Auswirkungen von Trachten spätblühender Energiepflanzen

  • Hallo Zusammen!


    Gerade gefunden: das Bienenzentrum der LWG-Bayern forscht in einem Projekt an den Auswirkungen von Trachten spätblühender Energiepflanzen.


    Kurzbeschreibung:


    http://www.lwg.bayern.de/bienen/linkurl_10.pdf


    Weiß jemand genaueres über dieses Projekt?



    Ich wollte dieses aktuelle Thema einfach mal in den Raum stellen.


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Servus beinand,


    ich glaub jetzt nicht, dass die spätblühenden Energiepflanzen großflächig für die Biogasler "gut" genug sind, hinsichtlich Methan und Trockenmasse.


    So seh ich auch weniger Probleme für unsere Impen.


    Doch glaubt man diesem Artikel: http://www.badische-bauern-zeitung.de/bbz.php?inhalt=item&p[method]=fullread&p[ivw]=/artikel/fullread&p[item]=bbz_cms&p[ald]=bbz&p[id]=8233&p[nav]=1165&p[res]=2


    (link klappt nicht, googelt mal nach amarant biogas, dann kommt Ihr auch hin)


    so könnte sich Amarant in vielen Hinsichten als Alternative für den Mais lohnen. Schaut Euch die kleine Statistik an, speziell den Methangehalt.


    Von Welternährungsbewältigungsproblemen gar nicht zu reden, auch tierfuttermäßig übertrifft es Soja und uns tät es auch noch fit machen.


    Hat jemand etwas intus, wies mit Nektar aussieht?


    Hab nur einen Hinweis gefunden auf mittlere Bienenweide.


    Hab auch nichts gefunden, dass es einen Amaranthonig gäbe.


    Gruss Simon

  • Hallo


    wenn die Blühphase der Pflanzen ab mitte Juni anfangen würde, sähe ich darin einen Vorteil. Blühen diese Pflanzen aber erst im September, würde ich das kritisch sehen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Zusammen,
    erstmal herzlichen Dank für den Link und den Hinweis von Sabi(e)ne auf die Windbestäuber.
    Ich habe im Frühjahr 2013 eine Vortrag eines Mitarbeiters des Fachverbandes Biogas über die Alternativpflanzen für Mais gehört. Da der Vortragende auch Imker ist ging es auch immer um die Nutzbarkeit für die Bienen. Über die Amarant-Pflanze wurde dabei aber nicht berichtet, die ja nach der Tabelle in diesem BBZ-Artikel eine höhere Methanausbeute als Mais hat. Alle in diesem Vortrag vorgestellten Alternativen hatten einen mehr oder weniger geringeren Methangehalt. Warten wir ab ob sich hier etwas bewegt.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Morgen Leute,


    naja, wenn sie beim Amarant schon nichts Süsses bekommen, bezieht sich ja vielleicht der Wert von den Wildstaudenshopplern auf den Pollenertrag.


    Maybe, pollt ja der Fuchsschwanz ganz gut.


    Die Honigvögel holen ja auch Pollen bei Mais, Soja und Baumwolle.


    http://www.plosone.org/article…1/journal.pone.0035954#s3


    Wie man in dieser Studie sehen kann, wirkt sich die Pollerei sehr gut aus auf Cotton und Soja.


    Deshalb sprechen ja die am. Grossimker von den Tödlichen Drei.


    Besser als der Mais, Soja, Cottonpollen müsst der Amarantpollen jedenfalls sein. Schon wegen der doppelten Eiweiss und Lysinmenge.


    Gut, das ist jetzt O.T.


    Aber, wie gesagt, Sida, Silphie bringen nicht soviel Methan, wie Amarant.


    So gesehen wär Amarant lt. obiger Studie schon mal positiver, wobei die ethische Frage immer noch bleibt.


    Ausserdem braucht er angeblich nur eine Spritzung, fast keinen Dünger und ist zeimlich trockenresistent. (Im Konvi-Anbau)



    Hat denn niemand den Großen Fuchsschwanz in seinem Garten, dass er berichten könnte, ob der Gute pollt und ob da unsere Bienchen drangehen?


    http://de.wikipedia.org/wiki/Garten-Fuchsschwanz


    Gruss Simmerl

  • Der große Fuchsschwanz ist bei mir bei einem Standort im Garten vereinzelt vorhanden, er säht sich selber aus.
    Aber an den Blüten konnte ich noch keine Hummeln, Wespen, Schwebfliegen geschweige den Bienen beobachten.


    Kommt aber auch wohl darauf an was sonst noch als Tracht vorhanden ist.


    gruß


    bernhard

  • Ich will ja nichts schlecht reden aber ich fürchte das jede Alternative, die in großem Stil und vor allem in Monokultur angebaut wird (und das wird sie mit Sicherheit), auf lange Sicht Probleme bereiten wird.


    Auch da wird fürher oder Später der Boden ausgelaugt sein, mit Kunstdünger gedüngt und vor allem gespritzt werden.

  • Hallo


    wenn die Blühphase der Pflanzen ab mitte Juni anfangen würde, sähe ich darin einen Vorteil. Blühen diese Pflanzen aber erst im September, würde ich das kritisch sehen.


    ... im September sind diese Pflanzen längst gehäckselt, weil der Rohfaseranteil sonst zu groß ist.


    Gruß
    Horsti

  • Tja, ich kann die Auswirkungen von Trachten spätblühender Gründünger bald sehen. Mehrere hundert Hektar Senf gehen gerade in Blüte und die Bienen haben es gefunden. Sie schleppen gerade den Pollen ran. :roll:

  • Einen schönen Abend miteinander,


    heute 15.Oktober 2014. Nordschwarzwald Höhe 650 m


    Bei mir im Garten blühen Forsythien, Lorbeer und Hartriegel.
    Haben wir denn schon Frühjahr?


    Gruß Gabriele Maria

  • Tja, ich kann die Auswirkungen von Trachten spätblühender Gründünger bald sehen. Mehrere hundert Hektar Senf gehen gerade in Blüte und die Bienen haben es gefunden. Sie schleppen gerade den Pollen ran. :roll:


    Wie waren die Auswirkung?


    Einige Völker haben ein Feld Phacelie entdeckt, aber das Feld ist über ein km weit weg und das Wetter ist nicht gut genug für Massenflüge.

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant