Einladung Nachhaltiger Bienenschutz Nossen

  • Moin Peter,


    die Veranstaltung am 08.11. 2013 wird von mir nicht etwa nicht besucht, weil mich das Thema nicht interessierte. Sie wird von mir ganz bewußt und mit voller Absicht nicht besucht.


    Nachdem von 9:00 bis 11:15 Uhr das sächsische Landesamt und Jens Pistorius über Rechtsgrundlagen, Risikoabschätzung und Risikobewertung referieren bleibt gerade mal ein Zeitfenster von 1 Stunde und 15 Minuten für den in der Einladung genannten Dialog. Ich finde das lächerlich und geradezu zynisch. Zwei Stunden haben die Imker Gelegenheit sich anzuhören, warum sie nichts zu melden haben und daß der Staat das für sie alles geregelt hat und dann dürfen sie noch Bißchen reden. Am Ende wird protokolliert, daß ein fruchtbarer Dialog geführt wurde. Wahrscheinlich ist die Pressemitteilung dazu schon fertig (Man muß sie dann nicht Freitagnachmittag verfassen) Dabei ist diese Art Dialog nicht frucht- sondern furchtbar.


    Es handelt sich um eine Halbtagsveranstaltung am Freitag. Wer da hinfährt hat anschließend Wochenende. Es ist bestimmt nicht falsch davon auszugehen, daß die Veranstaltung äußerst pünktlich enden wird.


    Ich bin kein Alibiimker. Für sowas gegebe ich mich nicht her.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Henry, ganz so möchte ich Deine Meinung nicht stehen lassen. Ich gebe Dir Recht mit dem Zeitfenster und den vorgefertigten Meinungen und Protokollen. Aber sollten wir nicht die Chance nutzen und unseren Prodest und unsere Meinung dazu kundtun.
    Du kennst mich nun auch schon länger und das nicht als Alibimker.
    Einen furchtbaren Dialog möchte ich auch nicht erleben, aber wenn wir nun unsere Stimmen nicht erheben,
    was können wir dann ändern?
    Toyota und Freunde haben vor der Bayer Hauptversammlung aktiv entschieden.
    Ein Versuch wärs wert.
    Gruß Peter

  • Frage Dich einfach, welches Ziel der Veranstalter, das Landesamt tatsächlich verfolgt!


    Wenn Du auf der Website nach "Bienen" suchst, dann findest Du das hier: http://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/183043 Wir beide waren da. Wer nicht da war war Frank Kupfer. Glaubst Du das nach dem lesen der Pressemitteilung? Was wird nach Deinen Diskussion in Nossen in der Pressemappe liegen oder liegt dort schon heute? Achte mal auf die Urzeit der PM. Was haben wir genau 13:30 Uhr in Pirna gemacht ohne Herrn Minister Kupfer?


    Oder finde doch einfach mal die Veranstaltung auf der Website! Daß mal bloß keiner einfach so kommt und sagt was er denkt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Leute,
    mir wird ganz schwummelig zumute. Das Ganze ist doch kein Zufall
    Schaut mal hier:
    http://www.saarlandimker.de/termine/-.html
    Es kann mir doch niemand erklären, dass unsere Politiker oder unsere Landwirte ganz plötzlich die Belange der Imker ernst nehmen, wo sie uns sonst noch nicht einmal ignorieren.
    Da steckt doch System dahinter.
    Und jetzt die 100.000 Sloty-Frage: Wer steckt hinter dem System?

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Henry, wir wollten uns hier auf keinen Fall die Argumente um die Ohren hauen.
    Du hast recht, Kupfer war nicht da, der Medienbeitrag läßt das aber vermuten. Es wird darin gute Laune verbreitet. Kein Wort, das der Beschluß zum Beitritt in den Bauernverband in einer äußerst knappen Kampfabstimmung fiel (warum wohl).
    Die nett aufgemachte Einladung hat mich doch leicht verwirrt und ich habe in der Einladung, die jeder Imkerverein bekommen hat,
    zumindest etwas positives gesehen. Wir 3300 organiesierten sächsischen Imker sind doch recht einfach zu ver..schen. (Ich glaube aber nicht nur die sächsischen).
    Der eingelaufene Trott ist wirklich nicht befriedigend. Gab es denn nicht schon mal einen weiteren (sächsischen Landes-) Verband.
    Oder sollten wir außen Demonstrieren??????
    Danke und Gruß Peter
    Solche Bilder von der guten fachlichen Praxis (Saatgut gestern) und weitere uns bekannte Missstände sollten wir denen eigentlich um die Ohren hauen.

  • Moin, moin,


    oder drin ein Eklat... Rückenspritzen mit Wasser drin und alle besprühen und ihnen sagen, sie seien Nichtzielorganismen und das Mittel sei M4 und überdies zur Anwendung am lebenden Menschen zugelassen oder weggelassen und die Spritze nach guter fachlicher Praxis ausgewaschen... Beizfarbenen Chemiepudding (rote Götterspeise) mit Graupen kochen und als Stärkung reichen, mit Fotos wie hier gerade veröffentlicht. Der Haufen reicht für ordentlich Pampe... Tote Bienen, oder vielleicht noch besser die Pleuse, die sich ergibt, wenn man gestorbene Völker ausschmilzt, als Anschauungsmaterial und zur haptischen Prüfung... Oder als Grundlage für den Graupenpudding... Irgendsowas, was nicht zur vorbereiteten Friedefreudeeierkuchenmitteilung passt... Und dann natürlich auch Presse, die nicht nur die Mappe kriegt und Auszüge druckt... Geht das nicht? Irgendwas in der Art? Oder auch noch ganz anders?


    Ich meine: Man kann doch hingehen, und sich dann benehmen, wie ein Nichtalibiimker dies deutlich bemerklich tun sollte. Ich habe beruflich leider keine Zeit und bin kein Sachse...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Was auch immer dort passiert - das Ergebnis steht schon fest. Wäre das anders, fände die Veranstaltung nicht statt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Das Ergebnis ist sekundär, wichtig ist der Gegenwind. Die sollen und müssen Widerspruch spüren. :daumen:


    Also immer feste druff! :Biene:

  • Moin Henry,


    Überraschung unmöglich? Wenn Du es sagst...


    (Aber inzwischen habe ich gesehen, dass die Bienen durch die Regellöcher im Aufstiegsstreckmetall kriechen können. In 3 Völkern sind welche drin, die können das. Und es sind nicht die mit den 32mm Naturbauwaben. Die haben unten Styrodingenskügelchens weggenagt und können dann auch wieder zurück.)


    Es geht ums Tun, und nicht ums Siegen. Wobei siegen nicht unangenehm ist, als Ergebnis des Tuns.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Die sollen und müssen Widerspruch spüren. :daumen:

    Ja wer denn. Pisturius kriegt die Vertanstaltung bezahlt und sowieso immer imkerlichen Wind und sonst wird kaum einer da sein. Echte Landwirte gähn doch zu sowas garnicht hin. Warum denn auch.


    Uns Imkern schmeißt man einen Kauknochen hin, damit wir uns daran die Zähne ausbeißen und eine dialoggetriebene Beißhemmung gegen Bauern einsetzt. Man hätte gerne was gemacht und vor allem wieder Ruhe im Laden. Unser LVSI-Vorsitzender arbeitet schließlich genau wie ein Stellvertreter ganz direkt beim Staat. Der eine beim LUA und der andere findet sich auf dem Organigram des Ministeriums unter Frank Kupfer und kümmert sich um die EU-Zahlstelle. Er ist auch im Verwaltungsrat der TSK. Auch wenn ich Regierungsoberrat Dr. Falk Hohmann keinen bösen Willen unterstellen will, so glaube ich doch, daß weder er noch Dr. Michael Hardt so frei sind, die Verbandsinteressen der Sächsischen Imker gegen ihre jeweiligen Arbeitgeber zu vertreten. Und genau das müßten sie.


    Es gehörte mal klar gesagt, wo uns Imker der Schuh aufgerieben hat und daß bislang kein Imker mit seinen Bienen einem Landwirt irgendeinen Schaden zugefügt hat. Wir Imker sind Opfer und werden in die Rolle gedrängt. Man läßt uns ins Leere laufen (siehe Demo Berlin) oder behandelt uns "dialogbereit". Nur machen wird man mit uns garnix. Wir stehen sogar in unseren Verbänden ganz alleine da, wenn an deren Spitzen die eigentlichen Antragsgegner sitzen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Unser LVSI-Vorsitzender arbeitet schließlich genau wie ein Stellvertreter ganz direkt beim Staat. Der eine beim LUA und der andere findet sich auf dem Organigram des Ministeriums unter Frank Kupfer und kümmert sich um die EU-Zahlstelle.


    Hat sonst niemand kandidiert oder wer hat sie gewählt?

  • Hat sonst niemand kandidiert ...

    Unfreiwillige einen Schritt zurück!


    Mir geht es nicht um die Arbeit, die der Vorstand hat und erledigt. Ich halte den nur notgedrungen für sowas wie befangen oder gar in der Zwickmühle. Sollte tatsächlich ein Verbandschef die EU-Zahlstelle angreifen, weil diese praktisch unkontrolliert Prämien ans treckerfahrende Landvolk zahlt. Soll er als Imker Hohmann, den Regierungsoberrat Hohmann deutlich kritisieren ohne dessen Ansehen zu schädigen? Oder soll ein LUA-Tierarzt die Arbeit der Vereinärämter und Landratsämter und der TSK kritisieren, wenn er das als Imker eigentlich müßte, im täglichen Trott aber ganz gut mit denen zusammenarbeitet? Oder soll vielleicht ein knallharter Verbandsimker den Beirat der TSK öffentlich zur Sau machen, wegen bürokratischer Abläufe dort und wegen anderer Kritik. Dazu kann er dann mit sich selbst in den Schrank gehen. Gleich bei sich zu Hause und sich anschließend auch zuzwinkern und verzeihn. Oder er trifft sich auf einer Vorstandssitzung des Imkerverbandes mit des Vorsitzenden, den er vertritt ...


    Und unser aller Obermaier, der Ex-Bayernpolizist, ist der nicht auch die Creme-de-la-creme der Pensionsempfänger und Loyalitätsversprochen?


    Es gibt eine asische Kampftechnik, da werden die Kräftigen Bewegungen des Gegners nur leicht abgelenkt und nicht etwa geblockt. Der Gegner läuft dann seinem eigenen Schlag hinterher und sucht den wieder einzufangen und verliert dabei auch noch das Gleichgewicht. Dabei hatte er nur die Richtung verloren. Durch einen kleinen Schubs von ganz vorne. :wink: Solch ein Schubs passiert in Nossen, denn es sind die Veranstalter, die eigentlich die Gegner sind und uns wie immer nach Brüssel und zu Herrn Pistorius schubsen, bis wir straucheln und sie uns mit paar Jungimkerdollars wieder aufhelfen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder