Bienenhaltung unter Hochspannungsleitungen von 110 und 380 kv

  • Hallo Hartmut,
    Danke für den Link, habe dort einmal reingeschaut, und kann das meiste nur bestätigen.
    mein Gartengrundstück so wie Heimatbienenstand befindet sich seit über 32 Jahren, Lotrecht 16 m, zwischen 2 , 100 kv Leitungen, vor 4 Jahren kahm noch eine 380 kv dazu, das brachte natürlich für mich, noch wieder eine gewisse Unruhe mit sich.
    Alle Sorgen waren zum Glück aber um sonst, Verhalten, Überwinterung ,Brutfreudigkeit, usw, alles befindet sich im normalem Zustand.
    Obwohl wier Täglich über die Sommermonate dort sind , denke ich , haben auch wir, meine frau und ich keinen nennenswerten Schaden genommen.

    Gruß Jürgen

  • Hallo Jürgen


    ich kann zu den Thema aus dem Buch von Karl weiß "Bienen-Pathologie zitieren:
    Lange war es strittig, ob auch elektromagnetische Felder, wie sie unter Hochspannungsleitungen ausgebildet sind, einen Einfluß auf die Bienen ausüben.Die Aussagen der Imker zu diesem Punkt waren zu unterschiedlich.Das ist auch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, daßin diesem Zusammenhangeine ganze Reihe von zusätzlichen Faktoren, z.B. verschiedene Spannungsstärken, unterschiedliche Landschafts-und Bodenverhältnisse, verschiedenartige Bienenbehausungen, selbstverständlich auchdie Entfernungdes Bienenstandplatzes von der Leitungsführung und anderes mehr, eine Rolle spielen können. Die Biene hat einen elektromagnetischen Sinn und benutzt ihn auch bei ihrer Orientierung. Es ist also schon theoretisch eine Wirkung zu erwarten, die inzwischenauch bereits in einer Reihe von Labor-und Freilandexperimenten nachgewiesen wurde.Bei praxisrelevanten Feldstärken unter Hochspannungsleitungen mit 220 - 380kV ist bis zu einer Entfernung von maximal 30 m von der Trasse mit einer Beeinflussung der Bienen zu rechnen.Der nachgewiesene Stimmulationseffekt und die verstärkte Motorik der Bienen wirken sich leider nicht fördernd auf ihren Sammeleifer aus, sondern erzeugenu.a. größere Verteidigungsbereitschaft, Aggressivität, allgemeine Unruhe, verstärktes Kitten und gesteigerte Schwarmlust. Das alles sind Eigenschaften, die nicht gerade zu einer Steigerung des Honigertrages und der Pollenversorgung beitragen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Zitat

    Bei praxisrelevanten Feldstärken unter Hochspannungsleitungen mit 220 - 380kV ist bis zu einer Entfernung von maximal 30 m von der Trasse mit einer Beeinflussung der Bienen zu rechnen.


    Na wie denn, wenn schon der erste Mast 50m hoch ist?
    Ich wohne 80m neben einem Umspannwerk und unter einer europawichtigen 380kV-Leitung - null/zero/niente Einfluß auf die Bienen.


    Wenn die Leitung viel niedriger wäre, würde ich mir Gedanken machen, aber bei 50m Höhe ist alles easy.
    Ansonsten könnten die Jungs von der avacon rund um das Umspannwerk auch nicht so einfach Rasen mähen (da unten sind die Leitungen sehr niedrig über Grund), aber die tragen nicht mal entsprechende HighVoltage-Ausrüstung.
    Und nein, diese Leitung wird zum Rasenmähen NICHT abgeschaltet - kann man hören, wenn es draußen feucht ist *brizzel*

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,
    ...bei Deinen Trockenem Sandboden mag das stimmen.
    Vielleicht sieht das hier bei feuchtem Lehmboden wieder anders aus...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Ich wohne 80m neben einem Umspannwerk und unter einer europawichtigen 380kV-Leitung - null/zero/niente Einfluß auf die Bienen.


    Hallo,


    teilen wir die Eigenschaften der Bienen mal nach Schulnoten ein:


    Note 1 - Kerngesund und hochleistungsfähig
    Note 2 - Gesund und Leistungsfähig
    Note 3 - Behandlungsbedürftig und leistungsfähig
    Note 4 - Behandlungsbedürftig und kaum Ertrag
    Note 5 - Behandlungsbedürftig und ständige Zufütterung notwendig
    Note 6 - Mausetot


    Ich gehe mal davon aus, dass ihr alle, die ihr Bienen unter Hochspannungsleitungen haltet, euren Bienen die Note 1 ausstellt. Fein!


    Ansonsten gibt es dann aber doch noch die ein oder andere Möglichkeit mehr, als nur tot oder lebendig. Ein Sargnagel allein reicht selten aus, um den Deckel wirklich fest draufzubekommen, da sind meist ein paar mehr davon notwendig.


    Erfahrungswerte, welchen Einfluß die elektrischen und/oder magnetischen Felder in welcher Stärke auf die Bienen haben, kann ich euch leider nicht sagen. Elektromagnetische Felder kommen eher von anderen Masten. Bei mir läuft eine 10 KV Leitung in etwa 10 m Höhe an der westlichen Grundstücksgrenze entlang. Dazu gibt es hier sehr erzschieferhaltigen Boden, was man daran erkennen kann, dass die Steine rosten. Das führt dazu, dass sich die Felder doch recht weit ausbreiten. Die Meßwerte (zufälligerweise verfüge ich über ein paar Meßgeräte) liegen in 30 m Entfernung zur 10 KV Leitung etwa noch in der Höhe, wie direkt vor einem alten Röhrenfernseher. Ab ca. 35 m misst man garnix mehr. In dem Bereich sind dann auch vermehrt wieder Ameisenbauten, Wühlmaus- und Maulwurfshügel und andere Lebensformen erkennbar, die fehlen nahezu völlig in dieser 30 m-Zone. Meine Bienen würde ich da nicht aufstellen wollen. Abstand hilft :-), meine sind in ca. 60 m Abstand, aber es ist ja auch nur eine 10-KV-Leitung.


    Viele Grüße
    Sven

  • ...Ein Sargnagel allein reicht selten aus, um den Deckel wirklich fest draufzubekommen, da sind meist ein paar mehr davon notwendig.


    Ist zwar OT, aber da fällt mir spontan die gruselige Frage ein:
    Warum werden Sargdeckel immer zugenagelt oder sorgfältig verschraubt...:cool:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Reinhard, Danke, ich schätze deine Beiträge sehr.
    Ja, es kommt doch wohl auf den Standort ( Bodenbeschaffenheit ), Entfernung zu den Leitungen , usw an.
    Auch wie so oft im Leben lässt sich nicht alles über einen Kamm scheren ,und nun noch ein paar Bilder zur Aggressivität, Unruhe, weniger Honig, nein nicht weiter Jürgen, aber ich könnte noch, will aber nicht.
    Kann hier leider nicht die Darlegungen von Herrn K. Weiß bestätigen.



    Gruß Jürgen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von jürgie ()

  • Oh, ja Jürgie


    man sieht förmlich, wie Dich die Elektrik in der vollen Breite geschàdigt hat :lol:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Sven,
    was misst Du und mit was?
    Gruß Eisvogel


    Hallo Eisvogel,


    elektrische und magnetische Felder messe ich damit:


    http://www.gigahertz-solutions…/ME-Baureihe/ME3840B.html


    Hochfrequenz damit:


    http://www.gigahertz-solutions…z/Messgeraete/HFE59B.html


    Allerdings rein für den privaten Gebrauch. Zur Feststellung und Reduzierung der Gesamtbelastung ist es okay, bei der Hochfrequenz hätte es im Nachhinein gesehen auch ein günstigeres Gerät getan, es ist ohnehin nahezu unmöglich festzustellen, welche Wellen denn nun für welche Depression verantwortlich sind. Und man sieht es ohnehin auch mit offenen Augen, wo man seine Bienen aufstellen kann und wo besser nicht


    http://www.bamberger-onlinezei…-mobilfunksendeanlagen-2/


    http://www.puls-schlag.org/dow…iLinden96dpi0704eBook.pdf


    http://www.puls-schlag.org/download/Kirschbaumhuette.pdf


    Jedenfalls hat sich die Anschaffung über die letzten 5 Jahre gesehen durchaus gelohnt, wenn man so sieht, was die Zuchtfreunde (Geflügel) so an Kohle für Medikamente und Impfungen übers Jahr gesehen "raushauen". Obs bei den Bienchen weiterhilft, wird sich zeigen, da bin ich ja noch ein blutiger Anfänger.


    übrigens jürgie : sehr schöne Bienchen, das kann man garnicht anders sagen, ist mir bei deinen letzten Bildern schon aufgefallen.


    Beste Grüße
    Sven