Königinnenzucht und Folgen...

  • Hallo Bienenfans,


    ich möchte im nächsten Jahr mal die Königinnenzucht mit Sammelbrutableger versuchen. Mein Plan: Sammelbrutableger aus 5 Wirtschaftsvölkern erstellen, nach 9 Tagen alle Nachschaffungszellen brechen.Dann Umlarven und Zuchtrahmen reinhängen. Anschließend die geschlüpften Weiseln in eigene Völkchen(Bienen aus dem Sammelbrutableger) setzen.


    Jetzt meine Frage: Ich hatte vor, mir Ablegerkästen zu bauen bzw.zu kaufen. Aber wenn ich die Königinnen erst im September zum Umweiseln meiner 5 Wirtschaftsvölker nehmen möchte, ist der Platz im Ablegerkasten (Zander) evtl. schon zu knapp geworden. Ist es da nicht sinnvoller, die Königinnen gleich in extra Beuten bis zum September warten zu lassen und die Jungvölker dann einfach mit den alten Völkern, die man zuvor entweiselt hat, zu vereinigen? Ich bin mir da nicht sicher, dazu fehlt mir die Erfahrung. LG Schäfchen

  • Hallo,


    Ablegerkästen braucht man als Imker eigentlich nicht. Es ist absolut optimal, die Ableger mit Weiselzelle gleich in jeweils eine Beute des Standmaßes zu setzen. Bis zum Herbst entwickeln diese sich nach erfolgreicher Begattung zur überwinterungsfähigen Einheit.
    Gruß
    KME

  • Also ich habe festgestellt, dass es (für mich) wesentlich praktischer ist, komplett auf Ablegerkästen zu verzichten.
    Ableger habe ich bisher in Vollzargen aufgezogen. Darin konnnte ich diese überwintern und dann im nächsten Frühling die Honigräume aufsetzen.
    Ablegerkästen lohnen sich nur, wenn du einen eigenen Ablegerstand unterhalten willst und nicht gerade über einen Kombi/Anhänger verfügst.
    Sonst sind sie eher hinderlich: kosten 80% einer Vollzarge + Deckel + Boden und bieten nur 40% Nutzen ;)


    Stefan


  • Ich hatte vor, mir Ablegerkästen zu bauen bzw.zu kaufen.


    Kann man machen. Nach meinem Dafürhalten würde ich die Königinnen gleich in "normale Beuten" einlogieren. Die Kosten für Ablegerkästen kann man sparen.



    Aber wenn ich die Königinnen erst im September zum Umweiseln meiner 5 Wirtschaftsvölker nehmen möchte, ist der Platz im Ablegerkasten (Zander) evtl. schon zu knapp geworden. Ist es da nicht sinnvoller, die Königinnen gleich in extra Beuten bis zum September warten zu lassen und die Jungvölker dann einfach mit den alten Völkern, die man zuvor entweiselt hat, zu vereinigen? Ich bin mir da nicht sicher, dazu fehlt mir die Erfahrung. LG Schäfchen


    Kommt drauf an, wieviele Waben in die Ablegerkästen gehen. Wenn nur 3 oder 4, dann ist so eine Kiste natürlich zu klein. Wenn allerdings 6 oder 7, dann nicht. Mit 6 oder mehr Waben klann man die Ableger auch überwintern lassen. So hat man im Frühjahr Reservevölker.
    Ob man die Ableger mit den Wirtschaftsvölker vereinigt oder doch nur die neue Königin zusetzt, das ist "Geschmackssache". Beides funktioniert.
    Ich z.B. setze die Königinnen aus ihren Begattungskästchen (Kieler oder EWK) direkt in die umzuweiselnden Völker (die vorher natürlich entweiselt wurden).

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Schäfchen. Der Plan ist schon gut, aber ohne Ablegerkästen. Allegerkästen sind nur kurz nutzbar und stehen für den rest des Jahres nur herrum. Zargen im Standmaß ist angesagt. Ich vereinige meine Völker mit der neuen KÖ erst im Oktober und habe bisher noch nie einen Fehlschlag dabei erlitten. Und die Bienenmasse im Frühjahr ist einfach größer.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Ablegerkästen hab ich nur um meine Ableger leichter zum Begattungsplatz transportieren zu können.

    Zitat

    Ist es da nicht sinnvoller, die Königinnen gleich in extra Beuten bis zum September warten zu lassen und die Jungvölker dann einfach mit den alten Völkern, die man zuvor entweiselt hat, zu vereinigen?

    Das ist sinvoll, ich würde aber wenn Du mit 2 Bruträumen arbeitest die Altvölker vor ende der Spättracht durch einlegen eines Absperrgitters auf einen Brutraum zusammendrücken. Wenn die KÖ auffindbar ist in den Teil des Brutraums sperren in dem sich die jüngeren Waben befinden, die Altwaben laufen aus und der eine Kasten kann problemlos aufgesetzt werden.
    Gruß Hermann

  • Ich danke Euch für die Ratschläge, das hat mir zur Entscheidungsfindung doch sehr geholfen. Ich werde mir mal so einen Kasten basteln (kann man ja mal machen)ansonsten ist das Arbeiten mit den Beuten doch sinnvoller. Gruß Schäfchen