Varoamittel mit Amitrazwirkstoff

  • Wer kann eine Auskunft geben, warum wirksame Mittel (Amitraz) in
    Deutschland nicht zur Milbenbehandlung verwendet werden sollen.
    Ich habe Informationen, wo Imker mit gewissenhafter Ameisensäurebehandlung ihre Völker eingebüßt haben. Erst nach einem Neuaufbau der Völker und verantwortungsvollen Umgang mit Amitraz ist die Milbe so dezimiert, daß die Völker einen gesunden Eindruck machen.
    In anderen Ländern gibt es für Bienen amitrazhaltige Mittel. Der Honig
    aus diesen Ländern kommt problemlos nach Deutschland. In untersuchten
    Honig wurden keine Rückstände erkannt.
    Wer hat eine plausible Antwort ?

  • Hallo zusammen!


    Dazu passt der Bericht über die Apimondia 2013 von Melanie von Orlow (Hymenoptera) in der Adiz 11.2013, Seite 14 ff., Absatz: "Amitraz schädigt Bienen".


    Eine Euphorie für dieses Mittel dürfte demnach nicht gerechtfertigt sein!


    Mit freundlichen Grüßen

  • Absatz: "Amitraz schädigt Bienen".


    Dann werfe ich einfach mal dagegen:


    - AS schädigt Bienen
    - MS schädigt Bienen
    - OS schädigt Bienen
    - ....


    Nicht missverstehen, ich bin absolut kein Freund von Amitraz, aber die bloße Aussage: Amitraz schädigt Bienen ist noch kein ausreichendes Argument gegen dieses.


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Hier kann luxnigra doch von dem "tollen Behandlungserfolg" mit dem Bienenretter Amitraz in Luxemburg berichten. :p_flower01:


    Zu viele Hoffnungen würde ich nicht reinsetzen.

  • Hallo Simon!


    Dein Kommentar scheint mir wenig hilfreich! Ich habe absichtlich die genaue Quellenangabe eingestellt, damit jeder Interessierte die Erkenntnisse nachlesen kann.


    Außerdem möchte ich Hymenoptera hier nicht vorgreifen.


    Mit freundlichen Grüßen


  • Wir wollen kein Amitraz. Basta. Reicht das nicht zur Antwort?



    Ich habe Informationen, wo Imker mit gewissenhafter Ameisensäurebehandlung ihre Völker eingebüßt haben.


    Und ich kenne persönlich sehr verlässliche Imker, die mit Thymol und OS keinerlei Völker an die Milbe verloren haben.
    Ich selbst nehme AS und OS und habe, wenn ich nach Plan behandle, keine Ausfälle wegen Milben.


    Selbst die luxemburgischen Anwender räumen ein, dass die Dosis von 3-4 Streifen mittlerweile auf 7-8 erhöht wurde.


    Bei uns wurde in 2012 erstmals wieder offiziell Amitraz eingesetzt. Die Verluste stiegen von 22 auf 33 %. Man wähnte sich in Sicherheit. Die meisten Klein-und Mittelimker verloren soviele Völker dass in grossem Stil Paketbienen aus Sizilien eingeführt wurden.


    Noch Fragen Kienzle?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von honig () aus folgendem Grund: 3 Posts in eins zusammengeführt

  • Guten Morgen!


    Kann leider keinen Link auf ein gedrucktes Medium setzen. :wink:


    Der Absatz "Akarizide beeinträchtigen Königinnen" ist fast noch wichtiger, kurz: " Amitraz führt zu schlecht legenden und drohnenbrütigen Königinnen mit nur rund 40 bis 70% lebenden Spermien in der Spermathek, wohingegen gute Königinnen 80 bis 90% lebende Spermien aufwiesen. "


    Mit freundlichen Grüßen

  • Ja, auf der Apimondia war Amitraz doch recht praesent - da gab es viele warnende Berichte, die ich daher auch in meinem Artikel verarbeitet habe....bisher war naemlich mein Eindruck, das Amitraz ja gar nichts so uebel sein soll weil eben kaum Rueckstandsproblematik.


    Aber ich war da echt alarmiert - genotoxisch (Erbgut-schaedigend) und selbst in minimalsten Dosen fuehrte es zu bleibenden Veraenderungen an den Herzen der Bienen. Die Sache mit den Bienenkoeniginnen war auch eine Ueberraschung fuer Dr. Pettis und wird sicherlich noch weitere Untersuchung beduerfen - aber alles in allem wirklich nicht erfreulich.


    Meine Hoffnungen ruhen da wirklich eher auf diesen Hopfensaeuren, das klang wirklich sehr gut...und die MAQS-Streifen waren auch vielversprechend da sie eben diverse Nachteile der bisherigen Anwendungsformen reduzieren.


    Melanie

  • Was passiert eigendlich bei den systemisch wirkenden MAQS-Streifen?
    Verätzen sich die Varroen beim nuggeln an den Bienen oder vergiften sie sich?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • MAQS-Streifen sind nur eine andere Applikationsform der Ameisensaeure. Soll eben besser anwendbar sein und auch unabhaengiger von der Luftfeuchte. Das ist ein Zuckertraeger, der wohl auch von den Bienen nach und nach zernagt wird. Die Amis wenden die sogar in der Tracht an.
    Daher werden die das auch einfacher mit der Zulassung haben - ist ja ein bekannter Wirkstoff.


    Melanie

  • Hallo Melanie,


    bin mal gespannt, ob die geplante Zulassung hier in D 2014 auch die Behandlung während der Tracht erlaubt...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.