Teilen und Behandeln mit Dadant

  • Hallo zusammen!


    Ist zwar noch etwas hin, aber der nächste Sommer kommt bestimmt :lol:


    Ich wollte mal fragen, ob jemand schon mal mit Dadant die von Liebig propagierte Teilen und Behandeln Methode ausprobiert hat? Bei ihm teilt man ja nach der letzten Honigernte das Volk, behandelt erst den Flugling und später den Brutling. Im Herbst werden dann die Völker wieder vereinigt - Vorteil 1: Mehr Bienen, Vorteil 2: keine AS Behandlung nötig, da mit OS oder MS behandelt wurde.


    Nun meine frage: Wie geschieht die Rückvereinigung mit Dadant? Hier kann ich ja schlecht zwei große Bruträume übereinander stellen. Muss ich hier 1. die einzelnen Waben mit Bienen zuhängen, 2. Die Waben vor der Beute abfegen und die Bienenleeren Waben zuhängen oder 3. doch draufsetzen?


    Gruß
    Frank

  • Moin!


    Vor allen Dingen musst Du Dich wohl erstmal doch noch von Liebug und seiner Betriebsweise und von den zwei Bruträumen verabschieden, so scheint es *gg*


    Methode nach Liebig und Dadant in einer Frage - ich amüsier mich...


    Ein Brutraum bringt andere Methoden u Vorteile mit sich.


    Wir hattens hier schon. Schmeiß mal Tante Goog an oder Su Fu


    (ich Arbeit, faul u nur Handy)


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Marion,


    Sufu hab ich hier schon genutzt und nichts gefunden. Was ist denn so schlecht daran über ein mechanisches Verfahren einen Brutstopp zu erhalten. Die in diversen Dadant Büchern propagierte Brutschäune ist ja im Prinzip nichts anderes. Nur werden diese Völker später nicht rückvereinigt.


    Gruß
    Frank

  • Hallo Frank,
    ich habe diese Betriebsweise schon ausprobiert aber wegen Mangel an Bruträumen nicht weiter verfolgt. Meine Erfahrung, welche sich mit anderen Imkern deckt. "Das Volk mit den Altwaben und junger Königin überwintert besser." Das Problem bei Dadant ist, dass keine ausgebauten Brutraumwaben zur Verfügung stehen. Ein weiteres Problem wäre dann für mich das Vereinigen, weil ich alleine imkere.
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Remstalimker,


    also ich hatte mir halt überlegt, die Völker Ende September zurück zu vereinigen und dann mit einem super starken Volk in den Winter zu gehen - somit auch mehr alte Tanten im Frühjahr, die die neue Brut pflegen können --> somit mehr Honig für mich :Biene:


    Was genau ist denn dein Problem mit der Rückvereinigung - wozu brauchst du die zweite Person? Eventuell zum aufsetzen des zweiten Brutraumes auf den ersten? So wollte ich das ja nicht unbedingt machen. Das entspricht ja 1:1 der Betriebsweise mit DN oder Zander. Daher die Ursprungsfrage nach der Rückvereinigung. Aber ich vermute schon, dass das so keiner macht.


    Gruß
    Frank

  • Zitat

    ich hatte mir halt überlegt, die Völker Ende September zurück zu vereinigen und dann mit einem super starken Volk in den Winter zu gehen - somit auch mehr alte Tanten im Frühjahr, die die neue Brut pflegen können --> somit mehr Honig für mich


    :wink: Das wird so eher nicht passieren - spätestens ab Wintertraube sind es schon sehr viel deutlich weniger Bienen als noch Wochen davor - die alten Flugbienen sind dann auf einmal nicht mehr da.
    Das Volk reguliert seine Größe selbst, und sind in diesem Punkt zu dieser Zeit fast nicht auszutricksen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine


    Warum nicht? Die von zwei Königinnen erzeugten Winterbienen werden sich ja nicht in Luft auflösen. Diese sollten dann doch im neuen großen Volk vorhanden sein und dort bis März bleiben. Oder führen die eine Volkszählung durch und alle Bienen, die über eine gewisse Anzahl hinausgehen begehen Selbstmord oder müssen das Haus verlassen? :roll:


    Gruß
    Frank

  • Auf was planst Du denn den Flugling zu setzen ohne Leerwaben in Dadant-BR-Maß?


    Mach alle 2 Jahre TBE. Und wenn Du magst mit Rückvereinigung.


    In Deiner Planung brauchst Du aber Zargen zusätzlich, und Du müßtest beim Liebignachkochen dann den Brutling weisellos halten, brutfrei behandeln und dann teilweise mit den Waben zum Flugling dazu.
    Das wär mir zu viel Brutnestlego und überhaupt.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Hobbit,


    kannst Du mal etwas genauer erklären wie Du Dir das vorstellst?


    Ich habe Deutsch-Normal Beuten. Die Brutzargen und die Honigzargen haben die selbe Grösse.
    Wenn ich die "Teilen und Behandeln-Methode" anwenden wollte benötige ich "nur" je einen Boden und einen Deckel zusätzlich.
    Willst Du Dir zusätzliche Dadant-Bruträume anschaffen für die relativ kurze Zeit zwischen Teilung und Wiedervereinigung oder willst Du die Honigräume für den Flugling nutzen?


    Wenn pro Volk ein zusätzlicher Brutraum angeschafft werden muss klingt das für mich erstmal nach einer ordentlichen Materialschlacht für etwas mehr Honig.
    Meine Vermutung ist, dass es den Honigertrag deutlicher steigert im nächsten Jahr, wenn man stattdessen einen Ableger bildet. Der Materialaufwand ist nur um einen Honigraum + Rähmchen und ggfs. ein Absperrgitter grösser.


    Gruß
    Holger, der auch erst seit 2012 Bienen hat und daher natürlich auch völlig falsch liegen kann.

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von honigdachs () aus folgendem Grund: Ein Jahr Erfahrung hinzugedichtet

  • Nö, ich sehe das ähnlich, Holger.
    Warten bis Herbst gibt zwei schöne überwinterungsfähige Einzeleinheiten, die in einen Dadant-BR proffen?


    Ich weiß nicht...

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo ihr zwei!


    Mhmm da sich meine Imkerei derzeit im Aufbau befindet, ist das mit dem Material noch kein Problem - zumindest in den nächsten zwei drei Jahren. Da wäre es nicht schlimm, wenn ich ein paar Brutraumzargen samt Deckel und Boden extra haben müsste. Aber an die Zeit danach hatte ich nicht gedacht. Das ist ein klarer Negativpunkt.


    Marion : Worin besteht der Unterschied zwischen deiner TBE und meinem Teilen und Behandeln? Wenn ich das auswendig richtig wiedergebe, entnimmt man bei der TBE bei guten Flugwetter alle Waben und ersetzt diese durch MW. Die noch vorhandenen Brutwaben steckt man in eine andere Beute und füllt diese ggf. mit weiteren Waben auf. Nicht anderes macht man bei TUB Methode auch. Naja bis auf das auffüllen. Aber auch hier nimmt man MW oder halt bei DN / Zander leere Honigraumwaben. Aber bei Dadant würde ich halt MW nehmen. Diese würden dann ja zügig ausgebaut (ist ja noch Juli) und die alte Kö fängt an zu legen (sollte bei der totalen Bauerneuerung auch so sein). Im anderen Teil hängt man nach der Wartezeit eine neue Königin zu oder lässt sich eine selber nachziehen (ist auch bei beiden identisch).


    Bleibt das Problem der Rückvereinigung. Oder sind bei Buckis mit Dadant bis zum Winter beide Kisten picke packe voll? Dann erübrigt sich das ganze. Naja es sei denn, ich würde das gleiche machen wie der erfahrene Imker, bei dem ich mich letztens umgesehen hab. Der vereinigt seine Ableger (rund 6 Waben) im September mit seinen alten Wirtschaftsvölkern. Hier aber dann mit zwei Dadant Bruträumen. Ein Teil des Brutraums ist dann nur Futter. Im Frühjahr hat der dann massig alte Winterbienen die dann schnell den Aufbau der Sommerbienen einleiten. Diese Art der Betriebsweise ist aber (laut seiner Aussage) zum einen für Anfänger nicht geeignet und zum anderen hab ich sie nicht ganz verstanden. Mir ging es bei der Besichtigung mehr um andere Dinge der Imkerei.


    Schönen Gruß
    Frank

  • Hallo Frank,
    ob dir das etwas bringt, kann man nur in der Praxis testen. Gesetzt den Fall du hättest diese Masse an überwinterten Bienen passiert folgendes. Starke Völker haben nach der Überwinterung relativ wenig Brut. Schwächere powern richtig. Hier ist das Verhältnis 1:4 (Bienen zu Brutzellen), die starken Völker begnügen sich auch gerne mit 1:2. Wenn das Frühjahr schlecht ist, wie in den vergangenen Jahren. Sind die Völker am Ende gleich stark. Aber man müsste das mal Konsequent testen, nicht nur mit zwei Völkern.


    Mir persönlich sind die Dadantbruträume aufgefüttert zu schwer, denn füttern musst du, sonst brüten sie nicht genügend für den erhofften Erfolg. Im Moment kann ich meine Völker nur mit dem Sackkarren umsetzen. Schwäbisch: "Mei Kreuz, mei Kreuz!"


    Hallo Marion.

    Zitat

    Auf was planst Du denn den Flugling zu setzen ohne Leerwaben in Dadant-BR-Maß?


    Mach alle 2 Jahre TBE. Und wenn Du magst mit Rückvereinigung

    Mit Mittelwänden geht das auch. Wer Ordnung in seinem Volk möchte, arbeitet im Herbst nicht mehr im Naturbau.:lol: Natürlich wäre deine Vorstellung gut für die Bauerneuerung in Völkern mit Naturbau. Aber vergesst mir beim Zusammenbau nicht die Y-Anordnung.

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Der Unterschied ist die Teilung auf fertigem Wabenbau in zwei BR, die zargenweise GETEILT werden gegenüber nun mal einer Bauerneuerung bei TBE.
    Einmal hast Du eh schon zwei BR und einmal eben nicht.
    Zargenweises arbeiten mit zwei Dadantbruträumen führt die Sache ad absurdum.
    Bei Tbe wäre es zumindest nicht zwingen pro Volk ein weiterer BR und nur zweijährig. Zwei Fluegen mit einer Klappe.
    Wenn Du das planst, dann vermehr doch gleich so und spar Dir Bienenmassengestopfe im Herbst.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper