Steuerrecht - Honigentnahme zum Werbezweck

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    Moin,Moin au Hamburg,
    beim Lesen dieser Beiträge getraue ich mich jetzt auch eine Frage zu stellen, die mich seit langem bewegt.:oops:
    Wie verbuche ich den entgangenen Gewinn, der durch den Verbrauch der Bienen ensteht. Mit entsetzten beobachte ich seit langem, das der durchschnittliche Jahresverbrauch eines Bienenvolkes bei etwa 70 bis 80 kg Honig und etwa 25 bis 30 kg Pollen liegt.
    Kann ich die jetzt als Betriebskosten buchen, ist das entgangener Gewinn oder muß ich die entnahmen als Eigenbedarf/ entnahme versteuern ? :roll:


    Auch der Totenfall macht mir buchungstechnisch einige sorgen. Wie verbuche ich den täglichen Totenfall in den Sommermonaten von etwa 2000 Arbeitsbienen? Das sind in 3 Monaten 3 starke Wirtschaftsvölker die ich nicht zur Gewinnmehrung einsetzen kann. Auch hier entsteht dem Finanzamt ein wesentlicher Schaden durch den Lebensunwillen zahlreicher Arbeitsbienen der mit mir als Imker so nicht vereinbart wurde. Ich finde es steht ihnen nicht zu, sich einfach durch bloßes Ableben dem Wirtschaftsleben und den daraus resultierenden Verpflichtungen, zu entziehen.


    Abschließend würde es mich noch interessieren, ob ich in den Monaten November - März anspruch auf Schlechtwettergeld für die Völker anmelden kann und ob ein totes Volk unter Betriebsausfall fällt.


    Fragen über Fragen ......... Wie verbucht Ihr das ?


    Beste Grüße aus dem Norden
    Gandalf

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Drohne Daniel () aus folgendem Grund: nachtrag, Komma für Melli

  • Fragen über Fragen ......... Wie verbucht Ihr das ?


    Unter dem Posten: "Honigreste in Hobocks, die nach Abfüllen mit abgewaschen werden". Aber psst :-)





    In einer Einnahme- Ausgabenrechnung würden die Honiggeschenke nur indirekt auftauchen: Es kommt zwar kein Geld rein, weil die Gläser ja zum Sonderpreis von "genau Null Euro" verkauft wurden, aber es wurden indirekt Aufwendungen dafür vorgenommen: Die Gläser + Etiketten wurden eingekauft, die Kosten für den Honig stecken anteilig in den Futterkosten vom letzten Herbst.


    Stefan

  • Clemens und Wolfgang
    An Euch Danke! Zumindest habe ich jetzt einen Anhaltspunkt.


    Und ansonsten:


    Normalerweise meldet man sich auf einem Forum an, um sich gezielt über Themen auszutauschen und Fragen ansprechen zu können.


    Aber offenbar will man hier mehr Energie darauf verwenden, die Forenregel „Der Ton bleibt sachlich…“ ad adsurdum zu führen.


    http://www.llh-hessen.de/fachi…tschaft-organisation.html


    Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Bieneninstitut diese Merkblätter als Download zur Verfügung stellt, wenn alles nur gequirlter Blödsinn wäre.


    Ich habe eine konkrete Frage gestellt - nur darum ging es!


    Was ihr darüber hinaus für Vermutungen über meine Motivation aufstellt, ist völlig schwachsinnig...


    ...und mir schnuppe!


    In diesem Sinne
    viele Grüße von Orza


  • Moin , Moin aus Hamburg,
    Ich habe mir das Merkblatt Buchführung mit Stand 2010 mal angesehnen. Es kann kein gequirlter Blödsinn sein, wenn das Institut es online stellt. Alles aktuell uns geprüft. Sicherlich hat es daher auch einen Sinn das die Werte in DM angegeben werden.


    Wenn Du Dir einmal die Mühe machen würdest meinen Beitrag zwischen den Zeilen zu lesen, so wirst Du darin auch eine Antwort auf Deine Frage finden.


    Warum reagierst Du eigentlich so empfindlich? Schwachsinnig sind übrigens hier die wenigsten von uns und wenn Dir letztendlich sowieso alles " schnuppe " ist, warum stellst Du dann Fragen, wenn Du Dich mit den Antworten nicht auseinandersetzen möchtest?
    Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend
    Gandalf

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Na ja,


    der, die ? Orza hat eine ganz spezielle Frage gestellt. Er, sie suchte nach Leuten mit einem ganz speziellen steuerrechtlichen Sachverstand - warum auch immer.


    Viele der Antworten haben den Fragesteller aber einfach für doof erklärt, weil er die Frage stellt.


    Wie wärs denn mal Mit Dieter Nuhr: "Wenn jemand von einem Thema keine Ahnung hat - einfach mal..." - ich sags jetzt mal Netiquettenverträglich -
    ...nix dazu sagen (schreiben).


    MfG André

  • Hallo Miteinander,
    elegant wäre folgende Lösung:
    Man gründet eine Firma mit dem einzigen Zweck, Werbung für seine Imkerei zu machen.
    Der verkauft man dann seinen Probierhonig und ähnliches.
    Dann kann man den Probierhonig als Verkauf buchen und die Kosten für die Werbung abbuchen.
    Wäre dann aber ne Nullnummer oder Luftnummer, aber irgendwie plausibel...
    Viele Grüße
    Lothar
    der befürchtet, das dem Staat wegen gleicher Bezahlung von Mann und Frau bald die Steuergelder ausgehen

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • @ Lothar


    Manchmal steckt in etwas nur so Dahergesagtes der Funke einer guten Idee. Nicht, dass eine spezielle Werbefirma zu gründen wäre ;-) Nein!
    Aber der Weg „über einen Dritten“ ist tatsächlich einen weiteren Gedanken wert.


    ---


    Auch wenn jetzt gleich wieder ein Aufschrei durch das Forum geht:
    Mich interessieren vorrangig die Bienen, deren Strukturen, der Umgang mit diesen Tieren und insbesondere ist das mein persönlicher Beitrag zum Wohle der Umwelt!!! Der Honig ist für mich ein Nebenprodukt (!), mit dem ich mich nun einmal befassen muss, gleichfalls mit der unliebsamen Buchhaltung.


    Aber selbstverständlich gibt es inzwischen auch einige Leckermäuler um mich herum, die schon mächtig drängeln. Doch langfristig denke ich noch über ganz andere Zielsetzungen nach, wie z. B.
    - Öffentlichkeitsarbeit
    - karikative Zwecke
    - Probeimkern usw.


    Wer sich den Kontenplan vom Bieneninstitut angesehen hat, wird wahrscheinlich genau so verblüfft darüber gewesen sein wie ich, dass es dort auch einen mehrfach eingeteilten Posten „Natualentnahmen“ gibt. Die Wege des Steuerrechts sind unergründlich.


    Es geht hier also nicht um die Resteverwertung vom Hobbockrand (so kleingeistig könnte ich überhaupt nicht denken).


    Meine Fragestellung hat also einen durchaus ernst zu nehmenden Hintergrund. Und wer keine vernünftige Antwort darauf weiß, den würde ich ab jetzt mal um etwas mehr Zurückhaltung bitten.


    Viele Grüße von Orza

  • Bitte abgelehnt! Das Forum ißt frei und die Moderation übernimmt die Moderation.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • ............aber wünschen kann man sich was :wink: Die Hoffnung stirbt zuletzt:cool:
    @Orza : danke für den netten letzten Beitrag.

    Zitat

    Es geht hier also nicht um die Resteverwertung vom Hobbockrand (so kleingeistig könnte ich überhaupt nicht denken).


    Das fing für mich eben schon bei der ersten Fragestellung "Werbezweck" an. Je mehr Formulare wir bereitwillig ausfüllen um so mehr werden wir ausfüllen müssen.Solange im Großen die Millionen verbrannt werden fange ich nicht an mich an 5 Gläsern Honig hochzuziehen, die ich verschenke oder zum probieren freigebe. Der Schwund an anderen Stellen übersteigt diese Mengen um ein vielfaches.So lange ich morgens noch in den Spiegel sehen kann, ist alles in Ordnung.
    Jeder nicht korrekt eingereichte Bewirtungsbeleg oder jede Tankfüllung die nicht ausschließlich für Dienstfahrten genutzt wurde, übersteigt die Werte des zu kalkulierenden Probierhonigs bei weitem.
    Wo will ich anfangen und wo aufhören? Wir sollten uns da nicht verrückt machen und die Kirche im Dorf lassen.Man kommt dann immer vom Hölzchen auf`s Stöckchen und zum Schluß kommt man vor lauter Buchhaltung nicht mehr zum Imkern.


    Mit bestem Gruß
    Gandalf

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Ja, Gandalf. Damit hast Du selbstverständlich Recht. Und die eine oder andere Ausweichmöglichkeit ist mir auch bewusst, mit der ich auch leben könnte.


    Wenn ich aber tatsächlich in die Richtung gehe, die mir vorschwebt, dann möchte ich das offiziell machen. Das wird ja auch nicht verborgen bleiben, denn es findet öffentlich statt. Somit bleibt es auch nicht bei 5 Gläsern. Da kann dann schon mal die ganze Ernte mehrer Wirtschaftsvölker nicht zum Eigennutz verwendet werden. Mit Lebensmittelspenden wird einem ja im Steuerrecht inzwischen auch schon vors Schienbein getreten.


    Also ich habe nicht vor, in diesem Punkt zu mogeln. Falls ich mich für derartige Zwecke einsetze und dafür vorher auch schon extrem viel Geld für die Anschaffungen ausgegeben habe, sehe ich nicht ein, mich überdies auch noch womöglich unter "Einnahmen" finanziell in ein Nachteil zu setzen. Es muss also irgend eine elegante Lösung geben.