Trafoeinlöter

  • Hallo zusammen,
    ich habe bis jetzt mit einem Netzteil 12v 1,2A eingelötet. Das dauerte bei VA Draht
    teilweise 30sek bis die richtige "Einlötung" erfeicht war.
    Jetzt habe ich ein anderes Netzteil: 24v 2,5A 60VA
    Bei dem dauert es ca 6 sek bis eingelötet ist ABER der Draht wird anscheind sehr heiss sodass der Draht richtig locker wird und fast schon runterhängt und direkt nach dem Ausschalten zieht er sich wieder ganz straff. Ist das normal? Kann mir irgendwie nicht vorstellen dass das für das Einlötergebniss so prickelnd ist?!
    Wie ist das bei einem gekauften Einlötgerät?

  • Hallo Caboveals,


    die Zeitdauer entspricht durchaus den Spezialtrafos. Das Einlöten dauert nur ein paar Sekunden. Was ich nicht verstehe: Wie ist denn das Ergebnis? Das sieht man doch.


    Gruß Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Für mich hört sich das an als würde Dein Draht bei Hitze extrem lang werden und dadurch "schlabbern". Daran wir auch ein "Profitrafo" nichts ändern. Den Strom interessiert nicht, ob auf dem Trafo "für Bienen" steht oder nicht...
    Vielleicht solltest Du Dir anderen Draht besorgen?
    Ich benutze ebenfalls keinen "Bienentrafo" sondern ein Laborgerät, bei dem man die Spannung/Stärke frei einstellen kann. Ich brauche bei meinen Einstellungen auch 20-30 Sek für das Einlöten, der Draht ist dann aber noch nicht so heiss, dass ich ihn nicht mehr anfassen kann.

  • Hallo,
    daß der Draht länger wird, wenn er sich erwärmt, kann man nicht verhindern. Das ist Naturgesetz. Vor allem Edelstahldraht dehnt sich besonders "gut".
    Die gute Nachricht: Er zieht sich beim Abkühlen auch wieder zusammen, ohne sich wieder von der Mittelwand zu lösen, wenn er nicht so locker gespannt ist, daß er "Beulen" schlägt.
    Abhilfe ist durch eine gewisse höhere Vorspannung des Drahts möglich, wodurch ein Teil der Dehnung aufgefangen werden kann. Dann sollte man den Draht aber erst unmittelbar vor dem Einlöten spannen, weil sich sonst die Rähmchen verziehen.


    Ich verwende einen Trafo, der bei 12 Volt secundär mit 4 Ampere abgesichert ist, was max 48 Watt bedeutet. Das Einlöten von Kuntzsch oder DNM Mittelwänden, die jeweils mit vier Drähten quer versehen sind, dauert ungefähr drei Sekunden.


    Grüße ralf_2

  • Das Problem ist, dass der Draht schneller heiss wird als das Wachs schmilzt (wg. unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit und so).
    Abhelfen könnte es, die MW vorzuwärmen bzw. im warmen Raum zu löten.


    und/oder


    Die Spannung zu verringern, durch z.B. einen Vorwiderstand. (z.B.Wabendraht um einen nichtleitenden und nicht brennbaren Gegenstand wickeln.)



    MfG André

  • ...ich habe bis jetzt mit einem Netzteil 12v 1,2A eingelötet. Das dauerte bei VA Draht
    teilweise 30sek bis die richtige "Einlötung" erfeicht war.
    Jetzt habe ich ein anderes Netzteil: 24v 2,5A 60VA
    Bei dem dauert es ca 6 sek bis eingelötet ist...


    ...Ich benutze ebenfalls keinen "Bienentrafo" sondern ein Laborgerät, bei dem man die Spannung/Stärke frei einstellen kann. Ich brauche bei meinen Einstellungen auch 20-30 Sek für das Einlöten, der Draht ist dann aber noch nicht so heiss, dass ich ihn nicht mehr anfassen kann.


    ...Ich verwende einen Trafo, der bei 12 Volt secundär mit 4 Ampere abgesichert ist, was max 48 Watt bedeutet. Das Einlöten von Kuntzsch oder DNM Mittelwänden, die jeweils mit vier Drähten quer versehen sind, dauert ungefähr drei Sekunden.



    Hallo,


    und ich verwende gar keinen Trafo, sondern einen alten LiPo Akku 3s 2200mAh (11,1V), der nicht mehr genug Druck für meine ferngesteuerten Flugmodelle hat. Dauert nur 1 Sekunde bis die MW eingeschmolzen sind. So ein Akku kostet neu <10 Euro, allerdings braucht man natürlich auch noch ein Ladegerät dazu. Funktioniert hervorragend. Der Eine oder Andere mag sowas wie ich in seinem Bestand haben und kann so einen seiner Akkus noch vor dem Sondermüll retten :cool:

  • So ein Akku kostet neu <10 Euro, allerdings braucht man natürlich auch noch ein Ladegerät dazu. Funktioniert hervorragend. Der Eine oder Andere mag sowas wie ich in seinem Bestand haben und kann so einen seiner Akkus noch vor dem Sondermüll retten :cool:


    Das Ladegerät alleine sollte dann eigentlich auch schon reichen und als Trafo funktionieren, oder?

  • Versuch es mit weniger Spannung, mit weniger Spannung wird der Draht nicht so heiß und dehnt sich nicht so stark aus. Zum einlöten muss er ja grad mal um die 60°C warm werden und nicht 200°C.
    Ich benutze einen alten Eisenbahntrafo da kann man problemlos die Spannung regulieren für die verschiedenen Rämchengrößen (=Drahtlängen).

  • Hi,


    ich verwende ein Akkuladegerät, welches wohl eigentlich zum mobilen Laden von Akkus für Modellfahrzeuge gedacht ist. Es wird daher mit 12 V versorgt (Autoakku, oder was ich verwende: Laptopnetzteil). Der Ausgangsstrom ist einstellbar, weshalb ich im Prinzip unterschiedliche Rähmchen einlöten kann, ohne die Spannung neu einzustellen. (Die für die gewünschte Einlötgeschwindigkeit nötige Spannung ist von der Drahtlänge abhängig, der Strom dagegen nicht. Deshalb ist es besser den Strom einzustellen als die Spannung.)


    Dieses Akkuladegerät kann ich auch für andere Dinge verwenden (nämlich zum Akkuladen), und das beste: es kostete selbst mit dem notwendigen Laptopnetzteil zusammen weniger als ein einstellbarer Einlöttrafo aus dem Imkereihandel.
    Vom Preis-/Leistungsverhältnis her sind die Einlöttrafos aus dem Imkereibedarf in meinen Augen ziemlich schlecht.


    Grüße,
    Robert

  • Das Ladegerät alleine sollte dann eigentlich auch schon reichen und als Trafo funktionieren, oder?


    Schön wär's. Klappt aber bei modernen mikroprozessorgesteuerten Ladegeräten nicht, denn die messen als erstes die Spannung und schalten dann erst den Ladestrom. Wenn anstatt eines Akkus ein Draht angeschlossen wird, dann misst das Gerät keine Spannung und bleibt einfach ausgeschaltet. Das trifft sowohl auf den LiPo-Lader zu, als auch auf des von mir getestete Ladegerät für Autobatterien.


    Mit den anderen Posts hier wird aber klar, dass es viele Möglichkeiten gibt, die billiger sind als die Trafo-Einlöter. :daumen:


    Viele Grüße


    P.S.: Was machen eure Bienen so, bei dem kalten Schmuddelwetter? :wink:
    Nach einer (meiner ersten!) Saison Bienen kucken fühle ich mich wie wenn der Film zu Ende wäre, und warte gespannt auf die Fortsetzung...

  • Man kann noch von großem Glück reden, daß auf den "Einlöt"-Trafos nur Biene drauf steht - und nicht "Dental". Da wäre gleich noch eine Null mehr an den Baumarkttrafos für Halogenlampen dran, die mit zwei Bananensteckern ausgerüstet für ca. da fünffache des Baumarktpreises als "Einlöttrafo" angepriesen werden.

  • Hallo Cabovelas!
    Bevor Du die MW einlötest, musst Du den Draht mit dem Drahtspanner (gibts zu kaufen) spannen. Dann ist alles easy. Ich hab das von meinem Imkervater mal gelernt und mache es grundsätzlich so, auch wenn die Drähte noch ordentlich aussehen. Es ist einfach notwendig, denn das Holz arbeitet immer und der Draht kann auch im Nachhinein Verformungen ausgleichen, da er durch seine wellige Form wie eine Feder wirkt. Ich selbst arbeite mit einem 24 Volt-Trafo, der mal einem Terrarienvernebler zur Stromversorgung diente. Einen 38-er hab ich auch noch aber da geht mir der Vorgang zu fix.
    Also koof Dir son Ding und mache hinne :-D. LG Schäfchen