Gewichtsverluste im September

  • Hallo hilfreiches Forum,


    als Anfänger möchte ich immer mehr das "richtige Gefühl" für meine Tätigkeiten an den Bienen entwickeln und Erfahrungen sammeln. Deshalb "kontrolliere" ich wahrscheinlich mehr, als ich eigentlich müsste.


    Bis zum 02.09.2013 hatte ich meine 6 Völker (Segeberger Beute, 2-zargig) auf ca. 42 kg Gesamtgewicht aufgefüttert. Heute, rd. einen Monat später, wurden von mir die Gewichte nochmals mittels Federzugwaage überprüft.


    Die einzelnen Gesamtgewichte haben sich um ca. 2, 3, 4, 4, 5 bzw. 6 kg reduziert. Ist das alles im "grünen Bereich"?


    Vielen Dank für hilfreiche Antworten.


    Gruß,
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    zu deinem Gesamtgewicht kann ich nichts sagen, ich kenne mich da nicht aus (habe keine Segeberger und wiege nicht).


    Zu den Abnahmen: Klar, alles im grünen Bereich.


    1. Bienenmasse nimmt ab
    2. Tracht lässt nach, bzw. es sind nicht mehr genug Bienen vorhanden um nennenswerte Zunhamen zu erzeugen
    3. Es sind noch Bienen und Brut im Volk, die natürlich Futter benötigen. --> Abnahme des Gesamtgewichts ( Deswegen füttert man ja ein :wink: )


    4. Bei der Behandlung hoffentlich gefallene Varroamilben liegen jetzt tot im Gras. Ihre Gewichtsanteile musst du ebenfalls als Abnahmen einordnen :cool:


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Hallo,


    ich finde 6 kg Gewichtsabnahme bei einem Beutengesamtgewicht von 42 kg nicht tolerabel bei starken Völkern. Das könnte einem Viertel des benötigten bzw eingelagerten Gesamtfutters entsprechen.
    Ich denke, Stichtag sollte nicht 2 Tage nach dem Auffüttern im Juli sein.
    Als Winterfutter gilt doch das, was Anfang Oktober in der Kiste ist.
    Nicht von ungefähr wird z. B. von einer Restfütterung beim Einfütterungsschema gesprochen und da heißt es:

    Zitat

    Restfütterung: Nach einer Futterkontrolle sollte das noch fehlende Winterfutter bis Ende September zugefüttert werden


    Aus dieser, schon öfter verlinkten PDF zur Winterfütterung, Seite 4.



    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo,


    vielen Dank für die Antworten.


    simon
    Milben sind hoffentlich größtenteils entfernt (waren dieses Jahr sehr wenig und konnten deshalb "richtig" gezählt werden). Um das entnommene Gewicht ermitteln zu können, müsstest Du mir mal das Gewicht einer Milbe mitteilen:)


    Marion
    Mir wurde in der Imkerschule (liegt um die Ecke) beigebracht, dass man bis Anfang September aufgefüttert und kontrolliert haben sollte. Dabei sollte ein Gesamtgewicht von mindestens 40 kg (Segeberger, 2 Zargen) erreicht werden.


    melanie
    Ich habe auf 2 Seiten gewogen (Federzugwaage) und natürlich die Werte addiert (von Statik verstehe ich auf Grund meines Berufes etwas). Es sind teilweise, wie Du schon schreibst, Unterschiede von mehreren kg zwischen den beiden Seiten festgestellt worden.


    Grüße,
    Andreas

  • Als Winterfutter gilt doch das, was Anfang Oktober in der Kiste ist.


    Hallo Marion,
    das heiß, wenn du Ende September wiegst, dann fütterst du nach, bis du die angegebene Futtermenge erreichst?
    Bei Dadant zum Beispiel und bei 10 Waben, soll Anfang Oktober immer noch 21 kg Futter drin sein?


    Wenn das so stimmt, dann habe ich was verpasst dieses Jahr, meine Völker haben noch etwa von 12 bis 15 kg drin, obwohl ich Ende September nochmal nachgefüttert habe, sie haben so viel verbraucht, über 25 kg wegen Naturbau und junge Kö, die stärker und länger brüten.


    Lg salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Hallo Andreas


    ich denke auch das du genug eingefüttert hast, im maximalen Fall, hast du einen Verlust von 6kg, würdest noch auf ein Gesamtgewicht von 36kg kommen, Schundau schreibt von 38 kg durchschittlichem Gesamtgewicht. Ich würde jetzt nichts mehr nachfüttern. Der Gewichtsverlust hängt auch mit dem Wasserverlust des Winterfutters zusammen. Das Volk welches das meiste Futter erhalten hat, hat auch den größten Verlust.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)