Seit 3 bis 5 Tagen plötzlich 10-20 Milben pro Tag - was tun?

  • Und nicht die Drohnen vergessen, die bei Jungvölkern zu Besuch kommen.


    Da müssten schon etliche Hundert beladene Drohnentaxis kommen, um den Milbenbestand in einem normal großen Volk signifikant nach oben zu treiben...


    Meine Aussagen beruhen nicht auf Hirngespinsten, sondern auf konkrete Beobachtungen.


    Dann solltest Du um die Tatsache wissen, dass die konkrete Beobachtung der milbenverseuchten Begattungskästchen NACH dem Aufsetzen auf Völker ((und vor dem Schlupf des ersten Brutsatzes in den Kästchen)) gemacht wurde.


    Außerdem würde ich mir bei Deinen konkret eigenen Beobachtungen mal Gedanken darüber machen, welche Auswirkungen Zeitpunkt und Art Deiner Jungvolkbildung auf Wärmehaushalt und Verdeckelungsdauer, Futterversorgung der Larven sowie die Brutnestgröße im Verhältnis zur Bienenmenge haben...

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • .. mal Gedanken darüber machen, welche Auswirkungen Zeitpunkt und Art Deiner Jungvolkbildung auf Wärmehaushalt und Verdeckelungsdauer, Futterversorgung der Larven sowie die Brutnestgröße im Verhältnis zur Bienenmenge haben...


    Was soll das bringen?


    Am schlechtesten stehen Schwarm und Nachschwarm da, 18.-21. Mai jedes Jahr. Und nu?

  • Und woran machst Du das "schlechter" fest?


    Was sagt denn die absolute Zahl von Milben in einem Volk über die tatsächliche Schädigung? Eigentlich nichts!
    Was sagt darüber die Anzahl von freien Milben auf Hundert Bienen? Eigentlich nichts!
    Was sagt der undifferenzierte numerische Milbenabfall aus? Nichts - nur dass die Milben gefallen sind! Und nicht, warum.


    Selbst ein Blick in die verdeckelten Zellen sagt genau genommen nur etwas über die Parasitierung dieses einen Brutsatzes!

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Jetzt weiche nicht aus. Das einzig Nichtssagende war dein letztes Posting. Was ist deine Lösung? Bienen überhaupt nicht mehr vermehren? Brutpause ja oder nein? Teile uns das Resultat, das Fazit deiner bisherigen Recherchen doch mal kompakt mit. Was wird deine Strategie oder Arbeitshypothese werden?

  • Du musst zwischen den Zeilen lesen... :daumen:



    Dies ist der Master-Plan:


    Für Anfänger:
    Schaffe zum richtigen Zeitpunkt selbst die Voraussetzungen, bei denen sich eigentlich jedes Bienenvolk selbst gegen die Milbe wehrt! (Teilwirkung der üblichen Sommerbehandlungen) :u_idea_bulb02:


    Für Fortgeschrittene:
    Finde die verschiedenen(!) genetisch manifestierten Typen, die diese Voraussetzungen selbst schaffen. :wink:


    Für Bienenflüsterer:
    Finde unter diesen Bienen den einen Ökotyp, der in Deinem Klima die besten Erträge einbringen kann. :cool:



    Sorry - there ain't no such thing as a free lunch. :lol:

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Zwischen den Zeilen - und so auch im letzten Beitrag - befindet sich genau nichts. :roll: Jetzt mal Butter bei die Fische:


    Was ist der richtige Zeitpunkt?
    Was sind die Voraussetzungen genau?


    Und vor allem: leben die Bienen in einem Zeitpunkt? Und was passiert, wenn der Zeitpunkt vorbei ist? Also in der weiteren zeitlichen Entwicklung?

  • Was ist der richtige Zeitpunkt?


    Schrieb ich doch schon mehrfach: Der richtige Zeitpunkt für die Anfänger ist vor Erbrüten der ersten Winterbienen - d.h. bei uns im Idealfall vor Ende Juli.


    Und was passiert, wenn der Zeitpunkt vorbei ist? Also in der weiteren zeitlichen Entwicklung?


    Dann werden - bei der üblichen Zuchtauswahl - schrumpfende Brutflächen dauerhaft in zu hohem Maße parasitiert...

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Das ist das ganze Konzept? Und was ist mit den Voraussetzungen?


    Was ist mit der Frage: Brutpause ja/nein?

  • Moin André,


    um diese Zeile herum lese ich den Wunsch, bezahlt zu werden, dafür dass Du bereit wärest, Deine Rätselhaftigkeiten mit Substanz zu füllen...? Und die wäre dann klar, gut und einzig wahr...?


    -


    Das scheint mir nicht der Sinn eines Forums zu sein. Das kann man machen, nachdem man ein Buch geschrieben hat. Man kann sich auch hinter eine Paywall setzen und dort seinen Ashram haben und in Freuden leben... Ein Forum ist anders.


    There ain't no such thing as an obligation for everybody to offer free lunch to anybody. But for sure people can invite each other to have any meal they want to...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • There ain't no such thing as a free lunch.


    Und das nachdem Markus und ich Dir haben Informationen zukommen lassen? Noch und nöcher? Daten, die kein Anderer zu sehen bekommen hat? No free lunch? Na dann: zahle!

  • Ich habe öffentlich vorerst genügend Hinweise gegeben.


    Bevor man Nägel mit Köpfen macht, muss man sich selbst weitere Sicherheit verschaffen.
    So einfach!


    P.S.:
    @ Bernhard
    Er kooperiert, Du auch? Komisch - ich merke bei Dir fast nur Opposition.

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)


  • Dies ist der Master-Plan: ....


    :roll:
    ..da gab' schon vor Jahren inhaltsvollere Pläne & Gedanken:


    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=32316
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=23108
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=12739
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=14011
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=13205


    ...nun, wie weit wir inzwischen gekommen sind, das mag jeder für sich selber einschätzen ...


    PS: Leider werden zu wenig die alten Gedanken hier gelesen, deshalb verliert sich mancher Gedanke....

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Opposition ist Kooperation. Nur wer gar nichts sagt, der läßt sterben.




    Dann wirst Du die Antwort auf Deine Fragen selbst finden.


    Das heißt so viel wie: "Ich habe nicht eine einzige Primärquelle."


    zur Hilfestellung:


    Eine Hilfestellung wäre die Angabe der angedeuteten Literaturstellen gewesen.


    Welchen Anteil hatten damals die Hausbienen an der Gesamtpopulation?


    Da seit 1600 die Waldbienenzucht/Zeidlerei vorbei und sowieso nur auf wenige Regionen begrenzt war, und da seit der Kriegsmarine, basierend auf Holzschiffen, und seit der Verwendung von Holzkohle alle Urwälder abgehackt wurden, bleibt nur noch die Hausbienenhaltung übrig. Ich denke, seit dem Frühmittelalter wird es spätestens nie einen größeren Anteil als 10 % Wildbienen gegeben haben. Die Biene ist und bleibt ein Kulturfolger des Menschen. Das fing spätestens in Ägypten an - auch zu dieser Zeit schon, noch vor den Römern, wurden tausende Bienenvölker über den Nil und über das Mittelmeer verschifft. Und auch die Römer werden ihre eigenen Bienen nach Nordeuropa verschleppt haben. Imker aller Zeiten hatten den Hang, andere Bienen auszuprobieren. Schon die ersten Siedler Nordamerikas und auch Australiens haben Bienenvölker über den halben Globus verschifft.



    Seit wann wurden nicht eigenständig überlebensfähige Völker mit Zucker künstlich am Leben gehalten?


    Um 1800, mit der Zuckerrübe, fing das Füttern von Zucker an Bienen in weiten Teilen Europas an. Ewig Gestrige haben sich bis 1850 dagegen gewehrt, ähnlich wie gegen die Rähmchen und die Abkehr von den Stülpern. Wobei Zucker aus Zuckerrohr schon 100 Jahre vorher gefüttert wurde.


    Seit wann wurde die Schwarmbienenhaltung und damit die natürliche Selektion auf Überlebens- und Vermehrungsfähigkeit verteufelt?


    Die Schwarmbienenhaltung war tot, seitdem man den teilbaren Bienenstock im Mittelalter weitläufig zu nutzen lernte. Da bildete man Brutableger. Daß Königinnen aus Arbeiterinnenbrut nachgezogen wird, ist schriftlich in deutscher Sprache mit dem Buch von Nicol Jacobi um 1568 belegt. Ganz interessant dazu, ist auch die vielfältige russische Literatur zu diesem Thema.


    Eigentlich wurden Schwärme nur noch in Stülpern und Klotzbeuten zugelassen.


    Unabhängig davon ist es ziemlich widersinnig, von einer natürlichen Selektion zu sprechen, bei Bienen, die sich in menschlicher Obhut, in einer menschlich durch und durch gestalteten Landschaft befinden. Landwirtschaft gibt es nicht erst seit gestern und vor der Einführung der Forstwirtschaft wurden die Urwälder als halbwegs natürliche Grundlage einer natürlichen Selektion abgeholzt. Es ist daher paradox, die natürliche Selektion am Schwärmen per se festzumachen, da die Biene nicht für sich alleine lebt. Sondern in einer Lebensgemeinschaft, die viel größeren Einfluß auf die "Selektion" hat, als der Schwarmakt alleine. Imker aller Zeiten haben ihren Bienen beim Überleben geholfen. Ob in Klotzbeuten oder Stülpern, überall wurden sie gehegt und gepflegt (und gefüttert.) Schmöker' doch mal in den Ausführungen von Nicol Jacobi. In der Bienenhaltung hat sich seither nicht viel getan! Alles schon dagewesen.


    Deine kitschige Vorstellung von der Zeit vor 1900 ist weit weg von dem, was damals Realität war.


    Wann wurde der umfassende Versuch einer organisierten Endlösung für alle Nicht-Carnica-Völker unternommen?


    Das ist zweifellos seit der Nazizeit und der Gleichschaltung der Fall gewesen. Vorher aber wurden schon jahrhundertelang Königinnen und Bienen durch ganz Europa hin und her geschuffelt. Einzig die Geschwindigkeit hat sich mit den verbesserten Transportmöglichkeiten gesteigert, aber grundsätzlich findet die "Völkerwanderung" schon seit sehr sehr langer Zeit statt.


    Irgendwann wirst auch Du dahinter kommen, daß erst die chemisch geführte Landwirtschaft die Probleme verursacht, die die Bienen (und Menschen) heute haben. Erst wurde Viehhaltung und Ackerwirtschaft getrennt - um 1900-, und dann wurde die Chemiekeule ausgepackt. Seither geht es dramatisch abwärts, wo es vorher noch aufwärts ging mit der Bienenhaltung.


    Da kannst Du drehen und wenden, was Du willst. Am Ende des Tages wird Dir diese Wahrheit einleuchten und der Blick auf die Biene wird der Blick auf die Landschaft sein. Die Biene alleine ändern zu wollen, ist angesichts der engen Verwobenheit mit der Landschaft, ein ziemlich wirkungsloses Unterfangen. Du kannst nur die Landschaft ändern und mit ihr die Biene.


    Die Abkehr von der Globalisierung, die Abkehr von der chemikalischen Landwirtschaft, die Aufhebung der Trennung von Ackerbau und Viehzucht, die Regionalisierung der Landwirtschaft und damit auch der Biene
    - das sind die wahren Stellweichen, denen es gilt. Mit ein bisschen Schwärmenlassen, ein paar zusammengewürfelten dunklen Bienen - die sowieso nicht mehr in unsere Landschaft passen - und ein paar Hippiebeuten wirst Du nichts erreichen. So romantisch diese Vorstellung auch ist.


    Wir dürfen aber eben nicht ignorieren, was um uns herum passiert, wollen wir die Bienen erhalten.