Unterträger habe ich ca. 4mm je Seite länger gestaltet, was ein Anschleifen der Rähmchenschenkel an der Beutenwand vermeidet.
    Ich halte das für wichtig, weil "Rollbienen" immer so wehrhaft sind...


    In der Beutenfront sind ebenfalls Abstandshalter (hier aber hölzerne) angebracht und ich wüsste auch keinen Grund, warum man die weglassen sollte...


    Das wechselseitige Anbringen der Abstandshalter hat den (bereits von einigen hier beschriebenen) Vorteil, dass man die Rähmchen wenden kann. Im Brutnest vermeidet man dies natürlich. Aber Pollen- und Futterwaben hänge ich gern so, wie ICH es für richtig halte.


    Ach und ein versehentliches Verdrehen der Waben kann man bei halbwegs konzentrierter Arbeit durchaus vermeiden, wenn man nicht (zumindest partiell) hochgradig dement ist.
    Ich fasse die Rähmchen immer mit der rechten Hand am rechten Ohr und mit der linken Hand am linken Ohr. Genau auf dieselbe Weise kommen sie dann wieder in die Beute an ihre angestammte Stelle oder in den Wabenbock, aus dem ich sie ebenfalls nur auf dieselbe Weise entnehme.
    Da dreht sich nix versehentlich !!!


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

  • Zitat

    Ich dachte bisher immer, je größer das Wabenmaß, desto eher ist ein zweiter Nagel auch weiter unten am Rahmen (also vier pro Rahmen) notwendig?


    Ach so. Und warum?
    Bei Dadant ziehst du doch nie eine Wabe au einem geschlossenen Block.
    Du hast doch so viel Platz, die Waben mit dem Stockmeissel ein oder zwei 2cm auseinander zu rücken. Vorher den Schied entfernen, und ich stelle immer zusätzlich die erste Wabe zur Seite.
    Da quetscht man nichts, und teilweise braucht man die Wabe gar nicht erst ziehen, und kann in situ alles begutachten.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo zusammen!


    Bloß gut, dass ich heute noch mal rumgesucht hatte. Dann werde ich die ersten 12 Rähmchen noch mal umbauen und 24 Nägel entsorgen. Naja egal.


    Bzgl. des Platzes kann ich anmerken, dass ich bei der Weberbeute fast 13 Rähmchen rein setzen kann. Also ich hab keine Platzprobleme und kann im nächsten Jahr ohne Probleme das erste Rähmchen wegsetzen. Ist übrigens bei meinem Zanderbeuten auch so. Trotzdem nehme ich hier immer das erste Rähmchen raus.


    Gruß
    Frank

  • Bzgl. des Platzes kann ich anmerken, dass ich bei der Weberbeute fast 13 Rähmchen rein setzen kann. Also ich hab keine Platzprobleme und kann im nächsten Jahr ohne Probleme das erste Rähmchen wegsetzen.


    Brauchst du nicht - im Sommer hast du viel weniger Rähmchen drin - man braucht keine Rähmchen außerhalb der Beute platzieren. Wie Michael schon schrieb, einfach nur die Rähmchen als Block verschieben und so die gewünschte Wabe freilegen, nachher alles zurück. Der (im Sommer) leere Platz hinter dem Schied erlaubt das.
    Einige habe ich gesehen, die schieben bei Durchsichten immer die Waben bis ganz an die andere Seite, so dass der Wabenblock nach jeder Durchsicht die Beutenseite wechselt. Ob das wegen der veränderten Lage zum Flugloch so optimal ist, kann ich nicht sagen. Ich schiebe am Ende einer Durchsicht alles immer wieder zurück, so dass alles bleibt wie es vorher war.


    Gruß
    hornet

  • Guten Morgen,


    ich mach mir mit den Rähmchen sogar noch ein bischen mehr Arbeit und packe noch 2 Polsternägel auf die Außenseite des Rähmchens. Somit hab ich zwischen Beutenrand und Rähmchen angenehme 5mm Platz und kann das Rähmchen in die Beute "reingleiten" lassen ohne dort Bienen zu zerquetschen.


    Anbei zwei Bildchen meiner Abstandshalter:




    Gruß Marvin

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