Rote/Weiße/Schwarze Johannisbeere und Jostabeere als Bienengehölz geeignet?

  • Hej!


    Ich habe gestern meinen 5 Johannisbeeren + 1 Jostabeere den Erhaltungsschnitt verpasst und dabei Holz beiseite gelegt. Wenn ich im nächsten Jahr nur die Hälfte der Steckhölzer durchbekomme, habe ich so etwa 100-150 Pflanzen :oops: Die werden u.A. von Bienen und Hummeln bestäubt. Es herrscht zwar nie das ganz große Treiben, aber einige Bienen sind immer auf den Sträuchern unterwegs.
    Ich habe bereits gelesen, dass die Gold-Johannisbeere ein vorzügliches Bienengehölz ist, von den Kulturjohannisbeeren steht da aber nie etwas.
    Was denkt ihr, lohnt es sich, dass ich die Sträucher in diesen Mengen den Bienen (noch keine Honigbienen, wir haben nur Wildbienen und Hummeln auf dem Grundstück - wird sich aber hoffentlich ändern) anbiete oder sollte ich lieber auf andere Sachen zurückgreifen? Für den Eigenbedarf ist das ja eine nicht mehr zu bewältigende Menge an Früchten ;)


    Grüße
    Franz

  • Hallo Franz,


    bei der Kulturjohannisbeere sind Nektar und Pollenwerte mäßig, da würde ich eher- wenn's denn Beerenobst sein soll- Stachelbeeren (Nektar 3, Pollen 1) oder Himbeeren (Nektar 4, Pollen 3) pflanzen.

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Danke, zonia, für deine Antwort.
    Dann werd ich mir nur das in den Garten pflanzen, was ich brauche, der Rest kommt an den Waldrand, um die Rehe und Hasen wenigstens ein kleines Stückchen länger aus den kritischen Bereichen rauszuhalten :)
    Himbeeren haben wir auch in Massen, die Stachelbeere kümmert (sch... Boden hier mit ph 5,0-5,5 und recht nährstoff- und humusarm, den auf PH-neutral und humös zu bekommen ist wohl fast unmöglich), an Vermehrung ist da auch im vierten Standjahr nicht zu denken - trotz Kalk- und Kompostgabe...

  • Hallo Franz,
    ich habe im Garten auch einige Johannibeeren. Bevor die Obstbäume blühen werden die Johannisbeeren deutlich mehr beflogen. Danach sind nur noch wenige Bienen daran zu sehen, Hummeln aber durchaus und die benötigen auch Nahrung und fliegen oft länger am Tag wie Bienen. Rückschnitt und Stecklinge der Johannisbeere mache ich eigentlich eher im zeitigen Frühling. Wenn Du Platz hast pflanz mal, Marmelade, Saft, Likör und Wein es gibt doch viele Verwendungsmöglichkeiten für Berren.:wink:


    Himbeeren gehören zumindest bei mir zu den von Bienen bevorzugten Blüten.

    Grüße aus Leipzig
    Thomas

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von Thomasbienen () aus folgendem Grund: rs

  • Hallo Thomas,


    Ich werd schon noch genügend Pflanzen haben :) Wir haben hier zwar 1,5ha, aber darauf laufen noch zwei Schafe und 5 Ziegen rum, zur Selbstversorgung wird Gemüse angebaut, außerdem sind einige "wilde Ecken" für Falter, Blindschleichen, Ringelnattern, Kröten usw. am Entstehen - und da merkt man dann jedes Dutzend Beeren sofort. Ich pflanze die Beeren als Windschutz und zur Kleinklimaverbesserung zwischen die Beete sowie hinter die Weidezäune. Da kommen auch höhere Sträucher zb. Kriecherl und Kirschpflaumen, Haselnüsse, Berberitzen, Weißdorn etc. hin. Wenn die Kulturjohannisbeere ein doller Strauch gewesen wäre, hätte ich den Anteil deutlich erhöht. So gibt es halt jetzt weniger Monokultur ;)


    Mit Stecklingen hatte ich bisher kein Glück, sind mir durch die Bank alle eingegangen. Steckholz soll bei Johannisbeeren besser gehen. Schneidest du denn wirklich Stecklinge (also frische, noch unverholzte Triebe)? Oder funktioniert Steckholzschnitt auch noch im Frühjahr? Soweit ich das verstanden habe, soll man Steckholz während der Ruheperiode schneiden, bei Johannisbeere geht es wohl bereits ab August.
    Ich habe seit einer Woche "Alles über Pflanzenvermehrung" vom Ulmerverlag, und speziell bei den Gehölzen schaut mir das ganze recht seriös aus - ich bin also in keinster Weise ein Experte ;) (Beim Gemüseteil ist das Buch mMn. unterirdisch, da ist jeder Saatgutkatalog informativer ;))


    Grüße
    Franz

  • [QUOTE=franzf;387692
    Mit Stecklingen hatte ich bisher kein Glück, sind mir durch die Bank alle eingegangen. Steckholz soll bei Johannisbeeren besser gehen. Schneidest du denn wirklich Stecklinge (also frische, noch unverholzte Triebe)? Oder funktioniert Steckholzschnitt auch noch im Frühjahr? Soweit ich das verstanden habe, soll man Steckholz während der Ruheperiode schneiden, bei Johannisbeere geht es wohl bereits ab August.
    Franz[/QUOTE]
    Hallo Franz,
    persönlich schneide ich Stecklinge im Frühling bevor die Knospen aufgehen. Direkt aufs Land in Humus und Torf oder hohe Rosentöpfe mit selbiger Füllung. Ich habe es aber sogar schon im Sommer gemacht, dann aber Blätter überwiegend entfernt und eine Folie drüber und natürlich immer feucht halten.
    Gärtner mit Ahnung vom Gärtnern machen es aber glaub ich anders, vorsicht, ich bin kein gelernter Gärtner :wink:

    Grüße aus Leipzig
    Thomas

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Thomasbienen () aus folgendem Grund: RS