Varoamittel mit Amitrazwirkstoff

  • AS und OS sind natürliche Bestandteile des Honigs und somit unbedenklich für den Verbraucher.
    Ich bin kein Chemiker aber mich würde es wundern, wenn amitraz wirklich nicht Nachweisbar wäre, mit modernen Verfahren kann man nachweisen wenn ich ein Stück Würfelzucker in den Chiemsee werfe.
    Es gibt mittlerweile soviele Biologische oder Biomechanische Möglichkeiten ( totale Brutentnahme, Drohenwaben schneiden), das es meiner Meinung nach keines Chemischesmittel bedarf.
    Ich halte mich als Anfänger an das Lehrbuch und bin bis jetzt ganz gut Gefahren.
    Ich finde auch wenn es nicht zugelassen Oxalsäure verdampfen eine interessante Sache, aber für mich kommt sie nicht in Betracht, da man m.E. Die Akzeptanz seiner Kunden verlieren könnte, wenn die einen sehen wie man mit einer Gasmaske die Beuten behandelt.
    In Zeiten von Antibiotika Puten und Dioxin Eiern, sollten wir uns wenigstens ein sauberes Produkt bewahren.


    Wie gesagt ist nur meine Meinung zu diesem Thema.

  • Amitraz soll wohl sehr schnell abgebaut werden und daher eben nicht nachweisbar sein - weder im Wachs noch im Honig. Aber die ganzen Wirkungen auf die Bienen haben bei mir zumindest die Alarmglocken klingeln lassen. Muss doch nicht sein - gibt doch zumindest noch gute Alternativen!


    Melanie


    https://www.uni-hohenheim.de/f…007_jahresbericht_lab.pdf


    Ist zwar aus dem Jahr 2007 aber auf Seite 6 steht das Amitraz im Wachs nachgewiesen würde und das aus heimischen Proben.
    Es ist so wie ich vermutet habe, das in der heutigen Zeit alles nachweisbar ist, wenn man danach sucht.
    Was natürlich auch nichts heißen muss, da ja bekanntlich die Dosis das Gift macht.


    Die Grundfrage die man sich einfach stellen sollte ist, ob so ein Einsatz wirklich notwendig ist, wenn es funktionierende Alternativen gibt.

  • Im letzten Jahr erzählte Wallner in Donaueschingen was anderes - demnach soll Amitraz in sehr kurzer Zeit zerfallen. Aber das ist eh merkwürdig, bei Thymol hat er erst immer auf die ansteigenden Nachweise im Wachs verwiesen und 2012 in Donaueschingen hiess es dann plötzlich, Thymol würde bis zur nächsten Saison fast gänzlich aus dem Wachs verschwunden sein...verstehe das wer will...


    Melanie

  • Ich bin zu wenig Chemiker und Arzt um genaue zusammenhänge zu verstehen und ich denke auch der Großteil der User hier im Forum.
    Es kann sein, das die nachweisbaren Mengen gar nicht so gefährlich sind, das weiß ich aber nicht.
    Ich möchte auch in keinem Haus leben in dem ein bisschen PCB nachweisbar ist, ebenso will ich keinen Zahnfüllungen mit ein bisschen Amalgan.
    Wenn man zu Nahrungsmitteln kommt möchte ich keine Dioxine, Antibiotikas etc. In meinem essen und auch wenns nur ein bisschen ist.


    Man sollte nicht in Panik verfallen nur weil etwas nachweisbar ist, aber ich halte auch nichts von diesem alles ist gut und das zerfällt so schnell etc. gerede. Fakt ist doch nun einmal das es nachweisbar ist und dieser Wirkstoff definitiv nichts im Bienenvolk zu suchen hat.
    Verdunstet, Beträufelt,Begast, besprüht oder Notfall bepinselt jede Biene mit AS, OS, MS denn das sind Stoffe die der Honig von Haus aus enthält (außer MS aber die kommt in jeder Flasche Milch vor :wink: ) und wir werden nie Angreifbar werden unseren Verbrauchern ein chemisch verunreinigtes Produkt vorgesetzt zu haben.

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  • .... wir werden nie Angreifbar werden unseren Verbrauchern ein chemisch verunreinigtes Produkt vorgesetzt zu haben.


    Doch, indem wir die landwirtschaftlichen Pestizide im Honig verheimlichen/ignorieren. Trotzdem wir davon wissen.

  • Doch, indem wir die landwirtschaftlichen Pestizide im Honig verheimlichen/ignorieren. Trotzdem wir davon wissen.


    Da geb ich dir auf jedenfall recht, aber zugegeben es ist schon ein wenig paradox, dass einige Imker den Bauern eine Ökologischer Landwirtschaft vorschlagen aber im gleichen Zug sich ein Gift in den Kästen Hängen, das im Obstanbau mittlerweile verboten ist.

  • AS u. OS sind ebenfalls chem. erzeugte Produkte! Als Amitraz über die
    Imkervereine als Räucherstreifen verteilt wurden, war eine Amitrazmenge
    im Streifen, die nicht erforderlich war. Mit 1%- 5% der damaligen Menge
    kann man gute Erfolge erzielen. Die Räucherbehandlung geht schnell, ist sehr
    wirksam und kostengünstig. Auch ältere Imker, welche mit AS- Behandlung
    Schwierigkeiten u. kaum Erfolge haben sind nach der Räucherbehandlung u.
    den gefallenen Milben zufrieden u. über demzufolge starke gesunde Völker er-
    freut.

  • Hallo lux!


    Ich hab es mir lange überlegt, dass ich dies schreibe und habe gehofft es auch mal von irgendjemanden so oder so ähnlich hier im IF zu lesen. Fakt ist:


    Solange es die Varroamilbe geben wird - und die wird es so lange geben, wie es Honigbienen gibt - suchen Imker nach EINFACHEN Mitteln um gegen diese Geißel unser Bienenvölker und damit auch der Imker vor zu gehen.
    :u_idea_bulb02:


    Das hat doch überhaupt nichts mit Lego-Imkerei hoch 5 zu tun, wenn ich starke und gesunde Bienenvölker haben will und auch noch gleich Honig. Überhaupt nichts!


    Da bist Du - wie bei vielen anderen Themen hier im IF auch - richtig auf dem Holzweg.
    Da solltest DU DIR SELBST mal überlegen, was für ein Zeugs DU hier manchmal verzapfst!


    Ohne Nachdenken läuft in der Imkerei und im Leben nichts. Und hier im IF auch nicht!
    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)